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Gestorben – und jetzt?

Es war ein heikles Thema: Was passiert im Ernstfall mit gestorbenen Soldaten in einer Festung?

Von einigen Festungswerken ist bekannt, dass es Totenkammern gab. Beim Art Wk Grimsel existierte zB. unter der Nr. A8929 eine sep. Kaverne mit Gestellen für Leichensäcke resp. Särge. Im Art Wk Castels wurde ein Raum im Bereich des Zugangsstollen als Totenkammer bezeichnet. Uns Rekruten wurde erklärt, dass früher dort ein Krematorium eingebaut gewesen war.

Bei den Festungsminenwerfern (Monobloc) wurde gesagt, dass die Verstorbenen in Leichensäcken im Notausgang zwischengelagert worden wären, bis sich eine Gelegenheit zum Abtransport ergeben hätte…

Gib es zu diesem für die Werk- und Bunkerbesatzungen meist unterdrückten Thema weitere Informationen oder Dokumente?

A6400 Art Wk Castels: Der kleine Stollen links wurde als Totenkammer bezeichnet.

Fünf Sterne für Kastels

Die Zustände anfangs der 1990-er Jahre im Schulwerk Kastels waren wirklich nicht sehr komfortabel. Der Tarnanzug wurde am Freitag abend feucht in die Garderobe im Stollen gehängt und am Sonntag Abend beim Einrücken (für die Wache) nass wieder angezogen. Auch die sanitären Einrichtigen waren mehr als grenzwertig, ganz abgesehen von zu wenig Platz in den Unterkünften.

Einige Jahre, nachdem ich dort die RS gemacht hatte, wurde die Anlage noch modernisiert. Die Krönung waren die fünf «Hotel»-Sterne über dem unteren Eingang. Hier der Bericht über die Sanierung aus der BAGF-Mitarbeiterzeitschrift Puzzle  von 1994:

Nach rund zweijähriger Bautätigkeit konnte der Umbau des Schulwerkes Kastels abgeschlossen und dem Benutzer, der Festungsrekrutenschule Mels, anlässlich einer würdigen Feier am 13. Januar 1994 übergeben werden.

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