Anlagen des Flieger-Beobachtungs- und Meldedienstes

Der FlBMD hatte für die Erstellung der Luftlage ein eigenes Netz mit Beobachtungsposten und Auswertezentralen aufgebaut. konkret wurden die Meldungen der einzelnen feldmässig erstellten Beobachtungsposten in Auswertezentralen (AWZ) übermittelt. Gemäss Reglement von 1965 hatten diese AWZ in «festen Gebäuden untergebracht und nach Möglichkeit nahtreffersicher ausgebaut und gegen ABC-Kampfstoffe geschützt» zu sein.

Jede der jeweils 2-3 Kompanien (mit bis zu 15 Beobachtungsposten) innerhalb der sechs FlBMD-Abteilungen betrieb eine eigene AWZ. Je eine Kompanie pro Abteilung führte zusätzlich eine Sammel-Auswertezentrale. Von den AWZ gingen die Flugzeugsichtungen via Sammel-Auswertezentrale in die Einsatzzentrale I (EZ I) der Luftwaffe, wo zusammen mit den Informationen des Florida-Radarnetzes die Übersicht für das Kommando abgebildet wurde.

War die EZ I nicht erreichbar (Verbindungsstörungen oder Vernichtung), wurden die Informationen asu der Sammel-AWZ in die Einsatzzentrale II gemeldet.

Die Truppe hatte alles zu vermeiden, was ihre Einrichtungen und Tätigkeit veröffentlicht hätte. Die Sicherung und Bewachung der AWZ erfolgte im aktiven Dienst durch den Territorialdienst. Für das gesamte Gebiet der AWZ galten gemäss Reglement «die Vorschriften bezüglich Geheimhaltung analog denjenigen von Festungsgebieten».

Aufgrund der nötigen Infrastruktur (Flutlichtkarte, Übermittlungsgeräte und -leitungen) handelte es sich bei den Standorten um grosse Kellerräume oder ähnliches und diese Standorte könnten eventuell noch identifiziert werden. 

Bekannte Objekte

  • AWZ Zweisimmen

Blick in eine Auswertezentrale mit Flutlichtkarte (1). Man beachte die von unten nach oben abgestuften Arbeitsplätze.

Blick in eine Auswertezentrale mit Flutlichtkarte (1). Man beachte die von unten nach oben abgestuften Arbeitsplätze.