Einige Erklärungen und Beschreibungen zu Begriffen aus dem Festungswesen, schweiz-typischen Besonderheiten und der Ausdrücken/Abkürzungen der Schweizer Armee findest Du hier – die Rubrik wird ausgebaut und ergänzt, wo machbar. Fernziel wäre eine Art Bunker-Wikipedia 😉

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ABC der Übermittlung

Buchstabiertabelle zur sicheren Übermittlung einzelner Wörter bei schlechter Sprachverbindung. Stark regionale Bedeutung.

ABC-Schutz

Schutz vor speziellen Gefahren wie atomaren, biologischen oder chemischen (Kampf-)Stoffen

Abkürzungen

Das Militär lebt von (oft unverständlichen, aber hilfreichen) Abkürzungen.

Abteilung Presse und Funkspruch (APF)

Die Zensurbehörde der Schweiz während des Zweiten Weltkrieges war die Abteilung Presse und Funkspruch (APF). Sektionen der Abteilung unterstanden dem Armeekommando, andere dem Bundesrat. Grundsätzlich hatte diese Abteilung die Information der Bevölkerung mit staatlichen Verlautbarungen sicherzustellen. Sie betrieb dazu mobile und unterirdische Druckereien, Radio- und TV-Studios sowie geschützte Sendeanlagen. Diese Abteilung ist ersatzlos aufgelöst worden.

AC-Schutzbereitschaft

Normalbetrieb, Schutzeinrichtung funktionstüchtig halten

AGFA-Nummer

Diese Bezeichnung/Nummerierung wurde irgendwann nach 1945 eingeführt, um die Objekte eindeutig zu kennzeichnen. AGFA bedeutet Abteilung für Genie und Festung, A= 1. EDV-Projekt. Bekannt sind:

  • A = Bunker
  • B = Baracke
  • C = Übermittlungskabel
  • F = Elementbau (ASU)
  • K = Kommando-/Führungsanlage
  • M = Minensperre
  • S = Steg
  • T = Hindernis
  • W = Wasserversorgung
  • Z = Seilbahn

Aktivdienst

Zeit zwischen Mobilmachung und der Entlassung. In dieser Zeit wird kein Wochenendurlaub und persönlicher Urlaub gewährt. Seit dem Zweiten Weltkrieg in der Schweiz nur während des jährlichen World Economic Forums (WEF) in Davos angewandt.

Alarmanlage

Alarmanlagen sind meist Einbruchmeldeanlagen (EMA), und sind technische, heute ausschließlich elektronisch betriebene Einrichtungen, die dem Objekt- und Personenschutz dienen. Eine Einbruchmeldeanlage soll

  • durch Abschreckung Einbrüche, Diebstähle und Überfälle verhindern,
  • im Notfall hilfeleistende Dienste (Polizei, Sicherheitsdienst etc.) benachrichtigen,
  • die Aktionszeit von Dieben, Bankräubern usw. minimieren,
  • die unmittelbare Umgebung sowie beteiligte, anwesende Personen alarmieren
  • helfen, einen Einbruch oder Überfall zu rekonstruieren.

ALVO-Behelf

Der ALVO-Behelf ist eine Vorgabe für die Liquidation von Kampf- und Führungsbauten. Er richtet sich an alle am Liquidationsprozess beteiligten Stellen und zeigt, in welchen Fällen und mit welchen Prioritäten Objekte ganz oder teilweise rückzubauen sind und was dabei zu beachten ist.

Anlagenmunition

Unter diesem Begriff wurde die einer Werkwaffe fest zugeteilte Munition für eine bestimmte Anzahl von Einsatz- und Kampftagen bezeichnet.

Anlagenschutzverordnung

Grundlagen der Geheimhaltung: Diese Verordnung regelt den Schutz militärischer Anlagen, insbesondere:

  • deren Bewachung und Überwachung
  • den Zutritt
  • das Aufnehmen und das Verbreiten von Informationen darüber
  • die Meldepflichten der Kantone und Gemeinden

Anlagenverzeichnis

Die Informations- und Objektsicherheit (IOS) führt ein Verzeichnis über alle klassifizierten Anlagen. Dies ist quasi der heilige Gral aller Bunkerjäger. Viele Bunkerfans versuchen, sich selber eine vergleichbare Liste dieses Dokumentes aufgrund der jeweiligen Funde in Archiven oder im Feld zu erstellen. Diese bleibt meist mindestens so geheim wie diejenige der IOS.

Armasuisse

Das Bundesamt für Rüstung (armasuisse) ist das Kompetenzzentrum des Bundes für die Beschaffung von technologisch komplexen Systemen und Materialien, sicherheitsrelevanten Technologien und das Qualitätsmanagement sowie die Immobilien VBS. Nachfolger der Gruppe für Rüstungsdienste (GRD) und Gruppe Rüstung (auch als Gruppe Reisen bezeichnet aufgrund der häufigen Auslandkontakte).

Armee 61

Armee 61 ist der umgangssprachliche Ausdruck für die mit der Truppenordnung 1961 (TO 61) begonnene Modernisierung. Sie machte die Schweizer Armee zu einer starken Milizarmee und zur grössten Armee der Schweizer Geschichte. Sie löste die Truppenordnung 1951 (TO 51) ab, welche noch auf den Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs beruhte, um auf die geänderte Bedrohungslage infolge des Kalten Krieges zu reagieren. Die Truppenordnung 61 blieb 30 Jahre in Kraft, wurde über 60 Mal revidiert und weiterentwickelt und am 1. Januar 1995 durch die Armee 95 abgelöst.

Armee 95

Armee 95 ist die Bezeichnung für die Organisation der Schweizer Armee vom 1. Januar 1995 bis zum 31. Dezember 2003. Die Armee 95 war Nachfolgerin der Armee 61 und Vorgängerin der Armee XXI (für 21. Jahrhundert).

Armee XXI

Armee XXI war ein grossangelegtes Reformprojekt, mit dem die Schweizer Armee der veränderten Sicherheitslage in Mitteleuropa im 21. Jahrhundert Rechnung getragen werden soll. Das zugrundeliegende Militärgesetz wurde am 18. Mai 2003 von Volk und Ständen in einer Volksabstimmung angenommen. Es sah insbesondere eine Verkleinerung der Mannschaftsstärke und vermehrte Kooperation mit ausländischen Partnern vor. Die vorherige Struktur Armee 95 wurde durch die Armee XXI abgelöst. Die Armee XXI sollte eine Anpassung der Schweizer Armee an die veränderte Bedrohungslage in Europa sein. Die Kosten wurden nicht im Umfang der Truppenreduktion gesenkt. Die durch die Truppenreduktion frei gewordenen Mittel sollten in neue Technologien investiert werden. Aktuell ist die WEA in Umsetzung, die Weiterentwicklung der Armee (bis 2022).

Armee-Normscheune

Umgangssprachliche Bezeichnung einer auffällig «unauffälligen Scheune» in einer modernen, nüchternen, militärischen Bauart – die Fassade in einem ganz bestimmten braunen Farbton gehalten.

Armeematerialverordung

Diese Verordnung regelt im Rahmen der Militärischen Gesamtplanung und für die Erreichung der Grundbereitschaft der Armee:

  • den Prozess zur materiellen Sicherstellung der Armee mit Armeematerial, die Zuständigkeiten dafür und die Aufsicht darüber;
  • den Schutz von Armeematerial.

Artillerie

Artillerie ist der militärische Sammelbegriff für grosskalibrige Geschütze und Raketen, sowie auch der Name der Truppengattung, die diese Waffen einsetzt. Ihre Angehörige werden als Artilleristen bezeichnet. Die Artillerie ist in vielen Streitkräften, insbesondere in der Teilstreitkraft Heer, eine eigene Waffengattung. Die Abgrenzung anhand der Waffenart – grosskalibrige Rohrwaffe – ist nach dem Aufkommen von Raketenartillerie nicht mehr eindeutig.

Artilleriebunker (Art Bkr)

Als Artilleriebunker wird normalerweise eine verbunkerte Waffenstellung mit einem einzelnen Artilleriegeschütz bezeichnet.

Artilleriewerk (Art Wk)

Ein Artilleriewerk umfasst mehrere Artilleriegeschütze inkl. der nötigen Infrastruktur wie Munitionsmagazin, Motoren/Generatoren und Mannschaftsunterkunft.

Atom-Schutz-Unterstand (ASU)

In Sperren wurden zum Schutz vor Waffen vorgefertigte Unterstände eingebaut. Diese Atom-Schutz-Unterstände (ASU) wurden in verschiedenen Grössen und Varianten gebaut und für verschiedene Zwecke genutzt. Sie erhielten dafür auch unterschiedliche Bezeichnungen. Mehr über ASU lesen…

Auspuff

Bezeichnung des Abluftrohres einer Dieselnotstromgruppe eines Objektes. Nicht selten lachen die Anwohner neben einer eigentlich geheimen Anlage, wenn die Notstromgruppe in Betrieb geht, und der Auspuff weithin sichtbare schwarze Wolken verbreitet.

Aussenverteidigung/-sicherung

Bewachung einer Anlage mit Infanterie. Zur Unterstützung dieser Aufgabe haben sie als Schutzbauten ASU und andere Anlagen als Unterkunft zur Verfügung. Siehe auch Nahverteidigung

Ausweis

Identifikationsmittel zum Betreten einer Anlage. In modernen Anlagen sind die Papierausweise durch Zugangsmöglichkeiten mit biometrischen Eigenschaften abgelöst worden.

Auswertezentrale (AWZ)

Bei den AWZ handelte es sich um geschützte Arbeitsplätze für jeweils 20-40 Mann des Flieger-Beobachtungs- und Meldedienstes (FlBMD), die Meldungen von zahlreichen Beobachtungsposten verarbeiteten und an das Luftwaffenkommando weiterleiteten. Es gab zwischen 12 und maximal 18 solcher AWZ zu Zeiten der Armee 61. Mit der Inbetriebnahme der Radarsystem Florida respektive Florako wurden diese überflüssig.

Autobahn-Flugplätze

Mehrere Strecken des Schweizer Autobahnnetzes wurden beim Bau so vorbereitet, dass sie kurzfristig und notfallmässig als Lande- und Startpiste der Luftwaffe benutzt werden konnten (LINK).


Baracke

Gebäude zur Materiallagerung oder Unterkunft der Truppen, meist in Holzbauweise.

Baubüro

Die Baubüros der verschiedenen Einheiten (zum Beispiel 3. Division im Raum Thunersee mit Standort Thun) planten und bauten im Aktivdienst verschiedene Bauten, teilweise unterstützt oder nach Normvorgaben des BBB.

1886 wurde das BBB gegründet. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde es geschlossen und erst 1935 erneut ins Leben gerufen. Das BBB war für den Bau von vielen militärischen Objekten zuständig. Mit der Truppenordnung 1951 ging das BBB in der Sektion für Festungsbau der neuen Abteilung für Genie und Festungswesen auf.

Das Büro für Befestigungsbauten, welches nach dem 1. Weltkrieg aufgehoben worden war, wurde 1935 wieder errichtet.

BBB-Schloss

Standard-Vorhängeschloss zum äussersten Verschluss einer militärischen Anlage. Die so abgeschlossene Öffnung dient oft nur zur Verhinderung von Sabotage (z.B. Verkleben des Schliesszylinders).

Befestigung

Eine Befestigung ist ein Bauwerk, das zum Schutz eines Ortes oder Landschaftsbestandteils gegen die Zerstörung durch Menschen, Tiere oder Naturgewalten errichtet wird. Im militärischen Bereich bezeichnet man sie auch als Fortifikation oder Wehranlage.

Beobachter

Ein Beobachter ist eine verbunkerte Stellung, aus der das Zielgebiet von mobilen oder verbunkerten Waffen beobachtet werden kann. Diese Stellungen können für sich allein stehen oder an Werke angegliedert sein. Beobachter gibt es sowohl für Infanterie als auch für Artillerie.

Bereitschaftsgrad

Technische Einsatzfähigkeit aller Waffen, Geräte und Installationen einer permanenten Befestigung (Vorstufe zur Kampfbereitschaft).

Definition eines Levels, bis eine Installation (z.B. Anlage, Waffe etc.) zum Einsatz bereit ist. Bei einer Anlage kommt es darauf an, ob Notverpflegung, Wassertank, Dieseltank bereitstehen. Es sind Bereitschaftsgrade im Bereich von Stunden bis Monate möglich.

Besatzung

Bezeichnet das gesamte Personal eines Artillerie-, Minenwerfer- oder Panzerabwehrbunkers, das für den Betrieb oder die Bedienung der Waffen und Geräte sowie für die Nahsicherung notwendig ist. (1998)

Besucheranlagen

Zur Erfüllung amtlicher, dienstlicher oder anderer im Interesse der Landesverteidigung stehender Bedürfnisse, welche nicht vom Zutritt zu einer bestimmten militärischen Anlage abhängen, werden aus Gründen des Informationsschutzes Besucheranlagen ausgeschieden.

Betriebsbereitschaft

Technische Einsatzfähigkeit aller Waffen, Geräte und Installationen einer permanenten Befestigung (Vorstufe zur Kampfbereitschaft). 1998

Betriebseinrichtung

Betriebseinrichtungen sind fest mit dem Bau verbundene Geräte und Einrichtungen (inkl. der dazugehörigen IKT-Mittel), die in der Regel der spezialisierten Nutzung des Gebäudes dienen. Dazu gehören auch Gegenstände, die zwar mobil sind, aber als Bestandteil (Zubehör) einer fest eingebauten Betriebseinrichtung zu betrachten sind.

Betriebsmittel

Betriebsmittel sind alle Arbeitsmittel, inkl. der dazugehörigen IKT-Mittel, welche zum technischen Apparat der Unternehmung gehören und nicht in das Produkt eingehen. Sie sind mobile Gegenstände oder solche, die ohne nennenswerte Aufwendungen bzw. Eingriffe befestigt/entfernt werden können.

Als untergeordnete Definition versteht man den Begriff «unechte Betriebsmittel». Diese bezeichnet Armeematerial, das normalerweise der Disposition von Armeematerial unterliegt und zeitweilig für Betriebszwecke bereitgestellt wird.

Bienenhaus

Umgangssprachliche Bezeichnung einer getarnten Richtstrahl-Stelle mittels eines kleinen Holzhauses

Bison (15,5 cm Fest Kan 93)

Text (siehe auch 15,5 cm Fest Kan 93 Bison)

Blindgänger

Nicht detonierte Munition

Blinker (AGA)

Stark gebündelter Lichtstrahl zur Übertragung von Nachrichten zwischen Anlagen.

Blockhaus

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Bloodhound

Die Bloodhound BL-64 war eine radargesteuerte Langstrecken-Boden-Luft-Lenkwaffe aus britischer Produktion. Sie wurde zur Bekämpfung von hoch- und schnellfliegenden Bombern konzipiert. Das System war allwettertauglich.

Die Schweiz plante die Beschaffung 1961 und führte das Bloodhound-System ab 1964 in der Armee ein. Die Schweizer Bezeichnung lautet BL-64. Die sechs fest installierten Bloodhound-Stellungen waren über die Schweiz verteilt und konnten so den gesamten Luftraum über der Schweiz abdecken. Insgesamt wurden 204 Lenkwaffen beim Hersteller bestellt. Im Jahr 1979 wurden fünfzig weitere überzählige Lenkwaffen in Schweden beschafft. Das Bloodhound-System und die dazugehörige Infrastruktur wurden bis 1999 immer wieder modernisiert. Das System wurde 2001 ausgemustert.

Eine BL-64-Stellung bestand in der Schweiz aus einer oder zwei Batterien mit je acht Lenkwaffenwerfern. Dazu kamen je ein Feuerleitradar, eine Einsatzzentrale und diverse Magazine oder Kavernen. Um die Autonomie der Stellung zu gewährleisten, wurde der Stellung weitere Infrastruktur zugeteilt, so z. B. Stromversorgung, Übermittlungseinrichtungen (Richtstrahl, Telefonzentrale) sowie Mannschaftsunterkünfte, Küche und Verpflegungsmagazine.

Bogenschusswaffe

Bezeichnung eines Minenwerfers, örsers respektive einer Haubitze.

Botschaftsfunk

Betriebsstelle einer Funkanlage zur Kommunikation mit den Schweizer Botschaften besonders im ausserordentlichen Fall.

Buchstabiertabelle

Text

Bundesamt für Bevölkerungsschutz

Neubezeichnung des Bundesamtes für Zivilschutz

Bundesamt für Genie und Festungen (BAGF)

Vorläufer der Armasuisse

Bundesarchiv

Das Schweizerische Bundesarchiv BAR ist das «Gedächtnis» des Schweizerischen Bundesstaates. Es bewertet, sichert, erschliesst, verwahrt und vermittelt archivwürdige Unterlagen der Eidgenossenschaft. Im Gesamtbestand von über 60 Laufkilometern und 18 Terabytes finden sich Originaldokumente wie die Bundesverfassung, Verwaltungsakten, Fotos, Filme, Tondokumente und Datenbanken. Die Überlieferung dieser Unterlagen ist unabdingbar für die Kontinuität und Transparenz des Rechtsstaates, ermöglicht den Bürgerinnen und Bürgern eine demokratische Kontrolle der Regierungs- und Verwaltungstätigkeit und ist Grundlage für die Forschung.

Das BAR berät zudem die Bundesverwaltung und andere Amtsstellen beim Verwalten der Unterlagen, um bundesweit eine effiziente, transparente und rechtskonforme Informationsverwaltung sicherzustellen und dadurch später auch das Recherchieren in den archivierten Unterlagen gewährleisten zu können.

Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder

Text

Bunker

Als Bunker werden schützende Bauwerke bezeichnet, die die Insassen oder die Umgebung vor direkter Gefährdung bewahren. Hierzu gehören die direkte Einwirkung von Waffen, der Schutz von Personen vor Gefahrstoffen beziehungsweise die Eindämmung von Gefahrstoffen.

Militärische Bunker haben den Zweck, die eigenen Stellungen zu festigen und einen Angriff des Gegners zu erschweren. Sie können als Verteidigungsanlage, Unterstand für Kriegsgerät (U-Boote, Flugzeuge) oder als Kommandozentrale dienen. Zivile Bunker hingegen sollen die Bevölkerung schützen.
Bunker sind meist aus Beton und Stahl erbaut, in vielen Fällen zusätzlich mit Erdreich abgedeckt, die Bezeichnung wird aber auch für in natürlichen Fels getriebene Stollen verwendet.

