Festungstruppen
Vorgänger
der Festungstruppen war die Positionsartillerie. Sie
umfasste 1897 fünf Abteilungen sowie eine Reserve-Abteilung
mit
* 98x 12 cm-Geschützen
* 60x 8,4 cm-Geschützen
* 70x 12 cm-Mörser
Vor dem Ersten Weltkrieg waren die Festungstruppen wie
folgt gegliedert:
* 15 Füsilierbatallione
* 6 Festungsartillerieregimenter
* 3 Mg-Kompanien
* 7 Sappeur-Kompanien
* 2 Telegraphenkompanien
* 7 Positionsartilleriekompanien
Da das Konzept des Zentralraumes während des Zweiten
Weltkrieges erstmals in der Realität umgesetzt wurde, waren
neben den Festungsbesatzungen von St. Maurice, Gotthard und
Sargans keine speziellen Truppen gebildet worden. Es
handelte sich bei den im Reduit vorhandenen Einheiten um
die normalen Feldtruppen. Erst nach dem Krieg wurden die
sogenannten Reduittruppen gebildet, die vor allem als rasch
einsetzbares Element gedacht waren und bei einem Konflikt
sofort die Kampfanlagen in Betrieb nehmen sollten. Dazu
gehörten jedoch nicht nur die Festungseinheiten, sondern
auch Infanterieverbände für den Schutz des gesamten
Bereiches der jeweiligen Festungs- resp. Reduitbrigaden.
Grosse
Einheiten
*
Gotthard-Mitrailleure
* A61: Reduitbrigade
21 - Berner Oberland
* A61: Reduitbrigade
22
* A61: Festungsbrigade
23 -
Gotthard-Festung
* A61: Festungsbrigade
24
* AXXI: Fest Art Abt
13
Truppengattungen/Funktionen

Kragenspiegel
der Festungstruppen
Armee
61
In
der Armee 61 bestanden die Festungstruppen aus den
Werkformationen (Infanteriewerke) und den
Festungsformationen (Artillerie) mit etwa 32'000
Wehrmännern (25 % Auszug, 75 % Landwehr).
* 6 Festungsregimenter
* 37 Festungsabteilungen
* 226 Festungskompanien
Armee
95
Mit
der Armee 95 war vorgesehen, noch rund 19'000 Wehrmänner in
dieser Truppengattung einzuteilen.
* 5 Festungsregimenter
* 24
Festungspionierbatallione/Festungsartillerieabteilungen
* 114 Festungskompanien
In der Armee 95 wurden die Festungstruppen wie folgt
gebildet:
* Festungspioniere:
Sie erhalten eine solide infanteristische Grundausbildung
an Maschinengewehr, Panzerfaust, Minen usw. und sind
darüber hinaus in der Lage, Zündladungen an Objekten
anzubringen und mit Sprengladungen die Zerstörung
sicherzustellen. Pioniere stellen auch die Besatzungen der
Centurion-Panzertürme («Centi-Bunker»).
* Artilleriekanoniere: Sie bedienen die Festungsgeschütze
(15,5 cm
Bison) und sind für
die Bereitstellung der Artilleriemunition besorgt.
* Mitrailleure und Füsiliere: Als Festungsinfanteristen
bekämpfen sie infanteristische und gepanzerte Gegner mit
Maschinengewehr. Panzerfaust, Minen, Handgranaten usw.
* Übermittlungssoldaten: Sie erstellen und betreiben die
artilleristischen Verbindungen (Funk und Draht) im
Beobachtungs- und Stellungsraum. Ein Teil wird als Fahrer
ausgebildet, andere werden als Nachrichtensoldaten
spezialisiert.
* Motorfahrer: Ausbildung und Einsatz entsprechen
derjenigen anderer Truppengattungen.
* Werkbetriebssoldaten: Sie betrieben die AC-Einrichtungen
(Schleusen, Retablierungsstellen), übern werkpolizeiliche
Aufgaben aus (Eintrittskontrolle usw.), bekämpfen Brände im
Werkinnern und stellen den Rettungsdienst sicher. Einige
werden als Maschinisten ausgebildet und sind verantwortlich
für den Maschinendienst, die Stromversorgung und die
Einrichtungen für Ventilation und Trinkwasserversorgung.
Andere werden als Sicherheitssoldaten in den grösseren
Führungsanlagen eingesetzt.
* Sicherungssoldaten: Sie erhalten eine vertiefte
infanteristische Ausbildung und sind verantwortlich für die
äussere Sicherung von Anlagen und Werken.
* Vermesser: Sie sind als Gehilfen der Schiesskommandanten
(Vermessen der Ziele) oder als Operateur auf der
Feuerleitstelle (Bestimmen der Schiesselemente) eingesetzt.
* Artillerie-Wettersoldaten: Ihre Ausbildung erfolgt in
einer Rekrutenschule der mobilen Artillerie und ist mit
dieser praktisch identisch. Ihre Aufgabe besteht darin, die
Einflüsse des Wetters auf die Geschossflugbahnen zu messen
und zu erfassen.
* Büroordonanzen und Truppenköche: Nach der
infanteristischen Grundausbildung werden die Ordonanzen als
Hilfe für die administrativen Arbeiten von Kommandanten und
Fourieren ausgebildet. Die Köche sind auch in der Lage,
feldmässig die Truppe zu versorgen.