Festung Oberland

Wehrhafte Schweiz - Bunker und Festungen

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Reduitbrigade 21


Der Raum der Reduitbrigade 21 umfasst grob den Raum des westlichen und zentralen Berner Oberlandes, im Osten bis in den Raum Brienzersee. Wichtigste Aufgabe war die Sperrung der Zugänge ins Simmental, Kandertal (Lötschberg) sowie auf das Bödeli (KP-Anlagen im Grossraum Interlaken) und weiter Richtung Grimsel/Susten.

Der Auftrag
Oberstkorpskdt de Montmollin hielt am 7.9.1946 in einem Dokument zur Bildung der Brigaden fest, dass den «Reduittruppen im Kern des Landes eine ähnliche Aufgabe wie den Grenztruppen in den Grenzzonen» zufalle: Sie sperren die Hauptachsen ins Landesinnere – «Mehr kann von ihnen nicht verlangt werden.» Für die Erfüllung dieser Aufgabe mache man weitmöglichst Gebrauch von den bestehenden Befestigungsanlagen.

Für die Reduittruppen des 1. Armeekorps – also die neue Reduitbrigade 21 - hiess das:
  • Reduiteingänge von Thun: Sperren der Achse Thun-Interlaken im Raume Gunten-Merligen, sperren der Achse Thun-Interlaken, des Kandertals und des Simmentales im Raume Kandermündung-Burgfluh
  • Reduiteingänge von Charmey: Sperren der Achse Jaunstrasse in der Gegen von La Tzintre.
  • Reduiteingang von Montbovon: Sperren der Achse Montbovon-Château d’Oex bei La Tine.

Im selben Dokument schreibt de Montmollin, dass die Kampfkraft der Territorialtruppen (ohne Auszug- und Landwehrinfanterie) schon eingeschränkt sei, so seien „erst recht grösste Bedenken am Platz bei der Leistungsfähigkeit der Reduit-Ter. Trp. im Hinblick auf die mangelnde Ausbildung."

Durch den Raum der Brigade (sowie der Gebirgsbrigade 11) führt auch die Lötschberg-Bahnlinie. Die Geb Br 11 bewachte den Südabschnitt von Goppenstein bis Brig, die Nordrampe muss durch Truppen des 1. AK – also der R Br 21 – übernommen werden. Hierfür ist 1 Bat vorgesehen.

Mit der Neuorganisation der Festungsartillerie wurden ab 1948 folgende Einheiten gebildet/zugeteilt:
  • Fest Art Kp 66 (Art Wk La Tine)
  • Fest Art Kp 67 (Art Wk La Tzintre)
  • Fest Art Kp 68 (Art Wk La Braye)
  • Fest Art Kp 71 (Art Wk Neuschels)
  • Fest Art Kp 72 (Art Wk Le Toss)
  • Fest Art Kp 73 (Art Wk Schmockenfluh)
  • Fest Art Kp 74 (Art Wk Hondrich)
  • Fest Art Kp 75 (Art Wk Burgfluh)
  • Fest Art Kp 76 (Art Wk Faulensee)
  • Fest Art Kp 77 (Art Wk Legi-Waldbrand)
  • Fest Art Kp 78 (Art Wk Interlaken)

Die Infanteriewerke wurden in allen Brigaden in drei Kategorien eingestuft:
  • I. Kat: Die Werke der Kat. I umfassen sämtliche mit Waffen ausgerüsteten Objekte, die bei einer Mobilmachung eine Besatzung zugeteilt erhalten. Diese Werke müssen innert 48 Stunden kampfbereit sein.
  • II. Kat: Alle andren bewaffneten Objekte der Reduitbrigaden sind in Kat. II eingeteilt (kampfbereit innert 14 Tagen), allenfalls durch improvisierte Besatzungen von Verstärkungstruppen besetzt.
  • III. Kat: Diese Kategorie umfasst alle nicht bestückten Werke oder sonstigen bauten und Einrichtungen, die von der FW Kp. verwaltet werden und verschiedenen Zwecken dienen (Lagerung von Werkwaffen, Munitions- und Lebensmitteldepots, Unterkunft für Truppen usw.)

