Nachrichtendienst des Bundes NDB

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Nahverteidigung/-sicherung

Alle Anordungen und Mittel, die zum Schutz des Einganges und der verletzlichen Öffnungen (Luftansaugung, Notausgang usw.) einer Anlage getroffen respektive eingesetzt werden.

Neue Maschine Nema

Die Nema (auch: NEMA) ist eine Rotor-Chiffriermaschine aus der Schweiz. Das Akronym „NeMa“ wurde gebildet aus „Neue Maschine“ und bezieht sich auf die Nachfolge der deutschen Schlüsselmaschine Enigma.

Das Gerät wurde von Hugo Hadwiger, Heinrich Weber und Paul Glur als Nachfolgemodell für die deutsche Enigma K entwickelt, die von der Schweizer Armee während der Zeit des Zweiten Weltkriegs verwendet wurde.[1] Die Nema wurde ab 1946 in 640 Exemplaren von der Zellweger Uster AG hergestellt. Für die Beschriftung der Geräte und in der Bedienungsanleitung wurde auch die Bezeichnung „T-D“ (Tasten-Drücker- Maschine) verwendet.

In der Schweizer Armee wurde die Nema ab Ende der 1950er-Jahre weitgehend vom Krypto-Funk- Fernschreiber KFF-58/68 abgelöst, im Botschaftsfunk wurde die Nema bis etwa 1976 verwendet. Im Jahr 1992 wurde die Nema entklassifiziert und 1994 verkaufte die Armee etliche Exemplare an Sammler.

Neutralitätsschutz

Bei einem Neutralitätsschutzfall bekriegen sich Länder ausserhalb der Schweiz. Die Schweiz ist nicht betroffen und verhält sich neutral.

Notausgang/Notausstieg

Ein Notausgang oder Notausstieg ist ein Ausgang aus einem Bauwerk oder Fahrzeug/Flugzeug, der in Notfällen benutzt werden soll. In Anlagen endet der Fluchtweg oft an einem zentralen Sammelpunkt und führt nicht ins Freie. Dies dient der Personenkontrolle.

Notfunk

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Notlage

Eine Notlage ist eine außergewöhnliche Situation. Sie kann gefährlich oder gar lebensbedrohend sein. Eine Notlage besteht, wenn man zum Beispiel durch vorhandene Strömungen im Meer das Ufer nicht erreichen kann.

Beispiel Wasserversorgung: Eine Notlage liegt vor, wenn die normale Versorgung mit Trinkwasser insbesondere infolge von Naturereignissen, Störfällen, Sabotage oder kriegerischen Handlungen erheblich gefährdet, erheblich eingeschränkt oder verunmöglicht ist.

Notsender UKW77

In ausserordentlichen Lagen, wenn die ordentlichen Radiosender gestört sind oder deren Betrieb stark eingeschränkt ist, kommt das System UKW 77 zum Einsatz. Über bestehende oder ausfahrbare Notantennen werden die Radiosendungen ausgestrahlt. Ebenso kann die Sendeleistung massiv erhöht werden, so dass der Empfang auch in Schutzanlagen und Schutzräumen möglich wird. Nach der Sendung können die Notantennen wieder eingefahren werden. UKW 77 wird auf 2011/2012 durch IBBK-Radio (Information der Bevölkerung durch den Bund in Krisenlagen mit Radio) abgelöst.

Die Standorte waren kurzzeitig, da “nur” dem BABS unterstehend, aus der Klassifizierung entlassen worden. Kurze Zeit später, unterlagen sie, da “umgeteilt”, wieder der Klassifizierung bis heute.

Notspital

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Notstrom

Bunker und Festungen wurden normalerweise ans öffentliche Stromnetz angeschlossen. Für den Ernstfall waren in den grösseren und wichtigeren Anlagen Notstromgruppen mit Motoren/Generatoren vorhanden.

Nöthiger, Felix

Felix Nöthiger veranlasste als Leiter des Muséee Résistance Suisse, das in der ehemaligen Ausbildungsanlage «Schweizerhof» in Gstaad eingerichtet wird, am 11. Juli 2016 eine Todesanzeige für Hans-Rudolf Strasser v/o Franz. Die von Hans-Rudolf Strasser angeblich ein Jahr vor seinem Tode selbst verfasste Anzeige stiess auf grosses mediales Echo.