Zivile Bauwerke, welche dem Zivilschutz dienen, erfüllen im Normalfall meist andere Funktionen und werden deshalb nicht als Bunker bezeichnet. Häufig werden sie zivil als Tiefgaragen, U-Bahn-Stationen etc. genutzt und im Verteidigungsfalle als Schutzraum hergerichtet.

Bunker ist ein Oberbegriff für geschützte Unterstände oder Waffenstellungen. Militärische Bunker sollen einen Angriff des Gegners erschweren. Sie bestehen aus Beton sowie Stahlarmierungen, und bieten Truppen sowie Waffen Schutz. Zivile Bunker sind zum Schutz der Bevölkerung erstellt worden.

Bunkerkommandant

Kommandant eines Artillerie-, Minenwerfer- oder Panzereabwehrbunkers . Ist ein Subalternoffizier einer Festungsartillerie- oder Festungsminenwerferkompanie resp. Unteroffizier eines Panzerabwehrzuges der Festungspionier-Stabskompanie.

Bunkerspecht

Umgangsprachliche Bezeichung für einen Eindringling in eine (liquidierte) Anlage. Dabei quetscht er sich auch durch kleinste Öffnungen wie z.B. Schiesscharten. Sein Ziel ist es, dabei nichts zu zerstören.

Büro für Befestigungsbauten (BBB)

Das Büro für Befestigungsbauten (BBB, früher Bureau für Befestigungsbauten) war eine Behörde im Eidgenössischen Militärdepartement in Bern.

Unter Oberst Johann Jakob Lochmann als Waffenchef der Genie wurde am 1. Mai 1886 das BBB mit Major (später Oberst) Jules Folly als Chef gegründet. Von 1906 bis 1921 wurde es von Oberst Julius Rebold geleitet. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das BBB 1921 geschlossen. Nach der Machtergreifung der Nazis in Deutschland wurde es am 1. Januar 1935 vor dem Zweiten Weltkrieg unter Oberst Felix Peter wiedereröffnet.

Das BBB war für den Bau von Festungsanlagen und Hindernissen zuständig. Mit der Truppenordnung 1951 ging das BBB in der Sektion für Festungsbau der neuen Abteilung für Genie und Festungswesen unter Oberstdivisionär Charles Rathgeb auf.

Siehe auch…


Cadastral

Verzeichnis auf map.admin.ch, wo alle Grundstücksgrenzen vermerkt sind. Beim Anklicken kann das kantonale Portal aufgerufen werden, wo aktuell in einigen wenigen Kantonen der Grundstücksbesitzer abgerufen werden kann. Hinweis: Etliche militärische Anlagen wurden im Baurecht erstellt, welches auf dieser Karte nicht speziell ersichtlich ist.

Canaris-Archiv

Im Frühjahr 2000 hat das ZDF in einer Reportage Rosinen aus deutschen Spionage-Akten über die Schweiz während des Zweiten Weltkrieges vorgestellt. Dieses sogenannte Canaris-Archiv war geheimnisvoll aus dem Dunkel der Kellergewölbe eines Schlosses aufgetaucht. Die Botschaft war eine dreifache: Der Nazi- Geheimdienst hat jeden Quadratmeter der Schweiz gekannt, die Einnahme der Schweiz wäre deshalb ein Kinderspiel gewesen, aber zum Glück hat Admiral Canaris sein Wissen nicht an Hitler weitergegeben und so die Schweiz gerettet. Die Überprüfung der Akten hat ergeben, dass nicht alle Unterlagen aus dieser Zeit stammen können.

Centurion-Bunker

Das 10,5 cm Panzerabwehrsystem Centurion ist ein in der Schweiz entwickeltes Waffensystem. Dabei wurden Türme des ausgemusterten Centurion-Panzers mit einem Wärmebild-Zielgerät versehen und jeweils in einen Bunker eingebaut. Die Geschütze wirkten flankierend auf ein Panzerhindernis. Erstellt wurde dieses leistungsfähige System ab 1990, es war eine dreistellige Anzahl Bunker geplant. Realisiert wurden nur xx sowie eine Übungsanlage im Diemtigtal und eine Simulatoranlage in Därstetten/Simmental BE.

Die Centi Bunker (reglementarische Bezeichnung: 10,5 cm Panzerabwehr-System Centurion) waren verbunkerte Panzerabwehrstellungen der Schweizer Armee.
Diese Bunker wurden ab 1990 gebaut, als mit der Beschaffung des neuen Kampfpanzers Leopard 2 im Rüstungsprogramm 1987 die Centurion-Panzer aus den 1950er-Jahren, welche nur noch zur Panzerabwehr eingesetzt waren, frei wurden. Die Türme des Centurion mit der leistungsfähigen Kanone Royal Ordnance L7 wurden zusammen mit einem Wärmebild-Zielgerät jeweils in einen neu erstellten Bunker eingebaut. Die Geschütze wirkten flankierend auf ein Panzerhindernis.

Centurion-Panzer

Der Centurion (engl. für «Zenturio») ist ein britischer Kampfpanzer, der während des Zweiten Weltkrieges entwickelt wurde.

Der Centurion wurde jedoch auch außerhalb Großbritanniens in großer Stückzahl eingesetzt; er dürfte einer der weitestverbreiteten westlichen Kampfpanzer sein und versah in zahlreichen Ländern rund um den Globus seinen Dienst. Er wurde diverse Male in Kriegen eingesetzt, etwa auf israelischer wie jordanischer Seite im Jom- Kippur-Krieg, auf australischer Seite im Vietnamkrieg oder auf Seiten Südafrikas im angolanischen Bürgerkrieg. In vielen Staaten wurde der Centurion unabhängig von Großbritannien in Eigenregie weiterentwickelt und wird in deren Streitkräften teilweise bis heute eingesetzt. Der höchstentwickelte, noch auf dem Centurion basierende, Kampfpanzer dürfte momentan der südafrikanische Olifant 2B sein.

Als ein großer Nachteil zumindest der in der britischen Armee eingesetzten Centurion-Versionen wurde der leistungsschwache Motor mit 650 PS und die relativ geringe Höchstgeschwindigkeit bei hohem Treibstoffverbrauch angesehen.

Chef der Armee

Oberster Militär im Rang eines Korpskommandanten (Friedenszeiten). Kann im Kriegsfall zum General gewählt werden.

CO

Kohlenmonoxid

CO2

Durch Kohlendioxid CO2 (Schiessgas) können Vergiftungen passieren. Deshalb musste eine Schutzmake getragen werden. Ein Unfall im Werk Sasso da Pigna mit mehreren Toten ist bekannt.

Communications Intelligence COMINT

Funkaufklärung oder elektronische Beschaffung von diskursiven Nachrichten (Communications Intelligence, COMINT).


Deklassierung

Durch den Operativen Mieter vorgenommene Rückstufung einer operationellen Anlage der Truppe von einer wichtigen in eine weniger wichtige Kategorie. in eine AGFAKategorie die keine Nutzung durch die Truppe mehr beinhaltet (Kategorie 6 bis 9.3). Die Deklassierung einer Anlage erfolgt gleichzeitig mit der Kündigung durch den Operativen Mieter.

Desarmierung

Die Desarmierung umfasst nach vorgängiger Mieter-Teilräumung, der Streichung aus dem Anlageverzeichnis und der Objektrückgabe die vollständige oder ggf. teilweise Auslagerung aller fest installierten Waffen und militärischen Systeme aus einem Objekt. Die Desarmierung erfolgt fallweise je nach vorgesehener Weiterverwendung eines Objektes.

Dieselgenerator

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Direktion für Eidgenössische Bauten

Vorläufer des Bundesamt für Bauten und Logistik. Auch zuständig für Militärbauten. Hat die Bewirtschaftungsnummer eingeführt.

Dispositivbestand

Der Dispositionsbestand umfasst diejenigen Objekte, welche im Besitz des VBS sind und nicht mehr zur Deckung von Aufgaben der Armee und der Verwaltung gebraucht werden. Von diesen überzähligen Objekten wird sich das VBS nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen trennen. Objekte im Dispositionsbestand werden stillgelegt, rückgebaut oder an Dritte verkauft. In Einzelfällen können Objekte an Dritte vermietet werden.

Division

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Drachenzahn

Umgangssprachliche Bezeichnung einer Panzersperre

Drahtverbindung

Text

Drehteller

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Echelon

Echelon ist ein Überwachungs- und Abhörsystem, welches von den USA, England, Kanada, Australien und Neuseeland betrieben wird. Für das Auswerten der gesammelten Daten werden die leistungsfähigsten Computer eingesetzt. Diese Computer, Dictionarys genannt, sind über die USA, England und Australien miteinander verbunden.

Wenn nun jemand in einem abgehörten Gespräch den Namen, die Kontonummer einer gesuchten Person oder andere vorher definierte Wörter verwendet, erkennt dies der Computer und gibt diese Informationen dann zur weiteren Auswertung an die NSA Hauptzentrale. Laut der SF-Spezial Sendung werden dort die gewonnenen Daten dann von 38’000 Angestellten ausgewertet. Es ist auch zu sagen, dass die USA nie abgestritten haben, mit Echelon Industriespionage zu Gunsten von US-Unternehmen durchzuführen. Zum Vergleich: Die NSA verfügt laut dem Bericht der Schweizerischen Geschäftsprüfungsdelegation zum Thema Onyx über ein Budget von über 3,6 Mia. USDollar, das ist grösser als dasjenige von CIA und FBI zusammen.

Einmann-Bunker

Text.

Eingangskontrolle

siehe Zutrittskontrolle

Einsatznetz

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Einstieg

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Electronic Intelligence ELINT

Elektronische Aufklärung oder elektronische Beschaffung von nicht diskursiven Nachrichten (Electronic Intelligence, ELINT).

Elektronische Kriegsführung

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Elektromagnetischer Impuls (EMP)

Der elektromagnetische Impuls oder auch elektromagnetische Puls (englisch electromagnetic pulse, abgekürzt EMP) bezeichnet eine kurzzeitige breitbandige elektromagnetische Strahlung, die bei einem einmaligen, hochenergetischen Ausgleichsvorgang abgegeben wird.

Ein energetisch hoch angeregtes System klingt unter Aussendung des elektromagnetischen Impulses in den Grundzustand ab. Ursache sind meist elektrostatische Aufladungsprozesse etwa durch Gewitter oder Kernwaffenexplosionen, aber auch in speziellen elektrischen Schaltungen. Im sichtbaren Spektrum kann dieser Prozess als Lichtblitz wahrgenommen werden.

Durch die Wechselwirkung der niederfrequenten elektromagnetischen Strahlungsanteile mit freien Ladungsträgern in Metallen und Halbleitern werden dort starke, kurzzeitig schwankende Ströme induziert. In nicht oder unzureichend abgeschirmten elektrischen Geräten kann dies zu Fehlfunktionen bis hin zum Totalausfall oder sogar zur Zerstörung einzelner elektronischer Bauteile führen. Für technische Anwendungen wird der Begriff meist auf das hier relevante Frequenzspektrum mit Wellenlängen zwischen 10 mm und 10 km beschränkt.

Entklassifizierung

Entlassung einer Objektes aus der Geheimhaltung

Entsorgung

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Erdbebendienst

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ESTA

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Evakuation

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Falsche Chalets

Ein Buch, ein Begriff. Christian Schwager hat unter diesem Titel ein Buch mit Fotos von Bunkern publiziert, welches schon lange vergriffen und deshalb Kultstatus unter den Bunkerjäger hat. In diesem Buch sind Bunker fotografiert, welche eine besondere Tarnung erhalten haben und heute meist unter Denkmalschutz stehen.

FARGOF

Artillerie-Feuerleitsystem für Festungen

Feldanschlusskasten

Text

Feldbäckerei

Text

Feldkanone

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Feldkanonenschild (FK-Schild)

Als FK-Schild ist ein Betonschild für 7,5 cm Feldkanone gemeint (ev. auch 8,4 cm Kanone).

Feldpost

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Feldunterstand

Der Feldunterstand FU88 ist ein Normbau aus Blech, von dem 4500 Exemplare beschafft worden sind.

Fernschreiber

Fernschreibgerät zur Übermittlung einfacher Texte auf Papier weltweit. Auch Schreibtelegraphiergerät 61 (Stg 61) genannt. Texte können auf Lochstreifen gespeichert werden und als Übermittlungsmedium kommt neben Draht auch Funk (Richtrahl und Kurzwelle) in Frage. Die Geschwindigkeit ist weltweit auf 40 Baud (40 Bit/Sek !) normiert.

Fertigbauelement (F-Anlage)

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Festung

Festung ist ein allgemeiner Oberbegriff für einen durch Wehranlagen stark befestigten Ort.[1] Im engeren Sinne bezeichnet Festung in der Neuzeit eine eigenständige, meist stark gegliederte Wehranlage aus starkem Mauerwerk, später auch aus Beton, die dem Schutz gegen feindliche Feuerwaffen (insbesondere Artillerie) bei gleichzeitigem defensivem Feuerwaffeneinsatz durch die Verteidiger dient. Festungen dieser Art wurden seit dem 15. Jahrhundert als Reaktion auf den Einsatz schwerer Pulvergeschütze erbaut und waren bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts üblich. Sie konnten der Grenz- oder Küstensicherung dienen, den Ausgangspunkt einer Offensive bilden und sich zurückziehende Heere aufnehmen. Darüber hinaus wurden manche Festungen als Verwaltungssitz, Gefängnis oder Aufbewahrungsort staatlicher Reserven an Geld oder Edelmetallen genutzt.

Festungsabteilung

Text

Festungsartillerie

Die Festungsartillerie war vom 19. Jahrhundert bis 2011 ein Kampfmittel der Festungstruppen der Schweizer Armee.

Festungsartillerieabteilung

Text

Festungsfliegerabwehr

Teilweise hatten die einzelnen Artilleriewerke zugeteilte Flabzüge (20 mm auf Plattformen) oder dann die Brigaden, die in ihrem Raum Flabschutz verteilen konnten. Dieser war aber sehr eingeschränkt und konzentrierte sich beispielsweise auf den Raum Faulensee, wo neben Festungswerken auch mögliche Anflugrouten auf den Flugplatz Interlaken gedeckt werden konnten.

Festungsgebiet

Ein Festungsgebiet gehörte zu den drei grossen Festungsräumen der Schweizer Armee im Reduit- Verteidigungsdispositiv des Zweiten Weltkriegs und fortdauernd während des Kalten Krieges.

Festungsinfanterie

Die Festungsinfanteie mit ihren verschiedenen Funktionen entstand aus den Festungsmitrailleuren (Gotthard-Mitrailleure) und war primär für die Aussenverteidigung von Objekten zuständig.

Festungskampf

Text

Festungskarten

Weil von den Geschützen der geheimen Schweizer Festungen keine direkte Sichtverbindung zum überwiegenden Teil möglicher Ziele bestand, wurden indirekte Schiessverfahren entwickelt, bei denen die geometrische Beziehung zwischen Geschütz und Ziel anhand genauer Karten ermittelt werden musste. Daraus wurden die sogenannten Schiesselemente berechnet, die beim Richten am Geschütz einzustellen waren, um ein bestimmtes Ziel zu beschiessen.1891 wurde mit der Kartierung von Festungsgebieten begonnen. An den Original-Aufnahmen waren gegen 150 Topographen beteiligt. Sie folgten der Messtischmethode und setzten terrestrische Photogrammetrie (Bildmessung) ein. Im Ersten Weltkrieg konnte das «Vermessungs-Detachement St. Gotthard» dank der inzwischen erfolgten Entwicklung leistungsfähiger Auswertegeräte die Kartierungsleistung unter Einsatz der Stereophotogrammetrie um ein Mehrfaches steigern.

Im Vorfeld des Zweiten Weltkriegs entstand um Sargans das vierte grosse Festungskartenwerk. Bei etwa einem halben Dutzend sogenannter «Grenzwerke» überwog der ausländische Anteil an der zu kartierenden Fläche gegenüber dem schweizerischen deutlich. Als Grundlagen wurden hier neben vorhandenen ausländischen Karten auch Luftbilder verwendet, die von der Landestopographie erst wenige Wochen vor Kriegsausbruch aufgenommen worden waren.

Anfang der 1950er Jahre wurde der Schiesskartendienst der Landestopographie als Folge der sogenannten «Sparexpertise» aufgelöst und die Produktion der Festungskarten, die in jenem Zeitpunkt etwa 7,5% der Landesfläche abdeckten, eingestellt. Somit hatte diese spezielle Phase der schweizerischen Kartographiegeschichte etwa sechseinhalb Jahrzehnte gedauert. Das als «geheim» klassifizierte Kartenmaterial, das von bester Qualität war, wurde erst 2009 entklassifiziert.

Festungspionierformation

Teil der Festungstruppen, welcher für den technischen Einsatz von Sprengobjekten und deren Überwachung sowie Einsatz und Betrieb der Festungsminenwerfer- und Panzerabwehrbunker zuständig ist.

Festungsmaterial, technisches

Material, welches speziell für permanente Geländeverstärkungen beschafft worden ist. Basis für dieses Material war das FWK.

Festungsminenwerfer

Ein Festungsminenwerfer ist ein Minenwerfer, welcher stark geschützt, in einer Anlage eingebaut ist. Alte hatten 8,1 cm, die aktuellen 12 cm Kaliber.

Festungstruppen

Text

Festungswachtkorps (FWK)

Das Festungswachtkorps entstand 1941. Es übernahm die Anlagen und die Aufgaben der alten Fortverwaltung sowie der Grenzschutzstruppen. Während Jahrzehnten sorgte diese Truppe dafür, dass die Bunker, Festungen, Hindernisse, Sprengobjekte und Führungsanlagen rasch in Betrieb genommen werden konnten. Die Auflösung erfolgte 2003. Weitergehende Informationen unter www.fwk.ch

Festungswerk

Bunker und Forts mit Panzerabwehr oder artilleristischer Hauptbewaffnung.

Fichenaffäre

Während des Kalten Krieges liessen Bundespolizei und Bundesanwaltschaft nicht nur Handlungen mutmasslicher Staatsschutzkriminalität, sondern bis 1989 auch rund 900’000 Personen und Organisationen aus dem linken Umfeld präventiv beobachten, obwohl für diese Massnahmen keine rechtlichen Grundlagen bestanden.

