Unterstände/Splitterwehren

Auf den Reduit-Flugplätzen wurden während des Weltkrieges zum Schutz der Maschinen die bekannten halbrunden Beton-Unterstände vom Typ U-43 gebaut. Später wurden diese offenen Bauten mit Blechtoren verschlossen (U-68). Auf verschiedenen Plätzen (es sollen zehn gewesen sein – nicht bestätigt) wurden Retablierstollen in den Fels getrieben, um die Flugzeuge sicher warten zu können (Ambri, Alpnach, Buochs, Meiringen, Raron, Turtmann, Saanen, St. Stephan, ?) 

Auch die «Feldflugplätze» wurden modernisiert: Die alten Flugzeugunterstände U-43 wurden mit einem Vorbau ausgestattet und zum U-68 benannt (z.B. Interlaken und St. Stephan). In St. Stephan (und weiteren) wurden auch zusätzliche Bunker U-69 ohne Vorbau erstellt. Als die Hunter nicht mehr nur auf den Kavernen-Plätzen eingesetzt wurden, kamen die neuen Doppel-Unterstände U-72 für je 2×2 Maschinen dazu (St. Stephan). Verbesserte U-72, bezeichnet als U-83, wurden u.a. in Interlaken erbaut. Auf diversen Flugplätzen wurden mit der Einführung der Tiger der Bedarf eines Alarmunterstandes immer grösser. So wurden einfache Doppel-Unterstände U-80 erbaut (u.a. Meiringen).

Bekannte Typen

  • Typ U-43 (Baujahr ab 1943, total 152 Stück, nachgerüstet mit Blechtoren)
  • Typ U-43/68 (Baujahr 1968-70, vergrösserter Eingang mit Panzertor) 
  • Typ U-69
  • Typ U-72
  • Typ U-77 (Baujahr 1977, mit Stahltor, Ausblasöffnung in Rückwand)
  • Typ U-80 (Baujahr 1980-88, analog U-77, aber Doppelunterstand, verschiedene Bauformen)
  • Typ U-83