Beiträge

Das alte Hospizwerk auf dem Gotthardpass von 1894 wurde zwischen 1987 bis 1998 saniert und umgebaut. Ein Teil blieb eine Truppenunterkunft, der andere wurde zu einem Museum umfunktioniert. Gesamtkosten 5,4 Millionen Franken. Die Einweihung fand am 25. Juli 1998 statt. Und leider ist die Ausstellung schon lange wieder abgebaut und die Anlage verschlossen – Investition für nichts…

Die Dossier zum damaligen Umbauprojekt gibts hier

Gotthard Hospiz: †Überblick der Anlage

Der KP Heinrich oberhalb von Spiez am Thunersee war das Nervenzentrum der Festungsartillerie rund um den Thunersee und dem dortigen Réduiteingang. In diesem Buch wird die Rolle der Artilleriebeobachtungskompanie 3 erklärt, die schliesslich zum Bau dieses Beobachtungspostens und der Feuerleitstelle führte. Später wurde er ausgebaut als Kommandoposten verschiedener Einheiten. Mit historischen Bilder und Plänen erklärt der Autor Hans-Rudolf Schoch die Planung, der Bau und der Einsatz dieser Festung im Hondrichhügel detailliert erklärt.

Der Festungsverein Hondrich betreibt heute diese in Privatbesitz befindliche Anlage. Der KP Heinrich ist auf Anfrage zu besichtigen.

Informationen: Format A4, Hardcover, geklebt, 148 Seiten, vierfarbig mit grossenteils erstmalig publizierten Fotos und Plänen. Preis 46 Franken inklusive Versand Inland. Bestellungen via www.hs-publikationen.ch. Nicht im Buchhandel erhältlich!

Im Festungsmuseum Fürigen sind nach einer Überarbeitung der Ausstellung nicht nur die Stollen und Waffenstände zu besichtigen.

Was bisher fehlte, war eine historische Einbettung der Anlage in den Zweiten Weltkrieg und den Kalten Krieg. Vor allem bei jungen Besuchern fehle dieses Vorwissen oft, dabei seien Schulklassen eine wichtige Zielgruppe, heisst es von Seiten des Museums. Mit 300’000 Franken hat nun der Kanton die Ausstellung ganz neu konzipiert.

In einer Art neu konzipiertem, audiovisuellem Hörspiel erwachen Kommandant, Festungssoldaten und Angehörige in der Anlage zu neuem Leben. Plötzlich stehen sie im Zentrum. Über Kopfhörer bekommt der Besucher Gedanken, Erinnerungen, Sorgen und Einschätzungen von damals hautnah vermittelt – und das im typischen leicht muffigen und feuchtwarmen Bunker. Ein Prunkstück ist der neu eingerichtete Ausstellungsraum im einstigen Munitionsmagazin mit einer Videoschau und Schaukästen.

LINK zu mehr Infos

KKdt André Blattmann wurde neu in den Stiftungsrat der Fondazione Sasso San Gottardo gewählt. Mit 100 Betriebstagen und rund 17’500 Besuchern im 2017 dürfe auf eine erfolgreiche Saison zurückgeblickt werden, heisst es auf der Website. Trotz der kurzen Betriebsdauer in Folge der Öffnungszeiten der Passstrasse und den somit beschränkten Mitteln für Investitionen und Vermarktung, sei es in der Saison 2017 gelungen eine schwarze Null zu erwirtschaften.

Seit der Eröffnung am 25. August 2012 haben mittlerweile rund 90’000 Besucher das Herz der Schweiz entdeckt. Um auch die Saison 2018 attraktiv zu machen und Gäste sowie potentielle Unterstützer auf den Gotthardpass zu locken, sind wiederum einige Neuerungen und Highlights geplant. Unter anderem wird der Zürcher Künstler Tullio Zanovello im Juni, seine eigens für Sasso San Gottardo kreierte Bildmaschine zur Geschichte über den Gotthard, präsentieren. Dis Saison beginnt am 31. Mai 2018.