Es war vorgesehen, dass etwa 10’000 als politisch gefährlich eingestufte Bürgerinnen und Bürger im Krisen- oder Kriegsfall inhaftiert hätten werden sollen. Mit der Fichierung sollte angeblich erreicht werden, dass die Schweiz vor kommunistischen „Subversiven“ geschützt werde. Die Aufdeckung des Fichenskandals durch Feststellungen der parlamentarischen Untersuchungskommission PUK-EJPD, die vom heutigen Bundesrat Moritz Leuenberger präsidiert wurde, führte zu einem weit reichenden Aufschrei. Das Vertrauen in den Staat war erschüttert.

Als Konsequenz dieser Affäre musste die damalige Bundesrätin und EJPD Vorsteherin Elisabeth Kopp auf Druck der Öffentlichkeit zurücktreten.
Die Fichenaffäre wird in der Schweiz immer wieder gern zitiert, wenn es um Datenschutz und dessen Anwendung geht.

Filter

Mit verschiedenen Filtern wurde die Luft für die geschützten Zonen von Festungswerken und Bunkern gereinigt. Es gab dafür A-, B- und C-Filter. Diese wurden erst in einem Ernstfall in betrieb genommen und in die Ventilationsanlage eingeschaltet.

FK-Schild

siehe Feldkanonenschild

FK-Stand

siehe Feldkanonenstand

Fk-Stand

Fun-Stand

FLAWIZ

Mit Flawiz wurde das spezielle Kommando- und Übermittlungsnetz der Festungs-Fliegerabwehr bezeichnet. Dazu wurden in einigen Anlagen eigene Zentralen eingerichtet.

Florako

FLORAKO ist ein leistungsfähiges Luftraumüberwachungs- und Einsatzleitsystem. Es umfasst je zwei Primär- und Sekundärradars für die grossräumige Luftraumüberwachung, die Integration bestehender militärischer Sensoren, Schnittstellen zu zivilen Sensoren und dem zivilen Flugsicherungssystem, ein Radarluftlagesystems und die Einsatzzentralen der Luftwaffe.

Es ist angedacht, dass FLORAKO nach 2025 durch ein neues System operationell vollständig ersetzt wird.

Mit FLORAKO besitzt die Luftwaffe ein modernes, leistungsfähiges Luftraumüberwachungs- und Einsatzleitsystem. Das mit dem Rüstungsprogramm 1998 beschaffte FLORAKO-Kernsystem umfasst je zwei neue Primär- und Sekundärradars für die grossräumige Luftraumüberwachung, die Integration der bestehenden militärischen Sensoren (z.B. das taktische Fliegerradar Taflir), die Schnittstellen zu den zivilen Sensoren und dem zivilen Flugsicherungssystem, den Aufbau eines neuen Radarluftlagesystems und die Ausrüstung der Einsatzzentralen der Luftwaffe. Dieses Kernsystem steht seit Anfang Februar 2004 im operationellen Betrieb. Im zweiten Beschaffungsschritt, eingeleitet mit dem Rüstungsprogramm 1999, wurde das Kernsystem mit je zwei weiteren Primär- und Sekundärradars ergänzt. Diese Primärradars sind multifunktionale Radars für die Rundumüberwachung und zur selektiven Verfolgung zugewiesener Ziele. Mit dem Rüstungsprogramm 2004 wird die Integration des Data-Links (Link 16) in FLORAKO vollzogen. Damit werden künftig technische und taktische Daten direkt mittels digitaler Kommunikation zwischen den FLORAKO- Einsatzzentralen und den von FLORAKO geführten F/A-18 Kampfflugzeugen ausgetauscht. Neben der damit erzielten hervorragenden Stör- und Abhörfestigkeit erlaubt dieses System im Gegensatz zum aktuellen Flugfunk die selektiv adressierte Kommunikation zwischen den Kampfflugzeugen und der Kommandoplattform, was eine neue Generation in der Führungskommunikation darstellt.

FLORAKO ist ein modernes, leistungsfähiges Luftraumüberwachungs- und Einsatzleitsystem. Die Inbetriebnahme von Teilsystemen erfolgte ab 2001. FLORAKO übernahm ab 27. Oktober 2003 schrittweise die Aufgaben vom technisch und taktisch veralteten System FLORIDA. Die definitive Umschaltung von FLORIDA auf FLORAKO und die erfolgreiche Inbetriebnahme erfolgte schliesslich am 2. Februar 2004. FLORAKO umfasst Radaranlagen, Rechner für die Aufbereitung der Luftlage, Mittel für die elektronische Identifikation, für Kommunikation, Einsatzleitung, Luftraummanagement und Ausbildung. Zudem wurden mit FLORAKO die Voraussetzungen für die Erstellung einer gemeinsamen zivilen und militärischen Luftlage geschaffen.

FLORAKO ermöglicht ein modernes Luftraummanagement und ist ein zentrales System zur Wahrung der Lufthoheit und Luftverteidigung. Die Inbetriebnahme des Gesamtsystems mit zwei weiteren Radarstationen und einer zusätzlichen Einsatzzentrale erfolgte in den Jahren 2004/05.

Wie in älteren Dokumentationen erklärt, stand das Kürzel in der Entwicklungsphase noch für «FLORES RALUS KOMSYS LUNAS-EZ». Es entstand damals aus den Projektnamen von den in der folgenden Tabelle bezeichneten Subsystemen.

FLORES FLORIDA Radar Ersatz
RALUS Radar Luftlage System
KOMSYS Kommunikation System
LUNAS-EZ Luftnachrichtensystem Einsatzzentrale MICAMS Military & Civil Airspace Management System

Florida

Das Florida war ein Luftraumüberwachungssystem der Schweizer Luftwaffe des Herstellers Hughes Aircraft Company in Fullerton, Kalifornien, USA.

Das Florida-Luftraumüberwachungs- und Führungssystem wurde während der Armee 61 ca. 1970 in Betrieb genommen und ersetzte das vorherige SFR-Luftraumüberwachungssystem. Mit dem Florida-System war nun eine ununterbrochene Luftraumüberwachung möglich. Im Gegensatz zum SFR-System war das Florida-System schon teilweise automatisiert, was die Radardatenausgabe betraf, und war nebst der Überwachung auch fähig Abfangkurse zu berechnen. Die Radarantennen liessen sich zum Schutz vor meteorologischen Einflüssen (wie starke Winde oder Gewitter/Blitze) und militärischen Angriffen in den Berg einfahren. Die Bauarbeiten, besonders am touristisch erschlossenen Pilatus, waren weit sichtbar und liessen sich nicht geheim halten. Das Florida-System hatte nach dem Jahr 2001 seine Nutzungsdauer erreicht. Da ausserdem die Anforderungen nach 9/11 stiegen und auch die Verarbeitung von maximal 400 Flugobjekten gleichzeitig nicht mehr mit der Entwicklung des zunehmenden Flugverkehrs mithalten konnte, wurde das Florida-System im Jahr 2003 durch das aktuelle Luftraumüberwachungs- und Führungssystem FLORAKO ersetzt.

Flugraumüberwachung

siehe Luftraumüberwachung

Flugzeugabwehr

siehe Festungsfligerabwehr

Fort

Ein Fort ist eine auf sich selbst gestellte Verteidigungsanlage, die sich auch selbst verteidigen kann. Mit Fort wurden in der Schweiz vor allem grössere Artilleriewerke bezeichnet, die meist auch eine verbunkerte Aussenverteidigung hatten.

Fortifikation

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Funk-ASU

siehe Atom-Schutz–Unterstand ASU

Funkgerät

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Führungsanlage

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Führungsnetz Schweiz

Damit die Schweizer Armee Daten und Sprache sicher übermitteln kann, braucht sie ein unabhängiges Übertragungsnetz, das Führungsnetz Schweiz. Es funktioniert auch in ausserordentlichen Lagen, dann wenn die zivilen Mittel möglicherweise ausfallen. Das Kern-Netz (Backbone) ist bereits in Betrieb und die Benutzerstandorte werden schrittweise daran angeschlossen.
Das Führungsnetz Schweiz ist ein standortgebundenes, sicheres Netz auf der Basis von Glasfaserkabel- und Richtfunkverbindungen. In den letzten Jahren wurden der Aus- und Neubau von Glasfaserkabel- und Richtfunkstrecken realisiert, um das alte Kupferkabel- und Richtfunknetz abzulösen.

Basis für das Führungsnetz Schweiz bildet das bestehende Kern-Netz (Backbone), das be-reits weite Teile der Schweiz erschliesst und in Betrieb ist. Dabei handelt es sich um Tele-kommunikationsknoten, die mit baulichen und technischen Massnahmen gegen aktive und passive Gefährdung (Brand, Einbruch, Stromausfall, Erdbeben, Beschädigung durch Waffen usw.) geschützt respektive gehärtet werden. Die Härtung der Knoten erfolgt in Etappen und soll ca. 2022 abgeschlossen sein. Mit der Härtung wird eine sichere Übertragung der Daten aus den armeeeigenen Rechenzentren zu den Benutzern ermöglicht, und zwar in allen La-gen. An das Kern-Netz werden die für die Armee einsatzrelevanten Benutzerstandorte schrittweise angeschlossen.

Damit die Schweizer Armee Daten, Sprache und Video sicher übermitteln kann, braucht sie ein unabhängiges Übertragungsnetz, das Führungsnetz Schweiz. Es ist für ausserordentliche Lagen konzipiert, dann also, wenn die zivilen Mittel ausfallen. Das Führungsnetz ist ein standortgebundenes Netz auf der Basis von Glasfaserkabel- und Richtfunkverbindungen. Basis bildet das bestehende Kernnetz, das bereits weite Teile der Schweiz erschliesst und in Betrieb ist. Um die Verfügbarkeit des Kernnetzes hochzuhalten, werden Verbindungen redundant aufgebaut. Im Endausbau wird das Netz eine Länge von knapp 3000 Kilometern und gemäss aktuellem Planungsstand rund 300 Benutzerstandorte umfassen. Es soll auch zivilen Behörden zur Verfügung stehen. Damit das Führungsnetz seine Aufgaben auch während Krisen oder gar in einem bewaffneten Konflikt erfüllen kann, muss es unabhängig von zivilen Providern betrieben und gegen alle denkbaren Einflüsse geschützt werden. Dazu gehören etwa eine von öffentlichen Energielieferanten unabhängige Stromversorgung sowie Schutzmassnahmen gegen Einbruch und Feuer. Damit soll die Führungsfähigkeit der Armee und der Landesregierung in allen Lagen sichergestellt werden. (ssm)

Führungsunterstützungsbasis FUB

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FWK

siehe Festungswachtkorps


Gasfilter

Filter, eingebaut in der Frischluft, dient zur Herausfilterung schädlicher Gase. Reduziert die Luftumwälzung auf ein Minimum, so dass die Feuchtigkeit einer Anlage stark erhöht wird. Die Lebensdauer eines solchen Filters ist bis heute nicht bekannt. Ersatzteile sind in der Regel nicht vorhanden.

Geländepanzerhindernis (GPH)

Mit Geländepanzerhindernis werden die verschiedenen Modelle und Generationen von Höcker- und Betonsperren sowie Graben bezeichnet. Sie sollen das Passieren des Gegners zwischen dem Verkehrsweg und dem natürlichen Hindernis verhindern.

Gebirgsunterkunft

Unterkunft für Mannschaft im Hochgebirge. Als Gebäude (B-Nummer) oder Felskaverne (A-Nummer) gebaut. Spartanisch eingerichtet. Über der Baumgrenze gelegen, so dass Feuerholz hochgetragen werden musste.

Gefechtsbereitschaft

Vorbereitungsgrad einer Truppe für das Gefecht. Sie umfasst die Stufen «reduzierte Gefechtsbereitschaft» und «volle Gefechtsbereitschaft».

Geheimhaltung

Was von aussen ohne besondere Hilfsmittel oder spezielle Vorkehren wahrgenommen werden kann, darf ohne Bewilligung aufgenommen und veröffentlicht werden; die Veröffentlichung darf jedoch keine Identifizierung des Standortes oder der Zweckbestimmung der Anlage erlauben. Vorbehalten bleiben die Bestimmungen des Strafgesetzbuches1 über den militärischen Nachrichtendienst

Geistige Landesverteidigung

Die Geistige Landesverteidigung (französisch défense [nationale] spirituelle) war eine politisch-kulturelle Bewegung in der Schweiz, die von ca. 1932 bis in die 1960er Jahre aktiv von den Schweizer Behörden, speziellen Institutionen, Gelehrten und der Presse, aber auch von Kulturschaffenden getragen wurde. Das Ziel dieser Bewegung war die Stärkung von als «schweizerisch» wahrgenommenen Werten und Bräuchen, um damit totalitäre Ideologien abzuwehren. Zuerst richtete sie sich vornehmlich gegen den Nationalsozialismus und den Faschismus, später während des Kalten Krieges gegen den Kommunismus. Selbst nachdem die Geistige Landesverteidigung nicht mehr aktiv von den Behörden betrieben wurde, blieb sie bis weit in die 1980er Jahre wirksam, und noch heute verwenden schweizerische Politiker oft Begriffe und Metaphern der Geistigen Landesverteidigung.

Geländeverstärkung

Bauten (inkl. Minenfelder), welche die eigenen Kampfbedingungen verbessern. Unterschieden wird zwischen feldmässigen und permanenten Verstärkungen. Die ersten sind leichter Bauart, welche die Truppe selber erstellt. Letztere umfassen Kampf- und Führungsbauten, welche direkt oder indirekt die Kampfführung unterstützen.

Geleiseanschluss

Viele Versorgungsanlagen hatten einen Bahnanschluss, welche heute bis auf ganz wenige Anlagen zurückgebaut worden ist. Dies ermöglichte gesammte Lieferungen direkt in der Anlage geschützt ein- und ausladen zu können.

Geografische Informationssystem GIS

Geoinformationssysteme, Geographische Informationssysteme (GIS) oder Räumliche Informationssysteme (RIS) sind Informationssysteme zur Erfassung, Bearbeitung, Organisation, Analyse und Präsentation räumlicher Daten. Geoinformationssysteme umfassen die dazu benötigte Hardware, Software, Daten und Anwendungen.

Beispiel Kt. Glarus: Kartenthema «öffentliches Grundeigentum» wählen. Was violett ist, ist Bund. (Klick mit „?“ auf die Parzelle zeigt Eigentümer…)

Geschirr

Das Geschirr eines jeden Werkes war etwas besonderes. Auch wenn die Offiziersmesse das Geschirr mit besserer Qualität benutzt hat. Der Bedarf an Geschirr ist so gross, dass Serien mit eigenem Logo hergestellt wurden. Beim Ausräumen der Anlage war dies oft eines der beliebtesten Accesoirs.

Gerüchte

Die funktionierende Geheimhaltung züchtet Mythen und Gerüchte Der Flugplatz im Berg und unterirdische Stollen vom Wallis bis ins Graubünden: die alles sind Gerüchte, welche weder wir noch die Armee kommentieren, sondern nur still Freude daran hat.

Geschützte Operationsstelle (GOPS)

Oftmals sind in Neu- oder Ausbauten von Spitälern im Untergeschoss kombinierte zivil-militärische Notspitäler erstellt worden.

Geschützte Zone

Sie bietet Schutz vor Licht, Hitze, Druck, Strahlung, Splitterwirkung, vor chemischen Kampfstoffen und CO. Um diese Zone aufzubauen und zu erhalten, sind folgende Bedingungen notwenig: Filterbetrieb, Gasschleuse in Betrieb, Überdruck in geschützter Zone, Druckschleuse in Betrieb.

Gesellschaft für Militärhistorische Studienreisen (GMS)

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Gewehrgalerie

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Goldlager

Die Nationalbank unterhielt in verschiedenen Landesteilen offenbar Gold- und Devisenlager in Bunkern, um im Ernstfall eine Grundversorgung sicherstellen zu können. Bekannt sind die folgenden Lager

Auch das Artilleriewerke Waldbrand wird immer wieder genannt, das ist jedoch nicht bestätigt.

GOPS

siehe Geschütze Operationsstelle

Grenzbrigade

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Grenzwacht

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Halbzug-Unterstand

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Handgranaten-Auswurf

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Hannibal

Befehl des Inf Rgt 47 für den Tmob Fall

HESH-Munition

Panzer-Spreng-Granate, eingesetzt im Centi-Bunker

Hindernis

siehe auch Geländepanzerhindernis

Hochbauten

Im Gegensatz zu den „Tiefbauten“ sind die Hochbauten weit weniger klassifiziert und sind problemlos im Internet zu finden.

Höhenanlage

Unter Höhenanlage werden die Luftraumüberwachungsanlagen der Luftwaffe bezeichnet. Das Florida- und heute Florako-System basiert auf mehreren «Radarbergen» (die Standort sind zwar klassifiziert, jedoch nicht geheim zu halten), die den Luftraum bis weit über die Landesgrenzen hinaus kontrollieren können.

Höhenunterkunft

Text – > siehe auch Gebirgsunterkunft

Human Intelligence HUMINT

Informationsbeschaffung durch menschliche Quellen (Human Intelligence, HUMINT), übermittelt durch Verteidigungsattachés und durch Agenten (Informanten, Spione, Geheimagenten, usw.).


Ik-Schild

Hinter dem Ik-Schild aus Beton wurden mobile Infanteriekanonen vom Kaliber 4,7 cm in Stellung gebracht, für die Schartenöffnungen ausgespart waren.

Igel

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Innenverteidigung

In den Zugangsstollen der grossen Festungswerke waren oftmals Stellungen für Lmg- und Sturmgewehr-Schützen mit Wirkung auf den Eingang erstellt worden.

Infanterie

siehe auch Festungsinfanterie

Infanteriewerk

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Infanteriebunker

Als Infanteriebunker wird normalerweise ein Betonklotz bezeichnet, in dem Maschinengewehre und/oder Panzerabwehrkanonen eingebaut sind.

