ABC der Übermittlung

Buchstabiertabelle zur sicheren Übermittlung einzelner Wörter bei schlechter Sprachverbindung.

ABC-Schutz

Als ABC-Schutz bezeichnet man den Schutz vor atomaren, biologischen und chemischen Gefahren einschließlich ABC-Waffen oder Gefahrgutunfällen, beispielsweise direkt durch ABC-Schutzmasken, Schutzräume und Bunkeranlagen, aber auch weiter gefasst durch Abspüren gefährdeter und Abgrenzen.

Abteilung Presse und Funkspruch (APF)

Die Zensurbehörde der Schweiz während des Zweiten Weltkrieges war die Abteilung Presse und Funkspruch (APF). Sektionen der Abteilung unterstanden dem Armeekommando, andere dem Bundesrat.

Abkürzungen

Das Militär lebt von (unnützen, aber hilfreichen) Abkürzungen. Wer sie nicht kennt, sieht unter den Links nach.

AC-Schutzbereitschaft

Normalbetrieb, Schutzeinrichtung funktionstüchtig halten

AGFA-Nummer

Diese Bezeichnung/Nummerierung wurde irgendwann nach 1945 eingeführt, um die Objekte eindeutig zu kennzeichnen. AGFA = Abteilung für Genie und Festungen; A für erstes EDV-Projekt. Einteilung der militärischen Objekte in diverse Nutzungs- und Bereitschafts-Kategorien. Anlagen mit militärischer Nutzung in der ausserordentlichen Lage (Kategorie 1 bis 4) und Anlagen ohne militärische Nutzung in der ausserordentlichen Lage (Kategorie 6 bis 9.3). Die aktuelle AGFA- Kategorie eines Objektes geht aus dem Anlageverzeichnis hervor.

Airport Surveillance Radar

Das System «Area Surveillance Radar» besteht aus dem Primär- (Primary Surveillance Radar) und Sekundärradar (Secondary Surveillance Radar), deren Antennen übereinander auf einer gemeinsamen Achse ständig mit 12 oder 15 Umdrehungen pro Minuten drehen. Durch den Primär- und Sekundärradar können Flugzeuge erkannt und geortet werden. Mittels des Sekundärradars können beispielsweise zusätzliche Informationen wie Flughöhe oder Freund-Feind Erkennung generiert werden.
Vorgesehen war, dass die Militärflugplätze Emmen, Locarno, Payerne, Sion und Meiringen mit dem neuen System ausgestattet würden – von Schmidrüti war nicht die Rede. Das zur Komponente des MALS-plus-Systems gehörende ASR wurde mittlerweile an einigen Militärflughäfen installiert, so beispielsweise in Emmen und Payerne. Trotzdem ist das Projekt um einige Jahre verzögert. In Locarno wurde es aus «politischen und operationellen Gründen» nicht installiert, wie aus den Unterlagen zum Plangenehmigungsverfahren des VBS zu erfahren ist. Deshalb soll nun «zur Verbesserung der Informationen zur Gesamtluftlage in dieser Region […] das frei gewordene ASR installiert werden». Nach dem Motto: «Wenn es in Locarno nicht geht, dann halt in Turbenthal».

Aktivdienst

Zeit innerhalb der Mobilmachung und der Entlassung. In dieser Zeit wird kein Wochenend- und persönlicher Urlaub gewährt. Seit dem II.WK nur während dem jährlichen WEF in Davos angewandt worden.

Alarmanlage

Alarmanlagen sind meist Einbruchmeldeanlagen (EMA), und sind technische, heute ausschließlich elektronisch betriebene Einrichtungen, die dem Objekt- und Personenschutz dienen. Eine Einbruchmeldeanlage soll
– durch Abschreckung Einbrüche, Diebstähle und Überfälle verhindern,
– im Notfall hilfeleistende Dienste (Polizei, Sicherheitsdienst etc.) benachrichtigen,
– die Aktionszeit von Dieben, Bankräubern usw. minimieren,
– die unmittelbare Umgebung sowie beteiligte, anwesende Personen alarmieren,
– helfen, einen Einbruch oder Überfall zu rekonstruieren.

Alternative Fluchtwege

Die Verwendung eines alternativen Fluchtwegs wird über die Beschallungsanlage angeordnet (z.B. «Evakuierung über Fluchtweg Cäsar»). Nebst der normalen Kennzeichnung muss daher auch die Bezeichnung des alternativen Fluchtwegs angegeben werden, damit der alternative Fluchtweg von den Fliehenden eindeutig identifiziert werden kann. Ansonsten sind alternative Fluchtwege grundsätzlich gleich zu kennzeichnen wie normale Fluchtwege. Im Unterschied zu den normalen Fluchtwegen sind sämtliche Kennzeichen mit blauer anstelle grüner Grundfarbe zu hinterlegen.

ALVO-Behelf

Der ALVO-Behelf ist eine Vorgabe für die Liquidation von Kampf- und Führungsbauten. Er richtet sich an alle am Liquidationsprozess beteiligten Stellen und zeigt, in welchen Fällen und mit welchen Prioritäten Objekte ganz oder teilweise rückzubauen sind und was dabei zu beachten ist.

Anlagen-Munition

Unter diesem Begriff wurde die einer Werkwaffe festzugeteilte Munition für eine bestimmte Anzahl von Einsatz- und Kampftagen bezeichnet.

Anlagen-Typen

Versuch der Typisierung nach Eigenschaften der Werke: Monoblock, Artilleriebunker, Artilleriewerk, Beobachter, Feldkanonenschild, Feldkanonenstand, Gewehrgalerie, Halbzugsunterstand, Höhenunterkunft, Ik-Schild, Infanteriebunker, Infanteriewerk, Materialmagazin, Schindlerbunker gross, Schindlerbunker klein, Schützengraben, Uem ASU, Waffenstellung.

Anlage-Schutzverordnung

Grundlagendokument der Geheimhaltung. Diese Verordnung regelt den Schutz militärischer Anlagen, insbesondere:

a. deren Bewachung und Überwachung;
b. den Zutritt zu ihnen;
c. das Aufnehmen und das verbreiten von Informationen darüber;
d. die Meldepflichten der Kantone und Gemeinden.

Anlage-Verzeichnis

Die Informations- und Objektsicherheit (IOS) führt ein Verzeichnis über alle klassifizierten Anlagen (52.063 d). Heiliger Gral aller Bunkerjäger. Jeder Bunkerjäger versucht, sich selber eine Kopie dieses Dokumentes zu erstellen.

Amt für Bundesbauten

Nachfolger des «Direktion für eidg. Bauten» (D+B) und Vorgänger des Bundesamtes für Bauten und Logistik (BBL).

armasuisse

Das Bundesamt für Rüstung (armasuisse) ist das Kompetenzzentrum des Bundes für die Beschaffung von technologisch komplexen Systemen und Materialien, sicherheitsrelevanten Technologien und das Qualitätsmanagement sowie die Immobilien VBS.

Armee 61

Armee 61 ist der umgangssprachliche Ausdruck für die mit der Truppenordnung[1] 1961 (TO 61) begonnene Modernisierung. Sie machte die Schweizer Armee zu einer starken Milizarmee und zur grössten Armee der Schweizer Geschichte. Sie löste die Truppenordnung 1951 (TO 51) ab, welche noch auf den Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs beruhte, um auf die geänderte Bedrohungslage infolge des Kalten Krieges zu reagieren. Die Truppenordnung 61 blieb 30 Jahre in Kraft, wurde über 60 Mal revidiert und weiterentwickelt und am 1. Januar 1995 durch die Armee 95 abgelöst.

Armee 95

Armee 95 ist die Bezeichnung für die Organisation der Schweizer Armee vom 1. Januar 1995 bis zum 31. Dezember 2003. Die Armee 95 war Nachfolgerin der Armee 61 und Vorgängerin der Armee XXI (für 21. Jahrhundert).

Armee XXI

Armee XXI war ein gross angelegtes Reformprojekt, mit dem die Schweizer Armee der veränderten Sicherheitslage in Mitteleuropa im 21. Jahrhundert Rechnung getragen werden soll. Das zugrundeliegende Militärgesetz wurde am 18. Mai 2003 von Volk und Ständen in einer Volksabstimmung angenommen. Es sah insbesondere eine Verkleinerung der Mannschaftsstärke und vermehrte Kooperation mit ausländischen Partnern vor. Die vorherige Struktur Armee 95 wurde durch die Armee XXI abgelöst. Die Armee XXI sollte eine Anpassung der Schweizer Armee an die veränderte Bedrohungslage in Europa sein. Die Kosten wurden nicht im Umfang der Truppenreduktion gesenkt. Die durch die Truppenreduktion frei gewordenen Mittel sollten in neue Technologien investiert werden.

Artillerie

Artillerie ist der militärische Sammelbegriff für großkalibrige Geschütze und Raketen, und auch der Name der Truppengattung, die diese Waffen einsetzt. Ihre Angehörige werden als Artilleristen bezeichnet. Der Name Artillerie, entlehnt im 17. Jahrhundert aus dem Französischen, geht auf das Altfranzösische artill(i)er (mit Gerätschaft ausrüsten) zurück, wahrscheinlich einer Ableitung vom altfranzösischen tire (Ordnung, Reihe). Die Artillerie ist in vielen Streitkräften, insbesondere in der Teilstreitkraft Heer, eine Waffengattung. Die Abgrenzung anhand der Waffenart – großkalibrige Rohrwaffe – ist nach dem Aufkommen von Raketenartillerie nicht mehr eindeutig.

