Grenzbrigade 6

Kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurden die Grenztruppen durch die Truppenordnung 1938 (TO 38) neu organisiert, dabei 11 Grenzbrigaden (Gz Br) neu geschaffen. Die Detailorganisation war GEHEIM klassifiziert.

Die neuen Grenzbrigaden verfügten, neben den Grenzregimentern mit Grenz Füsilierbataillonen, auch über je eine Kompanie Radfahrer, motorisierte Mitrailleure und motorisierte Infanteriekanoniere. In allen Verbänden wurden Leute mit Wohnsitz im Einsatzraum eingeteilt. Die Gz Br blieben vorerst Armeetruppen; die Unterstellung für den Einsatz wurde mit dem Operationsbefehl festgelegt.

Der Raum

Die 1938 gebildete Grenzbrigade 6 hatte den Abschnitt Eschenz bis Kaiserstuhl zu halten – und zwar inklusive der Schweizer Gebiete auf dem nördlichen Ufer des Rheins. Für diese Aufgabe mussten 8300 Mann reichen. Drei Bataillone standen im Kanton Schaffhausen, sechs hinter dem Rhein.

Der Auftrag

Die Brigade schützte bei der Bildung die Grenze gegen einen Vorstoss aus dem süddeutschen Raum an der Rheinlinie und sperrte die Nord-Süd-Achsen. Daran änderte sich bis zuletzt nichts: In den 1990-er Jahren lautete der Auftrag des FAK 4 an die Brigade
stellt den Neutralitätsschutz sicher
widersetzt sich mit Schwergewicht am Rhein einem feindlichen Stoss durch ihren Raum
hält einen Brückenkopf Schaffhausen

Die Einheiten (1994)

  • Stab Gz Br 6
  • Inf Rgt 52
  • Inf Rgt 53
  • Inf Rgt 54
  • Gren Kp I/6
  • Pal Kp 61-67
  • Pzaw Kp II/6 und IV/6
  • Flab Bttr III/6
  • Füs Bat 305
  • Sch Füs Kp 866 und 902
  • Genie Abt 46
  • Wk Kp 40, 41, 42
  • Fest Abt 106 (Fest Flt Kp 106, Kp I/106 Fest (Mw), Fest Hb Bttr II/106, Fest Hb Bttr III/106, Fest Hb Bttr IV/106, Fest Hb Bttr V/106
  • Gz Uem Kp 6