Information der Bevölkerung in Krisenlagen

Die Bevölkerung soll in allen Lagen mit behördlichen Informationen versorgt werden können. Grundsätzlich stehen dazu die normalen (Radio-)Infrastrukturen und Prozesse zur Verfügung. Es ist allerdings denkbar, dass als Folge einer Katastrophe oder Notlage die ordentlichen Strukturen nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr funktionstüchtig sind. In Zusammenarbeit mit diversen zivilen und militärischen Partnern betreibt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) zu diesem Zweck ein System zur Information der Bevölkerung durch den Bund in Krisenlagen – kurz IBBK-Radio. Das System basiert grundsätzlich auf der Infrastruktur der drei SRG- Radio-Senderketten (SRF, RTS, TSI), ergänzt durch vom Bund betriebene Zusatzelemente. So sind, verteilt über die gesamte Schweiz, diverse Sendestationen mit zusätzlichen, stationären UKW-Notsendeanlagen ausgerüstet. Sie verfügen über eine sehr grosse Sendeleistung, sind besonders geschützt und können in Betrieb genommen werden, wenn die normale Sendeinfrastruktur nicht mehr zur Verfügung steht. Dadurch kann die Bevölkerung in Notlagen mit behördlichen Informationen über UKW-Signale in Kellern und Schutzräumen bis ins zweite Untergeschoss versorgt werden.

Informations- und Objektschutz IOS des VBS

Im VBS ist die im Generalsekretariat angesiedelte Informations- und Objektsicherheit (IOS) für den Schutz vor Cyber-Angriffen verantwortlich. Die IOS betreut die integrale Sicherheit des VBS. Sie ist insbesondere für die Vorgaben im Bereich der Sicherheit von Personen, Informationen, Informatik und Sachwerten (Material und Immobilien) zuständig.

Innenverteidigung

In den Zugangsstollen der grossen Festungswerke waren oftmals Stellungen für Lmg- und Sturmgewehr- Schützen mit Wirkung auf den Eingang erstellt worden.

Inschrift

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Integriertes Funkaufklärungs- und Sendesystem IFASS

Information und Kommunikation sind unerlässlich für die militärische und die zivile Führung. Die zunehmende Mobilität, Flexibilität und die moderne Kommunikationstechnik erfordern eine Infrastruktur, die verlässliche Informationen zeitgerecht bereitstellt. Mit dem Integrierten Funkaufklärungs- und Sendesystem (IFASS) ist es möglich, im Einsatzgebiet drahtlose Kommunikation aufzuklären, zu lokalisieren und gegebenenfalls zu
beeinflussen. Das IFASS leistet einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit in der Schweiz.

Das Integrierte Funkaufklärungs- und Sendesystem Ifass (ein Auftragswert von rund 150 Millionen Franken ist in Israel platziert, über mehrere Jahre verteilt) dient dem Erfassen, Verdichten, Triagieren, Aufbereiten und nötigenfalls Stören elektromagnetischer Ausstrahlungen von Funksystemen. Die Fähigkeit zur Aufklärung, Ortung und, falls erforderlich, auch Störung von Funkverkehr ist für die Erfüllung der drei Aufträge der Schweizer Armee notwendig. Diese Fähigkeit hat dadurch noch an Bedeutung gewonnen, als auch paramilitärische, terroristische oder kriminelle Gruppierungen zur Führung, Koordination und Nachrichtenbeschaffung immer mehr drahtlose Kommunikation einsetzen.

Das Ifass-System besteht aus drei Hauptkomponenten: einem Unterstützungsmassnahmensystem (Electronic Support Measure System ESM) für die elektronische Aufklärung, einem elektronischen Gegenmassnahmensystem (Electronic Countermeasure System ECM) für die elektronische Störung sowie einem Kommunikationssystem (Communication System COM), das die Übermittlungsinfrastruktur umfasst und den Datenaustausch zwischen den verschiedenen Standorten ermöglicht. Eine universelle Schnittstelle erlaubt es dabei, sowohl militärische als auch zivile Telekommunikationsdienste einzusetzen.

Israel liefert das elektronische Unterstützungsmassnahmensystem ESM, das die elektronische Aufklärung sicherstellt. Da ESM unter anderem die Ziele für Störeinsätze des elektronischen Gegenmassnahmensystems ECM erkennt, stellt es eine zentrale Komponente für Ifass dar; ein Verzicht auf die israelischen Anteile in Ifass hätte generell den Abbruch des Beschaffungsvorhabens Ifass (inklusive Bauten) zur Folge.

Die bisherigen elektronischen Aufklärungssysteme müssen im Jahr 2010 abgelöst werden, sodass eine Sistierung oder sogar ein Verzicht auf Ifass zu einer Lücke in wesentlichen Teilen der militärischen elektronischen Kriegführung (EKF) führen würde. Damit verbunden wäre nicht nur der Verlust sämtlicher bisheriger Investitionen in diesem Bereich, sondern auch ein massiver Know-how-Verlust für die Armee. Im Weiteren hätte die Luftwaffe ihrerseits auf die Leistungen von Ifass (Beiträge zur Luftlage, namentlich zur Aufklärung und teilweisen Identifikation von nichtkooperierenden Luftfahrzeugen) zu verzichten. Überdies gingen fast sämtliche bisher im Zusammenhang mit Ifass vertraglich gebundenen Mittel verlustig, was nach heutigem Stand rund 395 Millionen Franken an Rüstungsprogramm- und PEB-Krediten (Projektierung, Erprobung und Beschaffungsvorbereitung) ausmacht. Schliesslich müsste auf die vertraglich zugesicherten Gegengeschäfte in der Schweiz verzichtet werden.

Inventar der Kampf- und Führungsbauten (ADAB)

offizielles, klassifiziertes Verzeichnis der schützenwerten Anlagen aus dem II. WK

Inventar der militärischen Hochbauten (HOBIM)

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IMFS

Das IMFS ist ein feldtaugliches, digitales, kryptologisch geschütztes, automatisches und flexibles Anwendernetz für Sprach-, Fax- und Datenkommunikation. Das IMFS ist auf Lastwagen verladen und muss von der Truppe am Einsatzort aufgestellt werden. Das IMFS besteht aus miteinander verbundenen Netzknoten (in Fahrzeugen eingebaut) und basiert auf Richtstrahlstrecken. Die Führungseinrichtungen werden mit speziellen Feldkabeln und Lichtwellenleitern an das IMFS angeschlossen.

26 Prinzip Knotennetz IMFS 27 Verlegen von Lichtwellenleitern zu
Gunsten des IMFS
Das IMFS-Material besteht aus Vermittlern, Richtstrahlausrüstungen, Verschlüsselungsgeräten, Kabelmaterial, Schutzausrüstungen, Notstromversorgungen und Endgeräten.
Folgende Endgeräte können am IMFS angeschlossen werden:
– Digitale und analoge Telefone (aber keine LB-Telefone!)
– Faxgeräte
– Dateneingabegeräte, Computer, Modems
– Funkgeräte
Dank der Vermaschnung der Knoten untereinander und der automatischen Vermittlung und Wegsuche bietet IMFS dem Benutzer eine hohe Übertragungsverfügbarkeit. Das Netz ist
nicht hierarchisch aufgebaut. Jeder Teilnehmer kann über eine 9-stellige Nummer mit FusszeileUngerade
Der Sachbereich Telematik im Bevölkerungsschutz
BABS 05 1703-00-1-03-d.doc 55
jedem anderen Teilnehmer kommunizieren. Es sind praktisch alle aus dem zivilen Bereich bekannten Benutzerdienste verfügbar.
Aus dem IMFS können Übergänge in folgende Netze erstellt werden:
– Öffentliches analoges oder digitales Wählnetz
– Funknetze der Armee (über Radio Access Point, RAP)
– AF-Netz
– TRANET
– Feldtelefon 96

Jalonierung

Gelb-schwarzes militärisches Strassenschild (Jalon), welches den Standort einer Truppe markiert.


K-Anlage

In K-Anlagen oder Führungsanlagen waren die Stäbe der Grossen Verbände (Brigade, Division, Armeekorps) untergebracht. Auch Führungsanlagen der zivilen Landesverteidigung – sprich Kantonsregierungen und Bundesrat – wurden mit K-Nummern bezeichnet.

Bezeichnung einer Anlage, welche ausschliesslich der Führung des Militärs und des Staates dient. Meist in der AGFA Liste mit K… bezeichnet, nachträglich zur Tarnung mit einer A-Nummer bezeichnet.

Kaponniere

Unter einer Kaponniere versteht man eine gedeckte Stellung, deren Waffenwirkung längs durch einen Graben angelegt ist.

Kampfbereitschaft

Einsatzfähigkeit eines Verbandes, sobald er sämtliche notwenigen Vorbereitungen für seinen Einsatz abgeschlossen hat.

Kampftruppen

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Kanone

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Kanzlei

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Kaverne

Eine Kaverne ist ein roh ausgebrochener Stollen im Felsen. Oftmals wurden für die militärische Nutzung Einbauten wie Holzbaracken in Kavernen erstellt.

Kernbestand (Immobilien)

Gegenwärtiger Bedarf von Armee und Verwaltung. VBS intern vermietet inkl. Objekte mit eingeschränkter Nutzung oder reduzierter Bereitschaft

Klassifizierung

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Klimaanlage

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Kohlendioxid

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Kohlenmonoxid

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Kollektiv-Maskenschutz KMS

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Kompetenzzentrum für Raum und Umwelt VBS

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Kommandoanlage

In K-Anlagen oder Führungsanlagen waren die Stäbe der Grossen Verbände (Brigade, Division, Armeekorps) untergebracht. Auch Führungsanlagen der zivilen Landesverteidigung – sprich Kantonsregierungen und Bundesrat – wurden mit K-Nummern bezeichnet.

Kommandodienst der Armee

TExt

Kommandozentrale

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Kugelbunker

Vorfabrizierter Unterstand in Kugelform für 4 Mann mit Anschlussmöglichkeit an ein Grabensystem. Verwendung als Beobachtungsposten, Waffenstellung oder Magazin mit seitlichem Eingang. Erstellung 1965-1980

Küche

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Landesbefestigung

Summe aller baulichen Vorkehrungen, einen Krieg zu beginnen oder zu verhindern.

Landesbefestigungskredit

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Landessender

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Landesverrat

Der Landesverrat ist in der Regel als Verbrechen gegen den Staat definiert. Er findet sich als Straftatbestand in den Gesetzbüchern der meisten unabhängigen Staaten. Es wird zwischen diplomatischem und militärischem Landesverrat unterschieden.

Licht

Egal in welcher Grösse, die Beleuchtung einer Anlage ist nach der Luft das wichtigste, welches in einer Anlage mittels Kerze oder Strom vorhanden sein muss.

Liste 9

Als «Liste 9» wird umgangssprachlich ein Dokument mit Datum xxxx bezeichnet, das zu diesem Zeitpunkt entklassifizierte respektive rückgebaute Objekte und Hindernisse umfasst. In der Kategorie 9 sind offiziell nicht mehr geniutzte und nicht mehr geheime Objekte eingeteilt.

Lochstreifen

Papierstreifen zur Speicherung von Schriftzeichen auf Papier. 5Bit und 8Bit Versionen vorhanden. Während die 5Bit Version beim Fernschreiber Ftg zum Einsatz kam, war die 8Bit Version beim TVS im Einsatz

Logistik-Anlage

Unter diesem Oberbegriff werden Materiallager (Verpflegung, Ausrüstung, Munition) zusammengefasst.

Logistik-Basis der Armee LBA

Die Logistikbasis der Armee (LBA) erbringt sämtliche Logistik- und Sanitätsleistungen für die Armee. Sie stellt der Truppe das Material für Ausbildung und Einsatz bereit, hält es instand und kümmert sich um die medizinische Versorgung der Armeeangehörigen. Weiter sind die Spezialisten der LBA für den Betrieb der rund 25’000 Infrastruktur-Objekte der Armee zuständig.

Luftraumüberwachung

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Lüftung

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Luftwaffe

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Luftwaffen-Anlagen

Für die Bunkerfans interessant sind vor allem die Löcher auf dem Flugplatz Meiringen (Flugzeug- und Werkstatt-Kaverne), die unterirdischen Kommandoposten auf den Flugplätzen sowie die Höhenanlagen. Zudem wurden für die Luftwaffe auch Führungsanlagen, Schutzbauten und Lager aus Beton und in Fels erstellt.


Materialmagazin (Mat Mag)

Das Material der Armee wurde ausser in den Zeughäusern oft auch in grossen Untertag-Anlagen gelagert.

Metall-Pilz

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Militärische Anlage

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Militärische Seilbahn

Seilbahn zur Versorgung einer militärischen Anlage. Seit dem 2.WK versendet. Oft bestmöglichst getarnt und nicht der Öffentlichkeit zugänglich. Erst seit kurzem in den Landeskarten vermerkt.

Militärisches Anflugsystem MALS plus

Ab 2016 u.a. in Meiringen im Einsatz. Beim fraglichen Anflugleitsystem handelt es sich um eine Anlage, die ausschliesslich für militärische Zwecke betrieben wird. Es handelt sich um ein System, das Einsätze der Armee unmittelbar unterstützt. Die notwendige Infrastruktur des geplanten Systems umfasst drei Komponenten an unterschiedlichen Standorten sowie zusätzliche Reflektoren beidseitig der Piste.

Auf dem Gebiet der Gemeinde Hasliberg wird am Tschorren ein 24.2 m hohes Rundradar Airport Surveillance Radar (ASR) installiert. Die Installation der beiden anderen Systeme Precision Approach Radar (PAR) sowie der Direction Finder (DF) erfolgen auf Gemeindegebiet von Meiringen im Bereich Staldi (PAR) sowie auf einer Bundesparzelle am Flugplatzareal selbst (DF).

Fakt ist: Einmal mehr musste SVP-Verteidigungsminister Ueli Maurer die Sicherheitspolitiker in Bundesbern über Probleme bei einem Rüstungsgeschäft orientieren. Konkret geht es um ein neues Radarsystem für die Schweizer Militärflugplätze: das 296 Millionen Franken teure militärischen Anflugleitsystem Mals Plus.Eigentlich hätte das 2009 vom Parlament bewilligte System bis Ende 2016 installiert sein sollen. Daraus wird nichts. Das Projekt verzögert sich um Jahre. Wegen Problemen beim Flugplatz-Rundsuchradar werde das Projekt «erst 2020 beendet sein», so Armasuisse-Sprecher Kaj-Gunnar Sievert zu BLICK. «Im Sommer 2013 zeigten sich bei einem des aus fünf Komponenten bestehenden Systems Mängel», sagt Sievert. Bestandteile für das neue Militärische Anflugleitsystem sind schweizweit nur an wenigen Orten vorgesehen: in Payerne, Emmen, Meiringen und damals noch in Locarno, wie es in einem Bericht von Bundesrat Guy Parmelin von Ende 2016 heisst. Gerechnet wurde da mit Gesamtkosten von 359 Millionen Franken. Bis 2020 sollen die älteren Systeme ersetzt sein. Denn diese genügen nicht mehr, um bei jedem Wetter sowie bei Tag und Nacht Flugeinsätze mit sicherer Rückkehr durchzuführen. Projektstart war schon 1998. Lange Lieferzeiten der einzelnen Systeme sowie «die Komplexität und Abhängigkeit der Prozesse auf Flughäfen» führten laut Projektbericht zu dieser langen Laufzeit. Hinzu kamen Verzögerungen wegen technischer Schwierigkeiten. Die topografischen Verhältnisse hierzulande waren eine grössere Herausforderungen für das System, wie die Medienstelle von Armasuisse mitteilt.

Militärpolizei (Heerespolizei)

Als Polizei der Armee trägt die Militärpolizei dabei durch Information, Beratung, sichtbare Präsenz und anderen geeigneten Massnahmen zur Sicherheit und Ordnung innerhalb der Armee bei.
Als Sicherheitsdienst der Armee trägt sie durch aktive und passive Schutzmassnahmen, sichtbare Präsenz sowie durch Information und Beratung zur Sicherheit von Personen, Sachen und Objekten der Armee bei.

Die Formationen der Militärpolizei können in allen Lagen, sowohl im Inland als auch im Ausland eingesetzt werden. Ausserdem erbringt die Militärpolizei, im Rahmen von Unterstützungseinsätzen, auch Leistungen zugunsten der zivilen Behörden.

Leistungen der Militärpolizei: Über alle Lagen hinweg erbringt die Militärpolizei sicherheits-, verkehrs- und kriminalpolizeiliche Leistungen. Ausserdem schützt sie kritische Armeeinfrastruktur, sowie weitere Objekte und Gelände der Armee. Auch der Transport von schützenswertem Armeematerial gehört zum Aufgabenbereich der Militärpolizei.

Die Militärpolizei trägt so wesentlich zum Eigenschutz der Armee und ihrer Verwaltung bei. Im Verteidigungsfall hat die Militärpolizei zusätzlich auch das Militärstrafgefangenenwesen sicher zu stellen.
Im Rahmen der Grundleistungen werden primär die Berufs- und Bereitschaftsformationen der Militärpolizei eingesetzt. Je nach Lageentwicklung ist ein zusätzlicher, unterstützender oder autonomer, Einsatz der Militärpolizei-Milizformationen möglich.

Im Rahmen der Unterstützung ziviler Behörden erfolgen Einsätze der Militärpolizei vor allem dort, wo eine ausgeprägte polizeiliche Kompetenz gefordert ist und die durch andere Formationen der Armee nicht abgedeckt werden können.Die Mittel der zivilen Polizei können, insbesondere im Rahmen von Objekt- und Konferenzschutzeinsätzen, rasch an ihre Grenzen stossen. Um mögliche Bedürfnisse der zivilen Sicherheitsbehörden abzudecken, kann die Militärpolizei mit Berufs-, Bereitschafts- oder Milizformationen Unterstützung leisten. So zum Beispiel beim Schutz von Objekten, Sachen und Personen, bei Einsätzen zugunsten der Flugsicherheit oder beim Grenz- und Botschaftsschutz. Auch in Krisenlagen (Katastrophen, Notlagen und Aufgaben nationaler Bedeutung) kann die Militärpolizei bei Schutz- und Sicherungsleistungen unterstützend eingreifen.

Im Rahmen der Friedensförderung erfüllt die Militärpolizei die Grundleistungen als Polizei der Armee innerhalb des entsprechenden Einsatzkontingentes der Schweizer Armee.

Die Mitarbeitenden der Sicherheitstransporte der Militärpolizei werden zum Führen von Sonderschutzfahrzeugen, im Rahmen von Konvois mit Polizeieskorte und zum Begleit- und Transportschutz für Waffen und Munition eingesetzt.

Das Kommando der Militärpolizei ist in Sitten.

