Falsche Chalets

Ein Buch, ein Begriff. Christian Schwager hat unter dem Titel «Falsche Chalet» ein Buch mit Fotos von Bunkern publiziert, welches schon lange vergriffen und deshalb Kultstatus unter den Bunkerjäger hat. In diesem Buch sind Anlagen fotografiert, welche eine besondere Tarnung erhalten haben und heute oftmals unter Denkmalschutz stehen.


FARGOF

Artillerie-Feuerleitsystem für Festungen


Feldanschlusskasten (FAK)

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Feldbäckerei

Im Zweiten Weltkrieg wurden vereinzelt Bäckereien in Kavernen erstellt. Später wurde auf einige wenige Armeebäckereien (z.B. Boltigen) gesetzt, dazu gab es mobile und auf Anhänger montierte Bäckereien.


Feldkanone

Mobiles Artilleriegeschütz der Feldtruppen, wurde mit dem Bezug des Reduit auf speziellen Festungslafetten auch aus verbunkernen Anlagen heraus eingesetzt (z.B. 7,5 cm Fk, 10,5 cm Kan / Hb, 12 cm Kan / Hb und 15 cm Hb).


Feldkanonenschild (FK-Schild)

FK-Schild wurden freistehende Betonschilde für die 7,5 cm Feldkanone bezeichnet (vereinzelt auch für 8,4 cm Kanone im Einsatz).


Feldpost

In grösseren Festungen hatte die Feldpost ihre eigenen Poststellen. Gerade für ausländische Gäste in den heutigen Festungsmuseen sind dies jeweils überraschende und sehr beliebte Fotosujets.


Feldunterstand

Der Feldunterstand FU88 ist ein Normbau aus Blech, von dem 4500 Exemplare beschafft worden sind.


Fernschreiber

Fernschreibgerät zur Übermittlung einfacher Texte auf Papier weltweit. Auch Schreibtelegraphiergerät 61 (Stg 61) genannt. Texte können auf Lochstreifen gespeichert werden und als Übermittlungsmedium kommt neben Draht auch Funk (Richtrahl und Kurzwelle) in Frage. Die Geschwindigkeit ist weltweit auf 40 Baud (40 Bit/Sek !) normiert.


Fertigbauelement (F-Anlage)

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Festung

Festung ist ein allgemeiner Oberbegriff für einen durch Wehranlagen stark befestigten Ort.[1] Im engeren Sinne bezeichnet Festung in der Neuzeit eine eigenständige, meist stark gegliederte Wehranlage aus starkem Mauerwerk, später auch aus Beton, die dem Schutz gegen feindliche Feuerwaffen (insbesondere Artillerie) bei gleichzeitigem defensivem Feuerwaffeneinsatz durch die Verteidiger dient. Festungen dieser Art wurden seit dem 15. Jahrhundert als Reaktion auf den Einsatz schwerer Pulvergeschütze erbaut und waren bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts üblich. Sie konnten der Grenz- oder Küstensicherung dienen, den Ausgangspunkt einer Offensive bilden und sich zurückziehende Heere aufnehmen. Darüber hinaus wurden manche Festungen als Verwaltungssitz, Gefängnis oder Aufbewahrungsort staatlicher Reserven an Geld oder Edelmetallen genutzt.


Festungsabteilung (Fest Abt)

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Festungsartillerie (Fest Art)

Die Festungsartillerie war vom 19. Jahrhundert bis 2011 ein Kampfmittel der Festungstruppen der Schweizer Armee.


Festungsartillerieabteilung (Fest Art Abt)

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Festungsfliegerabwehr (Fest Flab)

Teilweise hatten die einzelnen Artilleriewerke zugeteilte Flabzüge (20 mm auf Plattformen) oder dann die Brigaden, die in ihrem Raum Flabschutz verteilen konnten. Dieser war aber sehr eingeschränkt und konzentrierte sich beispielsweise auf den Raum Faulensee, wo neben Festungswerken auch mögliche Anflugrouten auf den Flugplatz Interlaken gedeckt werden konnten.


Festungsgebiet

Ein Festungsgebiet gehörte zu den drei grossen Festungsräumen der Schweizer Armee im Reduit- Verteidigungsdispositiv des Zweiten Weltkriegs und fortdauernd während des Kalten Krieges.


Festungsinfanterie (Fest Inf)

Die Festungsinfanterie mit ihren verschiedenen Funktionen entstand aus den Festungsmitrailleuren (Gotthard-Mitrailleure) und war primär für die Aussenverteidigung von Objekten zuständig.