Artilleriebunker

Werk mit einer Artilleriewaffe. Grössere Bunker mit mehreren Waffen werden als Artilleriewerke bezeichnet. Als Artilleriebunker wird normalerweise ein Betonklotz bezeichnet, in dem eine Artilleriekanone eingebaut ist.

Artilleriewerk

Anlage mit mehreren Artillerie-Waffen. Das durchschnittliche Art Wk besitzt rund 6-8 Waffen, eine Unterkunft mit Küche und die ganze Anlage ist für Uneingeweihte riesig.

Atomschutzunterstand (ASU)

In Sperren wurden zum Schutz vor Waffen vorgefertigte Unterstände eingebaut. Diese Atomsicheren Unterstände (ASU) wurden in verschiedenen Grössen Varianten gebaut und für verschiedene Zwecke genutzt. Sie erhielten dafür auch unterschiedliche Bezeichnungen.

Auspuff

Umgangssprachliche Bezeichnung des Abluftrohres einer Dieselnotstromgruppe. Nicht selten Lachen die Einheimischen neben einer Anlage, wenn die Notstromgruppe in Betrieb, und der Auspuff schwarze Wolken verbreitet.

Aussenverteidigung

Bewachung einer Anlage mit Infanteristen. Zur Unterstützung dieser Aufgabe haben sie ASU’s und weitere Anlagen zur Ukft zur Verfügung.

Ausweis

Identifikationsmittel zum Betreten einer Anlage. In aktuellen Anlagen durch biometrische Eigenschaften abgelöst.

Auswertezentrale (AWZ)

Bei den AWZ handelte es sich um geschützte Arbeitsplätze für jeweils 20-40 Mann des Flieger-Beobachtungs- und Meldedienstes (FlBMD), die Meldungen von zahlreichen Beobachtungsposten verarbeiteten und an das Luftwaffenkommando weiterleiteten. Es gab zwischen 12 und maximal 18 solcher AWZ zu Zeiten der Armee 61.

Baubüro

Die Baubüros der verschiedenen Einheiten (zum Beispiel 3. Division im Raum Thunersee mit Standort Thun) planten und bauten im Aktivdienst verschiedene Bauten, teilweise unterstützt oder nach Normvorgaben des BBB.
1886 wurde das BBB gegründet. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde es geschlossen und erst 1935 erneut ins Leben gerufen. Das BBB war für den Bau von vielen militärischen Objekten zuständig. Mit der Truppenordnung 1951 ging das BBB in der Sektion für Festungsbau der neuen Abteilung für Genie und Festungswesen auf.
Das Büro für Befestigungsbauten, welches nach dem 1. Weltkrieg aufgehoben worden war, wurde 1935 wieder errichtet.

BBB-Schloss

Standard-Vorhängeschloss zum äussersten Verschluss einer militärischen Anlage. Die so abgeschlossene Öffnung dient oft nur zur Verhinderung von Sabotage (z.B. Verkleben des Schliesszylinders).

Befestigungsbauten

Eine Befestigung ist ein Bauwerk, das zum Schutz eines Ortes oder Landschaftsbestandteils gegen die Zerstörung durch Menschen, Tiere oder Naturgewalten errichtet wird. Im militärischen Bereich bezeichnet man sie auch als Fortifikation oder Wehranlage.

Beobachter

Ein Beobachter ist eine verbunkerte Stellung, aus der das Zielgebiet von mobilen oder verbunkerten Waffen beobachtet werden kann. Diese Stellungen können für sich allein stehen oder an Werke angegliedert sein. Beobachter gibt es sowohl für Infanterie als auch für Artillerie.

Bereitschaftsgrad

Technische Einsatzfähigkeit aller Waffen, Geräte und Installationen einer permanenten Befestigung (Vorstufe zur Kampfbereitschaft). Definition eines Levels, bis eine Installation (z.B. Anlage, Waffe etc) zum Einsatz bereit ist. Bei einer Anlage kommt es darauf an, ob Notverpflegung, Wassertank, Dieseltank bereitstehen. Es sind Bereitschaftsgrade im Bereich von Stunden bis Monate möglich.

Besatzung

Bezeichnet das gesamte Personal eines Artillerie-, Minenwerfer- oder Panzerabwehrbunkers, das für den Betrieb oder die Bedienung der Waffen und Geräte sowie für die Nahsicherung notwendig ist.

Besucheranlagen

Zur Erfüllung amtlicher, dienstlicher oder anderer im Interesse der Landesverteidigung stehender Bedürfnisse, welche nicht vom Zutritt zu einer bestimmten militärischen Anlage abhängen, werden aus Gründen des Informationsschutzes Besucheranlagen ausgeschieden.

Betriebseinrichtungen

Betriebseinrichtungen sind fest mit dem Bau verbundene Geräte und Einrichtungen (inkl. der dazugehörigen IKT-Mittel), die in der Regel der spezialisierten Nutzung des Gebäudes dienen. Dazu gehören auch Gegenstände, die zwar mobil sind, aber als Bestandteil (Zubehör) einer fest eingebauten Betriebseinrichtung zu betrachten sind.

Betriebsmittel

Betriebsmittel sind alle Arbeitsmittel, inkl. der dazugehörigen IKT-Mittel, welche zum technischen Apparat der Unternehmung gehören und nicht in das Produkt eingehen. Sie sind mobile Gegenstände oder solche, die ohne nennenswerte Aufwendungen bzw. Eingriffe befestigt/entfernt werden können.
Als untergeordnete Definition versteht man den Begriff „unechte Betriebsmittel“. Diese bezeichnet Armeematerial, das normalerweise der Disposition von Armeematerial unterliegt und zeitweilig für Betriebszwecke bereitgestellt wird.

Bewirtschaftungsnummer

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Bienenhaus

Umgangssprachliche Bezeichnung einer getarnten Richtstrahl-Stelle mittels eines kleinen Holzhauses.

Blindgänger

Nicht detonierte Munition

Blinker

Stark gebündelter Lichtstrahl zur Übertragung von Nachrichten zwischen Anlagen (Gerätetyp AGA).

Bogenschusswaffe

Interne Bezeichnung eines Minenwerfers

Botschaftsfunk

Betriebsstelle einer Funkanlage zur Kommunikation mit Schweizer Botschaften besonders im ausserordentlichen Fall.

Bunker

Als Bunker werden schützende Bauwerke bezeichnet, die die Insassen oder die Umgebung vor direkter Gefährdung bewahren. Hierzu gehören die direkte Einwirkung von Waffen, der Schutz von Personen vor Gefahrstoffen beziehungsweise die Eindämmung von Gefahrstoffen.
Militärische Bunker haben den Zweck, die eigenen Stellungen zu festigen und einen Angriff des Gegners zu erschweren. Sie können als Verteidigungsanlage, Unterstand für Kriegsgerät (U-Boote, Flugzeuge) oder als Kommandozentrale dienen. Zivile Bunker hingegen sollen die Bevölkerung schützen.
Bunker sind meist aus Beton und Stahl erbaut, in vielen Fällen zusätzlich mit Erdreich abgedeckt, die Bezeichnung wird aber auch für in natürlichen Fels getriebene Stollen verwendet.
Zivile Bauwerke, welche dem Zivilschutz dienen, erfüllen im Normalfall meist andere Funktionen und werden deshalb nicht als Bunker bezeichnet. Häufig werden sie zivil als Tiefgaragen, U-Bahn-Stationen etc. genutzt und im Verteidigungsfalle als Schutzraum hergerichtet.
Bunker ist ein Oberbegriff für geschützte Unterstände oder Waffenstellungen. Militärische Bunker sollen einen Angriff des Gegners erschweren. Sie bestehen aus Beton sowie Stahlarmierungen, und bieten Truppen sowie Waffen Schutz. Zivile Bunker sind zum Schutz der Bevölkerung erstellt worden.

Bunkerkommandant

Kommandant eines Artillerie-, Minenwerfer- oder Panzereabwehrbunkers . Ist ein Subalternoffizier einer Festungsartillerie- oder Festungsminenwerferkompanie resp. Unteroffizier eines Panzerabwehrzuges der Festungspionier-Stabskompanie.

Bunkerspecht

Umgangsprachliche Bezeichung für einen Eindringling in eine (liquidierte) Anlage. Dabei quetscht er sich auch durch kleinste Öffnungen wie z.B. Schiesscharten. Sein Ziel ist es, dabei nichts zu zerstören.

Büro für Befestigungsbauten (BBB)

Das Büro für Befestigungsbauten (BBB, früher Bureau für Befestigungsbauten) war eine Behörde im Eidgenössischen Militärdepartement in Bern. Unter Oberst Johann Jakob Lochmann als Waffenchef der Genie wurde am 1. Mai 1886 das BBB mit Major (später Oberst) Jules Folly als Chef gegründet. Von 1906 bis 1921 wurde es von Oberst Julius Rebold geleitet. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das BBB 1921 geschlossen. Nach der Machtergreifung der Nazis in Deutschland wurde es am 1. Januar 1935 vor dem Zweiten Weltkrieg unter Oberst Felix Peter wiedereröffnet.
Das BBB war für den Bau von Festungsanlagen und Hindernissen zuständig. Mit der Truppenordnung 1951 ging das BBB in der Sektion für Festungsbau der neuen Abteilung für Genie und Festungswesen unter Oberstdivisionär Charles Rathgeb auf.

