Festungsbrigade 23


1948 wurde diese Einheit als Reduitbrigade 23 aufgestellt, bereits 1951 erfolgte die Umbenennung in Festungsbrigade 23. Die Truppen entsprachen in etwa den Einteilungen aus dem Zweiten Weltkrieg, wobei die Festungsartillerieabteilungen 5, 6, und 7 zum Festungsartillerieregiment 23 zusammengefasst wurden. Schwerpunkt war der Schutz der Durchgangsachse Gotthard und des Raumes Urserental-Andermatt-Göschenen.

Ab Einführung der Truppenordnung 61 wurde der Raum Haslital ab Meiringen und das Gadmertal von der Grenzbrigade 11 an diese Festungsbrigade abgetreten. Konkret hiess das, dass das grosse Artilleriewerk Grimsel anderes unterstellt wurde und neu die Festungsbrigade auch für die Grimselpass- und Sustenpass-Verteidigung verantwortlich war.

Einige der alten Werke aus der Zeit vor oder während des Aktivdienstes wurden im Brigaderaum ausgemustert (Stöckli, Bühl, Isleten, Fort Airolo, Gotthard Hospiz, Galenhütten, Grandinagia und Manegorio) und oft durch moderne Monoblocs mit Festungsminenwerfern ersetzt. Mit den verbleibenden Artilleriewerken (Bäzberg, Sasso da Pigna, San Carlo, Gütsch, Fuchsegg, Forte Airolo, Foppa Grande und Grimsel) konnte das Gotthardgebiet bis Ende 1999 mit einem massiven Schirm aus Stahl und Sprengstoff überzogen werden. Im Vergleich dazu erscheint die heutige Konzentration auf die Transitachsen geradezu minimal – noch dazu mit Lücken, da nicht alle geplanten Bison-Batterien beschafft wurden.

Westbereich der Gotthard-Brigade
Hier wird mit Schwerpunkt die Grimsel und Furka behandelt, die direkt oder indirekt den Zugang zum Berner Oberland sperrte.