Die Besucher kamen bereits am Morgen des 19. Oktobers in grosser Zahl, obschon es leicht regnete. Der Verein IG Bödeliwerke überlegte noch kurz, ob die Führung in die Kammfluh aus Sicherheitsgründen wegen der Nässe wirklich gemacht werden kann oder nicht. Das Wetter besserte sich gegen Mittag und der Führung in die Kammfluh stand nichts mehr im Wege. Am Mittag verzeichneten die IGB bereits in allen drei Anlagen doppelt so viele Besucher wie beim Bunkertag im Vorjahr den ganzen Tag.

Das Interesse der Besucher für die Kammfluh hat am Nachmittag alle überrascht. Für diese Führung mussten sogar drei Gruppen gebildet werden. Aber auch das Interesse für die Anlagen Goldey und Ried war riesig. Die nachfolgenden Zahlen sprechen für sich: Goldey = 214 Eintritte, Ried = 102 Eintritte und Kammfluh = 87 Eintritte. Für den Organisator sind die total 403 Eintritte ein Riesenerfolg, wie der Vorstand mitteilt.

Bei regnerischem Wetter haben am 28 Vereinsmitglieder die Einsätze in Angriff genommen, die für den ersten Arbeitstag nach der Sommerpause geplant waren. Und trotz Dauerregens konnten alle gesteckten Ziele erreicht werden.

Im Zentrum stand diesmal die Arbeit beim KP des ehemaligen Inf Rgt 55 in Oberstöcken. Hier galt es, die zahlreichen Dachsbauten zu beseitigen. Denn durch die Dachspopulation bestand die Gefahr, dass die Isolation der KP-Röhren und vor allem die Telefon- und Stromleitungen hätten beschädigt werden können. Hans Bill als Baggerführer, unterstützt durch Fritz Hofer, hatten bereits am Vortag Erdarbeiten asugeführt. Am Arbeitstag galt es dann, die Drahtgeflechte zu montieren und die Gräben wieder zuzuschütten. Bei Dauerregen eine mühsame Arbeit

Muskelkraft und Improvisationstalent waren gefragt beim Transport von drei Pzaw-Kanonen mit Pivot-Lafetten aus dem Mat Mag Wilderwies in die Kanonenhalle in Eschikofen. Auch diese Aufgabe wurde perfekt und vor allem unfallfrei gelöst. In einem nächsten Schritt gilt es, diese Geschütze zur Präsentation neben den andern Geschützen vorzubereiten.

Die Holzergruppe hat sich einmal mehr dem Unterhalt des Unterstandes südlich des Katzenweihers gewidmet und die verrosteten Bettgestelle demontiert und entsorgt. Nachdem es gelungen ist, den Abfluss des Wassers sicherzustellen, geht es nun darum, den Unterstand vollständig trocken zu legen.

Im KP waren einerseits die Spezialisten des Archivs sowie der Bibliothek an der Arbeit. Andererseits war ein Räumkommando im Einsatz, um einen Schlafraum für eine andere Nutzung vorzubereiten, sowie weitere Räume so herzurichten, dass sie an einem der nächsten Arbeitstage neu bemalt werden können. Im Mat Mag Wilderwies konnten die Inventarisierungsarbeiten abgeschlossen werden, sodass wir nun einen vollständigen Überblick über das in den beiden Baracken gelagerte Material haben. Schliesslich gingen auch die sehr gründlichen Restaurierungsarbeiten am Inf Bunker Eschenz zügig voran, sodass diese Anlage wohl bald zu einem weiteren Vorzeigeobjekt für Führungen wird.

Gewusst? Diese Seite ist ein Hobby von mir, technisch betrieben wird sie von meiner Firma HS-Publikationen. Daneben publizieren wir auch im Kleinverlag Bücher und Broschüren rund um Militärgeschichte, Bunker und Festungen. Dazu gehören Neuauflagen von interessanten vergriffenen Büchern sowie eigene Werke – vor allem aus dem Raum Reduitbrigade 21 also Berner Oberland. Was lieferbar und geplant ist, erfahren Sie jeweils hier.

Ersatzrohr im A1880 Art Wk Waldbrand.

Im Oktober 1940 führte die 2. Division Tests mit französischen Panzern und eidgenössischen Barrikaden durch. Eine kleine Bildauswahl dazu.

Erinnerung eines ehemaligen Armeeangehörigen an die Anfänge der Festungstruppen – spannende Einblicke!

