Die Sperre von Mühle-Biberenächer folgt der alten, während des Ersten Weltkrieges entworfenen und gebauten Drei-Seen-Verteidigungslinie (Fortifikation Murten). Sie umfasst mehr als zehn Betonwerke sowie Geländepanzerhindernisse. Dabei wurde der alte Stützpunkt Biberenächer aus dem Ersten Weltkrieg benutzt und nach den neuen Bedürfnissen abgeändert. Der Kehlgraben wurde erweitert und 1941 in einen Tankgraben verwandelt.

Diese Kombination von früher Befestigung sowie Erneuerung und Ausbau im Aktivdienst zeigt, dass die natürlichen Sperrstellen gegeben sind. Vorbildlich ist zudem, dass die Anlagen erhalten geblieben sind.

Die Sperrre Biberenächer ist gut dokumentiert und historisch sehr interessant. © Chris Z.

Die deutsche Wehrmacht fasst ihre Erkenntnisse über die Schweizer Armee im «Kleinen Orientierungsheft Schweiz« zusammen. Eine Kopie dieses Heftes mit Stand 1.9.1942 – und zahlreichen handschriftlichen Anpassungen und Präzisierungen – ist im Bundesarchiv vorhanden. Fazit: Die Wehrmacht wusste sehr viel …

Das EMD respektive VBS hat nicht nur die militärischen Objekte nummeriert (AGFA), sondern auch an die Sperrstellen Nummern vergeben. Diese sind jetzt gesucht. Es gibt ein altes (vierstellig) und eine neueres (sechsstelliges) Nummerierungssystem. Interessant sind beide, um den Überblick zu erhalten. Ideal wären dafür die nach Kantonen erstellten ADAB-Verzeichnisse, die jedoch noch immer nur sehr beschränkt zugänglich sind.

Zum Download gibts hier eine prov. erstellte Liste mit Sperrstellen – Stand März 2021. Ergänzungen werden gern entgegengenommen.

Anfang der 1950-er Jahre bemühten sich die Schweizer Militärs, sich die Akten der deutschen Wehrmacht über Angriffspläne gegen die Schweiz – später bekannt geworden als Operation Tannenbau respektive Planung Grün – zu beschaffen.

Die Planungen sollten bei den Briten im Archiv liegen. Es bedurfte etlicher Bemühungen auch diplomatischer Art, bis ein Schweizer Offizier unter Aufsicht diese Akten sichten durfte. Notizen, Kopien oder Fotos von den Akten anfertigen, war aber untersagt. Sein Bericht und die dazugehörige Korrespondenz ist im Bundesarchiv gelagert.

Erst später konnte sich die Schweiz Kopien der Pläne beschaffen. Von wo diese genau stammen, ist uns derzeit nicht klar. Wahrscheinlich wurden auch die USA kontaktiert, um allfällig gefundene Unterlagen über Angriffspläne gegen die Schweiz zu erhalten.

Karte von 1940 mit den nötigen Truppen und Vormarschwegen für einen Überall auf die Schweiz.

Auf den ersten Blick hat der Flieger-Beobachtungs- und Meldedienst FlBMD nichts mit Bunkern und Festungen zu tun. Allerdings sind  im Laufe der Zeit die Auswertezentralen in sicheren (zivilen) Gebäude oder Bunkern versteckt worden und auch die Festungs-Flab hat von FlBMD-Meldungen profitieren können.
Also ist dies durchaus ein interessantes Thema, vor allem, da im Bundesarchiv viel Informationen vorhanden sind, zum Beispiel die Karte mit den Beobachtungsposten von 1947.

Einfach mal geniessen. Grosses Kompliment an Made by Tschanz!

In der Nähe von Staumauern findet man ab und zu kleine verbunkerte Beobachterposten. Diese sind zivilen Ursprungs und die Besatzung hatten die Aufgabe, bei einem Sicherheitsproblem die unterhalb der Staumauern liegenden Ortschaften zu warnen.

Mehr zu Geschichte des Wasseralarms gibts hier

Die Vorbereitungen auf die Bunkersaison laufen trotz ungewisser Prognose: Die privaten Bunker- und Festungsorganisationen rund um den Thunersee haben schon mal einen neuen Flyer aufgelegt.

DOWNLOAD Flyer 2021

 

In Titterten wird eine neuer Bunkerverein aufgebaut. Der Initiant des Bunkervereins Titterterberg heisst Michael Lüscher und hat von der Gemeinde einen der alten Betonkklötze zur Miete übernehmen können. Er will den Inf Bkr in der Sperre Titterten (A3622) wieder in seinen Ursprungszustand versetzen.

Quelle: bz Basel, 5.2.2021