Minensperre

Umgangssprachliche Definition eines Sprengobjektes. Die Schweiz hat keine Minenfelder verbaut, aber etliche Strassenabschnitte zur Sprengung vorbereitet. Diese waren zu erkennen an mehreren vorbereiteten Schachtreihen im Strassenbelag, in die die Minen verlegt worden wären.

Minenwerfer

Neben dem bekannten mobilen Minenwerfer sind zwei Modelle in verbunkerten Stellungen entwickelt worden: 8,1 cm Fest Mw 56/60 sowie 12 cm Mw 83.

Monobloc

Als Monobloc wird eine kompakte Bauweise von Kampfanlagen bezeichnet, die auf das Nötigste für den Ernstfall reduziert ist – Die 12 cm Fest Mw sowie die 15,5 cm Fest Kan Bison ist die besten Beispiel dafür.

Munitionsmagazin (Mun Mag)

Als Munitionsmagazine dienten Kavernen, freistehende Gebäude oder grosse unterirdische Felsenanlagen. Der modernste Bautyp trug die Bezeichnung MM80. Wie bei F-Anlagen wurde dabei versucht, die Baukosten durch Vereinheitlichung niedrig zu halten. Meist bestehend aus vier Kavernen mit Vorraum und Verladehalle. Oft am Waldrand oder im Wald anzutreffen.


Nachrichtendienst des Bundes NDB

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Nahverteidigung/-sicherung

Alle Anordungen und Mittel, die zum Schutz des Einganges und der verletzlichen Öffnungen (Luftansaugung, Notausgang usw.) einer Anlage getroffen respektive eingesetzt werden.

Neue Maschine Nema

Die Nema (auch: NEMA) ist eine Rotor-Chiffriermaschine aus der Schweiz. Das Akronym „NeMa“ wurde gebildet aus „Neue Maschine“ und bezieht sich auf die Nachfolge der deutschen Schlüsselmaschine Enigma.

Das Gerät wurde von Hugo Hadwiger, Heinrich Weber und Paul Glur als Nachfolgemodell für die deutsche Enigma K entwickelt, die von der Schweizer Armee während der Zeit des Zweiten Weltkriegs verwendet wurde.[1] Die Nema wurde ab 1946 in 640 Exemplaren von der Zellweger Uster AG hergestellt. Für die Beschriftung der Geräte und in der Bedienungsanleitung wurde auch die Bezeichnung „T-D“ (Tasten-Drücker- Maschine) verwendet.

In der Schweizer Armee wurde die Nema ab Ende der 1950er-Jahre weitgehend vom Krypto-Funk- Fernschreiber KFF-58/68 abgelöst, im Botschaftsfunk wurde die Nema bis etwa 1976 verwendet. Im Jahr 1992 wurde die Nema entklassifiziert und 1994 verkaufte die Armee etliche Exemplare an Sammler.

Neutralitätsschutz

Bei einem Neutralitätsschutzfall bekriegen sich Länder ausserhalb der Schweiz. Die Schweiz ist nicht betroffen und verhält sich neutral.

Notausgang/Notausstieg

Ein Notausgang oder Notausstieg ist ein Ausgang aus einem Bauwerk oder Fahrzeug/Flugzeug, der in Notfällen benutzt werden soll. In Anlagen endet der Fluchtweg oft an einem zentralen Sammelpunkt und führt nicht ins Freie. Dies dient der Personenkontrolle.

Notfunk

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Notlage

Eine Notlage ist eine außergewöhnliche Situation. Sie kann gefährlich oder gar lebensbedrohend sein. Eine Notlage besteht, wenn man zum Beispiel durch vorhandene Strömungen im Meer das Ufer nicht erreichen kann.

Beispiel Wasserversorgung: Eine Notlage liegt vor, wenn die normale Versorgung mit Trinkwasser insbesondere infolge von Naturereignissen, Störfällen, Sabotage oder kriegerischen Handlungen erheblich gefährdet, erheblich eingeschränkt oder verunmöglicht ist.

Notsender UKW77

In ausserordentlichen Lagen, wenn die ordentlichen Radiosender gestört sind oder deren Betrieb stark eingeschränkt ist, kommt das System UKW 77 zum Einsatz. Über bestehende oder ausfahrbare Notantennen werden die Radiosendungen ausgestrahlt. Ebenso kann die Sendeleistung massiv erhöht werden, so dass der Empfang auch in Schutzanlagen und Schutzräumen möglich wird. Nach der Sendung können die Notantennen wieder eingefahren werden. UKW 77 wird auf 2011/2012 durch IBBK-Radio (Information der Bevölkerung durch den Bund in Krisenlagen mit Radio) abgelöst.

Die Standorte waren kurzzeitig, da „nur“ dem BABS unterstehend, aus der Klassifizierung entlassen worden. Kurze Zeit später, unterlagen sie, da „umgeteilt“, wieder der Klassifizierung bis heute.

Notspital

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Notstrom

Bunker und Festungen wurden normalerweise ans öffentliche Stromnetz angeschlossen. Für den Ernstfall waren in den grösseren und wichtigeren Anlagen Notstromgruppen mit Motoren/Generatoren vorhanden.

Nöthiger, Felix

Felix Nöthiger veranlasste als Leiter des Muséee Résistance Suisse, das in der ehemaligen Ausbildungsanlage «Schweizerhof» in Gstaad eingerichtet wird, am 11. Juli 2016 eine Todesanzeige für Hans-Rudolf Strasser v/o Franz. Die von Hans-Rudolf Strasser angeblich ein Jahr vor seinem Tode selbst verfasste Anzeige stiess auf grosses mediales Echo.

Nöthiger amtet auch als Sekretär der Ehemaligenvereingung «Club 717» (benannt nach der entsprechenden Ziffer in der Konzeption für Gesamtverteidigung) und hat bei verschiedenen Kantonen die Durchführung der Entlassungsanlässe initiiert. Diese Anlässe sind nicht öffentlich und ihr Bekanntwerden sorgte 2015 für einen medialen Wirbel, als sich die Baselbieter Regierung auf einen nicht existierenden Bundesratsbeschluss abstützen wollte.

Nuklear-elektrischer Impuls NEMP

Ein nuklearer elektromagnetischer Impuls, abgekürzt NEMP (engl. nuclear electromagnetic pulse) oder auch HEMP (high altitude nuclear electromagnetic pulse) wird indirekt als Folge von intensiver Gammastrahlung in einigen 100 km Höhe über der Erdatmosphäre im Zusammenhang mit dem Erdmagnetfeld in der Atmosphäre durch den Compton-Effekt ausgelöst. Eine solch starke transiente Gammastrahlungsquelle ist derzeit nur durch eine Kernwaffenexplosion zu erzeugen.

Bis zum Verbot oberirdischer Kernwaffentests fanden solche Explosionen tatsächlich statt und beschädigten oder zerstörten in den betroffenen Gebieten Versorgungsnetze und Schiffe, so beim Kernwaffentest Starfish Prime über dem Pazifik am 9. Juli 1962.
Durch hochenergetische Gammaquanten im Energiebereich von einigen MeV aufwärts, die bei einer solchen Nuklearexplosion emittiert werden, kommt es an den Molekülen der obersten Schichten der Erdatmosphäre zu einer als Stoßionisation bezeichneten schlagartigen Ionisierung. Dabei werden aus den Molekülen Elektronen herausgeschlagen, von denen ein großer Anteil die ursprüngliche Bewegungsrichtung des aufgetroffenen Gammaquants erhält und sich somit in Richtung dichterer Atmosphärenschichten bewegt. Ein Teil dieser freien Primärelektronen verursacht wegen ihrer hohen Energie weitere Stoßionisationen und setzt dabei weitere Sekundärelektronen frei. Die auf die Erde zufliegenden negativen Elektronen und die zurückgebliebenen positiven Luftionen bilden einen transienten elektrischen Dipol. Aufgrund der Ablenkung der bewegten Ladungsträger im Erdmagnetfeld als Folge der Lorentzkraft entsteht dabei ein transienter magnetischer Dipol. Diese zeitlich und räumlich schnell veränderliche Ladungs- und Stromverteilung der Dipole in oberen Atmosphärenschichten erzeugt ein breitbandiges, transientes Wellenfeld, welches erst den eigentlichen elektromagnetischen Impuls ergibt, der für Beeinträchtigungen von elektronischen Geräten und elektrischen Anlagen verantwortlich ist.

Ein NEMP ist im Unterschied zum LEMP durch die besonders steile Anstiegsgeschwindigkeit und somit Breitbandigkeit gekennzeichnet. Bereits nach 4 ns werden 90 % des Maximalwerts erreicht.
Der genormte NEMP, wie er in Prüflaboratorien zum Prüfen von Abschirmungen verwendet wird, weist als Maximalwert eine elektrische Feldstärke von 50 kV/m und eine magnetische Feldstärke von 133 A/m auf. Ähnliche Effekte treten auch bei nuklearen Explosionen in Bodennähe auf. Dort ist die Wirkung des NEMP allerdings auf einen kleineren räumlichen Bereich beschränkt und durch die thermischen und mechanischen Effekte der Nuklearexplosion überlagert.
Elektromagnetische Impulse können elektrische und vor allem elektronische Bauteile im Wirkungsbereich zerstören und werden daher vom Militär auch in Form bodengebundener EMP-Waffen eingesetzt (siehe auch: elektronische Kampfführung). Als Strahlungsquelle dient hierfür z. B. die gerichtete Mikrowellenstrahlung von relativistischen Magnetrons, die, aus Kondensatoren gespeist, Spitzenleistungen im Terawattbereich liefern.


Objektmaterial

Anlagegebundenes Material, welches allgemeines Armeematerial sowie technisches Festungsmaterial umfasste.

Open Source Intelligence OSINT

Informationsbeschaffung aus offenen Quellen (Open Source Intelligence, OSINT) wie z.B. Datenbanken, wissenschaftliche Publikationen, Fachliteratur, Internet usw.

O2

Sauerstoff -> siehe auch Sauerstofffabrik


P-26 (Geheime Widerstandsorganisation)

Das P-26 (Projekt 26) war eine geheime Kaderorganisation zur Aufrechterhaltung des Widerstandswillens in einer besetzten Schweiz. Sie wurde 1979/1981 als Nachfolgerin des Spezialdienstes in der Untergruppe Nachrichtendienst und Abwehr (UNA) eingesetzt und wurde 1990 – immer noch im Aufbau begriffen – nach der Bekanntmachung durch eine Parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) durch den Bundesrat aufgelöst.[1] Für die P-26-Mitglieder war in Friedenszeiten keine Bewaffnung vorgesehen, und die Rekrutierten kannten sich nicht zellübergreifend. Vorgesehen war, dass sie ausschliesslich auf Befehl einer allenfalls im Ausland verbleibenden Exilregierung aktiv geworden wären, um als Nachrichtenquelle und letztes Mittel der Einflussnahme zu dienen.[2]

Die Organisation P26 erhielt X Bunker als Materiallager, welche zur Geheimhaltung sogar von der offiziellen Anlagenliste des EMD gestrichen wurden

Panzerabwehr

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Panzerabwehrbunker

Permanente Anlage mit fest eingebauter 9 cm-Panzerabwehrkanone oder später das System 10,5 cm Centi-Bunker. Die Besatzung verfügte über keine eigenen Mittel für Aussenverteidigung oder Nahsicherung.

Panzersperre

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Panzerturm

Aufbau auf einem Panzer mit der Waffe. Wurde in verschiedenen Länder auch fix auf Bunker aufgesetzt. (z.B. in der Schweiz: Centi-Bunker)

Panzertüre

Umgangssprachlich eine Schutzraum aus Eisen und Beton. Das Eisen (Armierug und Umrandung sowie der Rahmen werden vorfabriziert und erst am Einbaustandort mit Beton gefüllt.

Patrouillenboot

Typ 41 / 80 /?

Permanente Übermittlungsanlage PUA

Permanente Übertragungs-Anlage. In der Regel sind damit Stationen vom Höhennetz gemeint.

Permanente Waffenstellung PWS

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Pfeil-Munition

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Pflichtlager

Pflichtlager sind in der Schweiz ein rechtlich geregeltes System der wirtschaftlichen Landesversorgung zur Haltung von Notvorräten, um die Versorgungssicherheit in Krisen wahren zu können.
Im Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL), Teil des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements (EVD) ist die Sektion Pflichtlager die verantwortliche Behörde.

Vorgehalten werden Zucker, Reis, Speiseöle/-fette und Kaffee sowie Futtergetreide für vier Monate. Aber auch Insulin für 3 Monate wird vorgehalten.

Plakette (Bewirtschaftungsnummer)

Mit dem Einzug von Computern wurde auch die Inventarisierung modernisiert. Heute sind Objekte des Bundes mit einer Plakette und einem QR-Code versehen.


Quadradar

Militärische Anflugsystem (1974 bis 2016). Bodengeführte Landungen mit dem Quadradar-System. Der Operator weist den blind fliegenden Piloten über Funk an, wie dieser seine Flugbahn zu korrigieren hat damit er auf dem optimalen Gleitpfad bis an einen Punkt geführt wird, von dem aus er die Piste optisch sieht und den Endanflug ohne weitere Hilfe selber durchführen kann. Dieses Verfahren ist sowohl für den Operator als auch für den Piloten anspruchsvoll, da Geschwindigkeit, Flugrichtung und Sinkrate genau stimmen müssen: selbst Abweichungen von nur einem halben Grad können den Befehl zum Landungsabbruch notwendig machen.


Radar

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Radarberg

Text -> siehe Höhenanlagen

Radom

Ein Radom (engl. radome, ein Kofferwort aus radar dome; Plural: Radoms oder Radome) ist eine geschlossene Schutzhülle, die Antennen für Messungen (z. B. Radarantennen) oder für Datenübertragungen (z. B. Richtfunkantennen) vor äußeren mechanischen und chemischen Einflüssen wie Wind oder Regen schützt. Es wird auch als „Radarkuppel“ bezeichnet.

Rauchkörper 77

Erzeugt Rauch in einer Anlage, um einen Einbruch abzuwehren.

Rechenzentrum Bund

Dei Rechenzentren sollen auf nationaler Ebene zum Einsatz kommen.

Das VBS will zur Erreichung der strategischen Ziele zwei unterirdische RZ mit militärischem Vollschutz realisieren. Diese werden benötigt, um den Einsatz armeerelevanter Applikatio-nen und Systeme in allen Lagen, auch in Krisen, Katastrophen und bewaffneten Konflikten, sicherzustellen. Zudem ist ein drittes RZ, das lediglich zivile Schutzanforderungen erfüllt, vorgesehen. Dieses RZ, das in Frauenfeld entstehen wird, werden auch zivile Bundesstellen nutzen.

Die drei RZ werden geografisch getrennt voneinander realisiert und redundant betrieben. Dies bedeutet eine vollständige Spiegelung der Daten. Nur so kann eine unterbruchfreie Funktion der Systeme und Applikationen in allen Lagen sichergestellt werden. Durch den militärischen Vollschutz sind die Daten und Systeme besonders gut gegen mögliche Gewalteinwirkungen geschützt. Dieses neue Konzept ermöglicht, zum einen die geforderte hohe Verfügbarkeit und Sicherheit zu gewährleisten und zum anderen die Betriebskosten zu optimieren. Anfang 2020 ist die erste Phase des vollgeschützten Rechenzentrums FUNDAMENT abgeschlossen und das RZ in Betrieb. Auch anfang 2020 ist die zweite Phase mit dem teilgeschützten RZ CAMPUS abgeschlossen und das RZ auf dem Kasernenareal Auenfeld in Frauenfeld in Betrieb. Weitere Ausbau-Etappen werden entsprechend den Bedürfnissen der Benutzer voraussichtlich bis Ende 2028 realisiert. Das dritte RZ KASTRO II mit Vollschutz soll in der ersten Hälfte der zwanziger Jahre in Betrieb genommen werden.

Reduit

Das Schweizer Réduit (französisch réduit national, aus dem Französischen für Verschlag oder Raum) ist ein System aus militärischen Verteidigungsanlagen in den Schweizer Alpen. Während des Zweiten Weltkrieges wurde es zum Inbegriff des Widerstands der Schweiz gegen das Deutsche Reich – zum einen wegen ihres Widerstandswillens, zum anderen aufgrund der militärischen Widerstandsfähigkeit der Schweizer Armee im Alpenraum.

Das Réduit war der wichtigste Teil des mit dem Operationsbefehl Nr. 13 (Réduitbefehl) vom 14. Mai 1941 abgeschlossenen neuen Verteidigungsdispositivs, das auf dem Prinzip der Abschreckung (Dissuasionsstrategie) beruhte. Die Staffelung der Verteidigung in der Tiefe mit den Grenztruppen, den vorgeschobenen mobilen Truppen im Mittelland und der stark befestigten Zentralraumstellung in den Alpen, sollte zusammen mit der vorgesehenen Zerstörung der wichtigen Nord-Südverbindungen und der Aussicht auf einen langwierigen, verlustreichen Kampf im schwer zugänglichen Gebirge für den Angreifer, eine abschreckende Wirkung auf den Gegner ausüben.

Reduitflugplatz

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Reduitzeughaus

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Relais

In der Übermittlung einen Zusammenschluss von zwei Funkstrecken zur Reichweitenerhöhung. Dies kann normaler Funk oder auch eine Richtstrahlverbindung sein.

Remove

Zwölf Armeeangehörige waren im Jahr 2017 für das Programm «REMOVE» aufgeboten worden. Der Wiederholungskurs fand während drei Wochen in einem Gebiet der Schweiz statt. Er hatte zum Ziel, durch den Rückbau von nicht mehr benötigten Transportanlagen, Seilbahnen, Strom- und Telefonleitungen die Flugsicherheit zu erhöhen. Bei den im Fokus stehenden Objekten handelte es sich meist um kleinere Anlagen, die nicht bewilligungs- und rückbaupflichtig sind. Die Seile und Leitungen bargen jedoch ein Risiko für den Flugverkehr. Besonders für Helikopter und Gleitschirmflieger waren diese Hindernisse schlecht zu sehen und konnten zu tragischen Unfällen führen. Die Schweizerische Rettungsflugwacht REGA, das Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL, die Flugsicherung skyguide und die Armee hatten deshalb 2001 das gemeinsame Projekt «REMOVE» ins Leben gerufen. Rund 400 nicht mehr benötigte Anlagen konnten seither zurückgebaut und damit die Flugsicherheit erhöht werden.

