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Die Schweiz hat nicht nur viele kleine Militärobjekte gebaut, sondern auch zahlreiche grosse Anlagen. Zudem gibt es umfangreiche zivile Infrastrukturbauten, die im Ernstfall geschützt werden müssten. Aktiver Schutz durch Waffen ist eine Möglichkeit, weitgehende Tarnung eine andere.

1952 wurde im EMD intensiv der Schutz von Staumauern diskutiert. Der Chef der Abteilung für Genie und Festungswesen wurde vom Generalstabschef beauftragt, die Tarnung von Dämmen zu prüfen. Dabei wurden folgende Punkte speziell berücksichtigt:

  • Tarnung der Luftseite von Staumauern
  • Tarnung der Mauerkrone durch Brechen er geometrischen Linien
  • teilweise oder gänzliche Tarnung der Wasserfläche
  • Kostenfrage und Ausführungsmöglichkeiten

Mirage III vor einem temporär  mit Netzen getarnten Kaverneneingang @ Armasuisse

1953 wurde dann die Abteilung mit der Koordination sämtlicher Tarnungsfragen der Armee beauftragt. Es wurde eine Arbeitsgruppe für Tarnungsfragen gebildet, welche nicht nur die Staumauer-Frage anging, sondern Vorschläge und Richtlinien für die Tarnungen im Allgemeinen ausarbeitete.

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Das Artilleriewerk Furkels ist nur noch bis Ende Oktober für Besucher zugänglich. Anschliessend wird die Anlage vom heutigen Besitzer geschlossen – auf der Website wird das grosse Artilleriewerk zum Verkauf angeboten (LINK)

A6355 Artilleriewerk Furkels

Einige wenige Unterlagen, Pläne und Bilder bezeugen, dass Anfang der 1940er Jahre Planungen und Versuche durchgeführt wurden, die damals neuen Flammenwerfer auch in Bunkern einzusetzen.  Bisher war vor allem der Kampf der Angreifer mit Flammenwerfer gegen verbunkerte Stellungen bekannt. Bekannt ist mindestens ein Prototyp der Firma Carba.

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Sommer im April! Bei sommerlichen Temperaturen und Sonnenschein konnte der vierten Arbeitstag dieses Jahres durchgeführt werden, an dem sich 22 Vereinsmitglieder des Vereins Festungsgürtel Kreuzlingen beteiligt haben. Pech hatte am heutigen Arbeitstag Reto Hafner, der in der Gruppe von Robert Schneider im Einsatz war, um den Bunkerwanderweg über das Tägerwiler Allmendtobel zu sanieren.

 

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Heute erstmals durchgeführt: Geführte Besichtigung der Sperre Spissi (Wimmis BE) durch den Verein Infanterie Festung + Berner Oberland und Wimmis Historic. Fazit der Bunker- und Toblerone-Führung: Ein voller Erfolg, Wiederholung bitte!

Das ehemalige Artilleriewerk Krattigen (A1952) wurde nach seiner Zeit als Kampfanlage für andere Zwecke verwendet. Vieles über diese Zeit ist aber unklar respektive nicht zugänglich. Zumindest bis Anfang der 1990er Jahre waren zwischen den Artilleriebunkern noch Baracken vorhanden (Galerie).

Im Zeitraum 1970 bis 1976 wurde die Anlage nach Auskunft eines ehemaligen Armeeangehörigen als nicht permanente Funkzentrale für den Kontakt zu den Schweizer Botschaften im Ausland benutzt. Im WK wurden jeweils die Funkanlagen installiert. Jedenfalls deuten diverse Umbauten in der Festungsanlage (zusätzliche Motoren, zahlreiche Anschlussdosen) auf diese Nutzung hin.

In einer noch späteren Phase wurde die Anlage vom geheimen Widerstand (SpezD und kurzzeitig der P-26) zur Ausbildung verwendet.

Leider ist über die Zeit als Funkzentrale resp. als Ausbildungsanlage bisher kaum etwas bekannt und lässt zur Geschichte dieser speziellen Anlage noch sehr viele Fragen offen.