Geschichte bis zur Bildung der Reduitbrigade 21


Bekannt sind im Raum Berner Oberland aus dem 12.- bis 14. Jahrhundert mehrere Befestigungsanlagen in Form von Letzinen (Wehrmauern) und Burgen. Dann ist für lange Zeit nichts Neues bekannt. Im Buch «Militärgeographie des Berner Oberlandes von 1910» von Arnold Keller sind dann mehrere mögliche Befestigungsvarianten aufgeführt. Projekte sind nur für die Gegend Thun-Wimmis, der Grimsel und Brünig vorhanden und haben grösstenteils den Charakter von Vorstudien.
  • Befestigung einer Stellung für eine Armee von 3. Armeekorps quer über das Aaretal, nördlich Thun
  • Die Befestigung einer Stellung bei Thun und Reutigen für ein Armeekorps
  • Der Brückenkopf bei Wimmis

Zweiter Weltkrieg
Als die Schweiz gänzlich von fremden Truppen umgeben war, wurde die Verteidigung angepasst. Hinter den Grenztruppen operierten nur noch leichte Verbände, das Gross der Armee wurde in das legendäre Reduit in die Alpen zurückgezogen. Mit der Reduitkonzeption (Operationsbefehl Nr. 12 und 13) wurde von General Henri Guisan die zu verteidigende Aussengrenze festgelegt: Pilatus-Hohgant-Sigriswilergrat-Stockhorn-Kaiseregg-La Tsintre-Vanil Noir-La Tine–Rocher de Naye-Chillon. Im Berner Oberland war dies von Heiligenschwendi über Oberhofen, die Kanderstellung in Einigen bis zur Simmentalsperre (Wimmis).

Die Stadt Thun wäre also vor der Absperrung gewesen und preisgegeben worden. Sie lag im Bereich massiver artilleristischer Abdeckung. Die Eingänge in die Täler wurden mit Truppen belegt, die feldmässige und feste Anlagen erstellten. Die als entscheidend bezeichneten Höhen nördlich des Thunersees und westlich des Sigriswilergrates liegen damit aber vor der eigentlich Reduitlinie!

Das Oberland gehörte zum Verantwortungsgebiet des 1. Armeekorps. Diesem unterstellt waren die 1. Division, die 2. Division, die 3. Division, die Gebirgsbrigade 10 und Territorialtruppen. Zwischen Oberried am Brienzersee und Roche de Naye sind drei verstärkte Divisionen mit 27 Batallionen Auszug-Infanterie, 10-11 Batallionen Territorial-Infanterie, 18 Artillerieabteilungen in vier Festungskompanien - nebst Unterstützungsdetachementen - eingesetzt. Am 1. November 1941 wurde in der Armeeführung über Sparmöglichkeiten bei den angeordneten Befestigungsanlagen diskutiert. Thema war unter anderem, ob weiterhin geschlossene Stützpunkte oder nur Kavernen erstellt werden sollen. Entschieden wurde jedoch, dass Verstärkungen im Raum Thunersee nicht feldmässig, sondern in fester Bauweise mit Beton erstellt werden sollen.

Das 1. Armeekorps
Der Kommandoposten des 1. Armeekorps befand sich in einer neu erstellten geschützten Anlage in Frutigen. Die AK-Reserve bestand ab Mitte 1941 aus den zwei Detachementen Kander und Simme. Die Unterkunftsräume befanden sich im Raum Frutigen-Adelboden respektive Zweisimmen-Lenk. Über den Einsatz des 1. Armeekorps im Reduit gibt es eine spannende Dokumentation der Gesellschaft für Militärhistorische Studienreisen (GMS) aus dem Jahr 2010 von Brigadier aD Jürg Keller.

Die 3. Division des 1. Armeekorps: Die 3. Division war also während des Aktivdienstes quasi der Vorläufer im zentralen Wirkungsraum der späteren Reduitbrigade 21. 1940 übernahm die 3. Division ihr zugewiesenes Gebiet (Schwerpunkt Thunersee) mit vier Infanterie-Regimentern (Auszug), dem Territorial-Infanterie-Regiment 80 (Bat 150 und 151), den Territorial-Batallionen 170 und 174, den verstärkten Artillerie-Regimentern 3 und 14 mit 9 Abteilungen und 22 Batterien und verstärkten Divisionstruppen.