Retablierstollen

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Richtstrahl

Das Verbindungsnetz der Festungstruppen basierte auf Funk oder Draht, wichtige Verbindungen konnten auch mit Richtstrahl eingerichtet werden.

Als Richtfunk (englisch directional (directive) radio)) wird eine drahtlose Nachrichtenübertragung (auch Daten- oder Informationsübertragung) mittels Radiowellen (auch Funk- oder Hertzsche Wellen) bezeichnet, die von einem Ausgangspunkt auf einen definierten Zielpunkt (englisch: point-to-point) gerichtet ist. Von dieser Besonderheit sind im deutschsprachigen Anwendungsbereich dieser Funkanwendung die Bezeichnungen Richtfunk, Richtfunkstelle, Richtfunksystem oder Richtfunkfrequenz abgeleitet. Durch die deutsche Frequenzverwaltung wurde verfügt, dass Richtfunkstellen in der Regel feste Funkstellen sind und dem festen Funkdienst zugeordnet sind.

Rhombus-Spiegel

Umleitstelle einer Richtstrahlverbindung

Rohrpost

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Russen-Karte

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Rückbau

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Sabotage

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Sanität

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Sappeure

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Satellitenaufklärungssystem Onyx

Onyx ist ein Schweizer Satellitenabhörsystem des Nachrichtendienst des Bundes (NDB). Betrieben wird die Anlage von der Führungsunterstützungsbrigade 41 der Schweizer Armee.
Onyx ist ein COMINT-System zur Erfassung von durch Satelliten übertragenen militärischen und zivilen Kommunikationen (COMSAT). Es ermöglicht den Empfang gewisser Daten wie Telefonanrufe, Fax, Telex, E-Mail und Informatikdaten. Dieses System ergänzt die Aufklärung von Kurzwellensignalen, die während langer Zeit die einzige von den schweizerischen Behörden verwendete Form der elektronischen Nachrichtenbeschaffung darstellte.
Der Entscheid zur Realisierung von Onyx wurde vom Bundesrat am 13. August 1997 auf Vorschlag des VBS getroffen. Die Zielsetzung des Systems besteht in der Erfassung von Kommunikationen im Zusammenhang mit dem internationalen Terrorismus, dem gewalttätigen Extremismus, dem organisierten Verbrechen, der
Spionage und der Proliferation sowie allen anderen die Sicherheitspolitik betreffenden Informationen. Die so erworbenen Informationen sollten die Möglichkeiten des Bundesrats zur rechtzeitigen und vom Ausland unabhängigen Erkennung von Bedrohungen und Risiken im Bereich der Sicherheitspolitik verbessern.

Das Onyx-System darf nur für Abhörungen ausserhalb der Landesgrenzen verwendet werden. Onyx wird von der Abteilung Elektronische Kriegführung (EKF), einer Abteilung der Untergruppe Führungsunterstützung des Generalstabs betrieben. Das System
erfasst durch Satelliten übertragene Kommunikation mittels der elektromagnetischen Verbindungen zwischen – sich allgemein in geostatischem Umlauf befindlichen – Satelliten und den Bodenstationen.<

Es bestehen verschiedene Typen von Kommunikationssatelliten (Intelsat, Inmarsat, Eutelsat, PanAmSat, Arabsat, Gorizont usw.), die ihren Kunden verschiedene Dienstleistungsarten anbieten. Das Intelsat-Netz beispielsweise bietet Dienstleistungen im Bereich der Kommunikation zwischen terrestrischen Fixnetzen an («Fixed
Satellite Services»). Es verfügt gegenwärtig über 24 Satelliten, die den amerikanischen Kontinent, Afrika, Europa, Asien und den Pazifik abdecken. Das Inmarsat-System, das dieselben Sektoren wie Intelsat abdeckt, bietet Satellitendienstleistungen zwischen einem terrestrischen Telefonnetz und mobilen Kommunikationsteilnehmern wie z.B. Flugzeuge, Schiffe oder Offshoreplattformen an («Mobile Satellite Services»).

Die Kommunikationserfassung von Onyx erfolgt mittels Parabolantennen mit einem Durchmesser von 4–18 Metern. Sämtliche Antennen des Systems Onyx befinden sich auf schweizerischem Hoheitsgebiet. Sie empfangen die von den Kommunikationssatelliten zur Erde gesendeten Wellenbündel («Downlinks»).

Im Allgemeinen sind die zur Erde gesendeten Wellenbündel nicht auf eine genau begrenzte geographische Zone fokussiert, sondern über mehrere Länder verteilt («Footprint»). Wenn das Signal nicht konzentriert wird, kann dieser Bereich bis zu 50 % der Erdoberfläche ausmachen. In Europa beispielsweise erstrecken sich die Footprints von Intelsat und Inmarsat im Allgemeinen über ganz Europa hinweg.
Demnach genügt zum Erfassen der Satellitenkommunikationen von ganz Europa eine einzige Empfangsstation. Allgemein gilt die Regel, dass pro Satellit, der erfasst werden soll, eine Antenne notwendig ist.
Die Erfassung erstreckt sich lediglich auf internationale zivile und militärische Kommunikationen. Die Erfassung und Auswertung in der Schweiz stattfindender Kommunikationen ist untersagt.
Das System Onyx funktioniert rund um die Uhr an 365 Tagen pro Jahr.

In den Schweizer Ortschaften Leuk und Heimenschwand stehen Parabolantennen, welche den Satellitenfunkverkehr abhören und auffangen. Die abgefangenen Unmengen an Daten Funkemissionen, E- Mails, Telefongesprächen, Faxübertragungen, werden automatisch meist anhand gezielter Schlüsselwörter auf relevante Daten für ihren Auftraggeber hin gefiltert. Weitere Filterkriterien werden mit Grossrechnern aufgrund Künstlicher Intelligenz, optischer Texterkennung oder Stimmprüfung erzielt. Die Resultate werden dann an die Zentrale in Zimmerwald weitergeleitet. Rund 40 Mitarbeiter verfassen dort aus den gewonnenen Erkenntnissen geheime Berichte, die an das Departement für Verteidigung in Bern weitergeleitet werden. Das System soll primär der Bekämpfung von Terrorismus dienen.

Dem Beispiel mehrerer Staaten folgend beschloss der Bundesrat im Jahre 1997, ein Projekt zur Aufklärung von Satellitenkommunikationen voranzutreiben. Dieses
System trägt den Namen Onyx (ehemals SATOS-3) und ermöglicht den Empfang internationaler ziviler und militärischer Kommunikationen, die über Satelliten abgewickelt werden. Es liefert den obersten Bundesbehörden wichtige Informationen zur Beurteilung und Entscheidungsfindung im Bereich der Sicherheitspolitik. Mit anderen Worten befasst sich die COMINT mit der Abhörung, Auswertung und Übermittlung von Funkausstrahlungen, die in Graphiken oder in die menschliche Sprache übersetzt werden können (z.B. Morse oder Funksprüche). ELINT konzentriert seine Aufklärungstätigkeit auf elektronische Signale von Radaren oder anderen Waffensystemen, die nicht der Kommunikation dienen, sondern technischer Natur sind, sowie auf die Analyse ihrer technischen Parameter (Frequenz, Modulation, Polarisation usw.) Das Onyx-System ist eine Informationsquelle des Typs COMINT.

Sauerstofffabrik

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Schaltstelle

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Scharte/Schiessscharte

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Schiesselementerechner (SER)

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Schiesskarte

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Schindler-Bunker (klein/gross)

Die Bunker System Schindler gleichen einem Eisberg: An der Oberfläche ist nur die Spitze mit dem Eingang sichtbar, der Rest ist unter der Oberfläche. Meist wurden diese als Schutz für Angehörige der Eidgenössischen Rüstungsbetriebe verwendet, vereinzelt aber auch als Waffenstellung.

Schlüsselkasten

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Schutzbauten

Anlagen ohne Waffen, welche Schutz vor Waffenwirkung gewährleisten. Es sind dies Gebirgsunterkünfte sowie Unterstände aller Art (z.B. ASU).

Schutzbauten der Rettungstruppen

In den Jahren 1974 bis 1999 erstellte der Bund für die damaligen Luftschutztruppen (heute Rettungstruppen) unterirdische Schutzbauten, welche grösstenteils den Gemeinden und Kantonen in Eigentum übergeben wurden. Mit der Armee XXI, in welcher der Bevölkerungsschutz noch zusätzlich an Bedeutung gewinnt, sind gerade diese Anlagen von grosser Wichtigkeit, wurden sie doch mehrheitlich am Rande grösserer Agglomerationen gebaut.

Schützengraben

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Schutzfrist

Das Bundesgesetz über die Archivierung (BGA) sowie das Öffentlichkeitsgesetz regeln den Zugang zu den Unterlagen des Bundesarchivs. Unter anderem legt das BGA Schutzfristen für Unterlagen fest. Bis zu deren Ablauf ist eine Konsultation der Unterlagen nur mit einer Bewilligung möglich. Danach sind sie frei und unentgeltlich zugänglich.

Schutzfrist gemäss BGA Art. 9
Art. 9 des BGA legt eine Schutzfrist von 30 Jahren für Unterlagen fest. Für die Berechnung der Laufzeit der Schutzfrist ist das Abschlussjahr eines Dossiers massgebend, d. h. das Datum des jüngsten Dokuments. Unterlagen, die bereits vor ihrer Ablieferung an das Bundesarchiv öffentlich zugänglich waren, bleiben auch weiterhin öffentlich zugänglich.

Schutzfrist gemäss BGA Art. 11
Unterlagen, die nach Personennamen erschlossen sind und besonders schützenswerte Personendaten oder Persönlichkeitsprofile gemäss Datenschutzgesetz enthalten, unterliegen einer verlängerten Schutzfrist von 50 Jahren. Die Verlängerung der Schutzfrist von 30 auf 50 Jahre wird hinfällig, wenn die betroffene Person schriftlich einer Einsichtnahme zugestimmt hat – oder wenn die betroffene Person seit mehr als drei Jahren verstorben ist. Vorbehalten bleiben BGA Art. 12.1 und 12.2.

Schutzfrist gemäss BGA Art. 12.1
Für bestimmte Kategorien von Unterlagen kann der Bundesrat die Schutzfrist verlängern, wenn ein überwiegendes schutzwürdiges öffentliches oder privates Interesse gegen eine Einsichtnahme spricht. Die entsprechenden Unterlagen sind im jährlich publizierten Anhang 3 der Verordnung zum BGA (VBGA, SR 152.11) aufgelistet.

Schutzfrist gemäss BGA Art. 12.2
Besteht im Einzelfall (in der Regel bei einem einzelnen Dossier) ein überwiegendes schutzwürdiges öffentliches oder privates Interesse, kann die abliefernde Stelle oder das Bundesarchiv die Schutzfrist verlängern.

Schutzzone

Der Chef der Armee teilt die Anlagen in eine oder mehrere Schutzzonen ein.

Die verwaltenden Stellen beantragen dem CdA die festzulegenden Schutzzonen pro Objektgruppe. Innerhalb dieser Schutzzonen scheiden die verwaltenden Stellen spezielle Bereiche aus, um den Zutritt auf jene Personen zu beschränken, die darin eine Funktion unbedingt erfüllen müssen. Die IOS/Stab CdA beurteilt die Anträge der verwaltenden

Stellen betreffend Einteilung der Anlagen und Anlagenteile in Schutzzonen gemäss „Verordnung über den Schutz militärischer Anlagen“.

Schutzzone 1: Anlagen, Anlagenteile und Areale, die in der Regel von aussen her wahrnehmbar und teilweise frei zugänglich sind. Die verwaltende Stelle kann folgende Massnahmen anfordern:

1. Umzäunung / Gebäudehärtung
2. Überwachung
3. Schutz vor Sabotage

Schutzzone 2: Anlagen und Anlagenteile, die in der Regel von aussen her nicht wahrnehmbar sind, von Unbefugten nicht betreten werden können und deren Zerstörung oder Beschädigung den Betrieb und/oder den Zweck der Anlage selbst oder andere Anlagen bzw. Teile davon oder die Auftragserfüllung von Teilen der Armee gefährdet. Die verwaltende Stelle hat folgende Massnahmen anzuordnen:
1. spezielle Bezeichnung von Anlagen und Anlagenteilen mit Zugang über Zutrittskontrolle und Kontrollführung über alle Zutritte.
2. Zutritt nur nach Identifizierung und mit Zutrittsbewilligung.
3. Schutz vor Sabotage
4. Überwachung oder Bewachung als Regelfall

Schutzzone 3: Anlagen und Anlagenteile, die von Aussen her nicht wahrnehmbar sind und deren Zerstörung oder Beschädigung die Auftragserfüllung des Bundesrates, der Armee oder wesentlicher Teile davon nachhaltig gefährdet. Die verwaltende Stelle hat folgende Massnahmen anzuordnen:
1. spezielle Bezeichnung von Anlagen oder Anlagenteilen in der Schutzzone
2. mit zusätzlichen Schutzmassnahmen;
3. Kontrollführung über alle Zutritte;
4. besonderer Sabotageschutz;
5. Bewachung oder Überwachung.

Seilbahn

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Sicherung

Truppen oder Einrichtungen vor überraschenden Ereignissen schützen

SIGINT

Informationsbeschaffung durch elektronische Mittel (Signals Intelligence, SIGINT). Diese Technik ermöglicht die Informationsbeschaffung aus der Abhörung von Übermittlungssystemen oder der Erfassung anderer elektromagnetischer Sendungen.

Schutz von Waffen und Munition vor Diebstahl SMUD

Die Armee begründete 1974 das SMUD-Projekt (Schutz der Munition gegen Diebstähle). Die Diebstähle nahmen, nach einer Verschärfung des SMUD-Auftrags, ab 1979 ab.

Solitär

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Sperre

Mit Sprengobjekt werden vorbereitete Zerstörungen in Strassen, Bahntrasses oder auf Flugplätzen bezeichnet. Dieses Waffensystem begann mit einfachen Minenkammern und wurde mit dem Permanenten Sprengdispositiv PDS75 zur Perfektion weiterentwickelt. Seit 20xx ist kein Sprengstoff mehr fest verbaut. Weitere und sehr detaillierte Infos dazu sind im Buch „Wunderwaffen der Schweizer Armee“ nachzulesen.

Sperrstelle

Als Sperrstelle wird ein geographischer Raum umschrieben, in dem militärische Objekte (permanente Barrikaden aller Art, Geländepanzerhindernisse, Sprengobjekte, Schutzbauten, Festungsminenwerferbunker, Panzerabwehrbunker usw.) einen feindlichen Vormarsch verzögern sollen. Die Schweizer Armee bezeichnete die Sperrstellen mit Nummern.

Spezialdienst UNA

Vorläuferorganisation der P-26

Spionage

Unter Spionage (lateinisch spicari; italienisch spiare, spieia; althochdeutsch spheon in der Bedeutung von ‚ausspähen‘, ‚erspähen‘) wird ursprünglich das Beschaffen und Erlangen unbekannter Informationen oder geschützten Wissens verstanden.

Spionageauswertungssystem Achat Achat

Die Schweizer Armee investiert in den nächsten Jahren offenbar mehrere Millionen Franken in ein neues Spionageauswertungssystem in Zimmerwald im Kanton Bern. Das Projekt heisst «Achat» und soll das bereits bestehende Aufklärungssystem «Onyx» in Leuk (VS) ergänzen. Mit «Achat» sollen Daten aus der Funkaufklärung aufbereitet und ausgewertet werden, schreibt der «Sonntagsblick» und beziffert die Kosten mit 90 Millionen Franken. Gemäss einem Armeesprecher ist das System teilweise bereits in Betrieb. Die Höhe der Kosten hat er nicht bestätigt

Spital

Hospital bzw. Spital (seit dem 4. Jahrhundert von lateinisch hospitalis‚ gastfreundlich, ‚zum Gastwirt gehörend‘, dies abgeleitet von hospes, ‚Gastfreund, Gastwirt; Gast‘) ist eine Bezeichnung für Pflegeheime und Altenheime.

Sprengobjekt

Über viele Jahre hinweg bildeten Sperrstellen und damit auch permanente Sprengobjekte einen wichtigen Bestandteil der Schweizer Verteidigungsdoktrin. Bis Ende 2014 wurde der Sprengstoff ausgebaut.

Sperrstellen haben den Zweck, gegnerische Bewegungen am Boden zu verzögern. Durch die Sprengung von geeigneten Objekten entstehen Zerstörungen, zu deren Behebung auch ein gut ausgerüsteter Gegner je nach Lage des Sprengobjektes Tage, Wochen oder Monate benötigen würde, um den Verkehrsweg auch nur provisorisch wiederherzustellen – ein hoher Preis, verglichen mit dem Aufwand des Verteidigers.

Das nun ausgelaufene Sprengobjekt-Konzept der Schweizer Armee basiert auf dem «Permanenten Spreng- Dispositiv 75» (PSD 75), das ab Ende der 1970er Jahre realisiert wurde. Sprengobjekte waren Brücken, Tunnel, Galerien, Stützmauern, Strassenkörper und Flugpisten. Viele davon waren aber nur baulich vorbereitet und nicht permanent mit Sprengstoff geladen. Zahlreiche Sprengobjekte wurden bereits seit 1991 nicht nur wegen der veränderten Bedrohungslage und zwecks Vermeidung von Unterhaltskosten aufgehoben, sondern auch weil heute mit fallweise und rasch anzubringenden mobilen Mitteln eine vergleichbare Wirkung erzielt werden kann.

Befugnis bei höheren Kommandostellen
Die Wahl des richtigen Zeitpunktes der Sprengung wäre dabei ein schwieriger Entscheid gewesen. Gesprengte Objekte reduzieren nicht nur die gegnerische, sondern natürlich auch die Beweglichkeit und damit die Handlungsfähigkeit des Verteidigers. Bei Objekten, deren Zerstörung besonders gravierende Folgen für eigene Interessen gehabt hätte (z.B. Brücken mit wichtigen Leitungen oder Eisenbahntunnels), lag deshalb die Sprengbefugnis bei höheren Kommandostellen. Nicht übersehen werden darf auch, dass bei Sprengobjekten in überbautem Gebiet vor der Zündung Evakuationen grösseren Umfangs geplant waren.

