Die Protokolle der Räumungsdetachemente geben Auskunft, wie die mühsame und gefährliche Arbeit nach der Explosion im Munitionslager Mitholz ablief.

(Download PDF 2018-2408-Mitholz )

Am Samstag, 20. Oktober 2018, findet im Raum Interlaken ein Tag der offenen Bunkertüre statt – alle drei Anlagen des Vereins IG Bödeliwerke können besichtigt werden. Weitere Infos im Flyer (2018-Flyer-Bunkertuere).

KP Ried (Gde Wilderswil)

Der diesjährige Tag der offenen Bunkertüren auf der Challhöchi oberhalb von Hauenstein-Ifenthal findet am Samstag, 22. September statt. Von 13.30 bis 16.30 Uhr sind die Bunker A3574 Challhöchi Ost «Chalet» und A3575 Challhöchi West für alle Interessierten offen. Organisiert wird der Anlass vom Verein Festungswerke Solothurner Jura.

Weitere Infos unter www.fw-so.ch

Bis am 14. Oktober 2018 ist die Festung Sasso San Gottardo in diesem Jahr noch offen. Anschliessend wird sie für den bevorstehenden Winter vorbereitet. Bis dahin sind die Wunderkammer, die grössten je gefundenen Riesenkristalle, die Bildmaschine Gotthard – das Reduit, die Tessinerausstellung noch zu besuchen und die geführten Rundgänge, Abenteuerführungen, die Familien-Schatzsuche oder die Festungswächtertouren noch zu buchen.

Zudem wird zu zwei einzigartigen Veranstaltungen eingeladen: Am 23. September findet das Klavierkonzert mit Anna Zassimova statt und am 7. Oktober der Vortrag über den Fund der Bergkristalle. LINK zu den Informationen.

 

Seit 20 Jahren kann die Festung Vitznau besichtigt werden. Die Jubiläumstage werden am 19. und 20. Oktober stattfinden. Vorgesehen sind Tage der offenen Türen mit Gratisführungen jeweils von 13 bis 17 Uhr. Info dazu auf der Website

2012 versicherte der Bundesrat, dass keine Liquidationen von modernen Systemen geplant sei. Die Ausserdienststellung der Festungsminenwerfer wurde gestoppt. In der Armeebotschaft 2018 beantragt der Bundesrat nun die ersatzlose Liquidation dieses Waffensystems in den Jahren 2019-24. In der aktuellen Ausgabe der ASMZ beleuchtet Oberst Markus Oetterli – Präsident der Offiziersgesellschaft der Artillerie – dieses Vorhaben.

Er listet die Vorteile der rund 100 je erstellten Monobloc-Bunker mit je einem 12 cm Fest Mw auf: Rasche Bereitschaft, bewährtes System, Standardkaliber, Integration ins Artilleriesystem, Feuerkadenz entsprechend sechs kampfwertgesteigerten Panzerhaubitzen innerhalb des Wirkungsradius von 10 Kilometer und Versorgungsautonomie.

Neben dem Argument der heutigen mobilen Kampfführung werden die jährlichen Einsparungen von 1,5 Millionen Franken Betriebsaufwand von der Regierung ins Feld geführt – die Beschaffungskosten des Systems beliefen sich auf etwa eine Milliarde Franken. Die einmaligen Kosten für die Ausserdienststellung werden mit 25 Millionen Franken beziffert.

Sein Fazit nach Abwägung von Kosten sowie einsatztaktischer Aspekte lautet: Minimal 10 Prozent aller Werfer seien in tiefer Bereitschaft zu erhalten, damit sie bei Bedarf aktiviert werden könnten. Die modernen und präzisen Werfer würden eine artilleristische Grundlast abdecken, mit der mobilen Artillerie könnten dann Schwergewichte gebildet werden. Die Betriebskosten berechnet Oetterli pro Jahr mit 2 Millionen Franken in einem Verteidigungsbudget von 5 Milliarden Franken.

Kommentar: Ich kann dieser Ansicht nur zustimmen. Das System ist rasch einsatzbereit, heute noch modern, präzise, bietet ein kleines Ziel und auch die heute fehlenden Mannschaften können in kurzer Zeit ausgebildet werden. Das haben eigene Erfahrungen bei der Umschulung von Radfahrer-Soldaten auf den Fest Mw gezeigt. Mit Artilleristen wäre das noch einfacher. Bei aller Begeisterung für mobile Kampfführung kann ein Gerüst aus festen Waffenstellungen in unserem kleinen Land ohne grosse Rückzugsmöglichkeiten für motorisierte Truppen ein starker Rückhalt sein. Zudem sind 24 Schuss/Minute mit Kaliber 12 cm nicht zu verachten… 

12 cm Fest Mw