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Die Vorbereitungen auf die Bunkersaison laufen trotz ungewisser Prognose: Die privaten Bunker- und Festungsorganisationen rund um den Thunersee haben schon mal einen neuen Flyer aufgelegt.

DOWNLOAD Flyer 2021

 

In Titterten wird eine neuer Bunkerverein aufgebaut. Der Initiant des Bunkervereins Titterterberg heisst Michael Lüscher und hat von der Gemeinde einen der alten Betonkklötze zur Miete übernehmen können. Er will den Inf Bkr in der Sperre Titterten (A3622) wieder in seinen Ursprungszustand versetzen.

Quelle: bz Basel, 5.2.2021

© Fort de Chillon

In der Pandemiezeit fast unbeachtet, wurde ein neues Festungsmuseum eröffnet. Die Sperrstelle Chillon ist schon spannende genug. Allein die Entdeckung aller verborgenen Scharten ist eine Herausforderung. Doch nun (das heisst nach den Corona-Einschränkungen) gibt es die Möglichkeit, sich dort zu informieren, aber auch zu unterhalten. Einfach mal die Website anschauen!

Das Fort de Chillon ist in Privatbesitz und gehört der Familie Clément-Jost. Pierre Clément(66) war Mitgründer der Firma Laurastar. Als die Idee entstand, ein Museum einzurichten, übernahm die Tessinerin Luana Menoud Baldi (49) die Projektleitung und wurde schliesslich Museumsdirektorin. Die ausgebildete Betriebswirtin lebt seit 13 Jahren in Sommentier FR. Für einen Besuch sollte man sich etwa 90 Minuten Zeit nehmen. Der Eintritt kostet für Erwachsene 25 Franken, Kinder von 6 bis 17 Jahren zahlen 17 Franken, Senioren 20 Franken. Ein Familienticket für zwei Erwachsene und zwei Kinder kostet 70 Franken. Für private Anlässe kann man das Museum auch mieten.

www.fortdechillon.ch

Die Festung Grynau hat eine neue Attraktion, diese ist aber beschränkt. Im Januar wurde eine Fass Whisky eingelagert. Natürlich an vorderster (Geschmacks)front mit dabei ist Kollege David Mynall. Das 50-Liter-Fass soll mindestens drei Jahre und einen Tag lagern, dann erst darf sich das Destillat Whisky nennen.

 

Die Zeit des Stillstandes kann man ja prima für die Planung der ersten Bunker-Besichtigungen nach der Krise nutzen. Wie wärs denn mit einem Ausflug in den rückwärtigen Raum der ehemaligen Grenzbrigade 4?

  • A3669 Kommandoposten Lobisei (Grenzbrigade 4)
  • F4300 Kommandoposten Längen Tannen (Infanterieregiment 49)

Dank der Betriebsgruppe historische Militäranlagen des Kantons Solothurn können diese zwei speziellen Objekte auf Anfrage besichtigt werden. Der Kanton hat seit März 2017 seinen Willen umgesetzt, einige Anlagen zu übernehmen und zugänglich zu machen. Aktuell ist die Leistungsvereinbarung zwischen der Betriebsgruppe unter Dach und Fach und die oben erwähnten Anlagen mit all ihren Annex-Objekten sind in der Obhut der Betriebsgruppe. Die Anlagen befinden sich in einem hervorragenden Zustand!

Die Anlagen

  • A3669 befindet sich zwischen St. Wolfgang/Balsthal und Mümliswil und ist die grösste militärische Anlage im Kanton Solothurn. Erstellt wurde ein erster Kommandoposten 1942, der heutige bauliche Zustand wurde 1965 erstellt. Ein letzter Totalumbau wurde 1990 geplant, aber nicht mehr realisiert. Zu diesem Brigade-Kommandoposten für 120 Mann gehörten auch mehrere Atom-Schutz-Unterstände (ASU) für die Aussensicherung sowie die Übermittlung.
  • F4300 ist 1982 zwischen Mümliswil und Ramiswil erstellt worden, der Regiments-Kommandoposten Typ 76 war der modernste KP im Raum der Grenzbrigade 4. Es entstanden nur rund ein Dutzend Bauten dieses Norm-Typs. 60 Arbeits- und 51 Schlafplätze wurden auf einer Grundfläche von 400 Quadratmetern im Tagbau realisiert. Zur Infrastruktur gehören ebenfalls ASU-Bauten. Das dort eingesetzte Infanterieregiment 49 hatte seit jeher die Pässe Schelten und Passwang sowie die Klusen von Balsthal zu sperren.

Die Besichtigung der Anlagen ist auf Anmeldung und geführt möglich. Terminanfragen sind zu richten an Marc Balmer (marc-balmer@bluewin.ch).