Bei allen permanent geladenen Sprengobjekten wurde bis Ende 2014 der Sprengstoff ausgebaut. Die relativ lange Zeitdauer für den Ausbau war nicht zuletzt abhängig von den zur Verfügung stehenden Spezialisten. Zudem wurden die Arbeiten unter grossen Sicherheitsmassnahmen durchgeführt, was zur Folge hatte, dass pro Jahr nur eine begrenzte Zahl an Sprengobjekten entladen werden konnten.

Geländeverstärkungen über Jahrhunderte entwickelt
Das Gelände respektive permanente Geländeverstärkungen spielten schon im schweizerischen Wehrwesen des Mittelalters eine grosse Rolle. Sperren und Hindernisse waren in den verschiedenen Schlachten der Schweizer Geschichte wesentliche Voraussetzungen für den Kampf. Auch 500 Jahre später hätte unsere Armee das Land ohne umfangreiche Geländeverstärkungen respektive Sprengobjekte nicht erfolgreich verteidigen können. Das gilt für den Ersten Weltkrieg ebenso wie für den Zweiten Weltkrieg und die Zeit des Kalten Krieges zwischen 1950 und 1990.

Nach der Machtergreifung durch Adolf Hitler und die Nationalsozialisten Ende Januar 1933 änderte sich die Bedrohungslage – sechs Jahre später brach der Zweite Weltkrieg aus. Aus Schweizer Sicht ging es auch darum zu verhindern, dass der Gegner die wichtigsten Alpenübergänge hätte nutzen können. Die permanenten Geländeverstärkungen und Sprengobjekte wurden ab 1939 energisch vorangetrieben. Ende Oktober 1940 waren über 1000 fertige Sprengobjekte und weitere 2000 Projekte vorhanden. Am Schluss des Zweiten Weltkrieges zählte man in der Schweiz mehrere hundert Sprengobjekte, die auch am Ende des Kalten Krieges immer noch über sämtliche Landesteile verteilt waren.

Stachelschwein

«Die Schweiz, das kleine Stachelschwein, das nehmen wir im Rückweg ein!» Das Bild der wehrhaften Schweiz als stacheliger Igel, das kommt nicht von ungefähr. Vom zweiten Weltkrieg bis zum Ende des Kalten Krieges säumten zahllose Bunker und Festungen die strategisch wichtigen Alpentransversalen.

Standseilbahn

Eine Standseilbahn ist ein zu den Seilbahnen gehörendes schienengebundenes Verkehrsmittel, dessen Fahrbetriebsmittel auf Schienen oder anderen festen Führungen fahren und durch ein oder mehrere Seile bewegt werden.

Stellungsbau

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Stilllegung

Stillegung ist eine endgültige (irreversible) Beendigung der Funktionserfüllung; Stillegung meint auch die Einordnung in ein Segment. Sie erfolgt bei Immobilien im Dispositionsbestand welche nicht einer zivilen Nutzung zugeführt werden können. Diese Immobilien sollen in einen Zustand überführt werden, in dem sie möglichst tiefe wiederkehrende Kosten verursachen. Sie werden ausgeräumt, fallweise rückgebaut und verschlossen. Für stillgelegte Objekte bleibt das VBS haftbar.

Strassenbarrikade

Verschiedene Modelle und Generationen von Strassenbarrikaden sind in der Schweiz entwickelt worden. Von eingesteckten Bahnschienen und Eisenträgern bis zu den Stahlspinnen reicht die Palette.

Strassensperre

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Stützpunkt

In sich geschlossene, zur Kampfführung nach allen Richtungen bestimmte Verteidigungsstellung, die in der Regel durch eine Kompanie – mindestens jedoch durch Züge – besetzt ist.


Taflir

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Tankanlage

Ohne Treib- und Schmierstoff funktioniert auch die beste Armee der Welt nicht. Die Anfänge der Betriebsstofflagerung basiert auf einem Bundesratsbeschluss vom 29. Dezember 1921. Damals wurde die Schaffung einer Landesreserve beschlossen. Verantwortlich wurde das Oberkriegskommissariat (OKK). 1922 wurden aus Notstandskrediten in Brig, Göschenen und Walenstadt je eine Tankstelle gebaut. Weitere Lager wurden angemietet, was eine Reserve von rund 700 Tonnen Mittelschwerbenzin ermöglichte. Dieses wurde über die Militärschulen und -kurse umgesetzt. Zudem wurde ein Spezialfonds Benzin gebildet, da weitere Anlagen gebaut und grössere Reserven durch die zunehmende Motorisierung benötigt wurden.
Geplant wurden zwei Felsentankanlagen in Urmiberg/Rigi und beim Château in Vaulruz. Geologische Probleme verhinderten die Realisierung wie Ernst Frei, Chef Sektion Tankanlagen im Oberkriegskommissariat in einer Schrift 1982 festhielt. Daraus stammen auch die weiteren Infos hier. Sie geben den Wissensstand 1982 nach damaliger Klassifizierung wieder. Fehlende Lagerkapazitäten beschäftigten die Beamten dauernd. 1939 wurde die Tankanlage Kehrsatz dem OKK übergeben und bis 1982 als wichtige Nachschubanlage sowie Fabrikationsbetrieb für Schmier- und Betriebsmittel betrieben.
1938 wurden Tankstellen auf den Waffenplätzen Kloten, Bülach, Brugg und Bière erneut, auch die Fliegertruppen bauten Anlagen. Bewilligt wurden vom Bundesrat auch Kredite aus dem Speizialfonds für Tarnungsbauten von Tankanlagen. Frei: «Während leistungsfähige und dementsprechend viel Treibstoff verbrauchende Fahr- und Flugzeuge beschafft wurden, unterliess man es bei der Erstellung von Einstellhallen die notwendigen Tankanlagen zu Lasten der Baukredite einzuplanen.»
Die Entwicklung in der Technik (geschweisste statt genietete Tanks resp. geschweisste statt geschraubte Rohrleitungen) ermöglichten, dass dünnwandigeres Material benutzt wurde und die sich die Fertigungszeit verringerte. Über die drohende Korrosion war noch wenig bekannt, so mussten später alle vor 1939 erstellten Anlagen ersetzt oder stillgelegt werden.

Kurz vor Ausbruch des Weltkrieges wurden 1939 Kredite zur Landesverteidigung von 327,7 Millionen Franken) bewilligt, davon 8 Millionen für den militärischen Tankanlagenbau. Durch diese späte Erkenntnis, dass Treibstoff ein zentraler Punkt der Landesversorgung war, schwanden die Reserven rasch. Rasch wurden 54 liegende zylindrische Tanks von je 150 Kubikmeter Volumen bestellt, zudem der Bau von drei neuen Tankanlagen begonnen. Kurz darauf wurden nochmals 122 Tanks bestellt. Nicht nur Benzin, auch Bleche für die Tanks wurden zur Mangelware.

Im August 1939 wurden zwei weitere Anlagen in Auftrag gegeben, die Arbeiten an derjenigen in Huttwil wurden wegen des Rückzugs der Armee ins Reduit jedoch wieder abgebrochen. Neue Anlagen mussten im Reduit erstellt werden: Provisorische Freilager wurden in Boltigen, Interlaken Ost, Meiringen, Sachsen Flügeln und Dallenwil erstellt. Permanente Freilager in Selgis, Dörfli, Seewen-Schwyz und Sembrancher. Diese Behelfslager wurden nach dem Bau von neun fixen Anlagen in den Jahren 1940-43 wieder aufgehoben. Das OKK erstellte gleichzeitig noch fünf feste Anlagen in den Kantonen Graubünden und Tessin sowie in der Westschweiz.

Bleche für 233 Tonnen wurden mit diplomatischer Hilfe aus dem Dritten Reich beschafft, die letzte Grosstankanlage wurde 1943 fertig gestellt. Mit Bitumen und Jute wurden die Tanks isoliert, rund 64 km Rohre mussten zudem beschafft werden. Schliesslich wurde der in der Wehrvorlage vorgesehene Tankraum von 28’000 Tonnen um 890 Tonnen überschritten. Alle versenkten Tanks wurden jeweils sofort über provisorische Leitungen gefüllt. 1944 liess die Petrola (Vereinigung für die Einfuhr flüssiger Treibstoffe) fünf gemietete Überflurtanks ausstellen (Silenen, Gündlischwand, Kandersteg, Matten/Simmental und St. Leonard). Sie überliess diese für Diesel dem OKK.

Frei erwähnt in seinem Buch immer wieder die Beschaffungsprobleme in den Kriegszeiten, die die spätere Bevorratung zweifellos beeinflusst haben. Dazu kam, dass die Flugzeuge speziellen Treibstoff benötigten. Dazu wurden Versuche mit Ersatztreibstoffen mit unterschiedlichem Erfolg gemacht. Während im Krieg meist an den bestehenden zivilen Tankstellen aufgefüllt wurde, wurde in den Wintermanövern 1943/44 der kriegsmässige Anschub getestet. Fazit: Es fehlte an allem, vor allem an Pumpen und Abfüllvorrichtungen. Auch wuchs die Erkenntnis, dass bei einer zu erwartenden feindlichen Luftüberlegenheit das Nachschubsystem mit Lastwagen kaum mehr funktionieren würde. Ein Umstellen auf Bidons wäre zeitgemäss…

Im Aktivdienst wurden auch acht unterirdische Flammöltankanlagen und drei passende Fasslager erstellt.
Ab 1946 wurde das Tankbauprogramm I geplant. In den Räumen Brienzersee, Obwalden und Uri sollten in erster Priorität, im Simmental, Kandertal, Lütschinental und Raum Linth mit zweiter Dringlichkeit sowie im Rhonetal und Tessin in dritter Priorität Anlagen von mehreren tausend Tonnen Fassungsvermögen erstellt werden. Zudem mussten mit der Beschaffung von Vampire-Jets auch Lager für Düsentreibstoff geschaffen werden. 1949 wurden schliesslich vom Bundesrat sechs Felsentankanlagen bewilligt, die Kosten wurden je hälftig von Bund und Wirtschaft getragen. Inbegriffen waren im Programm auch drei ausschliesslich der Wirtschaft dienende Überflurtankanlagen sowie der Ausbau der Tankanlage Stockeren. Realisiert wurden am Schluss nur fünf Felsenanlagen – wegen Kostenüberschreitungen und Problemen in Reiden.

Ältere Nachschubanlagen wurden modernisiert und den aktuellen technischen Bedürfnissen angepasst. Drei Anlagen des Programms I erhielten erstmals auch fixe Mischanlagen, um z.B. Blei beizumischen. Aktuell wurden zudem die Arbeitsbedingungen für das Personal in den Untertaganlagen, auch die Sicherheitsmassnahmen wurden laufend angepasst. Mit Ausnahme eines einzigen langen Verbindungs- und Leitungsstollens waren 1954 alle Anlagen des Bauprogramms I voll in Betrieb.

Parallel dazu wurden 5,8 Millionen Franken für ein Armeetankbauprogramm 1950/51 bewilligt. Geplant wurde Unterflurtankraum für 12’000 Tonnen Treibstoffe. Neun Anlagen waren für die Militärflugplätze (vorwiegend Gebirgsflugplätze) und vier für das OKK vorgesehen. 1952 waren die Anlagen gefüllt.
Weitere Bundesratsbeschlüsse erlaubten den Umbau der Anlage Kehrsatz, die Erstellung eines Motorenöl- Umschlagplatzes in Seewen-Schwyz und die Modernisierung zweier Tankanlagen im Bündnerland. Schliesslich konnten noch je eine Betriebstankanlage in Aarau und Colombier gebaut werden. Auch der Verband Schweizerischer Schmierölimporteure stellte Geld bereit: Für je eine Schmieröltankanlage in Bönigen und Göschen.

Neben dem OKK waren vor Ort die Betriebsstoffkompanien für den Ernstfall – die Unbrauchbar-machung der Anlagen – zuständig. Diese wurden auch in Bezug auf Brandschutz, Ölwehr und Umweltschutz ausgebildet. 1954 wurden vom Bundesrat knapp 20 Millionen Franken für eine erste Reihe von Felsentankanlagen des Tankbauprogramms III bewilligt. Vorgesehen waren diese in der Nähe der Kriegsflugplätzen. Für eine zweite Serie wurden 1955 34,5 Millionen Franken beantragt. Gemäss Frei waren Ende 157 fünf der Anlagen aus dem Programm III/1. Serie gefüllt und die Arbeiten für die Erweiterung dieser Serie auf das doppelte Fassungsvermögen weit fortgeschritten. 1960 wurden weitere Anlagen in Betrieb genommen. Überdacht wurden ich die teilweise langen Zuleitungen. 1960 wurde erstmals eine Felsentankanlage durch die Spezialisten eines Flugplatzregimentes im WK betrieben.

1957 wurde in einem Bericht verlangt, dass jeweils bei Beschaffungen von Flugzeugen, Fahrzeugen und Panzern auch die logistischen Infrastrukturen für die Versorgung zu bewilligen. Interessant: Während der Suezkrise 1956/57 wurden alle Armeekanister gefüllt! Diese hunderttausende Kanister umfassende Aktion war Ende 1957 abgeschlossen.

Mit dem Tankbauprogramm IV wurde eine Grosstankanlage zugunsten Armee und PTT geplant. Zudem wurden mit dem Tankbauprogramm V 1.Teil mehrere Unterflurtankanlagen (in Einheiten von 150, 500 und 600 Kubikmeter Fassungsvermögen) erstellt, zusammen mit dem Tankbauprogramm KMV rund 40 Betriebstankanlagen zur Sicherstellung des Bedarfs bei einer Kriegsmobilmachung. Totale Kosten: 64,4 Millionen Franken. Die Anlage des Programm IV ist seit 1965 in Betrieb und umfasst zusätzlich einen Fabrikationsbetrieb für Schmiermittel und eine Aufbereitungsanlage für gebrauchte Gebinde (Stand 1982).

Die Anlagen des Programms V waren sogenannte Stillhalteanlagen und vollständig für militärische Bedürfnisse ausgelegt: Einfach, robust, unauffällig und unabhängig von Fremdenergie. Zum Einsatz kamen mit Blech ausgekleidete zylindrische vertikale Tanks aus Beton von 600 Kubikmeter Fassungsvermögen. Der Umschlag erfolgte über mobile Pumpenaggregate. 1968 ging die letzte davon in Betrieb.

Das Tankbauprogramm V 2. Teil wurde 1959 geplant. Der Bund kaufte Gelände und Tanks der in Liquidation befindlichen Raffinerie Ipsa (Rotkreuz, ZG ?) und baute diese entsprechend um. Massgeblich wirkten neue strengere Vorschriften bei Umwelt- und Wasserschutz bei der Konstruktion mit.
Mit dem Versorgungskonzept 75 erfolgte eine weitere Dezentralisierung der Tanklager ausserhalb des Reduitraumes. Es handelte sich dabei um einfache Unterfluranlagen ohne aufwändige Installationen und Infrastruktureinrichtungen. Auch der vermehrte Verbrauch von Super-Benzin führte zu aufwändigen Umbauten. Auch heute noch betreibt die Armee eigene Lager für Treibstoffe für Fahr- und Flugzeuge. Informationen, wo diese sich befinden, welche aktiv sind und welche Mengen an Produkten gelagert werden, sind klassifiziert. In den letzten Jahren wurden jedoch mehrfach von der armasuisse ausgemusterte Unterflurtankanlagen zum Kauf angeboten.

Tankhindernis

Siehe Geländepanzerhindernis (GPH)

Tankgraben

Siehe Geländepanzerhindernis (GPH)

Tannenbaum

Angriffsplan, text

Telefon

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Tarnung

Die Schweiz hat die Tarnung von Bunkern zu absoluter Spitzenklasse entwickelt. Künstliche Felswände und falsche Scheunen sind überall zu finden, wenn man das Auge dafür hat. Es gab HD-Tarndetachemente.

Teilmobilmachung

siehe Mobilmachung

Telefonzentrale

Text

Territorialzone

Text

Toblerone

Text

Totenkammer

Raum in einem Werk, welches der Aufbewahrung der Toten dient, bis die Lage es erlaubt, diese zu bestatten. In neueren Anlagen wurde der Notausgang (!) zu diesem Zweck bestimmt.

Trichtersprengladung

text

Truppenschutzunterstand

Der Truppenschutzuntertand TSR30 ist der Nachfolger des Atomsicheren Unterstandes (ASU).


Überbelegung

Berechnung der Kapazität der Anlage im Ausnahmefall. Dabei musste insbesondere auf die Belüftung Rücksicht genommen.

Überdeckung

Erdreich, welches zwischen der obersten Betonplatte und dem natürlichen Humus auf der Anlage liegt

Überdruck

text

Übermittlung

Text

Übermittlungs-ASU

Atomschutz-Unterstand mit zusätzlichen Ausbauten zur Kommunikation mit anderen Stellen. Meist enthält ein Funk ASU die Sendeeinheit mit den dazugehörenden aussenliegenden Antennen. Die Absetzung dient der Verschleierung des Standortes des KP bei elektronischer Aufklärung.

Übermittlungszentrale

Zentrum der erweiterten Kommunikation zwischen Anlagen: Sammelpunkt aller Übermittlungsgeräte einer Anlage wie Telefax, Telex und Telefon.

Unterflur-Tankanlage (UTA)

Als dezentrale Nachschubdepots wurden auch etliche Tankanlagen erstellt. Diese befinden sich meist in Nähe von Bahnanschlüssen.

Unterirdische Tankanlage

Als dezentrale Nachschubdepots wurden auch etliche Tankanlagen im Berg erstellt. Diese befinden sich meist in Nähe von Bahnanschlüssen. Etliche sind auch heute noch für militärische Zwecke in Betrieb, obwohl die Pflichtlagerhaltung für zivile Zwecke nicht mehr Militärssache ist. Ein besonderer Fall befindet sich in Schachen (LU), wo die eidg. Alkoholverwaltung ein unterirdisches Ethanol- Lager betreibt.

Unterkunft

Text

Unterstand

Neben dem Feldunterstand FU88 und den verschiedenen ASU-Typen gab es noch den Kugelbunker U4 (4 Mann), sowie die VOBAG-Modelle U12 Halbzugunterstand, ca. ab 1950, auch als KP benutzt) und den U22.


VBS

Aktuelle Bezeichnung des Departementes für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport. Böse Zungen behaupten, dass der Bereich „Sport“ einzig in diesem Departement angesiedelt sei, damit ein ehemaliger Bundesrat (Ogi) dieses übernahm. Heute in der Praxis aufgrund unterschiedlicher Sicherheitsauffassungen kaum umsetzbar.