Festungskampf

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Festungskarten

Weil von den Geschützen der geheimen Schweizer Festungen keine direkte Sichtverbindung zum überwiegenden Teil möglicher Ziele bestand, wurden indirekte Schiessverfahren entwickelt, bei denen die geometrische Beziehung zwischen Geschütz und Ziel anhand genauer Karten ermittelt werden musste. Daraus wurden die sogenannten Schiesselemente berechnet, die beim Richten am Geschütz einzustellen waren, um ein bestimmtes Ziel zu beschiessen.1891 wurde mit der Kartierung von Festungsgebieten begonnen. An den Original-Aufnahmen waren gegen 150 Topographen beteiligt. Sie folgten der Messtischmethode und setzten terrestrische Photogrammetrie (Bildmessung) ein. Im Ersten Weltkrieg konnte das «Vermessungs-Detachement St. Gotthard» dank der inzwischen erfolgten Entwicklung leistungsfähiger Auswertegeräte die Kartierungsleistung unter Einsatz der Stereophotogrammetrie um ein Mehrfaches steigern.

Im Vorfeld des Zweiten Weltkriegs entstand um Sargans das vierte grosse Festungskartenwerk. Bei etwa einem halben Dutzend sogenannter «Grenzwerke» überwog der ausländische Anteil an der zu kartierenden Fläche gegenüber dem schweizerischen deutlich. Als Grundlagen wurden hier neben vorhandenen ausländischen Karten auch Luftbilder verwendet, die von der Landestopographie erst wenige Wochen vor Kriegsausbruch aufgenommen worden waren.

Anfang der 1950er Jahre wurde der Schiesskartendienst der Landestopographie als Folge der sogenannten «Sparexpertise» aufgelöst und die Produktion der Festungskarten, die in jenem Zeitpunkt etwa 7,5% der Landesfläche abdeckten, eingestellt. Somit hatte diese spezielle Phase der schweizerischen Kartographiegeschichte etwa sechseinhalb Jahrzehnte gedauert. Das als «geheim» klassifizierte Kartenmaterial, das von bester Qualität war, wurde erst 2009 entklassifiziert.


Festungspionierformation (Fest Pi Fo)

Teil der Festungstruppen, welcher für den technischen Einsatz von Sprengobjekten und deren Überwachung sowie Einsatz und Betrieb der Festungsminenwerfer- und Panzerabwehrbunker zuständig ist.


Festungsmaterial, technisches

Material, welches speziell für permanente Geländeverstärkungen beschafft worden ist. Basis für dieses Material war das FWK.


Festungsminenwerfer (Fest Mw)

Ein Festungsminenwerfer ist ein Minenwerfer, welcher stark geschützt, in einer Anlage eingebaut ist. Alte hatten 8,1 cm, die aktuellen 12 cm Kaliber.


Festungstruppen

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Festungswachtkorps (FWK)

Das Festungswachtkorps entstand 1941. Es übernahm die Anlagen und die Aufgaben der alten Fortverwaltung sowie der Grenzschutzstruppen. Während Jahrzehnten sorgte diese Truppe dafür, dass die Bunker, Festungen, Hindernisse, Sprengobjekte und Führungsanlagen rasch in Betrieb genommen werden konnten. Die Auflösung erfolgte 2003. Weitergehende Informationen unter www.fwk.ch


Festungswerk

Bunker und Forts mit Panzerabwehr oder artilleristischer Hauptbewaffnung.


Fichenaffäre

Während des Kalten Krieges liessen Bundespolizei und Bundesanwaltschaft nicht nur Handlungen mutmasslicher Staatsschutzkriminalität, sondern bis 1989 auch rund 900’000 Personen und Organisationen aus dem linken Umfeld präventiv beobachten, obwohl für diese Massnahmen keine rechtlichen Grundlagen bestanden.

Es war vorgesehen, dass etwa 10’000 als politisch gefährlich eingestufte Bürgerinnen und Bürger im Krisen- oder Kriegsfall inhaftiert hätten werden sollen. Mit der Fichierung sollte angeblich erreicht werden, dass die Schweiz vor kommunistischen “Subversiven” geschützt werde. Die Aufdeckung des Fichenskandals durch Feststellungen der parlamentarischen Untersuchungskommission PUK-EJPD, die vom heutigen Bundesrat Moritz Leuenberger präsidiert wurde, führte zu einem weit reichenden Aufschrei. Das Vertrauen in den Staat war erschüttert.

Als Konsequenz dieser Affäre musste die damalige Bundesrätin und EJPD Vorsteherin Elisabeth Kopp auf Druck der Öffentlichkeit zurücktreten.
Die Fichenaffäre wird in der Schweiz immer wieder gern zitiert, wenn es um Datenschutz und dessen Anwendung geht.