PDF-Download: 2019-News-Scheinwerferpionier

© 10.9.2019 Frutigländer

 

 

Die Lokalzeitung hat sich schlau gemacht…

Da hat sich Hans Eggenberger etwas vorgenommen: Der dokumentiert in seinem Buch «Das Porträt einer Grossfestung» nichts geringeres als die weitläufige Bunkeranlage Magletsch, die dem eigentlichen Festungsraum Sargans vorgelagert war. Spannend und bisher weitgehend unbekannt sind die Bilder und Erzählungen aus der Bauzeit des Artilleriewerks, verbunden mit etlichen persönlichen Erinnerungen und Begebenheiten. Das macht die oftmals trockene Materie der Festungen sehr lebhaft und nachvollziehbar – auch bildmässig ist die Bauzeit gut dokumentiert.

Den allergrössten Teil der Publikation macht aber der Bildteil über die heutige Anlage aus. Akribisch wurden die Räume wie auf einem Rundgang von Hansueli Senn fotografiert und zusammengestellt. Es gibt einen ausgezeichneten Überblick, wie gross die Anlage wirklich ist, die seit dem Jahr 2000 vom Artilleriefort-Verein Magletsch betreut wird (ein Teil der Festung wird noch als Unterkunft von der Armee genutzt).

Ergänzt werden die Bilder durch Werkpläne, detaillierte Beschreibungen der Ausrüstung und Infrastruktur sowie spannenden Beschreibungen des Alltags in der Festung. Neben der Hauptanlage sind auch die Aussenanlagen wie das Infanteriewerk Brögstein, die zahlreichen Unterstände oder der Kommandoposten Gretschins Teil des Buches. Was nicht Teil der Publikation ist, sind die dort eingesetzten Truppen. Diese Informationen sind aber andernorts teilweise greifbar.

Dem Autor Hans Eggenberger ist sein Ziel, das Werk Magletsch mit seinen Eigenheiten zu porträtieren, ausgezeichnet gelungen. Das neue Buch wird der mehrstöckigen Anlage für über 300 Mann mit Turmkanonen, Bunkerkanonen und Festungsminenwerfern absolut gerecht und überzeugt sowohl inhaltlich als auch qualitativ und dient als Anreiz, die Anlage zu besichtigen. Gedacht ist das Buch nämlich als Ergänzung zur realen Führung durch das Artilleriewerk, in der niemals mit dieser Detailgenauigkeit informiert werden kann.

Das Porträt einer Grossfestung. Artilleriefestungswerk Magletsch als nördlichstes Bollwerk der Festung Sargans. Hans Eggenberger. ISBN 978-3-907926-78-9. 22×28 cm, 260 Seiten, farbige und schwarz-weisse Abbildungen.
Preis 48 CHF + 10 CHF Versandkosten. Bezugsquelle (und Besichtigungsmöglichkeiten): www.afom.ch

So, liebe Leute, das VBS hat sein Okay gegeben und damit ist jetzt auch klar, dass das «Mitholz»-Buch im Oktober tatsächlich gedruckt und dann im November ausgeliefert werden kann (A4, 240 Seiten, farbig, fadengebunden/Hardcover. Preis CHF 55 inkl. Versand Inland – LINK FLYER).

Es geht also jetzt in den Endspurt, was den Inhalt und das Layout angeht. Infos gibts jeweils auch unter www.explosion-mitholz.ch und Vorbestellungen sind direkt HIER möglich.

Hinter den schroffen Felswänden des Bürgenbergs bei Stansstad versteckt sich die Festung Fürigen. Gebaut während des Zweiten Weltkriegs, war sie Teil des Réduits, der damaligen Verteidigungsstrategie. Das Artilleriewerk mit seinen zwei Kanonen hätte dazu beitragen sollen, einen deutschen Vormarsch in die Alpenregion abzuwehren. Auch im Kalten Krieg blieb die Festung in Betrieb, ausgerichtet auf neue Bedrohungsszenarien. Nidwaldner Museum präsentiert seit März 2018 in der Festung Fürigen eine neu konzipierte Dauerausstellung. Das Leben der Soldaten im Berg und Fragen zur Bedeutung der Sicherheit aus historischer und aktueller Sicht stehen im Fokus.

Rundgang lädt mit audiovisuellem Hörspiel zum Eintauchen in die Festungswelt: In einem neu konzipierten audiovisuellen Hörspiel führt ein Moderator die Besucherinnen und Besucher mittels Audioguide durch die Festung. Ausgangspunkt ist die aktuelle gesellschaftspolitische Frage nach der Bedeutung von Sicherheit, die im Rundgang aus einer historischen Perspektive beleuchtet wird. Die Moderation berichtet über den Bau und die sich wandelnden Funktionen der Festung Fürigen, führt Gespräche mit einer Historikerin und stellt zeitgenössische Quellen vor.

Die neue Ausstellung in der Festung Fürigen ist ein Publikumsmagnet. Das Nidwaldner Museum bietet für Gruppen auf Anmeldung auch ausserhalb der Öffnungszeiten Führungen für Gruppen an. Weitere Infos