Materialmagazin (Mat Mag)

Das Material der Armee wurde ausser in den Zeughäusern oft auch in grossen Untertag-Anlagen gelagert.

Metall-Pilz

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Militärische Anlage

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Militärische Seilbahn

Seilbahn zur Versorgung einer militärischen Anlage. Seit dem 2.WK versendet. Oft bestmöglichst getarnt und nicht der Öffentlichkeit zugänglich. Erst seit kurzem in den Landeskarten vermerkt.

Militärisches Anflugsystem MALS plus

Ab 2016 u.a. in Meiringen im Einsatz. Beim fraglichen Anflugleitsystem handelt es sich um eine Anlage, die ausschliesslich für militärische Zwecke betrieben wird. Es handelt sich um ein System, das Einsätze der Armee unmittelbar unterstützt. Die notwendige Infrastruktur des geplanten Systems umfasst drei Komponenten an unterschiedlichen Standorten sowie zusätzliche Reflektoren beidseitig der Piste.

Auf dem Gebiet der Gemeinde Hasliberg wird am Tschorren ein 24.2 m hohes Rundradar Airport Surveillance Radar (ASR) installiert. Die Installation der beiden anderen Systeme Precision Approach Radar (PAR) sowie der Direction Finder (DF) erfolgen auf Gemeindegebiet von Meiringen im Bereich Staldi (PAR) sowie auf einer Bundesparzelle am Flugplatzareal selbst (DF).

Fakt ist: Einmal mehr musste SVP-Verteidigungsminister Ueli Maurer die Sicherheitspolitiker in Bundesbern über Probleme bei einem Rüstungsgeschäft orientieren. Konkret geht es um ein neues Radarsystem für die Schweizer Militärflugplätze: das 296 Millionen Franken teure militärischen Anflugleitsystem Mals Plus.Eigentlich hätte das 2009 vom Parlament bewilligte System bis Ende 2016 installiert sein sollen. Daraus wird nichts. Das Projekt verzögert sich um Jahre. Wegen Problemen beim Flugplatz-Rundsuchradar werde das Projekt «erst 2020 beendet sein», so Armasuisse-Sprecher Kaj-Gunnar Sievert zu BLICK. «Im Sommer 2013 zeigten sich bei einem des aus fünf Komponenten bestehenden Systems Mängel», sagt Sievert. Bestandteile für das neue Militärische Anflugleitsystem sind schweizweit nur an wenigen Orten vorgesehen: in Payerne, Emmen, Meiringen und damals noch in Locarno, wie es in einem Bericht von Bundesrat Guy Parmelin von Ende 2016 heisst. Gerechnet wurde da mit Gesamtkosten von 359 Millionen Franken. Bis 2020 sollen die älteren Systeme ersetzt sein. Denn diese genügen nicht mehr, um bei jedem Wetter sowie bei Tag und Nacht Flugeinsätze mit sicherer Rückkehr durchzuführen. Projektstart war schon 1998. Lange Lieferzeiten der einzelnen Systeme sowie «die Komplexität und Abhängigkeit der Prozesse auf Flughäfen» führten laut Projektbericht zu dieser langen Laufzeit. Hinzu kamen Verzögerungen wegen technischer Schwierigkeiten. Die topografischen Verhältnisse hierzulande waren eine grössere Herausforderungen für das System, wie die Medienstelle von Armasuisse mitteilt.

Militärpolizei (Heerespolizei)

Als Polizei der Armee trägt die Militärpolizei dabei durch Information, Beratung, sichtbare Präsenz und anderen geeigneten Massnahmen zur Sicherheit und Ordnung innerhalb der Armee bei.
Als Sicherheitsdienst der Armee trägt sie durch aktive und passive Schutzmassnahmen, sichtbare Präsenz sowie durch Information und Beratung zur Sicherheit von Personen, Sachen und Objekten der Armee bei.