Seit Ende 2017 ist der Waffenplatz Dailly geschlossen, die Armee ausgezogen. Was ungenutzt zurück bleibt, sind nicht nur moderne Infrastrukturen, sondern auch 80 Kilometer an Stollen und Kavernen, eine unterirdische Standseilbahn und Artillerie- und Infanteriestellungen aus vielen Jahrzehnten Verteidigungsanstrengungen der Schweiz. Und jetzt?

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Der KP Heinrich oberhalb von Spiez am Thunersee war das Nervenzentrum der Festungsartillerie rund um den Thunersee und dem dortigen Réduiteingang. In diesem Buch wird die Rolle der Artilleriebeobachtungskompanie 3 erklärt, die schliesslich zum Bau dieses Beobachtungspostens und der Feuerleitstelle führte. Später wurde er ausgebaut als Kommandoposten verschiedener Einheiten. Mit historischen Bilder und Plänen erklärt der Autor Hans-Rudolf Schoch die Planung, der Bau und der Einsatz dieser Festung im Hondrichhügel detailliert erklärt.

Der Festungsverein Hondrich betreibt heute diese in Privatbesitz befindliche Anlage. Der KP Heinrich ist auf Anfrage zu besichtigen.

Informationen: Format A4, Hardcover, geklebt, 148 Seiten, vierfarbig mit grossenteils erstmalig publizierten Fotos und Plänen. Preis 46 Franken inklusive Versand Inland. Bestellungen via www.hs-publikationen.ch. Nicht im Buchhandel erhältlich!

Das Festungsmuseum Naters erhält vier neue Themenräume. Neben einem Sanitätszimmer und der Totenkammer werden neu auch die Nationalbank sowie die Festungswächter den Besuchern näher gebracht.

Das Museum der Simplonfestung Naters wird schrittweise ausgebaut. An der der Generalversammlung des Vereins «Freunde der Festung Naters» im April werden die neuen Themenräume vorgestellt. Das Sanitätszimmer sowie die Totenkammer wurden wieder originalgetreu hergerichtet. Und: Auch die im Zweiten Weltkrieg im Artilleriewerk A9000 gelagerten Reserven der Nationalbank sind ein Thema. Zudem erhalten die Festungswächter einen eigenen Raum.

Man hat im Wallis aber noch weitere Ausbaupläne: In nächster Zeit soll beim Eingang eine Rezeption nebst Buvette sowie ein öffentliches WC erstellt werden. 2019 sollen eine Waffenkammer und ein Materialmagazin errichtet werden und eine Ausstellung, die dem Schweizer Medizinnobelpreisträger Werner Arber gewidmet ist, der in der Festung Naters Militärdienst leistete.

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A9000 Art Wk Naters: 10,5 cm Bunkerkanone

Im Festungsmuseum Fürigen sind nach einer Überarbeitung der Ausstellung nicht nur die Stollen und Waffenstände zu besichtigen.

Was bisher fehlte, war eine historische Einbettung der Anlage in den Zweiten Weltkrieg und den Kalten Krieg. Vor allem bei jungen Besuchern fehle dieses Vorwissen oft, dabei seien Schulklassen eine wichtige Zielgruppe, heisst es von Seiten des Museums. Mit 300’000 Franken hat nun der Kanton die Ausstellung ganz neu konzipiert.

In einer Art neu konzipiertem, audiovisuellem Hörspiel erwachen Kommandant, Festungssoldaten und Angehörige in der Anlage zu neuem Leben. Plötzlich stehen sie im Zentrum. Über Kopfhörer bekommt der Besucher Gedanken, Erinnerungen, Sorgen und Einschätzungen von damals hautnah vermittelt – und das im typischen leicht muffigen und feuchtwarmen Bunker. Ein Prunkstück ist der neu eingerichtete Ausstellungsraum im einstigen Munitionsmagazin mit einer Videoschau und Schaukästen.

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