Organisiert wurde die Division in mehrere Kampfgruppen unter der Oberbezeichnung Kampfgruppe Thunersee:
  • ein Gebirgsfüsilierbatallion als «Kampfgruppe Grünenberg» im Lombachtal.
  • ein Gebirgsinfanterieregiment als «Kampfgruppe Sigriswilergrat» zwischen Eriz, Thun und Thunersee.
  • ein Infanterieregiment wird zur «Kampfgruppe Kander»
  • ein Infanterieregiment wird als «Kampfgruppe Gantrisch» vor allem auf den Höhen eingesetzt, die das Niedersimmental gegen Norden abschliessen.
  • eine «Seegruppe» rund um den Thunersee, ausgenommen das Bödeli (dieses gehört bereits zum Abschnitt der «Kampfgruppe Interlaken»).

Das selbstständig operierende Territorialbatallion 195 hatte die Aufgabe, jeweils das Armeehauptquartier und die Stäbe respektive den General zu schützen und war in der Folge im Raum Spiez-Aeschi sowie in Interlaken präsent. Auch die neu gebauten Reduitflugplätze mussten bewacht werden. Neu erstellt wurden im Oberland Meiringen, Interlaken, Frutigen Reichenbach, Saanen, St. Stephan und Zweisimmen. Zudem war die Fliegerabwehr präsent. Mein Vater berichtete oft vom nächtlichen Dröhnen der britischen Bomber, die über dem Kandertal gegen Italien zogen und einige Nächte später wieder von Afrika startend zurück flogen. Die schwere Flab (7,5 cm) war z.B. in Reinisch oberhalb Frutigen stationiert.

Die Kampfgruppe See
Die Aufgabe der Seegruppe bestand darin, die gesamte Wasserfläche des Thunersees zu überwachen, feindliche Landungen z.b. von Wasserflugzeugen zu verhindern, die Nutzung des Sees durch feindliche Kräfte zu verhindern, bei Därligen die linke Seestrasse zu sperren, und oberhalb Merligen respektive Spiez eine feindliche Landung zu verhindern. Zudem musste ein Detachement zur Bekämpfung von Luftlandetruppen gebildet werden.

Die Seegruppe bestand aus dem Gebirgs-Infanterie-Regiment 15, Teilen eines Gebirgs-Füsilier-Batallions, der Gebirgs-Artillerie-Abteilung 2, Teilen des Pontonier-Batallions 1, zwei Landsturm Pontonier-Detachementen, dem Motorboot-Detachement 2 und einer Munitionslastwagenkolonne.

Die nördliche Abwehrfront des Reduits wurde an den Zulggraben vorverlegt, denn die Höhen nördlich des Thunersees bieten einen guten Einblick auf das beherrschende Plateau von Aeschi, den Hinterlauf der Kander und das Engnis von Wimmis. Am 15. Mai 1941 erlässt General Henri Guisan den Operationsbefehl Nr. 13, den Rückzug ins Alpenreduit. Der Stellungsbau wurde nochmals intensiviert, betonierte Stellungen für die mobile Artillerie der Divisionen und Korps wurden erstellt. Eine der letzten Verstärkungen bildeten die Motorboot-Detachemente 2 und 3, die am 14. Juli 1943 der 3. Division auf dem Thuner- und Brienzersee unterstellt wurden.

Die neu zu bauenden Artilleriewerke im Raum der Kampfgruppe Thunersee hatten zusammen mit der mobilen Armeekorps- und Divisionsartillerie die Zentralfront Heiligenschwendi-Oberhofen-Kandergraben-Einigen-Simmentalsperre mit Feuer zu unterstützen. Konkret wurden folgende Artilleriewerke erstellt: «Burg» (Wimmis) mit Schussrichtung rechte Seeseite bis Thun, «Hondrich» auf die rechte Seeseite schiessend, «Faulensee» und «Krattigen» mit Schussrichtung Kandergraben/Einigen, Artilleriebunker «Aeschiried» in Richtung Kandergraben/Wimmis, «Schmockenfluh», «Legi» und «Waldbrand» im Gebiet Beatenberg mit Deckungsfeuer in den Grossraum Thun bis Wimmis.

Ursprünglich wurden eigentlich die Werke so geplant und erstellt, damit die von der Grenze zurückgezogenen mobilen Feldartillerie-Einheiten nach Bedarf ihre Geschütze in den Bunkern, Kavernen und Festungen einbauen konnten. Später setzte sich jedoch die Ansicht durch, dass fest und auf speziellen Festungslafetten montierte Geschütze sowie richtige Festungstruppen effizienter wären. Zum Einsatz kamen dann Bunkerkanonen sowie von der mobilen Artillerie übernommene Geschütze auf Ständer oder Hebellafetten.