Filter

Mit verschiedenen Filtern wurde die Luft für die geschützten Zonen von Festungswerken und Bunkern gereinigt. Es gab dafür A-, B- und C-Filter. Diese wurden erst in einem Ernstfall in betrieb genommen und in die Ventilationsanlage eingeschaltet.


Fitania

Diese Abkürzung steht für «Führungsinfrastruktur, Informationstechnologie und Anbindung an die Netzinfrastruktur der Armee». Das Fitania-Programm umfasst die Projekte «Telekommunikation der Armee» (TK A), «Führungsnetz Schweiz» und «Rechenzentren VBS/Bund». Das Programm übernimmt koordinierende Aufgaben.


FK-Schild

siehe Feldkanonenschild


FK-Stand

siehe Feldkanonenstand


Fk-Stand

Grössere Felsenwerke, Artilleriewerke und Kommandoanlagen hatten solche Funk-Stände, wo die Funkgeräte für die aussenlegenden Antennen installiert waren.


FLAWIZ

Mit Flawiz wurde das spezielle Kommando- und Übermittlungsnetz der Festungs-Fliegerabwehr bezeichnet. Dazu wurden in einigen Anlagen eigene Zentralen eingerichtet.


Florako

Das mit dem Rüstungsprogramm 1998 beschaffte Kernsystem umfasst je zwei neue Primär- und Sekundärradars für die grossräumige Luftraumüberwachung, die Integration der bestehenden militärischen Sensoren (z.B. das taktische Fliegerradar Taflir), die Schnittstellen zu den zivilen Sensoren und dem zivilen Flugsicherungssystem, den Aufbau eines neuen Radarluftlagesystems und die Ausrüstung der Einsatzzentralen der Luftwaffe. Dieses Kernsystem steht seit Anfang Februar 2004 im operationellen Betrieb.

Im zweiten Beschaffungsschritt, eingeleitet mit dem Rüstungsprogramm 1999, wurde das Kernsystem mit je zwei weiteren Primär- und Sekundärradars ergänzt. Diese Primärradars sind multifunktionale Radars für die Rundumüberwachung und zur selektiven Verfolgung zugewiesener Ziele. Mit dem Rüstungsprogramm 2004 wurde die Integration des Data-Links (Link 16) vollzogen. Damit werden künftig technische und taktische Daten direkt mittels digitaler Kommunikation zwischen den Florako-Einsatzzentralen und den von Florako geführten Kampfflugzeugen ausgetauscht. Neben der damit erzielten Stör- und Abhörfestigkeit erlaubt dieses System im Gegensatz zum aktuellen Flugfunk die selektiv adressierte Kommunikation zwischen den Kampfflugzeugen und der Kommandoplattform, was eine neue Generation in der Führungskommunikation darstellt.

Die Inbetriebnahme von Teilsystemen erfolgte ab 2001. Florako übernahm ab 27. Oktober 2003 schrittweise die Aufgaben vom technisch und taktisch veralteten System Florida. Die definitive Umschaltung und die erfolgreiche Inbetriebnahme erfolgte schliesslich am 2. Februar 2004. Zudem wurden die Voraussetzungen für die Erstellung einer gemeinsamen zivilen und militärischen Luftlage geschaffen.

Wie in älteren Dokumentationen erklärt, stand das Kürzel in der Entwicklungsphase noch für «FLORES RALUS KOMSYS LUNAS-EZ». Es entstand damals aus den Projektnamen von den in der folgenden Tabelle bezeichneten Subsystemen.

  • FLORES FLORIDA Radar Ersatz
  • RALUS Radar Luftlage System
  • KOMSYS Kommunikation System
  • LUNAS-EZ Luftnachrichtensystem Einsatzzentrale MICAMS Military & Civil Airspace Management System

Es ist angedacht, dass Florako nach 2025 durch ein neues System operationell vollständig ersetzt wird.

Aktuell werden die Höhenstandorte respektive Radarberge modernisiert und besser geschätzt und gehärtet. Diese Standorte sind zwar offensichtlich und bekannt (oftmals auf touristisch erschlossenen Bergspitzen), das Innenleben und die Fähigkeiten sind aber geheim.


Florida

Das Florida war ein Luftraumüberwachungssystem der Schweizer Luftwaffe des Herstellers Hughes Aircraft Company in Fullerton, Kalifornien, USA.

