Aus dem FO-Archiv: Die Eindrücke eines Scheinwerfer-Soldaten bei den Festungstruppen von 1909. LINK (PDF)

Scheinwerfer der Festung Gotthard (ca. 1914/15)

Das alte Hospizwerk auf dem Gotthardpass von 1894 wurde zwischen 1987 bis 1998 saniert und umgebaut. Ein Teil blieb eine Truppenunterkunft, der andere wurde zu einem Museum umfunktioniert. Gesamtkosten 5,4 Millionen Franken. Die Einweihung fand am 25. Juli 1998 statt. Und leider ist die Ausstellung schon lange wieder abgebaut und die Anlage verschlossen – Investition für nichts…

Die Dossier zum damaligen Umbauprojekt gibts hier

Gotthard Hospiz: †Überblick der Anlage

Im Wald zwischen Oppligen und Brenzikofen verbirgt sich ein architektonisches Kleinod. So sieht es jedenfalls Roland Straub vom Verein Infanterie Festung + Berner Oberland. Der Verein will im stillgelegten Munitionsdepot militärische Museumsstücke lagern. Nachzulesen bei www.bern-ost.ch

 

Gewusst? Diese Seite ist ein Hobby von mir, technisch betrieben wird sie von meiner Firma HS-Publikationen. Daneben publizieren wir auch im Kleinverlag Bücher und Broschüren rund um Militärgeschichte, Bunker und Festungen. Dazu gehören Neuauflagen von interessanten vergriffenen Büchern sowie eigene Werke – vor allem aus dem Raum Reduitbrigade 21 also Berner Oberland. Was lieferbar und geplant ist, erfahren Sie jeweils hier.

Ersatzrohr im A1880 Art Wk Waldbrand.

Die «Reuenthaler» haben soeben wieder einmal ein neu gekauftes Objekt in vorzeigbaren Zustand gebracht. Es handelt sich um A3923 Kärliacker aus dem Zweiten Weltkrieg  – ein eher seltenes Objekt aufgrund der zwei Verwendungszwecke als Kommandoposten und gleichzeitig Mannschaft-Unterstand für die Füs Kp III/57.

Das Objekt befindet sich ca. 200 Meter von F5700 Holzmatt (Inf Rgt KP) gut versteckt im Wald. Merci für die Arbeit und das Bildmaterial!

Vorher © www.festungsmuseum.ch

Nachher © H.B.

Die Schweiz hat nicht nur viele kleine Militärobjekte gebaut, sondern auch zahlreiche grosse Anlagen. Zudem gibt es umfangreiche zivile Infrastrukturbauten, die im Ernstfall geschützt werden müssten. Aktiver Schutz durch Waffen ist eine Möglichkeit, weitgehende Tarnung eine andere.

1952 wurde im EMD intensiv der Schutz von Staumauern diskutiert. Der Chef der Abteilung für Genie und Festungswesen wurde vom Generalstabschef beauftragt, die Tarnung von Dämmen zu prüfen. Dabei wurden folgende Punkte speziell berücksichtigt:

  • Tarnung der Luftseite von Staumauern
  • Tarnung der Mauerkrone durch Brechen er geometrischen Linien
  • teilweise oder gänzliche Tarnung der Wasserfläche
  • Kostenfrage und Ausführungsmöglichkeiten

Mirage III vor einem temporär  mit Netzen getarnten Kaverneneingang @ Armasuisse

1953 wurde dann die Abteilung mit der Koordination sämtlicher Tarnungsfragen der Armee beauftragt. Es wurde eine Arbeitsgruppe für Tarnungsfragen gebildet, welche nicht nur die Staumauer-Frage anging, sondern Vorschläge und Richtlinien für die Tarnungen im Allgemeinen ausarbeitete.

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Das Artilleriewerk Furkels ist nur noch bis Ende Oktober für Besucher zugänglich. Anschliessend wird die Anlage vom heutigen Besitzer geschlossen – auf der Website wird das grosse Artilleriewerk zum Verkauf angeboten (LINK)

A6355 Artilleriewerk Furkels

Das nachfolgende Interview erschien erstmals am 6. Juli 2018 im «Frutigländer», Autor Hans Rudolf Schneider. Es zeigt auf, wie bedenkenlos – oder unverantwortlich – mit dem «Problem Mitholz» umgegangen wurde.


Er ist zu jung, um die Explosion des Munitionslagers im Dezember 1947 erlebt zu haben. Dennoch haben die Bomben und Granaten Urs Kallen während 30 Jahren begleitet. Der ehemalige Anlagenchef von Mitholz erzählt aus seiner Erinnerung.

Die letzte Woche vom Verteidigungsminister veröffentlichte Information, wonach gut 3500 Tonnen Munition im verschütteten Verladestollen des Magazins Mitholz vermutet werden, beschäftigen Urs Kallen (62) seither. Und eigentlich auch schon vorher. Von 1980 bis 2010 war er bei der Armeeapotheke angestellt. Als Anlagenchef war der Frutiger beim Bau der unterirdischen Fabrikationsanlage dabei und anschliessend quasi Betriebsleiter des grossen Bunkers.

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Der nachfolgende Kommentar erschien erstmals am 3. Juli 2018 im «Frutigländer» / Autor Hans Rudolf Schneider


Panik und Hektik sind nicht angebracht. Mehrere Hundert Tonnen unkontrollierbaren Sprengstoffs in einem alten Bunker und unter Schutt vergraben sind ein gutes Argument, überlegt zu handeln. Dass diese Altlast durch den Verursacher Bund entsorgt werden muss, damit die Mitholzerinnen und Mitholzer wieder ruhig schlafen können, ist selbstverständlich. Sie wurden bereits einmal in Mitleidenschaft gezogen.

Und wie schlafen wohl heute die Hunderte von Armeeangehörigen, die in den letzten Jahrzehnten in der Anlage gearbeitet und genächtigt haben – nur wenige Meter von den Explosivstoffen entfernt? Spätestens mit dem Abschlussbericht der Explosion 1949 war klar, dass nicht alle Munition aus dem explodierten Magazin entsorgt oder deren Verbleib nachgewiesen werden konnte. Es handelte es sich um eine der grössten nicht-nuklearen Explosionen weltweit.

Der Umgang des Bundes mit dieser Gefahrenquelle stimmt nachdenklich. Erst 1986 wurde eine neue Risikoanalyse gemacht, weil die Armeeapotheke einzog. Es erfolgte damals keine Warnung. Wenn das VBS nicht eine Weiternutzung der Anlage als Rechenzentrum in Betracht gezogen hätte, wären die Unmenge an herumliegender Munition und die Gefahr in der Öffentlichkeit unbekannt geblieben. Niemand würde über Schutzmassnahmen oder die Räumung der Bomben und Granaten reden.

Hatte Mitholz in den letzten 71 Jahren einfach nur Glück, dass es keine erneute Katastrophe gab? Glück ist im Umgang mit Sprengstoff aber ein unzuverlässiger Partner!

Nach der Neubeurteilung der Explosionsgefahr im ehemaligen Munitionsdepot Mitholz: Derzeit wird das Lager der Armeeapotheke und das Sanitätsmaterial mit Hochdruck von einer kleinen Equipe geräumt. Hier einige Bilder davon (© VBS) – den erklärenden Text dazu gibts unter unter diesem LINK