Die Kampfgruppe Grünenberg
Das Gebirgsfüsilierbatallion 31 war als «Kampfgruppe Grünenberg» im Lombachtal.

Die Kampfgruppe Sigriswilergrat
Diese hatte u.a. den Auftrag, die rechtsseitige Thunerseestrasse tief gestaffelt zu sperren. Zwischen Merligen und Sundlauenen entstanden so sieben Sperrstellen mit Infanteriebunker, Geländepanzerhindernissen und etlichen Sprengobjekten.

Die Kampfgruppe Kander
Schwerpunkt dieses Abschnittes war die Linie Einigen entlang Kander und Simme bis Wimmis. Zahlreiche Infanteriebunker und Hindernisse verstärkten diese Reduitfront. Wichtigste Sperrstelle war Einigen, dann der Auwald und die Porte in Wimmis. Den Unterlauf der Kander verteidigte das verstärkte Infanterie-Regiment 11 (mit dem Ter Bat 174) auf dem Höhenkamm Kapf-Brodhüsi- Pt 1327-Pt 1990 (Nüschleten) und verhinderte Vorstösse über den Heitiberg Richtung Erlenbach. Das Regiment umfasste vier Batallione und drei Artillerie-Abteilungen. Das zurückliegende Territorial-Regiment 75 mit den Bat 135, 136 und 137 sicherte die Linie Pt 690 nördlich Faulensee- Pt 851 nordwestlich Hondrich-Nordhang Niesen und den Hondrich-Bahntunnel sowie den Niesen-Kulm. Das Ter Rgt 75 verfügte ebenfalls über eine Artillerie-Abteilung.

Die Kampfgruppe Gantrisch
Zahlreiche Bunker entlang der Stockhornkette und im Vorfeld zeugen vom Abwehrwillen. Dieser Abschnitt wurde 1941 von der 2. Division übernommen, die die Verteidigungsstellungen ausbaute. Bekannt sind vor allem die «weichen Bunker», die zum Glück nur einen kleinen Teil der Werke ausmachte. Schon kurz nach dem Krieg waren die meisten davon nicht mehr genutzt, da sie sich zum Teil am Vorderhang befanden, und moderne Waffen diese problemlos bekämpfen konnten. Die Kampfgruppe bestand aus dem Regiment 14 (Bat 30, 29, 28).

Die Kampfgruppe Frutigen
Die Gruppe Frutigen bestand aus dem Teritorrialbatallion 170 sowie einer Feldbatterie. Die Aufgabe lautete: «…hält den Strassenknotenpunkt Frutigen durch Talsperren bei Mülenen, Blausee und Loo (Dorfrand von Frutigen Richtung Adelboden) sowie Sperren in der Ortschaft Frutigen., und verhindert feindliche Vorstösse talaufwärts Richtung Kandersteg uns Adelboden und talabwärts gegen Reichenbach». Hier spielte der Übergang ins Simmental via Hahnenmoos eine Rolle und natürlich die Lötschberg-Bahnlinie.

In die Sperre Mülenen wurden geschützte Artilleriestellungen integriert. Falls die Truppen zwischen Wimmis und Einigen den Vorstoss nicht aufhalten könnten, wäre die strategisch wichtige Bahnlinie durch den Lötschberg in Mülenen mit letzter Konsequenz gesprengt worden. Ein Zerstörungsdetachement war in die Truppe eingegliedert. In Frutigen bot sich der talquerende Bahnviadukt zur Zerstörung an, dann wäre endgültig Schluss mit den Bahntransporten gewesen. Dass der Lötschbergtunnel selber vermint war, war ein offenes Geheimnis (siehe auch Geladene Tunnels). Das wuchtige sechsreihige Panzerhindernis von Mülenen (heute abgebrochen) wurde von mehreren Bunkern bestrichen.

Im Juli 1943 erhielt die 3. Division eine der letzten Verstärkungen und zwar durch die Motorboot-Detachemente 2 (Thunersee) und 3 (Brienzersee). Diese hatten sogenannte P-Boote sowie requiriertes Bootsmaterial (Motorboote und Ledi-Schiffe für Transportaufgaben). Das Det 2 hatte 2 Patrouillenboote P41 sowie 12 requirierte Zivilboote und 9 Motorlastschiffe.