Bundesamt für Genie und Festungen (BAGF)

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Bundesarchiv

Das Schweizerische Bundesarchiv BAR ist das «Gedächtnis» des Schweizerischen Bundesstaates. Es bewertet, sichert, erschliesst, verwahrt und vermittelt archivwürdige Unterlagen der Eidgenossenschaft. Im Gesamtbestand von über 60 Laufkilometern und 18 Terabytes finden sich Originaldokumente wie die Bundesverfassung, Verwaltungsakten, Fotos, Filme, Tondokumente und Datenbanken. Die Überlieferung dieser Unterlagen ist unabdingbar für die Kontinuität und Transparenz des Rechtsstaates, ermöglicht den Bürgerinnen und Bürgern eine demokratische Kontrolle der Regierungs- und Verwaltungstätigkeit und ist Grundlage für die Forschung.
Das BAR berät zudem die Bundesverwaltung und andere Amtsstellen beim Verwalten der Unterlagen, um bundesweit eine effiziente, transparente und rechtskonforme Informationsverwaltung sicherzustellen und dadurch später auch das Recherchieren in den archivierten Unterlagen gewährleisten zu können.

Cadastral

Verzeichnis auf map.admin.ch wo alle Grundstücksgrenzen vermerkt sind. Beim Anklicken kann das kantonale Portal aufgerufen werden, wo in wenigen Kantonen der Grundstücksbesitzer abgerufen werden kann. Hinweis: Etliche Anlagen wurden im Baurecht erstellt, welches auf dieser Karte nicht ersichtlich ist.

Datenzenter (Rechenzenter)

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Deklassierung

Durch den operativen Mieter vorgenommene Rückstufung einer operationellen Anlage der Truppe von einer wichtigen in eine weniger wichtige Kategorie. in eine AGFAKategorie die keine Nutzung durch die Truppe mehr beinhaltet (Kategorie 6 bis 9.3). Die Deklassierung einer Anlage erfolgt gleichzeitig mit der Kündigung durch den operativen Mieter.

Desarmierung

Die Desarmierung umfasst nach vorgängiger Mieter-Teilräumung, der Streichung aus dem Anlageverzeichnis und der Objektrückgabe die vollständige oder ggf. teilweise Auslagerung aller fest installierten Waffen und militärischen Systeme aus einem Objekt. Die Desarmierung erfolgt fallweise je nach vorgesehener Weiterverwendung eines Objektes.

Dispositionsbestand

Der Dispositionsbestand umfasst diejenigen Objekte, welche im Besitz des VBS sind und nicht mehr zur Deckung von Aufgaben der Armee und der Verwaltung gebraucht werden. Von diesen überzähligen Objekten wird sich das VBS nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen trennen. Objekte im Dispositionsbestand werden stillgelegt, rückgebaut oder an Dritte verkauft. In Einzelfällen können Objekte an Dritte vermietet werden.

Echelon

Echelon ist ein Überwachungs- und Abhörsystem, welches von den USA, England,
Kanada, Australien und Neuseeland betrieben wird. Für das Auswerten der gesammelten Daten werden die leistungsfähigsten Computer eingesetzt. Diese Computer, Dictionarys genannt, sind über die USA, England und Australien miteinander verbunden.
Wenn nun jemand in einem abgehörten Gespräch den Namen, die Kontonummer einer gesuchten Person oder andere vorher definierte Wörter verwendet, erkennt dies der Computer und gibt diese Informationen dann zur weiteren Auswertung an die NSA Hauptzentrale. Laut der SF-Spezial Sendung werden dort die gewonnenen Daten dann
von 38’000 Angestellten ausgewertet. Es ist auch zu sagen, dass die USA nie abgestritten haben, mit Echelon Industriespionage zu Gunsten von US-Unternehmen durchzuführen. Zum Vergleich: Die NSA verfügt laut dem Bericht der Schweizerischen Geschäftsprüfungsdelegation zum Thema Onyx über ein Budget von über 3,6 Mia. USDollar, das ist grösser als dasjenige von CIA und FBI zusammen.

«Falsche Chalets»

Ein Buch, ein Begriff. Christian Schwager hat unter diesem Titel ein Buch mit Fotos von Bunkern publiziert, welches schon lange vergriffen und deshalb Kultstatus unter den Bunkerjäger hat. In diesem Buch wind Bunker fotografiert, welche eine besondere Tarnung erhalten haben und bis heute meistens unter Denkmalschutz stehen.

Gasfilter

Filter, eingebaut in der Frischluft, dient zur Herausfilterung schädlicher Gase. Reduziert die Luftumwälzung auf ein Minumum, so dass die Feuchtigkeit einer Anlage stark erhöht wird. Die Lebensdauer eines solchen Filters ist bis heute nicht bekannt. Ersatzteile sind in der Regel nicht vorhanden.

Ik-Schild

Hinter dem Ik-Schild aus Beton wurden mobile Infanteriekanonen vom Kaliber 4,7 cm in Stellung gebracht, für die Schartenöffnungen ausgespart waren.

Igel

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Innenverteidigung

In den Zugangsstollen der grossen Festungswerke waren oftmals Stellungen für Lmg- und Sturmgewehr-Schützen mit Wirkung auf den Eingang erstellt worden.

Infanterie

siehe auch Festungsinfanterie

Infanteriewerk

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Infanteriebunker

Als Infanteriebunker wird normalerweise ein Betonklotz bezeichnet, in dem Maschinengewehre und/oder Panzerabwehrkanonen eingebaut sind.

Information der Bevölkerung in Krisenlagen

Die Bevölkerung soll in allen Lagen mit behördlichen Informationen versorgt werden können. Grundsätzlich stehen dazu die normalen (Radio-)Infrastrukturen und Prozesse zur Verfügung. Es ist allerdings denkbar, dass als Folge einer Katastrophe oder Notlage die ordentlichen Strukturen nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr funktionstüchtig sind. In Zusammenarbeit mit diversen zivilen und militärischen Partnern betreibt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) zu diesem Zweck ein System zur Information der Bevölkerung durch den Bund in Krisenlagen – kurz IBBK-Radio. Das System basiert grundsätzlich auf der Infrastruktur der drei SRG- Radio-Senderketten (SRF, RTS, TSI), ergänzt durch vom Bund betriebene Zusatzelemente. So sind, verteilt über die gesamte Schweiz, diverse Sendestationen mit zusätzlichen, stationären UKW-Notsendeanlagen ausgerüstet. Sie verfügen über eine sehr grosse Sendeleistung, sind besonders geschützt und können in Betrieb genommen werden, wenn die normale Sendeinfrastruktur nicht mehr zur Verfügung steht. Dadurch kann die Bevölkerung in Notlagen mit behördlichen Informationen über UKW-Signale in Kellern und Schutzräumen bis ins zweite Untergeschoss versorgt werden.

Informations- und Objektschutz IOS des VBS

Im VBS ist die im Generalsekretariat angesiedelte Informations- und Objektsicherheit (IOS) für den Schutz vor Cyber-Angriffen verantwortlich. Die IOS betreut die integrale Sicherheit des VBS. Sie ist insbesondere für die Vorgaben im Bereich der Sicherheit von Personen, Informationen, Informatik und Sachwerten (Material und Immobilien) zuständig.

Innenverteidigung

In den Zugangsstollen der grossen Festungswerke waren oftmals Stellungen für Lmg- und Sturmgewehr- Schützen mit Wirkung auf den Eingang erstellt worden.

Inschrift

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Integriertes Funkaufklärungs- und Sendesystem IFASS

Information und Kommunikation sind unerlässlich für die militärische und die zivile Führung. Die zunehmende Mobilität, Flexibilität und die moderne Kommunikationstechnik erfordern eine Infrastruktur, die verlässliche Informationen zeitgerecht bereitstellt. Mit dem Integrierten Funkaufklärungs- und Sendesystem (IFASS) ist es möglich, im Einsatzgebiet drahtlose Kommunikation aufzuklären, zu lokalisieren und gegebenenfalls zu
beeinflussen. Das IFASS leistet einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit in der Schweiz.

Das Integrierte Funkaufklärungs- und Sendesystem Ifass (ein Auftragswert von rund 150 Millionen Franken ist in Israel platziert, über mehrere Jahre verteilt) dient dem Erfassen, Verdichten, Triagieren, Aufbereiten und nötigenfalls Stören elektromagnetischer Ausstrahlungen von Funksystemen. Die Fähigkeit zur Aufklärung, Ortung und, falls erforderlich, auch Störung von Funkverkehr ist für die Erfüllung der drei Aufträge der Schweizer Armee notwendig. Diese Fähigkeit hat dadurch noch an Bedeutung gewonnen, als auch paramilitärische, terroristische oder kriminelle Gruppierungen zur Führung, Koordination und Nachrichtenbeschaffung immer mehr drahtlose Kommunikation einsetzen.