Die Formationen der Militärpolizei können in allen Lagen, sowohl im Inland als auch im Ausland eingesetzt werden. Ausserdem erbringt die Militärpolizei, im Rahmen von Unterstützungseinsätzen, auch Leistungen zugunsten der zivilen Behörden.

Leistungen der Militärpolizei: Über alle Lagen hinweg erbringt die Militärpolizei sicherheits-, verkehrs- und kriminalpolizeiliche Leistungen. Ausserdem schützt sie kritische Armeeinfrastruktur, sowie weitere Objekte und Gelände der Armee. Auch der Transport von schützenswertem Armeematerial gehört zum Aufgabenbereich der Militärpolizei.

Die Militärpolizei trägt so wesentlich zum Eigenschutz der Armee und ihrer Verwaltung bei. Im Verteidigungsfall hat die Militärpolizei zusätzlich auch das Militärstrafgefangenenwesen sicher zu stellen.
Im Rahmen der Grundleistungen werden primär die Berufs- und Bereitschaftsformationen der Militärpolizei eingesetzt. Je nach Lageentwicklung ist ein zusätzlicher, unterstützender oder autonomer, Einsatz der Militärpolizei-Milizformationen möglich.

Im Rahmen der Unterstützung ziviler Behörden erfolgen Einsätze der Militärpolizei vor allem dort, wo eine ausgeprägte polizeiliche Kompetenz gefordert ist und die durch andere Formationen der Armee nicht abgedeckt werden können.Die Mittel der zivilen Polizei können, insbesondere im Rahmen von Objekt- und Konferenzschutzeinsätzen, rasch an ihre Grenzen stossen. Um mögliche Bedürfnisse der zivilen Sicherheitsbehörden abzudecken, kann die Militärpolizei mit Berufs-, Bereitschafts- oder Milizformationen Unterstützung leisten. So zum Beispiel beim Schutz von Objekten, Sachen und Personen, bei Einsätzen zugunsten der Flugsicherheit oder beim Grenz- und Botschaftsschutz. Auch in Krisenlagen (Katastrophen, Notlagen und Aufgaben nationaler Bedeutung) kann die Militärpolizei bei Schutz- und Sicherungsleistungen unterstützend eingreifen.

Im Rahmen der Friedensförderung erfüllt die Militärpolizei die Grundleistungen als Polizei der Armee innerhalb des entsprechenden Einsatzkontingentes der Schweizer Armee.

Die Mitarbeitenden der Sicherheitstransporte der Militärpolizei werden zum Führen von Sonderschutzfahrzeugen, im Rahmen von Konvois mit Polizeieskorte und zum Begleit- und Transportschutz für Waffen und Munition eingesetzt.

Das Kommando der Militärpolizei ist in Sitten.

Minensperre

Umgangssprachliche Definition eines Sprengobjektes. Die Schweiz hat keine Minenfelder verbaut, aber etliche Strassenabschnitte zur Sprengung vorbereitet. Diese waren zu erkennen an mehreren vorbereiteten Schachtreihen im Strassenbelag, in die die Minen verlegt worden wären.

Minenwerfer

Neben dem bekannten mobilen Minenwerfer sind zwei Modelle in verbunkerten Stellungen entwickelt worden: 8,1 cm Fest Mw 56/60 sowie 12 cm Mw 83.

Monobloc

Als Monobloc wird eine kompakte Bauweise von Kampfanlagen bezeichnet, die auf das Nötigste für den Ernstfall reduziert ist – Die 12 cm Fest Mw sowie die 15,5 cm Fest Kan Bison ist die besten Beispiel dafür.

Munitionsmagazin (Mun Mag)

Als Munitionsmagazine dienten Kavernen, freistehende Gebäude oder grosse unterirdische Felsenanlagen. Der modernste Bautyp trug die Bezeichnung MM80. Wie bei F-Anlagen wurde dabei versucht, die Baukosten durch Vereinheitlichung niedrig zu halten. Meist bestehend aus vier Kavernen mit Vorraum und Verladehalle. Oft am Waldrand oder im Wald anzutreffen.