Beschaffung von vorfabrizierten Elementen für die Geländeverstärkung
Die Veränderung der Bodengestaltung, insbesondere der Bau von Strassen und die Strassenkorrektionen zwingen zur stetigen Umänderung und Anpassung unserer Verteidigungssysteme an der Grenze und im Alpengebiet. Diese Anpassung wirkt sich aus in Form von Umänderungen der Sprengobjekte und Panzerhindernisse sowie in der Anpassung der Befestigungswerke an die neuen Verhältnisse. Diese Arbeiten müssen zur Erhaltung der Vollständigkeit unserer Verteidigungsanlagen systematisch ausgeführt werden.

Es ist nicht immer möglich, sie vorauszusehen, weil ihre Ausführung meistens vom Arbeitsprogramm der Kantone und Gemeinden abhängig ist. Zudem behalten unsere Verteidigungswerke ihren bleibenden Wert nur, wenn sie den neuen Kampfmitteln angepasst werden.

Aus militärischen und finanziellen Gründen sind wir in der Regel gezwungen, auf permanente Anlagen herkömmlicher Art (Bunker) zu verzichten. Tatsächlich kostet ein betonierter Unterstand für eine einzige Waffe heute 120’000 Franken bis 200’000 Franken. In vielen Fällen steht eine derartige Ausgabe in einem Missverhältnis zum eigentlichen militärischen Wert des Werkes. Die Atomwaffe zwingt ebenfalls zur Überholung gewisser Massnahmen bezüglich unserer Grenz- und Alpenverteidigung. Die Auflockerung der Verteidigungsanlagen ist eines der Mittel, um sich gegen die Atomgeschosse zu schützen

Die seit mehreren Jahren angestellten Studien gestatten heute die Verwendung von vorfabrizierten Beton-Elementen, welche folgende Vorteile bieten:

  • genügender Schutz gegen klassische und Atomgeschosse;
  • Möglichkeit der raschen und Serienfabrikation;
  • niedrige Preise. Zur Sicherstellung des ersten Bedarfes und um gleichzeitig eine kleine Reserve zu äufnen, sehen wir die folgenden Beschaffungen vor:
    – 400 Unterstände, kleines Modell zu 1500 Pranken
    – 150 Unterstände, grosses Modell zu 6500 Franken
    – 2000 Betonminenzellen zu 35 Franken

Die Armee hatte vor allem für ihre eigenen Spitäler und Sanitätseinrichtungen Bedarf an Sauerstoff. In Krisenzeiten wollte sie gerüstet sein, und diesen selber herstellen können. Eine dieser seltenen Anlagen kann ab 2020 besichtigt werden, es handelt sich um die Sauerstofffabrik Ilanz – fachlich korrekt als Lufttrennanlage bezeichnet.

Erstellt worden ist die Fabrik in den Jahren 1967/68. Zwischen 1969 und 2005 wurde in diesem Gebäude hochreiner Sauer- und Stickstoff produziert, vornehmlich für das Militärspital Disentis.

Besucher können heute die grossen Kompressoren, die Steuerung und zahlreiche Rohre und Schieber besichtigten – zudem ist der Schiffsdieselmotor von 400 PS der Stromversorgung noch vorhanden. Dieser ist funktionsfähig und wird am Ende des Rundgangs in Betrieb genommen.

Die Anlage wurde vom Festungsmuseum Sperre Trin wieder Instand gestellt und betreut. Die erstmalige Besichtigung ist am 18. Januar 2020 vorgesehen.

Weitere Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es unter
www.sauerstoff-fabrik.chwww.sperretrin.ch