Die 2. Division des 1. Armeekorps: Die 2. Division schloss sich nach dem Rückzug ins Reduit westlich an die 3. Division im Bereich Stockhorn an (übernahm damit quasi die Aufgabe der Kampfgruppe Gantrisch). Der KP der 2. Division, die schwerpunktmässig die Stockhornkette gegen das Mittelland hin zu verteidigen hatte, befand sich in Zweisimmen. Zum geografischen Gebiet der 2. Division gehörten unter anderem die Artilleriebunker auf dem Jaunpass, das Artilleriewerk Gross Tosse und die diversen Sperren im Jauntal sowie im Gebiet Euschels (vom Schwarzsee her wären Truppen in den Bereich von zwei 7,5 cm-Kanonen des Infanterie- und Artilleriewerks Euschels geraten). Zudem war im Simmental bei Garstatt ein grosses Sprengobjekt vorhanden.

Gemäss Op 13 vom 7. Juli 1940 lautete der Auftrag konkret: Verteidigt mit der Nordfront zwischen Stockhorn und Kaiseregg, als sekundäre Verteidigungslinie Richtung Süden sperrt die Division die Passagen, welche zwischen Wildhorn und Wildstrubel aus dem Rhonetal in das Tal der Aare führen, sperrt innerhalb des Reduit die Jauntal- und die Saanenmöser-Achse in beiden Richtungen, um dadurch dem Dispositiv der 1. Division Tiefe zu verleihen, hält eine Reserve im Simmental bereit. Unterteilt war auch diese Division in einzelne Gruppen.
  • Gruppe Inf Rgt 1: Stab Inf Rgt 1, Geb Füs Bat 17, Füs Bat 101, F Art Abt 6, Fuss Art Abt 85
  • Gruppe Inf Rgt 8: Stab Inf Rgt 8, Füs Bat 18, Füs Bat 19, Füs Bat 20, F Art Abt 5, L Flab Det 39, ein Zug L Flab Det 40, Sap Kp I/2
  • Gruppe Inf Rgt 13: Stab Inf Rgt 13, Füs Bat 25, Füs Bat 26, Füs Bat 27, F Art Abt 4, ein Zug L Flab Det 40, Sap Kp II/2
  • Div Reserve: S Bat 3, Ter Füs Kp 2, Ter Mitr Kp 2, Rdf Kp 32, Sch Mot Kan Abt 2, ein Zug L Flab Det 40.

In den Verantwortungsbereich der 2. Division gehörten auch die sogenannten
«Weichen Bunker» im Gebiet Gantrisch/Stockhorn, die mit schlechtem oder zu wenig Material entstanden. Dass die Qualität und Offertstellung respektive Abrechnung von militärischen Bauten immer wieder kritisiert wurde, zeigt folgendes Beispiel. Das Schreiben von General Guisan an den Chef des Generalstabes datiert vom 14. April 1941; er verlangt darin vom Geniechef des 1. Armeekorps Auskunft zu folgendem Sachverhalt: «Die drei oben erwähnten Unternehmern wurden um Offertstellung für die Erstellung einer Tankmauer über die Sense bei Zollhaus (Plaffeien) ersucht. Die Unterlagen dieser Arbeit waren so, dass nach diesen Plänen die Arbeit keineswegs fachgerecht ausgeführt werden konnte. Die Fundierung dieser Mauer war viel zu schwach, und es war zum voraus ersichtlich, dass bei der Ausführung auf ganz anderer Basis gearbeitet werden musste, so dass die angegebenen Kubaturen stark überschritten werden würden.

Ferner war der Abfallboden keineswegs auch nur annähernd fachtechnisch konstruiert. Die Unternehmer erfassten die Sachlage sofort und kalkulierten ihre Preise so, dass diese Abänderungen entsprechend Rechnung gehalten wurde. Ferner wurden die Einheitspreise weit über dem landesüblichen Niveau eingesetzt. Es scheint, dass den Unternehmen die Ausführung zugesichert wurde. Im weiteren ist noch zu erwähnen, dass das bauleitende Divisionsbüro sich in Thun befindet und dass eine Bauaufsicht wegen dem weiten und besonders im Winter und Frühjahr beschwerlichen Weg von dort aus nur ungenügend ausgeführt werden kann. Es scheint denn auch, dass beim Bau der Tanksperre beim Steinbruch nach Aussagen der ausführenden Baufirma eine Beaufsichtigung nur höchst selten stattfand.»