Das Ifass-System besteht aus drei Hauptkomponenten: einem Unterstützungsmassnahmensystem (Electronic Support Measure System ESM) für die elektronische Aufklärung, einem elektronischen Gegenmassnahmensystem (Electronic Countermeasure System ECM) für die elektronische Störung sowie einem Kommunikationssystem (Communication System COM), das die Übermittlungsinfrastruktur umfasst und den Datenaustausch zwischen den verschiedenen Standorten ermöglicht. Eine universelle Schnittstelle erlaubt es dabei, sowohl militärische als auch zivile Telekommunikationsdienste einzusetzen.

Israel liefert das elektronische Unterstützungsmassnahmensystem ESM, das die elektronische Aufklärung sicherstellt. Da ESM unter anderem die Ziele für Störeinsätze des elektronischen Gegenmassnahmensystems ECM erkennt, stellt es eine zentrale Komponente für Ifass dar; ein Verzicht auf die israelischen Anteile in Ifass hätte generell den Abbruch des Beschaffungsvorhabens Ifass (inklusive Bauten) zur Folge.

Die bisherigen elektronischen Aufklärungssysteme müssen im Jahr 2010 abgelöst werden, sodass eine Sistierung oder sogar ein Verzicht auf Ifass zu einer Lücke in wesentlichen Teilen der militärischen elektronischen Kriegführung (EKF) führen würde. Damit verbunden wäre nicht nur der Verlust sämtlicher bisheriger Investitionen in diesem Bereich, sondern auch ein massiver Know-how-Verlust für die Armee. Im Weiteren hätte die Luftwaffe ihrerseits auf die Leistungen von Ifass (Beiträge zur Luftlage, namentlich zur Aufklärung und teilweisen Identifikation von nichtkooperierenden Luftfahrzeugen) zu verzichten. Überdies gingen fast sämtliche bisher im Zusammenhang mit Ifass vertraglich gebundenen Mittel verlustig, was nach heutigem Stand rund 395 Millionen Franken an Rüstungsprogramm- und PEB-Krediten (Projektierung, Erprobung und Beschaffungsvorbereitung) ausmacht. Schliesslich müsste auf die vertraglich zugesicherten Gegengeschäfte in der Schweiz verzichtet werden.

Inventar der Kampf- und Führungsbauten (ADAB)

offizielles, klassifiziertes Verzeichnis der schützenwerten Anlagen aus dem II. WK

Inventar der militärischen Hochbauten (HOBIM)

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IMFS

Das IMFS ist ein feldtaugliches, digitales, kryptologisch geschütztes, automatisches und flexibles Anwendernetz für Sprach-, Fax- und Datenkommunikation. Das IMFS ist auf Lastwagen verladen und muss von der Truppe am Einsatzort aufgestellt werden. Das IMFS besteht aus miteinander verbundenen Netzknoten (in Fahrzeugen eingebaut) und basiert auf Richtstrahlstrecken. Die Führungseinrichtungen werden mit speziellen Feldkabeln und Lichtwellenleitern an das IMFS angeschlossen.

26 Prinzip Knotennetz IMFS 27 Verlegen von Lichtwellenleitern zu
Gunsten des IMFS
Das IMFS-Material besteht aus Vermittlern, Richtstrahlausrüstungen, Verschlüsselungsgeräten, Kabelmaterial, Schutzausrüstungen, Notstromversorgungen und Endgeräten.
Folgende Endgeräte können am IMFS angeschlossen werden:
– Digitale und analoge Telefone (aber keine LB-Telefone!)
– Faxgeräte
– Dateneingabegeräte, Computer, Modems
– Funkgeräte
Dank der Vermaschnung der Knoten untereinander und der automatischen Vermittlung und Wegsuche bietet IMFS dem Benutzer eine hohe Übertragungsverfügbarkeit. Das Netz ist
nicht hierarchisch aufgebaut. Jeder Teilnehmer kann über eine 9-stellige Nummer mit FusszeileUngerade
Der Sachbereich Telematik im Bevölkerungsschutz
BABS 05 1703-00-1-03-d.doc 55
jedem anderen Teilnehmer kommunizieren. Es sind praktisch alle aus dem zivilen Bereich bekannten Benutzerdienste verfügbar.
Aus dem IMFS können Übergänge in folgende Netze erstellt werden:
– Öffentliches analoges oder digitales Wählnetz
– Funknetze der Armee (über Radio Access Point, RAP)
– AF-Netz
– TRANET
– Feldtelefon 96

Jalonierung

Gelb-schwarzes militärisches Strassenschild (Jalon), welches den Standort einer Truppe markiert.

K-Anlage

In K-Anlagen oder Führungsanlagen waren die Stäbe der Grossen Verbände (Brigade, Division, Armeekorps) untergebracht. Auch Führungsanlagen der zivilen Landesverteidigung – sprich Kantonsregierungen und Bundesrat – wurden mit K-Nummern bezeichnet.

Bezeichnung einer Anlage, welche ausschliesslich der Führung des Militärs und des Staates dient. Meist in der AGFA Liste mit K… bezeichnet, nachträglich zur Tarnung mit einer A-Nummer bezeichnet.

Kaponniere

Unter einer Kaponniere versteht man eine gedeckte Stellung, deren Waffenwirkung längs durch einen Graben angelegt ist.

Kampfbereitschaft

Einsatzfähigkeit eines Verbandes, sobald er sämtliche notwenigen Vorbereitungen für seinen Einsatz abgeschlossen hat.

Kampftruppen

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Kanone

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Kanzlei

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Kaverne

Eine Kaverne ist ein roh ausgebrochener Stollen im Felsen. Oftmals wurden für die militärische Nutzung Einbauten wie Holzbaracken in Kavernen erstellt.

Kernbestand (Immobilien)

Gegenwärtiger Bedarf von Armee und Verwaltung. VBS intern vermietet inkl. Objekte mit eingeschränkter Nutzung oder reduzierter Bereitschaft

Klassifizierung

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Klimaanlage

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Kohlendioxid

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Kohlenmonoxid

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Kollektiv-Maskenschutz KMS

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Kompetenzzentrum für Raum und Umwelt VBS

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Kommandoanlage

In K-Anlagen oder Führungsanlagen waren die Stäbe der Grossen Verbände (Brigade, Division, Armeekorps) untergebracht. Auch Führungsanlagen der zivilen Landesverteidigung – sprich Kantonsregierungen und Bundesrat – wurden mit K-Nummern bezeichnet.

Kommandodienst der Armee

TExt

Kommandozentrale

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Kugelbunker

Vorfabrizierter Unterstand in Kugelform für 4 Mann mit Anschlussmöglichkeit an ein Grabensystem. Verwendung als Beobachtungsposten, Waffenstellung oder Magazin mit seitlichem Eingang. Erstellung 1965-1980

Küche

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Sabotage

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Sanität

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Sappeure

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Satellitenaufklärungssystem Onyx Onyx

Onyx ist ein Schweizer Satellitenabhörsystem des Nachrichtendienst des Bundes (NDB). Betrieben wird die Anlage von der Führungsunterstützungsbrigade 41 der Schweizer Armee.
Onyx ist ein COMINT-System zur Erfassung von durch Satelliten übertragenen militärischen und zivilen Kommunikationen (COMSAT). Es ermöglicht den Empfang gewisser Daten wie Telefonanrufe, Fax, Telex, E-Mail und Informatikdaten. Dieses System ergänzt die Aufklärung von Kurzwellensignalen, die während langer Zeit die einzige von den schweizerischen Behörden verwendete Form der elektronischen Nachrichtenbeschaffung darstellte.
Der Entscheid zur Realisierung von Onyx wurde vom Bundesrat am 13. August 1997 auf Vorschlag des VBS getroffen. Die Zielsetzung des Systems besteht in der Erfassung von Kommunikationen im Zusammenhang mit dem internationalen Terrorismus, dem gewalttätigen Extremismus, dem organisierten Verbrechen, der
Spionage und der Proliferation sowie allen anderen die Sicherheitspolitik betreffenden Informationen. Die so erworbenen Informationen sollten die Möglichkeiten des Bundesrats zur rechtzeitigen und vom Ausland unabhängigen Erkennung von Bedrohungen und Risiken im Bereich der Sicherheitspolitik verbessern.