Das Florida-Luftraumüberwachungs- und Führungssystem wurde während der Armee 61 ca. 1970 in Betrieb genommen und ersetzte das vorherige SFR-Luftraumüberwachungssystem. Mit dem Florida-System war nun eine ununterbrochene Luftraumüberwachung möglich. Im Gegensatz zum SFR-System war das Florida-System schon teilweise automatisiert, was die Radardatenausgabe betraf, und war nebst der Überwachung auch fähig Abfangkurse zu berechnen. Die Radarantennen liessen sich zum Schutz vor meteorologischen Einflüssen (wie starke Winde oder Gewitter/Blitze) und militärischen Angriffen in den Berg einfahren. Die Bauarbeiten, besonders am touristisch erschlossenen Pilatus, waren weit sichtbar und liessen sich nicht geheim halten. Das Florida-System hatte nach dem Jahr 2001 seine Nutzungsdauer erreicht. Da ausserdem die Anforderungen nach 9/11 stiegen und auch die Verarbeitung von maximal 400 Flugobjekten gleichzeitig nicht mehr mit der Entwicklung des zunehmenden Flugverkehrs mithalten konnte, wurde das Florida-System im Jahr 2003 durch das aktuelle Luftraumüberwachungs- und Führungssystem FLORAKO ersetzt.


Flugraumüberwachung

siehe Luftraumüberwachung


Flugzeugabwehr

siehe Festungsfligerabwehr


Fort

Ein Fort ist eine auf sich selbst gestellte Verteidigungsanlage, die sich auch selbst verteidigen kann. Mit Fort wurden in der Schweiz vor allem grössere Artilleriewerke bezeichnet, die meist auch eine verbunkerte Aussenverteidigung hatten.


Fortifikation

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Fundament

Fundament ist der Tarnname für eines von insgesamt drei Rechenzentren des VBS, die auch im Führungsnetz Schweiz integriert sind. Die Anlage Fundament ist vollgeschützt und befindet sich in einer unterirdischen Anlage.


Funk-ASU

siehe Atom-Schutz–Unterstand ASU


Funkgerät

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Führungsanlage

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Führungsnetz Schweiz

Damit die Schweizer Armee Daten und Sprache sicher übermitteln kann, braucht sie ein unabhängiges Übertragungsnetz, das Führungsnetz Schweiz. Es funktioniert auch in ausserordentlichen Lagen, dann, wenn die zivilen Mittel möglicherweise ausfallen. Das Kernnetz ist heute in Betrieb und die Benutzerstandorte werden schrittweise daran angeschlossen.

Das Führungsnetz Schweiz ist ein standortgebundenes, sicheres Netz auf der Basis von Glasfaserkabel- und Richtfunkverbindungen. In den letzten Jahren wurden der Aus- und Neubau von Glasfaserkabel- und Richtfunkstrecken realisiert, um das alte Kupferkabel- und Richtfunknetz abzulösen. Regelmässig sind in den Armeebotschaften Erneuerungs- oder Ausbaukredite aufgeführt.

Das Netz basiert auf Telekommunikationsknoten, die mit baulichen und technischen Massnahmen gegen aktive und passive Gefährdung (Brand, Einbruch, Stromausfall, Erdbeben, Beschädigung durch Waffen usw.) geschützt respektive gehärtet werden. Diese Härtung erfolgt in Etappen und soll ca. 2022 abgeschlossen sein. Mit der Härtung wird eine sichere Übertragung der Daten aus den armeeeigenen Rechenzentren zu den Benutzern ermöglicht, und zwar in allen Lagen.

Um die Verfügbarkeit des Kernnetzes hochzuhalten, werden Verbindungen redundant aufgebaut. Im Endausbau wird das Netz eine Länge von knapp 3000 Kilometern und gemäss aktuellem Planungsstand rund 300 Benutzerstandorte umfassen. Es soll auch zivilen Behörden zur Verfügung stehen. Damit das Führungsnetz seine Aufgaben auch während Krisen oder gar in einem bewaffneten Konflikt erfüllen kann, muss es unabhängig von zivilen Providern betrieben und gegen alle denkbaren Einflüsse geschützt werden. Dazu gehören etwa eine von öffentlichen Energielieferanten unabhängige Stromversorgung sowie Schutzmassnahmen gegen Einbruch und Feuer. Damit soll die Führungsfähigkeit der Armee und der Landesregierung in allen Lagen sichergestellt werden.

Für das Führungsnetz Schweiz werden mit Ausnahme der Chiffriergeräte ausschliesslich zivile Komponenten verwendet. Da die Komponenten eine kurze Nutzungsdauer aufweisen, werden sie fortlaufend evaluiert und beschafft.

Zentrale Elemente sind die drei Rechenzentren Campus, Fundament und Kastro II, wobei die beiden letzteren vollgeschützt unter Tage gebaut werden.

Konzept Fitania inkl. Führungsnetz Schweiz © ZEM CC BY-NC-ND 3.0 CH


Führungsunterstützungsbasis (FUB)

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FWK

siehe Festungswachtkorps