Festung Oberland

Wehrhafte Schweiz - Bunker und Festungen

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A2287 Artilleriewerk Kleiner Durren


Das Artilleriewerk Kleiner Durren (in der Obwaldner Gemeinde Alpnach gelegen, gehörte zur Reduitbrigade 22, Festungsabteilung 10) ist mit der Standseilbahn auf den Pilatus und der Seilbahn Z207 (seit 1950) erreichbar, die Ausstiegsrampe ist mitten in einem Tunnel. Ursprünglich waren zwei Werke mit je 4 Geschützen geplant, während der Bauphase erfolgte der Entscheid zur Verbindung.

Zuerst waren 8 x 12 cm Kanonen 1882 auf den zwei Etagen installiert. Die definitive Übergabe erfolgte erst am 29. Dezember 1949. Ab 1951 wurden auf der unteren Ebene vier modernere 10,5 cm Kanonen 35, auf der oberen Ebene Flabwaffen (1951-78) installiert. Die Schussrichtung zeigte vor allem in Richtung Flugplatz Buochs.

1944 übernahm die Festungsartilleriekompanie 84 das Werk. Mit der Armee 95 wechselte das seit 1962 von der Festungskompanie II/10 §betriebene Werk als Festungsartilleriekompanie I/16 zur neu gebildeten Festungsartillerieabteilung 16, der letzte WK erfolgte im Juni 1996. 2002 wurde das Werk entklassifiziert, am 19. Dezember 2007 hat das VBS den Rückbau genehmigt.

Bis auf die Eingänge E1 und E3, die zu Kontrollgängen noch zugänglich bleiben, sollen alle Öffnungen verschlossen werden. Die Luftseilbahn wird abgerissen. Sollte der vorhandene Interessent keine Umnutzungsbewilligung für die Talstation erhalten, wird auch diese verschwinden. Die Anlage wird ausgeräumt und die Zu- und Ableitungen abgetrennt. Eine weitere Ruine in der Schweiz.

Durren-0000
Dispositiv Nahverteidigung (aus «Festung Pilatus», GMS-Dokumentation von Bruno Bommel)