Das Onyx-System darf nur für Abhörungen ausserhalb der Landesgrenzen verwendet werden. Onyx wird von der Abteilung Elektronische Kriegführung (EKF), einer Abteilung der Untergruppe Führungsunterstützung des Generalstabs betrieben. Das System
erfasst durch Satelliten übertragene Kommunikation mittels der elektromagnetischen Verbindungen zwischen – sich allgemein in geostatischem Umlauf befindlichen – Satelliten und den Bodenstationen.< Es bestehen verschiedene Typen von Kommunikationssatelliten (Intelsat, Inmarsat, Eutelsat, PanAmSat, Arabsat, Gorizont usw.), die ihren Kunden verschiedene Dienstleistungsarten anbieten. Das Intelsat-Netz beispielsweise bietet Dienstleistungen im Bereich der Kommunikation zwischen terrestrischen Fixnetzen an («Fixed Satellite Services»). Es verfügt gegenwärtig über 24 Satelliten, die den amerikanischen Kontinent, Afrika, Europa, Asien und den Pazifik abdecken. Das Inmarsat-System, das dieselben Sektoren wie Intelsat abdeckt, bietet Satellitendienstleistungen zwischen einem terrestrischen Telefonnetz und mobilen Kommunikationsteilnehmern wie z.B. Flugzeuge, Schiffe oder Offshoreplattformen an («Mobile Satellite Services»). Die Kommunikationserfassung von Onyx erfolgt mittels Parabolantennen mit einem Durchmesser von 4–18 Metern. Sämtliche Antennen des Systems Onyx befinden sich auf schweizerischem Hoheitsgebiet. Sie empfangen die von den Kommunikationssatelliten zur Erde gesendeten Wellenbündel («Downlinks»). Im Allgemeinen sind die zur Erde gesendeten Wellenbündel nicht auf eine genau begrenzte geographische Zone fokussiert, sondern über mehrere Länder verteilt («Footprint»). Wenn das Signal nicht konzentriert wird, kann dieser Bereich bis zu 50 % der Erdoberfläche ausmachen. In Europa beispielsweise erstrecken sich die Footprints von Intelsat und Inmarsat im Allgemeinen über ganz Europa hinweg. Demnach genügt zum Erfassen der Satellitenkommunikationen von ganz Europa eine einzige Empfangsstation. Allgemein gilt die Regel, dass pro Satellit, der erfasst werden soll, eine Antenne notwendig ist. Die Erfassung erstreckt sich lediglich auf internationale zivile und militärische Kommunikationen. Die Erfassung und Auswertung in der Schweiz stattfindender Kommunikationen ist untersagt. Das System Onyx funktioniert rund um die Uhr an 365 Tagen pro Jahr. In den Schweizer Ortschaften Leuk und Heimenschwand stehen Parabolantennen, welche den Satellitenfunkverkehr abhören und auffangen. Die abgefangenen Unmengen an Daten Funkemissionen, E- Mails, Telefongesprächen, Faxübertragungen, werden automatisch meist anhand gezielter Schlüsselwörter auf relevante Daten für ihren Auftraggeber hin gefiltert. Weitere Filterkriterien werden mit Grossrechnern aufgrund Künstlicher Intelligenz, optischer Texterkennung oder Stimmprüfung erzielt. Die Resultate werden dann an die Zentrale in Zimmerwald weitergeleitet. Rund 40 Mitarbeiter verfassen dort aus den gewonnenen Erkenntnissen geheime Berichte, die an das Departement für Verteidigung in Bern weitergeleitet werden. Das System soll primär der Bekämpfung von Terrorismus dienen.

Dem Beispiel mehrerer Staaten folgend beschloss der Bundesrat im Jahre 1997, ein Projekt zur Aufklärung von Satellitenkommunikationen voranzutreiben. Dieses
System trägt den Namen Onyx (ehemals SATOS-3) und ermöglicht den Empfang internationaler ziviler und militärischer Kommunikationen, die über Satelliten abgewickelt werden. Es liefert den obersten Bundesbehörden wichtige Informationen zur Beurteilung und Entscheidungsfindung im Bereich der Sicherheitspolitik. Mit anderen Worten befasst sich die COMINT mit der Abhörung, Auswertung und Übermittlung von Funkausstrahlungen, die in Graphiken oder in die menschliche Sprache übersetzt werden können (z.B. Morse oder Funksprüche). ELINT konzentriert seine Aufklärungstätigkeit auf elektronische Signale von Radaren oder anderen Waffensystemen, die nicht der Kommunikation dienen, sondern technischer Natur sind, sowie auf die Analyse ihrer technischen Parameter (Frequenz, Modulation, Polarisation usw.) Das Onyx-System ist eine Informationsquelle des Typs COMINT.

Sauerstofffabrik

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Schaltstelle

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Scharte/Schiessscharte

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Schiesselementerechner (SER)

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Schiesskarte

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Schindler-Bunker (klein/gross)

Die Bunker System Schindler gleichen einem Eisberg: An der Oberfläche ist nur die Spitze mit dem Eingang sichtbar, der Rest ist unter der Oberfläche. Meist wurden diese als Schutz für Angehörige der Eidgenössischen Rüstungsbetriebe verwendet, vereinzelt aber auch als Waffenstellung.

Schlüsselkasten

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Schutzbauten

Anlagen ohne Waffen, welche Schutz vor Waffenwirkung gewährleisten. Es sind dies Gebirgsunterkünfte sowie Unterstände aller Art (z.B. ASU).

Schutzbauten der Rettungstruppen

In den Jahren 1974 bis 1999 erstellte der Bund für die damaligen Luftschutztruppen (heute Rettungstruppen) unterirdische Schutzbauten, welche grösstenteils den Gemeinden und Kantonen in Eigentum übergeben wurden. Mit der Armee XXI, in welcher der Bevölkerungsschutz noch zusätzlich an Bedeutung gewinnt, sind gerade diese Anlagen von grosser Wichtigkeit, wurden sie doch mehrheitlich am Rande grösserer Agglomerationen gebaut.

Schützengraben

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Schutzfrist

Das Bundesgesetz über die Archivierung (BGA) sowie das Öffentlichkeitsgesetz regeln den Zugang zu den Unterlagen des Bundesarchivs. Unter anderem legt das BGA Schutzfristen für Unterlagen fest. Bis zu deren Ablauf ist eine Konsultation der Unterlagen nur mit einer Bewilligung möglich. Danach sind sie frei und unentgeltlich zugänglich.

Schutzfrist gemäss BGA Art. 9
Art. 9 des BGA legt eine Schutzfrist von 30 Jahren für Unterlagen fest. Für die Berechnung der Laufzeit der Schutzfrist ist das Abschlussjahr eines Dossiers massgebend, d. h. das Datum des jüngsten Dokuments. Unterlagen, die bereits vor ihrer Ablieferung an das Bundesarchiv öffentlich zugänglich waren, bleiben auch weiterhin öffentlich zugänglich.

Schutzfrist gemäss BGA Art. 11
Unterlagen, die nach Personennamen erschlossen sind und besonders schützenswerte Personendaten oder Persönlichkeitsprofile gemäss Datenschutzgesetz enthalten, unterliegen einer verlängerten Schutzfrist von 50 Jahren. Die Verlängerung der Schutzfrist von 30 auf 50 Jahre wird hinfällig, wenn die betroffene Person schriftlich einer Einsichtnahme zugestimmt hat – oder wenn die betroffene Person seit mehr als drei Jahren verstorben ist. Vorbehalten bleiben BGA Art. 12.1 und 12.2.

Schutzfrist gemäss BGA Art. 12.1
Für bestimmte Kategorien von Unterlagen kann der Bundesrat die Schutzfrist verlängern, wenn ein überwiegendes schutzwürdiges öffentliches oder privates Interesse gegen eine Einsichtnahme spricht. Die entsprechenden Unterlagen sind im jährlich publizierten Anhang 3 der Verordnung zum BGA (VBGA, SR 152.11) aufgelistet.

Schutzfrist gemäss BGA Art. 12.2
Besteht im Einzelfall (in der Regel bei einem einzelnen Dossier) ein überwiegendes schutzwürdiges öffentliches oder privates Interesse, kann die abliefernde Stelle oder das Bundesarchiv die Schutzfrist verlängern.

Schutzzone

Der Chef der Armee teilt die Anlagen in eine oder mehrere Schutzzonen ein.

Die verwaltenden Stellen beantragen dem CdA die festzulegenden Schutzzonen pro Objektgruppe. Innerhalb dieser Schutzzonen scheiden die verwaltenden Stellen spezielle Bereiche aus, um den Zutritt auf jene Personen zu beschränken, die darin eine Funktion unbedingt erfüllen müssen. Die IOS/Stab CdA beurteilt die Anträge der verwaltenden

Stellen betreffend Einteilung der Anlagen und Anlagenteile in Schutzzonen gemäss „Verordnung über den Schutz militärischer Anlagen“.

Schutzzone 1: Anlagen, Anlagenteile und Areale, die in der Regel von aussen her wahrnehmbar und teilweise frei zugänglich sind. Die verwaltende Stelle kann folgende Massnahmen anfordern:

1. Umzäunung / Gebäudehärtung
2. Überwachung
3. Schutz vor Sabotage

Schutzzone 2: Anlagen und Anlagenteile, die in der Regel von aussen her nicht wahrnehmbar sind, von Unbefugten nicht betreten werden können und deren Zerstörung oder Beschädigung den Betrieb und/oder den Zweck der Anlage selbst oder andere Anlagen bzw. Teile davon oder die Auftragserfüllung von Teilen der Armee gefährdet. Die verwaltende Stelle hat folgende Massnahmen anzuordnen:
1. spezielle Bezeichnung von Anlagen und Anlagenteilen mit Zugang über Zutrittskontrolle und Kontrollführung über alle Zutritte.
2. Zutritt nur nach Identifizierung und mit Zutrittsbewilligung.
3. Schutz vor Sabotage
4. Überwachung oder Bewachung als Regelfall

Schutzzone 3: Anlagen und Anlagenteile, die von Aussen her nicht wahrnehmbar sind und deren Zerstörung oder Beschädigung die Auftragserfüllung des Bundesrates, der Armee oder wesentlicher Teile davon nachhaltig gefährdet. Die verwaltende Stelle hat folgende Massnahmen anzuordnen:
1. spezielle Bezeichnung von Anlagen oder Anlagenteilen in der Schutzzone
2. mit zusätzlichen Schutzmassnahmen;
3. Kontrollführung über alle Zutritte;
4. besonderer Sabotageschutz;
5. Bewachung oder Überwachung.

