Zumindest seinen Namen kennen militärgeschichtlich Interessierte sicher: Max Rudolf. Er hat zahlreiche Schriften zur aargauischen Militärgeschichte verfasst und ist trotz seines fortgeschrittenen Alters noch voller Ideen und vor allem Wissen.

Seine sehr detaillierten Publikationen umfassen jeweils (Bunker-)Pläne, einzigartige und bisher nicht publizierte Bilder und Originaldokumente. Max Rudolf fasst die jeweilige Geschichte kompetent zusammen und bringt dem Leser so ein Stück Lokal- und Militärgeschichte lebhaft nahe.

Aktuell sind folgende seiner Publikationen noch erhältlich:

  • Von den «Schuflenpuren» zur Grenzbrigade 5
    Auf Spurensuche in der Zurzacher Gegend.
    2006. 68 Seiten. 128 Abbildungen.
    Letzte Exemplare im Militärmuseum Full erhältlich.
  • Abwehrvorbereitungen der Grenzbrigaden 4 und 5 1936-45
    Auf Spurensuche von Leibstadt bis Kaiseraugst.
    2006. 96 Seiten. 170 Abbildungen.
    Letzte Exemplare im Militärmuseum Full erhältlich.
  • Als die 47er in Birmenstorf waren…
    Abwehrvorkehren des Gebirgs-Infanterieregiments 20 1939-1940 – Bauten im rückwärtigen Raum der 8. Division.
    2013. 111 Seiten. 193 Abbildungen.
  • Noch einmal die FÜNFTE
    Hinterlassenschaft der 5. Division in ihrem Verteidigungsabschnitt 1939-1941 zwischen Aare und Schinberg
    2015. 145 Seiten. 400 Abbildungen.
  • Rund um das Gebenstorfer Horn
    Abwehrvorbereitungen unserer Armee 1939-45 im Abschnitt des Gebirgs-Infanterieregiments 19
    2017. 100 Seiten. 287 Abbildungen.

Info/Bezugsquelle: Jede Publikation 40 CHF + Porto.
Schweizerisches Militärmuseum Full. General Guisanstrasse 1, 5324 Full oder
Max Rudolf, Oberzelglistrasse 13, 5413 Birmenstorf

Die neuste 7-bändige Dokumentation von Werner Pfenninger befasst sich im Detail mit der Grenzbrigade 7. Im bekannten System seiner vorherigen Doks hat er die vielen Anlagen und Objekte (unter anderem den Festungsgürtel Kreuzlingen) den jeweiligen Einheiten zugeordnet und mit Lage- und Anlagenplänen sowie Fotos versehen.

Alle Infos zu dieser Dok gibt es hier (PDF). Bestellungen per Mail an wernerpfenninger@hotmail.com

Um die Übersicht zu wahren, wurde die Anlagen der Schweizer Armee mit Buchstaben-Nummern-Kombinationen versehen. Diese so genannte AGFA-Nummern kennzeichnen ein Objekt eigentlich eindeutig, es gab aber auch Doppel-Nummern und Fehler.

AGFA bedeutet übrigens Abteilung für Genie und Festung A = erstes EDV-Projekt. Die neue Nummerierung wurde in der Westschweiz angefangen und dann im Uhrzeigersinn abgearbeitet. Wann genau diese Nummerierung begonnen wurde, ist noch immer nicht klar. Es gibt verschiedene Hauptkategorien mit einigen Unterkategorien.

Anlagen mit militärischen Nutzen im Kriegseinsatz

1: Anlage, die betreffend Schutzgrad beziehungsweise Wirksamkeit vollständig den neusten Erkenntnissen entspricht.
2: Anlage, die betreffend Schutzgrad beziehungsweise Wirksamkeit nicht vollständig den neusten Erkenntnissen entspricht.
3: Anlage mit reduzierter Bereitschaft
4: Anlage, die nur behelfsmässig verwendet werden kann.
(5): Hilfsanlage ohne speziellen Kampfwert

Anlagen ohne militärischen Nutzen im Kriegseinsatz

6: Anlage in Projektierung oder Bauausführung
7: Anlage dient ausschliesslich der Ausbildung
8.0: Anlage dient ausschliesslich der Verwaltung
8.9: Anlage, die überzählig ist. Weiterverwendung offen
9.0: Anlage mit historischem Wert
9.1: Anlage, die mit minimalem Aufwand erhalten werden kann
9.2: Anlage, die zum Abbruch freigegeben wurde und nach Abbruch der Bundesboden verkauft werden kann
9.3: Anlage, die zum Verkauf freigegeben wurde

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