Nöthiger amtet auch als Sekretär der Ehemaligenvereingung «Club 717» (benannt nach der entsprechenden Ziffer in der Konzeption für Gesamtverteidigung) und hat bei verschiedenen Kantonen die Durchführung der Entlassungsanlässe initiiert. Diese Anlässe sind nicht öffentlich und ihr Bekanntwerden sorgte 2015 für einen medialen Wirbel, als sich die Baselbieter Regierung auf einen nicht existierenden Bundesratsbeschluss abstützen wollte.

Nuklear-elektrischer Impuls NEMP

Ein nuklearer elektromagnetischer Impuls, abgekürzt NEMP (engl. nuclear electromagnetic pulse) oder auch HEMP (high altitude nuclear electromagnetic pulse) wird indirekt als Folge von intensiver Gammastrahlung in einigen 100 km Höhe über der Erdatmosphäre im Zusammenhang mit dem Erdmagnetfeld in der Atmosphäre durch den Compton-Effekt ausgelöst. Eine solch starke transiente Gammastrahlungsquelle ist derzeit nur durch eine Kernwaffenexplosion zu erzeugen.

Bis zum Verbot oberirdischer Kernwaffentests fanden solche Explosionen tatsächlich statt und beschädigten oder zerstörten in den betroffenen Gebieten Versorgungsnetze und Schiffe, so beim Kernwaffentest Starfish Prime über dem Pazifik am 9. Juli 1962.
Durch hochenergetische Gammaquanten im Energiebereich von einigen MeV aufwärts, die bei einer solchen Nuklearexplosion emittiert werden, kommt es an den Molekülen der obersten Schichten der Erdatmosphäre zu einer als Stoßionisation bezeichneten schlagartigen Ionisierung. Dabei werden aus den Molekülen Elektronen herausgeschlagen, von denen ein großer Anteil die ursprüngliche Bewegungsrichtung des aufgetroffenen Gammaquants erhält und sich somit in Richtung dichterer Atmosphärenschichten bewegt. Ein Teil dieser freien Primärelektronen verursacht wegen ihrer hohen Energie weitere Stoßionisationen und setzt dabei weitere Sekundärelektronen frei. Die auf die Erde zufliegenden negativen Elektronen und die zurückgebliebenen positiven Luftionen bilden einen transienten elektrischen Dipol. Aufgrund der Ablenkung der bewegten Ladungsträger im Erdmagnetfeld als Folge der Lorentzkraft entsteht dabei ein transienter magnetischer Dipol. Diese zeitlich und räumlich schnell veränderliche Ladungs- und Stromverteilung der Dipole in oberen Atmosphärenschichten erzeugt ein breitbandiges, transientes Wellenfeld, welches erst den eigentlichen elektromagnetischen Impuls ergibt, der für Beeinträchtigungen von elektronischen Geräten und elektrischen Anlagen verantwortlich ist.

Ein NEMP ist im Unterschied zum LEMP durch die besonders steile Anstiegsgeschwindigkeit und somit Breitbandigkeit gekennzeichnet. Bereits nach 4 ns werden 90 % des Maximalwerts erreicht.
Der genormte NEMP, wie er in Prüflaboratorien zum Prüfen von Abschirmungen verwendet wird, weist als Maximalwert eine elektrische Feldstärke von 50 kV/m und eine magnetische Feldstärke von 133 A/m auf. Ähnliche Effekte treten auch bei nuklearen Explosionen in Bodennähe auf. Dort ist die Wirkung des NEMP allerdings auf einen kleineren räumlichen Bereich beschränkt und durch die thermischen und mechanischen Effekte der Nuklearexplosion überlagert.
Elektromagnetische Impulse können elektrische und vor allem elektronische Bauteile im Wirkungsbereich zerstören und werden daher vom Militär auch in Form bodengebundener EMP-Waffen eingesetzt (siehe auch: elektronische Kampfführung). Als Strahlungsquelle dient hierfür z. B. die gerichtete Mikrowellenstrahlung von relativistischen Magnetrons, die, aus Kondensatoren gespeist, Spitzenleistungen im Terawattbereich liefern.