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Laborieranlage in Frutigen geplant

Im Jahr 1917 musste die Abteilung für Munition für die Munitionsfabrik Thun sowie die Pulverfabrik Wimmis dringend neue Lagermöglichkeiten für Bestandteile von Artilleriemunition aufbauen. Man ging davon aus, dass man im Kriegsfall vor allem von den Reserven leben müsste und die Materialbeschaffung sowie Produktion erschwert wäre.

Unter anderem wurde dabei ein Gelände von 350 Metern Länge und 100-150 Metern Breite in Frutigen im Kanderspitz in die Auswahl aufgenommen. Der Plan von 1917 zeigt (blau) das in Aussicht genommene Gelände.

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Vor 70 Jahren: Explosionskatastrophe in Mitholz

Die Erinnerung ist immer noch wach: Vor knapp 70 Jahren – in der Nacht vom 19. auf den 20. Dezember 1947 – explodierte das riesige Munitionsmagazin in Mitholz. Dutzende zerstörte Häuser, mehrere Verletzte und neun Todesopfer waren die Folge. Die Frage nach der Ursache stellt sich bis heute.

Der nachfolgende Text von Hans Rudolf Schneider erschien erstmals am 5. Dezember 2017 im «Frutigländer».

«‹Furt – furt – furt, wier müesse-nä-wägg süscht ga-wer ali kaputt, pressierät, pressierät ä-wäg ä-wägg va hie.› Wir Kinder, Änni (7), Regina (9) und ich (10), stolpern die steinerne Haustreppe hinab ins Freie, hinaus in den heftigen Schneefall, das ganze Tal ist voller Feuer, Rauch, Gestank, Schnee, Blitze, Donner und Geschrei.» Ältere Mitholzer erinnern sich noch heute, wie sie als Kinder mitten in der Nacht mit ihren Eltern und Angehörigen talauswärts flohen. Die Erinnerung an die Schreckensnacht mitten im Winter 1947 lässt sie nicht los, sie gehört zur Familiengeschichte, wie verschiedene Briefe und schriftliche Berichte – hier von Samuel Trachsel, dem Vater des heutigen Kandergrunder Gemeindeschreibers Martin Trachsel – zeigen.

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