 

 

 

Heute berichtet die Südostschweiz/Bündner Zeitung, dass der Verein Pro Castellis die Objekte der Sperrstelle Berninahäuser übernimmt. Diese stammen aus verschiedenen Epochen. Interessant ist vor allem «Bison»-Minenwerfer, der wohl einmalig sein dürfte ;-).
Zitat Südostschweiz: «So existieren Reste eines Festungsbaus aus dem Ersten Weltkrieg, Panzersperr- und Panzerabwehrstellungen aus dem Zweiten Weltkrieg sowie eine erst im Herbst 2003 eingeschossene «Bison»-Minenwerferstellung, die kurz nach ihrer Fertigstellung bereits wieder ausser Dienst gestellt wurde.»

Die Standortgemeinde Pontresina verzichtet auf das von Armasuisse eingeräumte Vorkaufsrecht. Pro Castellis besitzt oder betreut Anlagen in Graubünden, St. Gallen, Zürich und Bern, darunter die ehemalige P26-Ausbildungsanlage «Schweizerhof» in Gstaad.

«Made by Tschanz» ist ein Youtube-Tipp, wo ausgezeichnete Filme über Lost Places und Bunkeranlagen zu finden sind. Das aktuellste Werk gewährt einen speziellen Einblick in das Artilleriewerk Faulensee. Aber schaus Dir selbst an…

Die Armee hatte vor allem für ihre eigenen Spitäler und Sanitätseinrichtungen Bedarf an Sauerstoff. In Krisenzeiten wollte sie gerüstet sein, und diesen selber herstellen können. Eine dieser seltenen Anlagen kann ab 2020 besichtigt werden, es handelt sich um die Sauerstofffabrik Ilanz – fachlich korrekt als Lufttrennanlage bezeichnet.

Erstellt worden ist die Fabrik in den Jahren 1967/68. Zwischen 1969 und 2005 wurde in diesem Gebäude hochreiner Sauer- und Stickstoff produziert, vornehmlich für das Militärspital Disentis.

Besucher können heute die grossen Kompressoren, die Steuerung und zahlreiche Rohre und Schieber besichtigten – zudem ist der Schiffsdieselmotor von 400 PS der Stromversorgung noch vorhanden. Dieser ist funktionsfähig und wird am Ende des Rundgangs in Betrieb genommen.

Die Anlage wurde vom Festungsmuseum Sperre Trin wieder Instand gestellt und betreut. Die erstmalige Besichtigung ist am 18. Januar 2020 vorgesehen.

Weitere Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es unter
www.sauerstoff-fabrik.chwww.sperretrin.ch

Hinter den schroffen Felswänden des Bürgenbergs bei Stansstad versteckt sich die Festung Fürigen. Gebaut während des Zweiten Weltkriegs, war sie Teil des Réduits, der damaligen Verteidigungsstrategie. Das Artilleriewerk mit seinen zwei Kanonen hätte dazu beitragen sollen, einen deutschen Vormarsch in die Alpenregion abzuwehren. Auch im Kalten Krieg blieb die Festung in Betrieb, ausgerichtet auf neue Bedrohungsszenarien. Nidwaldner Museum präsentiert seit März 2018 in der Festung Fürigen eine neu konzipierte Dauerausstellung. Das Leben der Soldaten im Berg und Fragen zur Bedeutung der Sicherheit aus historischer und aktueller Sicht stehen im Fokus.

Rundgang lädt mit audiovisuellem Hörspiel zum Eintauchen in die Festungswelt: In einem neu konzipierten audiovisuellen Hörspiel führt ein Moderator die Besucherinnen und Besucher mittels Audioguide durch die Festung. Ausgangspunkt ist die aktuelle gesellschaftspolitische Frage nach der Bedeutung von Sicherheit, die im Rundgang aus einer historischen Perspektive beleuchtet wird. Die Moderation berichtet über den Bau und die sich wandelnden Funktionen der Festung Fürigen, führt Gespräche mit einer Historikerin und stellt zeitgenössische Quellen vor.

Die neue Ausstellung in der Festung Fürigen ist ein Publikumsmagnet. Das Nidwaldner Museum bietet für Gruppen auf Anmeldung auch ausserhalb der Öffnungszeiten Führungen für Gruppen an. Weitere Infos 

Das alte Hospizwerk auf dem Gotthardpass von 1894 wurde zwischen 1987 bis 1998 saniert und umgebaut. Ein Teil blieb eine Truppenunterkunft, der andere wurde zu einem Museum umfunktioniert. Gesamtkosten 5,4 Millionen Franken. Die Einweihung fand am 25. Juli 1998 statt. Und leider ist die Ausstellung schon lange wieder abgebaut und die Anlage verschlossen – Investition für nichts…

Die Dossier zum damaligen Umbauprojekt gibts hier

Gotthard Hospiz: †Überblick der Anlage