Ventilation

Dient der Frischluftversorgung der Anlage

Verschleierung

Text

Verschluss

Text

Verschlüsselung

Text

Versorgung

Text

Verteidigung

text

Verteidigungsanlage

Allgemeine Bezeichnung einer militärischen Anlage

Verteidigungsdepartement VBS

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Vertraulich

text -> siehe Geheimhaltung

Videoüberwachung

Text

VOBAG

Die Firma VOBAG fertigte für die Schweizer Armee Standart-Unterstände in Betonbauweise. Bekannt sind die Typen U-12 und U22.

VULPUS

VULPUS ist ein Telematiksystem der Führungsunterstützungsbasis der Schweizer Armee. Damit können mit einzelnen oder mit allen Stationen zielgerichtet schriftliche Meldungen ausgetauscht werden.
Bei fedpol sind die Einsatzzentrale und der Bundessicherheitsdienst mit dem Telematikmittel VULPUS verbunden. Weiter sind alle Einsatzzentralen der Kantonspolizeien sowie weitere nationale Behörden an das System angeschlossen.

Die Aussendung dringender und wichtiger Meldungen via diesen Kommunikationskanal an nationale Empfänger, wie kantonale Polizeikorps, Stadtpolizeien, Grenzwachtkorps, die militä-rische Sicherheit, die nationale Alarmzentrale, verschiedene Sonderstäbe des Bundesrates, das Bundesamt für Bevölkerungsschutz, wird beim Empfänger mit akustischem Signal angekündigt und muss quittiert werden.
Informationen können somit innert Minuten die Einsatzzentralen aller polizeilichen Partner erreichen. Mit der Quittierung wird zudem sichergestellt, dass die Meldung auch angekom-men ist.
Bei Entführungen oder Vermisstmeldungen wird der VULPUS-Modus „Verbreitung National“ als Standardprozess der Polizeibehörde eingesetzt. Diese Meldungen werden bei fedpol durch die Einsatzleitstelle (ELST) bearbeitet. Die Informationsübertragung erfolgt nicht automatisch, sondern durch einen verantwortlichen Operateur. Sie basiert auf militärischen und zivilen Netzen.

VULPUS ist ein geschütztes Meldungsvermittlungssystem ziviler Stellen von Bund und Kantonen und Dritten. Es dient seit rund 30 Jahren dem Informationsaustausch (v.a. Textmeldungen) der Bundes-anwaltschaft, der kantonalen Polizeikorps, der Stadtpolizei Zürich, des GWK, der militärischen Sicher-heit, der NAZ, dem NDB, verschiedener Sonderstäbe des Bundesrates, des BABS und verschiedener Alarmformationen. VULPUS wird heute bei der Alarmierung, der Alarmfahndung und beim Vermitteln der Naturgefahrenwarnungen der Fachstellen des Bundes unter Einbezug der Medien (Radiostatio-nen) eingesetzt. Die Informationsübertragung erfolgt nicht automatisch, sondern durch einen verant-wortlichen Operateur. Sie basiert auf militärischen und zivilen Netzen. Das System wird im Tagesge-schäft der genannten Organisationen und Behörden verwendet. VULPUS wird heute durch die Armee betrieben und auch im Wert erhalten. Die Armee ihrerseits hat keinen Bedarf an VULPUS.

Die Dienstleistungen, die mit VULPUS erbracht werden, sind von zentraler Bedeutung für die Kommunikation der Behörden und müssen auch in Zukunft im Tagesgeschäft sowie in Katastrophen und Notlagen zur Verfügung stehen. VULPUS basiert auf dem analogen Telefonie-Netz der Swisscom, dessen Anschlüsse in absehbarer Zeit ausser Betrieb genommen werden. Der Weiterbetrieb der Anschlüsse ist bis 2022 sichergestellt.


Wachtturm

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Waffenkammer

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Waffenstellung

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Wärmebildzielgerät

Text (Centi-Bkr)

Wasseralarm

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Wasserfassung

Einrichtung zu Fassung von Regenwasser zur Versorgung einer Anlage

Wasserversorgung

Der Wasserversorgung ist beim Bau eines Bunkers immer eine besondere Aufmerksamkeit zu stellen. Anlagen werden wenn möglich an die zivile Wasserver- und Entsorgung angeschlossen. Nicht überall ist dies aber möglich. Deshalb werden in Anlagen oft grosse Reservoir integriert, welche die Bunkerbesatzung etliche Tage autark überleben lassen sollen.

Zur aktiven Kontrolle der Wasserqualität wurden in der Alarmzentale (Zentrum der Werksicherheit) oft nicht nur im Kriegsfall Forellen zur Qualitätskontrolle in einem Aquarium gehalten. Falls in der Zuleitung eine Wasseruhr eingebaut war, kam man recht schnell von dieser Idee zu Friedenszeiten ab.

Nicht selten wurden Bunker als zivile Wasserversorgung getarnt. Deshalb sind zivile Wasserversorgungen der natürliche Feind eines jeden Bunkerjägers.

Wehranlage

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Werk

Veraltete Bezeichnung einer militärischen Anlage.

Werk-Chef

Chef eines Werkes: Ohne Belegung vom Unterhalt, bei Belegung der höchste Grad der zugeteilten Truppe.

Werkschutz

Als Werkschutz wird ein interner Dienstleister (Sicherheitsdienst) für ein einzelnes Unternehmen bezeichnet. Der Generalauftrag des Werkschutzes ist es, durch Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung Gefahren und Schäden vom Betrieb und seinen Mitarbeitern abzuwenden.

Wintereingang

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X

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Y

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zeljava-lybi.com

Kroatische Webseite, welche im Jahr 2009 zu viele schweizerische Bunkergeheimnisse bekannt machte und deshalb Post von der IOS bekam.

Ganze 106 Seiten mit Fotos und Koordinaten von geheimen Schweizer Militäranlagen hatten die Betreiber von www.zeljava-lybi.com online gestellt, wie «Le Matin» damals berichtete: Funkanlagen, Helikopterlandeplätze, Bunkereingänge. Sogar Aufnahmen aus dem Inneren von geheimen Anlagen waren zu sehen – diese stammen wohl von Schweizer Soldaten, die verbotenerweise Fotos geschossen haben.

Damit war bald Schluss: Die kroatischen Betreiber der Website haben die Bilder entfernt. «Wir wollten auf keine Weise militärische Geheimnisse veröffentlichen. Alle Bilder haben wir öffentlich zugänglichen Seiten entnommen», schreiben die Betreiber in einer Bekanntmachung auf der Homepage. Ihre Seite sei in erster Linie der «ehemals grössten unterirdischen Flugbasis Željava» gewidmet. Im Jugoslawienkrieg sei diese zerstört worden. Sie wollten lediglich an den Krieg erinnern und seien keine Terroristen.

Damit war die Sache jedoch nicht erledigt – zumindest nicht für die Schweizer Soldaten, die Fotos geschossen oder hochgeladen haben: Die Informations- und Objektsicherheit des VBS (IOS) hat Ermittlungen aufgenommen. «Die Abklärungen laufen seit einigen Wochen und sind noch nicht abgeschlossen», sagt VBS- Sprecher Sebastian Hueber im «Blick».

Die IOS-Experten stellten fest, dass sich unter den Bildern Aufnahmen von klassifiziertem Inhalt befinden. Gegen die Betreiber der Website kann das VBS allerdings nicht vorgehen: Das IOS kann nur im Inland wirken. «Gewisse Personen, welche Bilder ins Internet geladen haben, konnten aber ermittelt werden», so Hueber. Darum hat das IOS verfügt, dass als Sofortmassnahme Plakate in den Geheimbunkern aufgehängt werden, die die Soldaten an das Aufnahmeverbot erinnern. (cha)
Erstellt: 07.09.2009, 15:12 Uhr

Zensur

«In militärischen Fragen freilich herrschte eine unerbittliche Zensur, und das war auch nötig. Das Photographieren in Festungs- und Grenzgebieten war nur mit ausdrücklicher Genehmigung der zuständigen Militärbehörden gestattet, die Aufnahmen selbst aber wurden für eine Publikation grundsätzlich nicht freigegeben. Wer sich, Photograph oder Redaktor, fahrlässig oder leichtfertig über diese Weisungen hinwegsetzte, hatte schwere Strafen zu gewärtigen, und wer einmal in die Apparatur der Militärjustiz hineingeraten war, dem war in der Regel nicht mehr zu helfen.»

Gewiss – die Grenzen, die das Pressenotrecht der Freizügigkeit des schweizerischen Journalismus setzte, waren vielfach etwas verwischt; mancher Entscheid, der in der Abteilung Presse und Funkspruch als letzter «Zensur»- Instanz gefällt wurde, blieb unverständlich, und die Elastizität, mit der während sechs Kriegsjahren je nach der militärpsychologischen Lage, je nach Gefährdung und Bedrohung unserer eigenen Sicherheit, die einzelnen Artikel des Notrechts interpretiert wurden, wirkte bisweilen etwas opportunistisch. Wo es aber um die fundamentalen, verfassungsmässig verankerten Rechte der Pressefreiheit ging, wo ehrlich um Wahrheit und Gesinnung gekämpft wurde, da blieb dieser Kampf zwischen Presse und Kontrollbehörde – so hart er auch oft geführt wurde – sauber und fair.

Zeus-Karte

Aufgrund des Berichts des Bundesrates zur Konzeption der militärischen Landesverteidigung vom 6. Juni 1966 begann die Schweizer Armeeführung erstmals mittels einer rollenden operativen Planung grundlegende Einsatzpläne der Armee im Voraus zu erstellen. Ausgehend vom weitgehend fixen Mobilmachungsdispositiv wurde per 1992 als Kampfdispositiv das Grunddispositiv «Zeus» entwickelt, das rasch aus dem Mobilmachungsdispositiv bezogen werden konnte. Der Vorteil von «Zeus» war, dass die Miliztruppe Land, Leute und Kampfinfrastruktur kannte und den Abwehrkampf in diesen Räumen regelmässig in den Wiederholungskursen dynamisch übte.

Zentrallager

Die P-26 hatte verschiedene Zentrallager in allen Landesteilen.

Zivilschutz/Bevölkerungsschutz

Text

Zivilschutz-Sirene

Die Sirenen zur Alarmierung der Bevölkerung : Rund 7200 Sirenen in der Schweiz
In der Schweiz werden derzeit ca. 5000 stationäre Sirenen für die Alarmierung der Bevölkerung bei Allgemeinem Alarm (AA) betrieben. Dank der Einführung von neuen „Kombi-Sirenen“ in den letzten Jahren werden gegen 600 davon auch gleichzeitig für die Alarmierung bei Wasseralarm (WA) eingesetzt. Neben diesen stationären Sirenen sind rund 2200 mobile Sirenen im Einsatz. Die mobilen Sirenen kommen insbesondere in dünn besiedelten Gebieten oder beim Ausfall stationärer Sirenen zum Einsatz.Es gibt eine ganze Reihe von zugelassenen Sirenentypen. Früher waren die Sirenen mechanisch oder mit Pressluft betrieben, heute funktionieren sie elektronisch. Vorgabe ist, dass nach drei Tagen Netz-Unterbruch eine gespeicherte Energie für mindestens vier Signale des Allgemeinen Alarms (inkl. Wiederholung) zur Verfügung stehen muss; beim Wasseralarm wird eine gespeicherte Energie für mindestens zwei Alarme gefordert.

Die stationären Sirenen können heute über eine Fernsteuerung (Polyalert) zentral, in der Regel von der Kantonspolizei, ausgelöst werden. Daneben bleibt die Möglichkeit, die Sirenen an Ort und Stelle auszulösen. Aufgrund der föderalistischen Struktur der Schweiz ist nicht vorgesehen, dass alle Sirenen der Schweiz mit einem einzigen Knopfdruck ausgelöst werden können. Ein entsprechendes Ereignis ist auch schwer vorstellbar. Bei grossflächigen Ereignissen können die Kantone durch die Nationale Alarmzentrale NAZ sehr schnell (vernetzt) informiert werden.

Neben den allgemeinen Alarmen ist die Anzeige von Stauwehrbrüchen in bestimmten Gebieten notwendig

Zivilverteidigung

Die Zivilverteidigung oder Zivile Verteidigung umfasst den nichtmilitärischen Teil der Verteidigung.
Die Anfänge der Zivilverteidigung in der Schweiz gehen in die 1920er Jahre zurück. Die russische Revolution und der aufkommende Faschismus in Italien sowie die Verbreitung totalitärer Ideologien mittels Radio und Film, brachte die neue Erkenntnis, dass der demokratische Rechtsstaat bereits in Friedenszeiten verteidigt werden musste.

Von den 1930er bis in die 1960er Jahre wurde mit der Geistigen Landesverteidigung einerseits als schweizerisch anerkannte Grundwerte gestärkt und andererseits faschistische, nationalsozialistische und kommunistische Totalitarismen abgewehrt. Die Schweizerische Landesausstellung von 1939 in Zürich förderte den Zusammenhalt und Widerstandswillen des Schweizer Volkes als Landigeist. Ab 1939 war es vor allem die Aufgabe der neuen Armeesektion Heer und Haus der staatlichen Kulturpropaganda aus Deutschland und Italien entgegenzutreten und die Bevölkerung in ihrem Abwehrwillen zu unterstützen. 1969 führte die Verbreitung des Zivilverteidigungsbuches wegen des Bedrohungsszenarios des revolutionären Krieges zu einem Sturm der Entrüstung, die das Ende der Geistigen Landesverteidigung von offizieller Seite bedeutete.

1973 wurde die Zivilverteidigung in das Konzept der Gesamtverteidigung (Bericht 73 zur Sicherheitspolitik der Schweiz) mit dem integralen Zielsetzung (Kommission Schmid) Wahrung des Friedens in Unabhängigkeit integriert[2]. Der Bericht setzte auf die konventionelle Strategie und ließ die Option der schweizerischen Atombewaffnung endgültig fallen. Die neueren Entwicklungen haben sich von der klassischen Zivilverteidigung im Falle eines bewaffneten Konflikts zum Zivilschutz bei der Bewältigung von Katastrophen und Notlagen verschoben.

Zivilverteidigungsbuch

Das Zivilverteidigungsbuch war ein vom Schweizer Bundesrat im Rahmen der Geistigen Landesverteidigung herausgegebener Ratgeber über den zivilen Schutz des Landes, um die Widerstandskraft des Volkes zu stärken und die Unabhängigkeit der Schweiz zu sichern. Das Buch wurde im September 1969 vom Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement im Auftrag des Bundesrates gratis an alle Haushaltungen der Schweiz abgegeben.

Das Zivilverteidigungsbuch wurde Anfang der sechziger Jahre als Aufklärungsbeitrag der Bundesbehörden gegen die Gefahren der Atomwaffe geplant, entwickelte sich dann aber zu einem umfassenden Ratgeber über die zivile Landesverteidigung. Sein Zweck – gemäss Begleitbrief – war, der Bevölkerung aufzuzeigen, was für Vorkehrungen der Private, die Familie, zu ihrem Schutz und als Beitrag zur Zivilverteidigung treffen können und rechtzeitig ins Auge fassen sollten, damit wir, wenn doch einmal ein Notfall eintreten sollte, bereit und gerüstet sind und wissen, wie wir uns verhalten sollen. Das Buch sollte zusammen mit dem allen Wehrmännern abgegebenen Soldatenbuch helfen, die Unabhängigkeit der Schweiz zu sichern.

Das Geleitwort schrieb der damalige Vorsteher des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartementes, Ludwig von Moos. Das Buch ist in die chronologischen Hauptkapitel Friede, Kriegsgefahr, Krieg, Die zweite Form des Krieges, Widerstand unterteilt. Ihnen schliessen sich Merkblätter an.

Das Kapitel Friede geht vom schweizerischen Leitbild verteidigungswürdiger Werte wie der Freiheit in der Gemeinschaft, dem friedlichen Staat, der Gewissensfreiheit aus. Breiter Raum wird der Vorsorge für den Kriegsfall gewidmet: Verteidigungsbereitschaft, Vorratshaltung, Organisation des Zivilschutzes, Warndienst, Schutzmassnahmen gegen Atom-, biologische und chemische Waffen, Obdachlosenhilfe, Brandbekämpfung, Sanitätsdienst und Geistige Landesverteidigung.

Die Massnahmen bei Kriegsgefahr werden detailliert beschrieben: Treibstoff- und Lebensmittelkontingentierung, kombinierte Zivilschutzübungen, Wehrbereitschaft, Teil- und Kriegsmobilmachung, Lebensmittelsperre, Requisitonswesen, Sabotage und Spionage, Todesstrafe, Rationierung, Strahlenschutz, Internierte und Flüchtlinge usw.

Im Kapitel Krieg wird auf Bombardierungen, Armee- und Zivilschutzeinsätze, Irreführende Meldungen und den Ortskampf eingegangen. Als die zweite Form des Krieges werden getarnte Kriegsmassnahmen des Gegners mit dem Ziel einer inneren Umwälzung oder eines revolutionären Krieges bezeichnet: Verräterische Parteien, Defaitismus und Pazifismus, Sympathie- und Einschüchterungspropaganda, Wirtschaftskrieg, Revolutionärer Kampfapparat, Ablauf eines revolutionären Krieges, Zermürbung und Subversion, Desorganisation des politischen Lebens, Terror, aussenpolitischer Druck, Staatsstreich.

Das Kapitel Widerstand zeichnet ein Konzept des zivilen Widerstandes nach einer militärischen Niederlage auf: Widerstandsrecht, Besetzung, Passiver Widerstand, Völkerrecht, Repressalien, Propaganda und geistige Landesverteidigung, Befreiungskampf im Untergrund und Offener Befreiungskampf.

Zündvorrichtung

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Zutrittskontrolle (Zuko)

Insbesondere modernere Führungsanlagen haben eine Eingangskontrolle (Zutrittskontrolle), die auf elektronischen Systemen (Netzhaut, Fingerabdruck, Code) beruht.

Bei Artilleriewerken wurden im Eingangsbereich Ausweise an einer Pinwand aufgehängt, die jeweils beim Verlassen oder Betreten der Anlage gewechselt werden mussten. So war theoretisch immer klar, wer sich in der Anlage befand, sollte sich ein Ereignis wie Feuer usw. ereignen.