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In den 1950er-Jahren wollte der Migros-Gründer von Eglisau aus Benzin und Heizöl vertreiben. Dazu baute er ein unterirdisches Tanklager, das lange nach dem Scheitern der Pläne vor sich hin rostete und schliesslich 2019 abgerissen wurde. Die Anlage war auch zur Sprengung vorbereitet.

Die Geschichte dieser zivilen Anlage ist spannend, da dahinter eine grosse Idee stand. In Eglisau – genauer im Bereich Tössriedern – sollten Tankschiffe anlegen und das Migrol-Lager füllen. Von dort aus wollte das Unternehmen den Raum Zürich versorgen. Doch der Rhein wurde niemals so weit schiffbar gemacht, das Lager wurde von 1957 bis 1978 ausschliesslich vom Land her benutzt, verrottete anschliessend und wurde vergessen.

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Bei der Erneuerung der Nebenstrasse Füllinsdorf-Giebenach sind die alten Schutzrohre für die Verkabelung des Sprengobjektes M0466 (1 262 466 / 2 622 045) wieder ans Tageslicht gekommen. Merci für die Info @Peter Spiess!

Die militärische Lage der Schweiz erforderte nach 1940 eine Zentralraum-Verteidigung: Das Reduit. Die Zugänge zu diesem Rückzugsraum in den Alpen wurden besonders stark gesichert. Am linken Thunerseeufer bildeten zahlreiche Bunker die Verteidigungslinie von Einigen über die Sattelegg bis ins Engnis von Wimmis. Gebaut wurde in Einigen ein grosser Tankkanal und in Spiezwiler eine Bunkerlinie für Feldkanonen.

Wer sich achtet, sieht heute viele dieser Bauten im Gelände und fragt sich vielleicht, was hinter den Panzertüren oder Scharten ist. Ob es sich dabei um eine echte Scheune oder einen Bunker handelt, ist oft nicht auf den ersten Blick klar. Und einiges ist gar nicht mehr sichtbar: Zum Beispiel die Stollenanlage im Pintel bei Wimmis.

Buchautor Hans-Rudolf Schoch hat aus dem Bundesarchiv und weiteren Archiven zahlreiche Bilder und Informationen über die Planung, den Bau und den geplanten Einsatz dieser Verteidigungsstellung zusammengetragen. Im bewährten Stil seiner früheren Publikationen über die 3. Division im Raum Thunersee schafft er in Buchform eine Übersicht, die als Standardwerk gelten darf.

Bisher geheim waren die Stellen, wo Sprengstoff eingebaut war, um notfalls Brücken, Bahnlinien und Strassen zu zerstören. Diese Sprengobjekte umfassen ein eigenes Kapitel.

Informationen: Format A4, Softcover, geklebt, 230 Seiten, vierfarbig mit grossenteils erstmalig publizierten Fotos und Plänen. Preis 54 Franken inklusive Versand Inland. Bestellungen via www.hs-publikationen.ch. Nicht im Buchhandel erhältlich!