Flugplatz Saanen

Im Oktober 1943 rückte eine Hälfte der Fliegerkompanie 1 und der Stab der Fliegerabteilung 1 auf dem neuen Flugplatz Saanen ein. Im Jahr darauf werden erst die sieben Flugzeugunterstände und ein Retablierstollen gebaut. Bereits 1946 wird das erste Segelfluglager des Schweizerischen Aeroclubs durchgeführt. Im gleichen Jahr wird die Benutzungsbewilligung für die Sektion Saanen-Gstaad des Ae.C.S. erteilt. Saanen war bis anfangs der 70er Jahre regelmässig mit Vampire-Staffeln belegt. Die Idee, den Platz auch für Venoms zu benützen, musste bald aufgegeben werden. Die meisten Landungsversuche, selbst durch erfahrene Piloten des Überwachungsgeschwaders, endeten im Fangnetz. Die Topographie des Flugplatzes erwies sich für die mit höherer Landegeschwindigkeit anfliegenden Venoms als nicht geeignet.

Die Piste befindet sich bereits Mitte der achtziger Jahre in schlechtem baulichen Zustand. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt sah sich gezwungen, ein Verbot des zivilen Flugbetriebs in Betracht zu ziehen. Da der Bund die Pistensanierung mit eigenen Mitteln nicht finanzieren kann und eine Sanierung aus militärischer Sicht nicht dringend ist, beschliesst die Flugplatzgenossenschaft Saanen-Gstaad, die finanziellen Mittel (1,2 Millionen Franken) auf privater Basis zu sammeln. In Saanen finden heute Segelfluglager statt, daneben ist er für Privat-/Businessjets in Betrieb, die ihre vermögenden Passagiere nach Gstaad bringen. Auch eine Flugschule und die Air Glaciers sind ansässig.