Die 1. Division des 1. Armeekorps: Die 1. Division führte gemäss Operationsbefehl 13 vom 7. Juli 1940 die Reduitfront westlich der 2. Divison weiter. Nach den Operationsbefehlen 11 und 12 erteilte die 1. Division den Befehl, den Engpass von Greyerz zu halten und dort bis zum Äussersten Widerstand zu leisten. Die 1. Division begann sofort nach dem Rückzug auf den Voralpenkamm, Befestigungen zu bauen,. Dieses Tal führt via Jaunpass ins Obersimmental und somit hinter die Reduitfront. Im Dezember 1940 wurde in der Folge ein Projekt vorgelegt, das den Bau verschiedener Artilleriewerke vorsah. Nach einer Anpassung der äusseren Reduitlinie lag der Stützpunkt Greyerz plötzlich vor dieser. Dadurch erübrigten sich die Artilleriewerke.

Die ersten Panzerhindernisse wurden ab Ende November 1940 errichtet und der Bau des ersten Felsenwerkes begann im Februar 1941. Die Einheiten der 1. Division teilten sich die Bauarbeiten mit zivilen Firmen. Greyerz war als Vorposten des Reduit als geschlossener Stützpunkt angelegt. Das Werk Les Marches unmittelbar am rechten Eingang zum Jauntal wurde als Pak-Werk geplant, offenbar aber nie ausgerüstet, da die Reduitlinie hinter das Werk zurückverlegt wurde.

Ins Tal hinein wurden die Sperrstellen Le Pessot, Broc, La Tzintre, Pont du Roc, Im Fang und Jaun erstellt. Um den Zugang aus Richtung Schwarzsee zu sperren, wurde das Artillerie- und Infanteriewerk Neuschels gebaut. Von Abländschen her wurde mittels Sperre Abländschen und Wolfs Ort gesperrt. Artilleristische Unterstützung erfolgte aus dem Werken Gross Tosse sowie den Artilleriebunkern auf dem Jaunpass (gehörten räumlich zur 2. Division, das Feuer allerdings wurde für die 1. Division eingesetzt).

Ab 1941 bildete das Gebirgs-Infanterie-Regiment 7 die «Kampfgruppe Jaun». Sein Auftrag lautete: Die Jauntalachse ab Broc und die Achse vom Schwarzsee über den Euschels nach Jaun zu sperren und einen Vorstoss auf den Jaunpass zu verhindern. Sehr rasch nach dem Bezug der Stellungen begann der Bau der Verstärkungen im Gelände. Der Bau der Befestigungen wurde vom Technischen Büro des Chefs der Genietruppen geplant und geführt. Einfache Arbeiten wie z.B. der Aushub wurde von der Truppe selber erledigt. Sprengungen und Kunstbauten wurde von zivilen Baufirmen übernommen. Die schematische Übersicht zeigt die Vielfalt der Hindernisse, welche ein Gegner erst überwinden musste, bevor er in den Réduit-Raum eindringen konnte. Die aufgeführten Sperren und Werke sind allesamt mit Ausnahme vom Werk Jaunpass und den Bunkern in Abländschen im Raum der 1. Division.

In seinem Bericht an den General hat der Chef des Persönlichen Stabes des Generals am 19. Juni 1944 unter anderen folgende Bemerkungen gemacht:
  • Broc: Es ist einigermassen verwunderlich, dass der Eingang zum Tale von Jaun östlich Broc nicht besser gesperrt wurde, namentlich nachdem in einem früheren Zeitpunkt, als die Front des Zentralraumes noch weiter westlich verlief, bereits Anfänge zu einer Befestigung gemacht wurden.
  • La Tzintre: La Tzintre weist ebenfalls Scharten auf die allzu tief liegen und deshalb leicht geblendet werden können. An sich ist die Stellungen aber stark und könnte, wenn sie durch eine vordere Linie bei Broc geschützt wird, lange Zeit widerstehen.
  • Jaun: Jaun ist rückwärtige Sperre vor dem Anstieg zu Jaunpass und als solche ihrer heutigen Ausführung genügend.
  • Neuschels: Die Werke auf dem Neuschels gehören zum Besten was im Raum der 1. Division gebaut wurde und sperren den Aufstieg vom Schwarzsee nachhaltig.

