Zwischen den beiden Weltkriegen bauten die Franzosen am Rhein entlang eine unglaublich lange und moderne Befestigungsanlage. Wir sprechen von der MAGINOT-Linie.

Die Schweizer verlängerten diese auf ihrem eigenem Territorium und nannten sie MAG I NO KO. Der Name war Frage und Programm zugleich. Wir machen uns auf Spurensuche und untersuchen in 20 Minuten:

  • Die Festung Üetliberg
  • Die Befestigungen in der Stadt Zürich (vor allem Quaibrücke)
  • Die alte Kernbefestigung von Dietikon

Zudem wird Bonus-Material angehängt.

Die Zeit des Stillstandes kann man ja prima für die Planung der ersten Bunker-Besichtigungen nach der Krise nutzen. Wie wärs denn mit einem Ausflug in den rückwärtigen Raum der ehemaligen Grenzbrigade 4?

  • A3669 Kommandoposten Lobisei (Grenzbrigade 4)
  • F4300 Kommandoposten Längen Tannen (Infanterieregiment 49)

Dank der Betriebsgruppe historische Militäranlagen des Kantons Solothurn können diese zwei speziellen Objekte auf Anfrage besichtigt werden. Der Kanton hat seit März 2017 seinen Willen umgesetzt, einige Anlagen zu übernehmen und zugänglich zu machen. Aktuell ist die Leistungsvereinbarung zwischen der Betriebsgruppe unter Dach und Fach und die oben erwähnten Anlagen mit all ihren Annex-Objekten sind in der Obhut der Betriebsgruppe. Die Anlagen befinden sich in einem hervorragenden Zustand!

Die Anlagen

  • A3669 befindet sich zwischen St. Wolfgang/Balsthal und Mümliswil und ist die grösste militärische Anlage im Kanton Solothurn. Erstellt wurde ein erster Kommandoposten 1942, der heutige bauliche Zustand wurde 1965 erstellt. Ein letzter Totalumbau wurde 1990 geplant, aber nicht mehr realisiert. Zu diesem Brigade-Kommandoposten für 120 Mann gehörten auch mehrere Atom-Schutz-Unterstände (ASU) für die Aussensicherung sowie die Übermittlung.
  • F4300 ist 1982 zwischen Mümliswil und Ramiswil erstellt worden, der Regiments-Kommandoposten Typ 76 war der modernste KP im Raum der Grenzbrigade 4. Es entstanden nur rund ein Dutzend Bauten dieses Norm-Typs. 60 Arbeits- und 51 Schlafplätze wurden auf einer Grundfläche von 400 Quadratmetern im Tagbau realisiert. Zur Infrastruktur gehören ebenfalls ASU-Bauten. Das dort eingesetzte Infanterieregiment 49 hatte seit jeher die Pässe Schelten und Passwang sowie die Klusen von Balsthal zu sperren.

Die Besichtigung der Anlagen ist auf Anmeldung und geführt möglich. Terminanfragen sind zu richten an Marc Balmer (marc-balmer@bluewin.ch).

 

 

 

Die eindeutige Identifizierung von Objekten ist das A und O der Bunkersuche. Im Laufe der Jahrzehhnte wurden jedoch verschiedene Nummerierungssysteme verwendet, was die Zuordung oder in den Archiven die Suche oftmals erschwert. Die heute gängigste Kennzeichnung sind die AGFA-Nummern. Was das bedeutet?

AGFA bedeutet Abteilung für Genie und Festung Anlageverzeichnis, wie Recherchen der Armasuisse in den Archiven ergeben haben – merci für die Abklärung!

Die neue und heute noch gültige Nummerierung von militärischen Objekten wurde in der Westschweiz angefangen und dann im Uhrzeigersinn abgearbeitet. Da die Abteilung für Genie und Festung (AGF) mit der Truppenordnung 51 geschaffen wurde, wird auch die Einführung dieses Systems auf das Jahr 1951 zurückgeführt.

Die Vorgängerorganisation Abteilung für Genie (1875-1950) dürfte allerdings die Vorarbeiten dazu ausgeführt haben.

Nach jetzigem Stand tauchen diese AGFA-Nummern erstmals auf Skizzen und Plänen vom 15. Juni 1951 (Situation A6802/GL138) und 30. Dezember 1954 (Situation der Terrain-Veränderung beim Bunker A6802/GL138) auf. Der Akten-Ersteller wollte offenbar durch die gleichzeitige Nennung der neuen und der alten Registernummer sichergehen, dass keine Missverständnisse auftauchen.

Eine Liste von militärischen Objekten und ihren AGFA-Nummern (soweit heute vorliegend, leider aber aufgrund des grossen Aufwandes wohl niemals komplett) ist hier angefangen.