Seilbahn

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Sicherung

Truppen oder Einrichtungen vor überraschenden Ereignissen schützen

SIGINT

Informationsbeschaffung durch elektronische Mittel (Signals Intelligence, SIGINT). Diese Technik ermöglicht die Informationsbeschaffung aus der Abhörung von Übermittlungssystemen oder der Erfassung anderer elektromagnetischer Sendungen.

Schutz von Waffen und Munition vor Diebstahl SMUD

Die Armee begründete 1974 das SMUD-Projekt (Schutz der Munition gegen Diebstähle). Die Diebstähle nahmen, nach einer Verschärfung des SMUD-Auftrags, ab 1979 ab.

Solitär

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Sperre

Mit Sprengobjekt werden vorbereitete Zerstörungen in Strassen, Bahntrasses oder auf Flugplätzen bezeichnet. Dieses Waffensystem begann mit einfachen Minenkammern und wurde mit dem Permanenten Sprengdispositiv PDS75 zur Perfektion weiterentwickelt. Seit 20xx ist kein Sprengstoff mehr fest verbaut. Weitere und sehr detaillierte Infos dazu sind im Buch „Wunderwaffen der Schweizer Armee“ nachzulesen.

Sperrstelle

Als Sperrstelle wird ein geographischer Raum umschrieben, in dem militärische Objekte (permanente Barrikaden aller Art, Geländepanzerhindernisse, Sprengobjekte, Schutzbauten, Festungsminenwerferbunker, Panzerabwehrbunker usw.) einen feindlichen Vormarsch verzögern sollen. Die Schweizer Armee bezeichnete die Sperrstellen mit Nummern.

Spezialdienst UNA

Vorläuferorganisation der P-26

Spionage

Unter Spionage (lateinisch spicari; italienisch spiare, spieia; althochdeutsch spheon in der Bedeutung von ‚ausspähen’, ‚erspähen’) wird ursprünglich das Beschaffen und Erlangen unbekannter Informationen oder geschützten Wissens verstanden.

Spionageauswertungssystem Achat Achat

Die Schweizer Armee investiert in den nächsten Jahren offenbar mehrere Millionen Franken in ein neues Spionageauswertungssystem in Zimmerwald im Kanton Bern. Das Projekt heisst «Achat» und soll das bereits bestehende Aufklärungssystem «Onyx» in Leuk (VS) ergänzen. Mit «Achat» sollen Daten aus der Funkaufklärung aufbereitet und ausgewertet werden, schreibt der «Sonntagsblick» und beziffert die Kosten mit 90 Millionen Franken. Gemäss einem Armeesprecher ist das System teilweise bereits in Betrieb. Die Höhe der Kosten hat er nicht bestätigt

Spital

Hospital bzw. Spital (seit dem 4. Jahrhundert von lateinisch hospitalis‚ gastfreundlich, ‚zum Gastwirt gehörend‘, dies abgeleitet von hospes, ‚Gastfreund, Gastwirt; Gast‘) ist eine Bezeichnung für Pflegeheime und Altenheime.

Sprengobjekt

Über viele Jahre hinweg bildeten Sperrstellen und damit auch permanente Sprengobjekte einen wichtigen Bestandteil der Schweizer Verteidigungsdoktrin. Bis Ende 2014 wurde der Sprengstoff ausgebaut.

Sperrstellen haben den Zweck, gegnerische Bewegungen am Boden zu verzögern. Durch die Sprengung von geeigneten Objekten entstehen Zerstörungen, zu deren Behebung auch ein gut ausgerüsteter Gegner je nach Lage des Sprengobjektes Tage, Wochen oder Monate benötigen würde, um den Verkehrsweg auch nur provisorisch wiederherzustellen – ein hoher Preis, verglichen mit dem Aufwand des Verteidigers.

Das nun ausgelaufene Sprengobjekt-Konzept der Schweizer Armee basiert auf dem «Permanenten Spreng- Dispositiv 75» (PSD 75), das ab Ende der 1970er Jahre realisiert wurde. Sprengobjekte waren Brücken, Tunnel, Galerien, Stützmauern, Strassenkörper und Flugpisten. Viele davon waren aber nur baulich vorbereitet und nicht permanent mit Sprengstoff geladen. Zahlreiche Sprengobjekte wurden bereits seit 1991 nicht nur wegen der veränderten Bedrohungslage und zwecks Vermeidung von Unterhaltskosten aufgehoben, sondern auch weil heute mit fallweise und rasch anzubringenden mobilen Mitteln eine vergleichbare Wirkung erzielt werden kann.

Befugnis bei höheren Kommandostellen
Die Wahl des richtigen Zeitpunktes der Sprengung wäre dabei ein schwieriger Entscheid gewesen. Gesprengte Objekte reduzieren nicht nur die gegnerische, sondern natürlich auch die Beweglichkeit und damit die Handlungsfähigkeit des Verteidigers. Bei Objekten, deren Zerstörung besonders gravierende Folgen für eigene Interessen gehabt hätte (z.B. Brücken mit wichtigen Leitungen oder Eisenbahntunnels), lag deshalb die Sprengbefugnis bei höheren Kommandostellen. Nicht übersehen werden darf auch, dass bei Sprengobjekten in überbautem Gebiet vor der Zündung Evakuationen grösseren Umfangs geplant waren.

Bei allen permanent geladenen Sprengobjekten wurde bis Ende 2014 der Sprengstoff ausgebaut. Die relativ lange Zeitdauer für den Ausbau war nicht zuletzt abhängig von den zur Verfügung stehenden Spezialisten. Zudem wurden die Arbeiten unter grossen Sicherheitsmassnahmen durchgeführt, was zur Folge hatte, dass pro Jahr nur eine begrenzte Zahl an Sprengobjekten entladen werden konnten.

Geländeverstärkungen über Jahrhunderte entwickelt
Das Gelände respektive permanente Geländeverstärkungen spielten schon im schweizerischen Wehrwesen des Mittelalters eine grosse Rolle. Sperren und Hindernisse waren in den verschiedenen Schlachten der Schweizer Geschichte wesentliche Voraussetzungen für den Kampf. Auch 500 Jahre später hätte unsere Armee das Land ohne umfangreiche Geländeverstärkungen respektive Sprengobjekte nicht erfolgreich verteidigen können. Das gilt für den Ersten Weltkrieg ebenso wie für den Zweiten Weltkrieg und die Zeit des Kalten Krieges zwischen 1950 und 1990.

Nach der Machtergreifung durch Adolf Hitler und die Nationalsozialisten Ende Januar 1933 änderte sich die Bedrohungslage – sechs Jahre später brach der Zweite Weltkrieg aus. Aus Schweizer Sicht ging es auch darum zu verhindern, dass der Gegner die wichtigsten Alpenübergänge hätte nutzen können. Die permanenten Geländeverstärkungen und Sprengobjekte wurden ab 1939 energisch vorangetrieben. Ende Oktober 1940 waren über 1000 fertige Sprengobjekte und weitere 2000 Projekte vorhanden. Am Schluss des Zweiten Weltkrieges zählte man in der Schweiz mehrere hundert Sprengobjekte, die auch am Ende des Kalten Krieges immer noch über sämtliche Landesteile verteilt waren.

Stachelschwein

«Die Schweiz, das kleine Stachelschwein, das nehmen wir im Rückweg ein!» Das Bild der wehrhaften Schweiz als stacheliger Igel, das kommt nicht von ungefähr. Vom zweiten Weltkrieg bis zum Ende des Kalten Krieges säumten zahllose Bunker und Festungen die strategisch wichtigen Alpentransversalen.

Standseilbahn

Eine Standseilbahn ist ein zu den Seilbahnen gehörendes schienengebundenes Verkehrsmittel, dessen Fahrbetriebsmittel auf Schienen oder anderen festen Führungen fahren und durch ein oder mehrere Seile bewegt werden.

Stellungsbau

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Stilllegung

Stillegung ist eine endgültige (irreversible) Beendigung der Funktionserfüllung; Stillegung meint auch die Einordnung in ein Segment. Sie erfolgt bei Immobilien im Dispositionsbestand welche nicht einer zivilen Nutzung zugeführt werden können. Diese Immobilien sollen in einen Zustand überführt werden, in dem sie möglichst tiefe wiederkehrende Kosten verursachen. Sie werden ausgeräumt, fallweise rückgebaut und verschlossen. Für stillgelegte Objekte bleibt das VBS haftbar.

Strassenbarrikade

Verschiedene Modelle und Generationen von Strassenbarrikaden sind in der Schweiz entwickelt worden. Von eingesteckten Bahnschienen und Eisenträgern bis zu den Stahlspinnen reicht die Palette.

Strassensperre

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Stützpunkt

In sich geschlossene, zur Kampfführung nach allen Richtungen bestimmte Verteidigungsstellung, die in der Regel durch eine Kompanie – mindestens jedoch durch Züge – besetzt ist.

