Seit Ende 2017 ist der Waffenplatz Dailly geschlossen, die Armee ausgezogen. Was ungenutzt zurück bleibt, sind nicht nur moderne Infrastrukturen, sondern auch 80 Kilometer an Stollen und Kavernen, eine unterirdische Standseilbahn und Artillerie- und Infanteriestellungen aus vielen Jahrzehnten Verteidigungsanstrengungen der Schweiz. Und jetzt?

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Der KP Heinrich oberhalb von Spiez am Thunersee war das Nervenzentrum der Festungsartillerie rund um den Thunersee und dem dortigen Réduiteingang. In diesem Buch wird die Rolle der Artilleriebeobachtungskompanie 3 erklärt, die schliesslich zum Bau dieses Beobachtungspostens und der Feuerleitstelle führte. Später wurde er ausgebaut als Kommandoposten verschiedener Einheiten. Mit historischen Bilder und Plänen erklärt der Autor Hans-Rudolf Schoch die Planung, der Bau und der Einsatz dieser Festung im Hondrichhügel detailliert erklärt.

Der Festungsverein Hondrich betreibt heute diese in Privatbesitz befindliche Anlage. Der KP Heinrich ist auf Anfrage zu besichtigen.

Informationen: Format A4, Hardcover, geklebt, 148 Seiten, vierfarbig mit grossenteils erstmalig publizierten Fotos und Plänen. Preis 46 Franken inklusive Versand Inland. Bestellungen via www.hs-publikationen.ch. Nicht im Buchhandel erhältlich!

Das Festungsmuseum Naters erhält vier neue Themenräume. Neben einem Sanitätszimmer und der Totenkammer werden neu auch die Nationalbank sowie die Festungswächter den Besuchern näher gebracht.

Das Museum der Simplonfestung Naters wird schrittweise ausgebaut. An der der Generalversammlung des Vereins «Freunde der Festung Naters» im April werden die neuen Themenräume vorgestellt. Das Sanitätszimmer sowie die Totenkammer wurden wieder originalgetreu hergerichtet. Und: Auch die im Zweiten Weltkrieg im Artilleriewerk A9000 gelagerten Reserven der Nationalbank sind ein Thema. Zudem erhalten die Festungswächter einen eigenen Raum.

Man hat im Wallis aber noch weitere Ausbaupläne: In nächster Zeit soll beim Eingang eine Rezeption nebst Buvette sowie ein öffentliches WC erstellt werden. 2019 sollen eine Waffenkammer und ein Materialmagazin errichtet werden und eine Ausstellung, die dem Schweizer Medizinnobelpreisträger Werner Arber gewidmet ist, der in der Festung Naters Militärdienst leistete.

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A9000 Art Wk Naters: 10,5 cm Bunkerkanone

Im Festungsmuseum Fürigen sind nach einer Überarbeitung der Ausstellung nicht nur die Stollen und Waffenstände zu besichtigen.

Was bisher fehlte, war eine historische Einbettung der Anlage in den Zweiten Weltkrieg und den Kalten Krieg. Vor allem bei jungen Besuchern fehle dieses Vorwissen oft, dabei seien Schulklassen eine wichtige Zielgruppe, heisst es von Seiten des Museums. Mit 300’000 Franken hat nun der Kanton die Ausstellung ganz neu konzipiert.

In einer Art neu konzipiertem, audiovisuellem Hörspiel erwachen Kommandant, Festungssoldaten und Angehörige in der Anlage zu neuem Leben. Plötzlich stehen sie im Zentrum. Über Kopfhörer bekommt der Besucher Gedanken, Erinnerungen, Sorgen und Einschätzungen von damals hautnah vermittelt – und das im typischen leicht muffigen und feuchtwarmen Bunker. Ein Prunkstück ist der neu eingerichtete Ausstellungsraum im einstigen Munitionsmagazin mit einer Videoschau und Schaukästen.

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Die militärische Lage der Schweiz erforderte nach 1940 eine Zentralraum-Verteidigung: Das Reduit. Die Zugänge zu diesem Rückzugsraum in den Alpen wurden besonders stark gesichert. Am linken Thunerseeufer bildeten zahlreiche Bunker die Verteidigungslinie von Einigen über die Sattelegg bis ins Engnis von Wimmis. Gebaut wurde in Einigen ein grosser Tankkanal und in Spiezwiler eine Bunkerlinie für Feldkanonen.

Wer sich achtet, sieht heute viele dieser Bauten im Gelände und fragt sich vielleicht, was hinter den Panzertüren oder Scharten ist. Ob es sich dabei um eine echte Scheune oder einen Bunker handelt, ist oft nicht auf den ersten Blick klar. Und einiges ist gar nicht mehr sichtbar: Zum Beispiel die Stollenanlage im Pintel bei Wimmis.

Buchautor Hans-Rudolf Schoch hat aus dem Bundesarchiv und weiteren Archiven zahlreiche Bilder und Informationen über die Planung, den Bau und den geplanten Einsatz dieser Verteidigungsstellung zusammengetragen. Im bewährten Stil seiner früheren Publikationen über die 3. Division im Raum Thunersee schafft er in Buchform eine Übersicht, die als Standardwerk gelten darf.

Bisher geheim waren die Stellen, wo Sprengstoff eingebaut war, um notfalls Brücken, Bahnlinien und Strassen zu zerstören. Diese Sprengobjekte umfassen ein eigenes Kapitel.

Informationen: Format A4, Softcover, geklebt, 230 Seiten, vierfarbig mit grossenteils erstmalig publizierten Fotos und Plänen. Preis 54 Franken inklusive Versand Inland. Bestellungen via www.hs-publikationen.ch. Nicht im Buchhandel erhältlich!