Festung Oberland

Wehrhafte Schweiz - Bunker und Festungen

Sidebar
Menu

Flühli LU


Die Sperre Flühli im Mariental war im Aktivdienst zwischen August 1941 und Frühjahr 1944 von der 8. Division erstellt worden und bildete zusammen mit der dahinter liegenden Sperre Hirsen die damals die stärkste Sperrstelle im Divisionsgebiet.

Im Gebiet Flühli standen rund 370 Mann im Einsatz. Sie sperrte die Ebene südlich Flühli in Richtung Sörenberg-Glaubenbielen-Giswil. Die Bauarbeiten begannen 1941 bei der Festung Felskopf und wurde durch zivile Unternehmen durchgeführt.

Im Bunihus errichtete man ein Barackendörfli. Gearbeitet wird ein Zweischichtbetrieb. Die Materialtransporte erfolgten auf Schienen mit Rollwagen, die mit Seilwinde gezogen wurden. Wie die FWK-Zeitschrift Online berichtete, kam es hie und da vor, dass ein Seil riss und die Fracht rückwärts rollte. Gleichzeitig wurden die Betonhöcker beim Rotbach erstellt. infolge einer Einsprache der Gemeinde wurde nicht eine Mauer mit Graben sondern Betonklötze gebaut. Der beton dafür wird gepumpt, was nach oben gut ging, jedoch abwärts Schwierigkeiten gab, weil das Wasser davon lief.

Kosten 3,1 Millionen Franken
Zwischen den Höckern wurde ein Stacheldrahtverhau angebracht, der ein Durchkommen für Mensch und Tier verunmöglichte. Die Hindernisöffnungen (Strasse, Bäche und Wege) wurde durch Eisen-Einsteckelemente oder Bahnschienen geschlossen. Die Baukosten für die Festungswerke betrugen rund 1,9 Millionen Franken, dazu kamen 1,3 Millionen Franken für die Hindernisse. Abgeschlossen wurde die Bauarbeiten 1944. Die Anlagen wurden dann im Juli 1944 dem Festungswachtkorps (Festungswacht-Kompanie 15) in Stans für Verwaltung und Unterhalt übergeben.

Nach dem Aktivdienst war die Reduitbrigade 22 mit der Werkkompanie 27 und dem Füsilier-Battalion 189 in dieser Gegend. In den 1980-er Jahren wurde diese Sperre zugunsten der Sperrstelle Hirsen aufgegeben.

Bekannte Objekte
  • A2346 Infanteriewerk Warmendossen (645’180/191’330). Ursprünglich mit 1x 7,5 cm L30 auf Hebellafette Kanone ausgerüstet, erfolgte in den 1970-er Jahren der Umbau auf 9 cm Pak 50. 2x Mg 11/1 x 4,7 cm Pak 41. Die Besatzung umfasste 1944 total 43 Mann. Verantwortlich war das Infanterieregiment 37, später die Werkkompanie 27.
  • A2349 Infanteriewerk Felskopf (644’920/190’980). 1x 24mm Tb 41, 5x Mg 11, 3x 4,7 cm Pak 41. Kosten: 885’000 Franken. Vor dem Werkeingang steht eine Baracke, die Anlage wurde 1991 desarmiert und 2001 entklassifiziert.
  • A2352 Beobachter Gloggenmatt (644’580/190’020). Mit Beobachter-Stahlglocke.
  • A2353 Infanteriewerk Blaufels - oder in der Anfangsphase Kurzhütten (643’540/190’560). 2x Mg 11, 2x 4,7 cm Pak 41 (zugeteilt war auch ein Janecek-Aufsatz). Das Werk hatte 1944 43 Mann zugeteilt. Es besass eine Notstromgruppe, Kollektiv-Maskenschutz, Wasserversorgung, die Unterkunft war im Zugangsstollen.
  • A2347 Unterstand Kragenboden 2 (645’’080/191’160)
  • A2348 Unterstand Kragenboden 1 (645’015’191’160)
  • T1414 GPH Flühli (644’900/191’305)
  • T1414.01 Barrikade Strasse
  • T1414.02 Bachsperre
  • T1414.03 Panzerbarriakde
  • T1414.04 Barrikade Strasse
  • T1414.05 Barrikade Strasse
  • T1414.06 Barrikade Strasse
  • T1414.07 Bachsperre
  • T1414.08 Panzerbarrikade
  • T1414.09 Bachsperre
  • T1414.10 Panzerbarrikade
  • T1414.11 Panzerbarrikade

RBr22-Fluehli-0000
Übersicht Sperre Flühli