Taflir

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Tankanlage

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Tankhindernis

Siehe Geländepanzerhindernis (GPH)

Tankgraben

Siehe Geländepanzerhindernis (GPH)

Tannenbaum

Angriffsplan, text

Telefon

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Tarnung

Die Schweiz hat die Tarnung von Bunkern zu absoluter Spitzenklasse entwickelt. Künstliche Felswände und falsche Scheunen sind überall zu finden, wenn man das Auge dafür hat. Es gab HD-Tarndetachemente.

Teilmobilmachung

siehe Mobilmachung

Telefonzentrale

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Territorialzone

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Toblerone

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Totenkammer

Raum in einem Werk, welches der Aufbewahrung der Toten dient, bis die Lage es erlaubt, diese zu bestatten. In neueren Anlagen wurde der Notausgang (!) zu diesem Zweck bestimmt.

Trichtersprengladung

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Truppenschutzunterstand

Der Truppenschutzuntertand TSR30 ist der Nachfolger des Atomsicheren Unterstandes (ASU).

Überbelegung

Berechnung der Kapazität der Anlage im Ausnahmefall. Dabei musste insbesondere auf die Belüftung Rücksicht genommen.

Überdeckung

Erdreich, welches zwischen der obersten Betonplatte und dem natürlichen Humus auf der Anlage liegt

Überdruck

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Übermittlung

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Übermittlungs-ASU

Atomschutz-Unterstand mit zusätzlichen Ausbauten zur Kommunikation mit anderen Stellen. Meist enthält ein Funk ASU die Sendeeinheit mit den dazugehörenden aussenliegenden Antennen. Die Absetzung dient der Verschleierung des Standortes des KP bei elektronischer Aufklärung.

Übermittlungszentrale

Zentrum der erweiterten Kommunikation zwischen Anlagen: Sammelpunkt aller Übermittlungsgeräte einer Anlage wie Telefax, Telex und Telefon.

Unterflur-Tankanlage (UTA)

Als dezentrale Nachschubdepots wurden auch etliche Tankanlagen erstellt. Diese befinden sich meist in Nähe von Bahnanschlüssen.

Unterirdische Tankanlage

Als dezentrale Nachschubdepots wurden auch etliche Tankanlagen im Berg erstellt. Diese befinden sich meist in Nähe von Bahnanschlüssen. Etliche sind auch heute noch für militärische Zwecke in Betrieb, obwohl die Pflichtlagerhaltung für zivile Zwecke nicht mehr Militärssache ist. Ein besonderer Fall befindet sich in Schachen (LU), wo die eidg. Alkoholverwaltung ein unterirdisches Ethanol- Lager betreibt.

Unterkunft

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Unterstand

Neben dem Feldunterstand FU88 und den verschiedenen ASU-Typen gab es noch den Kugelbunker U4 (4 Mann), sowie die VOBAG-Modelle U12 Halbzugunterstand, ca. ab 1950, auch als KP benutzt) und den U22.

VBS

Aktuelle Bezeichnung des Departementes für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport. Böse Zungen behaupten, dass der Bereich “Sport” einzig in diesem Departement angesiedelt sei, damit ein ehemaliger Bundesrat (Ogi) dieses übernahm. Heute in der Praxis aufgrund unterschiedlicher Sicherheitsauffassungen kaum umsetzbar.

Ventilation

Dient der Frischluftversorgung der Anlage

Verschleierung

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Verschluss

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Verschlüsselung

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Versorgung

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Verteidigung

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Verteidigungsanlage

Allgemeine Bezeichnung einer militärischen Anlage

Verteidigungsdepartement VBS

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Vertraulich

text -> siehe Geheimhaltung

Videoüberwachung

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VOBAG

Die Firma VOBAG fertigte für die Schweizer Armee Standart-Unterstände in Betonbauweise. Bekannt sind die Typen U-12 und U22.

VULPUS

Wachtturm

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Waffenkammer

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Waffenstellung

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Wärmebildzielgerät

Text (Centi-Bkr)

Wasseralarm

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Wasserfassung

Einrichtung zu Fassung von Regenwasser zur Versorgung einer Anlage

Wasserversorgung

Der Wasserversorgung ist beim Bau eines Bunkers immer eine besondere Aufmerksamkeit zu stellen. Anlagen werden wenn möglich an die zivile Wasserver- und Entsorgung angeschlossen. Nicht überall ist dies aber möglich. Deshalb werden in Anlagen oft grosse Reservoir integriert, welche die Bunkerbesatzung etliche Tage autark überleben lassen sollen.

Zur aktiven Kontrolle der Wasserqualität wurden in der Alarmzentale (Zentrum der Werksicherheit) oft nicht nur im Kriegsfall Forellen zur Qualitätskontrolle in einem Aquarium gehalten. Falls in der Zuleitung eine Wasseruhr eingebaut war, kam man recht schnell von dieser Idee zu Friedenszeiten ab.

Nicht selten wurden Bunker als zivile Wasserversorgung getarnt. Deshalb sind zivile Wasserversorgungen der natürliche Feind eines jeden Bunkerjägers.

Wehranlage

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Werk

Veraltete Bezeichnung einer militärischen Anlage.

Werk-Chef

Chef eines Werkes: Ohne Belegung vom Unterhalt, bei Belegung der höchste Grad der zugeteilten Truppe.

Werkschutz

Als Werkschutz wird ein interner Dienstleister (Sicherheitsdienst) für ein einzelnes Unternehmen bezeichnet. Der Generalauftrag des Werkschutzes ist es, durch Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung Gefahren und Schäden vom Betrieb und seinen Mitarbeitern abzuwenden.

Wintereingang

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zeljava-lybi.com

Kroatische Webseite, welche im Jahr 2009 zu viele schweizerische Bunkergeheimnisse bekannt machte und deshalb Post von der IOS bekam.

Ganze 106 Seiten mit Fotos und Koordinaten von geheimen Schweizer Militäranlagen hatten die Betreiber von www.zeljava-lybi.com online gestellt, wie «Le Matin» damals berichtete: Funkanlagen, Helikopterlandeplätze, Bunkereingänge. Sogar Aufnahmen aus dem Inneren von geheimen Anlagen waren zu sehen – diese stammen wohl von Schweizer Soldaten, die verbotenerweise Fotos geschossen haben.

Damit war bald Schluss: Die kroatischen Betreiber der Website haben die Bilder entfernt. «Wir wollten auf keine Weise militärische Geheimnisse veröffentlichen. Alle Bilder haben wir öffentlich zugänglichen Seiten entnommen», schreiben die Betreiber in einer Bekanntmachung auf der Homepage. Ihre Seite sei in erster Linie der «ehemals grössten unterirdischen Flugbasis Željava» gewidmet. Im Jugoslawienkrieg sei diese zerstört worden. Sie wollten lediglich an den Krieg erinnern und seien keine Terroristen.

Damit war die Sache jedoch nicht erledigt – zumindest nicht für die Schweizer Soldaten, die Fotos geschossen oder hochgeladen haben: Die Informations- und Objektsicherheit des VBS (IOS) hat Ermittlungen aufgenommen. «Die Abklärungen laufen seit einigen Wochen und sind noch nicht abgeschlossen», sagt VBS- Sprecher Sebastian Hueber im «Blick».

Die IOS-Experten stellten fest, dass sich unter den Bildern Aufnahmen von klassifiziertem Inhalt befinden. Gegen die Betreiber der Website kann das VBS allerdings nicht vorgehen: Das IOS kann nur im Inland wirken. «Gewisse Personen, welche Bilder ins Internet geladen haben, konnten aber ermittelt werden», so Hueber. Darum hat das IOS verfügt, dass als Sofortmassnahme Plakate in den Geheimbunkern aufgehängt werden, die die Soldaten an das Aufnahmeverbot erinnern. (cha)
Erstellt: 07.09.2009, 15:12 Uhr

Zensur

«In militärischen Fragen freilich herrschte eine unerbittliche Zensur, und das war auch nötig. Das Photographieren in Festungs- und Grenzgebieten war nur mit ausdrücklicher Genehmigung der zuständigen Militärbehörden gestattet, die Aufnahmen selbst aber wurden für eine Publikation grundsätzlich nicht freigegeben. Wer sich, Photograph oder Redaktor, fahrlässig oder leichtfertig über diese Weisungen hinwegsetzte, hatte schwere Strafen zu gewärtigen, und wer einmal in die Apparatur der Militärjustiz hineingeraten war, dem war in der Regel nicht mehr zu helfen.»

Gewiss – die Grenzen, die das Pressenotrecht der Freizügigkeit des schweizerischen Journalismus setzte, waren vielfach etwas verwischt; mancher Entscheid, der in der Abteilung Presse und Funkspruch als letzter «Zensur»- Instanz gefällt wurde, blieb unverständlich, und die Elastizität, mit der während sechs Kriegsjahren je nach der militärpsychologischen Lage, je nach Gefährdung und Bedrohung unserer eigenen Sicherheit, die einzelnen Artikel des Notrechts interpretiert wurden, wirkte bisweilen etwas opportunistisch. Wo es aber um die fundamentalen, verfassungsmässig verankerten Rechte der Pressefreiheit ging, wo ehrlich um Wahrheit und Gesinnung gekämpft wurde, da blieb dieser Kampf zwischen Presse und Kontrollbehörde – so hart er auch oft geführt wurde – sauber und fair.

Zeus-Karte

Aufgrund des Berichts des Bundesrates zur Konzeption der militärischen Landesverteidigung vom 6. Juni 1966 begann die Schweizer Armeeführung erstmals mittels einer rollenden operativen Planung grundlegende Einsatzpläne der Armee im Voraus zu erstellen. Ausgehend vom weitgehend fixen Mobilmachungsdispositiv wurde per 1992 als Kampfdispositiv das Grunddispositiv «Zeus» entwickelt, das rasch aus dem Mobilmachungsdispositiv bezogen werden konnte. Der Vorteil von «Zeus» war, dass die Miliztruppe Land, Leute und Kampfinfrastruktur kannte und den Abwehrkampf in diesen Räumen regelmässig in den Wiederholungskursen dynamisch übte.

Zentrallager

Die P-26 hatte verschiedene Zentrallager in allen Landesteilen.

Zivilschutz/Bevölkerungsschutz

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Zivilschutz-Sirene

Die Sirenen zur Alarmierung der Bevölkerung : Rund 7200 Sirenen in der Schweiz
In der Schweiz werden derzeit ca. 5000 stationäre Sirenen für die Alarmierung der Bevölkerung bei Allgemeinem Alarm (AA) betrieben. Dank der Einführung von neuen „Kombi-Sirenen“ in den letzten Jahren werden gegen 600 davon auch gleichzeitig für die Alarmierung bei Wasseralarm (WA) eingesetzt. Neben diesen stationären Sirenen sind rund 2200 mobile Sirenen im Einsatz. Die mobilen Sirenen kommen insbesondere in dünn besiedelten Gebieten oder beim Ausfall stationärer Sirenen zum Einsatz.Es gibt eine ganze Reihe von zugelassenen Sirenentypen. Früher waren die Sirenen mechanisch oder mit Pressluft betrieben, heute funktionieren sie elektronisch. Vorgabe ist, dass nach drei Tagen Netz-Unterbruch eine gespeicherte Energie für mindestens vier Signale des Allgemeinen Alarms (inkl. Wiederholung) zur Verfügung stehen muss; beim Wasseralarm wird eine gespeicherte Energie für mindestens zwei Alarme gefordert.

Die stationären Sirenen können heute über eine Fernsteuerung (Polyalert) zentral, in der Regel von der Kantonspolizei, ausgelöst werden. Daneben bleibt die Möglichkeit, die Sirenen an Ort und Stelle auszulösen. Aufgrund der föderalistischen Struktur der Schweiz ist nicht vorgesehen, dass alle Sirenen der Schweiz mit einem einzigen Knopfdruck ausgelöst werden können. Ein entsprechendes Ereignis ist auch schwer vorstellbar. Bei grossflächigen Ereignissen können die Kantone durch die Nationale Alarmzentrale NAZ sehr schnell (vernetzt) informiert werden.

Neben den allgemeinen Alarmen ist die Anzeige von Stauwehrbrüchen in bestimmten Gebieten notwendig

Zivilverteidigung

Die Zivilverteidigung oder Zivile Verteidigung umfasst den nichtmilitärischen Teil der Verteidigung.
Die Anfänge der Zivilverteidigung in der Schweiz gehen in die 1920er Jahre zurück. Die russische Revolution und der aufkommende Faschismus in Italien sowie die Verbreitung totalitärer Ideologien mittels Radio und Film, brachte die neue Erkenntnis, dass der demokratische Rechtsstaat bereits in Friedenszeiten verteidigt werden musste.

Von den 1930er bis in die 1960er Jahre wurde mit der Geistigen Landesverteidigung einerseits als schweizerisch anerkannte Grundwerte gestärkt und andererseits faschistische, nationalsozialistische und kommunistische Totalitarismen abgewehrt. Die Schweizerische Landesausstellung von 1939 in Zürich förderte den Zusammenhalt und Widerstandswillen des Schweizer Volkes als Landigeist. Ab 1939 war es vor allem die Aufgabe der neuen Armeesektion Heer und Haus der staatlichen Kulturpropaganda aus Deutschland und Italien entgegenzutreten und die Bevölkerung in ihrem Abwehrwillen zu unterstützen. 1969 führte die Verbreitung des Zivilverteidigungsbuches wegen des Bedrohungsszenarios des revolutionären Krieges zu einem Sturm der Entrüstung, die das Ende der Geistigen Landesverteidigung von offizieller Seite bedeutete.

1973 wurde die Zivilverteidigung in das Konzept der Gesamtverteidigung (Bericht 73 zur Sicherheitspolitik der Schweiz) mit dem integralen Zielsetzung (Kommission Schmid) Wahrung des Friedens in Unabhängigkeit integriert[2]. Der Bericht setzte auf die konventionelle Strategie und ließ die Option der schweizerischen Atombewaffnung endgültig fallen. Die neueren Entwicklungen haben sich von der klassischen Zivilverteidigung im Falle eines bewaffneten Konflikts zum Zivilschutz bei der Bewältigung von Katastrophen und Notlagen verschoben.

Zivilverteidigungsbuch

Das Zivilverteidigungsbuch war ein vom Schweizer Bundesrat im Rahmen der Geistigen Landesverteidigung herausgegebener Ratgeber über den zivilen Schutz des Landes, um die Widerstandskraft des Volkes zu stärken und die Unabhängigkeit der Schweiz zu sichern. Das Buch wurde im September 1969 vom Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement im Auftrag des Bundesrates gratis an alle Haushaltungen der Schweiz abgegeben.

Das Zivilverteidigungsbuch wurde Anfang der sechziger Jahre als Aufklärungsbeitrag der Bundesbehörden gegen die Gefahren der Atomwaffe geplant, entwickelte sich dann aber zu einem umfassenden Ratgeber über die zivile Landesverteidigung. Sein Zweck – gemäss Begleitbrief – war, der Bevölkerung aufzuzeigen, was für Vorkehrungen der Private, die Familie, zu ihrem Schutz und als Beitrag zur Zivilverteidigung treffen können und rechtzeitig ins Auge fassen sollten, damit wir, wenn doch einmal ein Notfall eintreten sollte, bereit und gerüstet sind und wissen, wie wir uns verhalten sollen. Das Buch sollte zusammen mit dem allen Wehrmännern abgegebenen Soldatenbuch helfen, die Unabhängigkeit der Schweiz zu sichern.

Das Geleitwort schrieb der damalige Vorsteher des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartementes, Ludwig von Moos. Das Buch ist in die chronologischen Hauptkapitel Friede, Kriegsgefahr, Krieg, Die zweite Form des Krieges, Widerstand unterteilt. Ihnen schliessen sich Merkblätter an.

Das Kapitel Friede geht vom schweizerischen Leitbild verteidigungswürdiger Werte wie der Freiheit in der Gemeinschaft, dem friedlichen Staat, der Gewissensfreiheit aus. Breiter Raum wird der Vorsorge für den Kriegsfall gewidmet: Verteidigungsbereitschaft, Vorratshaltung, Organisation des Zivilschutzes, Warndienst, Schutzmassnahmen gegen Atom-, biologische und chemische Waffen, Obdachlosenhilfe, Brandbekämpfung, Sanitätsdienst und Geistige Landesverteidigung.

Die Massnahmen bei Kriegsgefahr werden detailliert beschrieben: Treibstoff- und Lebensmittelkontingentierung, kombinierte Zivilschutzübungen, Wehrbereitschaft, Teil- und Kriegsmobilmachung, Lebensmittelsperre, Requisitonswesen, Sabotage und Spionage, Todesstrafe, Rationierung, Strahlenschutz, Internierte und Flüchtlinge usw.

Im Kapitel Krieg wird auf Bombardierungen, Armee- und Zivilschutzeinsätze, Irreführende Meldungen und den Ortskampf eingegangen. Als die zweite Form des Krieges werden getarnte Kriegsmassnahmen des Gegners mit dem Ziel einer inneren Umwälzung oder eines revolutionären Krieges bezeichnet: Verräterische Parteien, Defaitismus und Pazifismus, Sympathie- und Einschüchterungspropaganda, Wirtschaftskrieg, Revolutionärer Kampfapparat, Ablauf eines revolutionären Krieges, Zermürbung und Subversion, Desorganisation des politischen Lebens, Terror, aussenpolitischer Druck, Staatsstreich.

Das Kapitel Widerstand zeichnet ein Konzept des zivilen Widerstandes nach einer militärischen Niederlage auf: Widerstandsrecht, Besetzung, Passiver Widerstand, Völkerrecht, Repressalien, Propaganda und geistige Landesverteidigung, Befreiungskampf im Untergrund und Offener Befreiungskampf.

Zündvorrichtung

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Zutrittskontrolle (Zuko)

Insbesondere modernere Führungsanlagen haben eine Eingangskontrolle (Zutrittskontrolle), die auf elektronischen Systemen (Netzhaut, Fingerabdruck, Code) beruht.

Bei Artilleriewerken wurden im Eingangsbereich Ausweise an einer Pinwand aufgehängt, die jeweils beim Verlassen oder Betreten der Anlage gewechselt werden mussten. So war theoretisch immer klar, wer sich in der Anlage befand, sollte sich ein Ereignis wie Feuer usw. ereignen.