Der Auftrag lautete: Verteidigt das Reduit mit Nordfront zwischen Kaiseregg und Rocher de Naye mit Schwergewicht entlang der Achsen, welche von Bulle ins Simmental führen mittels Zerstörungen und Sicherungselementen an den Eingängen ins Jauntal und obere Greyerz, mit der Südfront (sekundäre Front) mit Sperren an Übergängen, welche vom Rhonetal ins Tal der Saane zwischen Rochers de Naye und dem Wildhorn (exklusive) und schützt mit der Flab während der Mobilmachung die für Truppen des 1. Armeekorps wichtigen Umsteigebahnhöfe von Bulle und Romont. Die Division wurde in vier Gruppen aufgeteilt.

  • Gruppe Jauntal: Stab Geb Inf Rgt 7, Geb Füs Bat 14, Geb Füs Bat 16, Füs Bat 3, Ter Bat 123, Rdf Kp 31, Stab F Hb Rgt 22, F Art Abt 2, F Hb Abt 44, Sap Kp III/1
  • Gruppe Greyerz: Stab Inf Rgt 2, S Bat 1, Füs Bat 4, Füs Bat 5, Ter Bat 163, Ter Str Pol Kp 73, Stab F Art Rgt 1, F Art Abt 1
  • Gruppe Pays d’Enhaut: Stab Inf Rgt 3, Füs Bat 10, Füs Bat 13, Ter Bat 126, F Art Abt 3, Fuss Art Abt 86
  • Gruppe Saanen: Stab Ter Rgt 72, Geb Füs Bat 15, Ter Bat 125, Ter Kp II/123, Lst Drag Kp 56, Fuss Art Bttr 524
  • Kommandoposten: Der Kommandoposten dieser Division befand sich in Krieg und Frieden in Gstaad, im sogenannten Oberbort. Welche Funktion er innerhalb der Reduitbrigade ab 1948 diente, ist mir nicht bekannt. Allerdings wurde er bis anfangs der 1990-er Jahre von der Widerstandsorganisation P26 als Ausbildungsanlage benutzt. Die heutige Verwendung ist unklar.

Aufstellung für Alarmübung am 11.9.1942
Aus dem Befehl für eine Alarm- und Mobilisationsübung vom 11. September 1942 gehen folgende Angaben hervor:
  • Das Detachement Tzintre bestand aus dem Landwehr-Füsilier-Bat 3 und der Feldartillerie-Abt 44. Sie sollten bei Tzintre das Jauntal sperren.
  • Das Detachement Gruyères bestand aus dem Ter Füs Bat 126, EM Rgt art camp Roc Feldartillerie-Abt 1 (– Feldartillerie-Batterie 2). Diese Einheiten sperren das Defilée von Greyerz.
  • Die Gruppe Château-d’Oex bestand aus dem EM Infanterieregiment 3 und dem EM Feldartillerie-Regiment 22.
  • Das Detachement La Tine (Füsilierbatallion 13, Feldartillerie Abt 43 mit Batterie 155, 156, und 157) sperrt die Achse Montbovon-Château-d’Oex mit Schwerpunkt La Tine. Die Werke in La Tine bezog die Kompanie I/13.
  • Das EM Territorial-Regiment 72 war als Divisions-Reserve beim Kommandanten in Saanen.

Die 8. Division des 3. Armeekorps: Im Osten an die im Zentrum eingesetzte 3. Division schloss sich die 8. Division an. Unterlagen über diese Division sind auch im Bundesarchiv (BAr) nur wenige darüber vorhanden, diese sollen aus Geheimhaltungsgründen bereits vor der befohlenen Übergabe ans BAr vernichtet worden sein. Hans Rudolf Fuhrer hat 1994 eine kurze Zusammenfassung über die 8. Division erstellt. Daraus stammen etliche der hier aufgeführten Informationen. Operativ kam der 8. Division laut Hans-Rudolf Fuhrer die wichtigste Aufgabe des 3. Armeekorps zu: Sie musste die Zugänge zum Brünigpass sperren, der direkt in den Rücken der Kampfgruppe Brünig (Brünig-Passhöhe, Sustenpass) und der verstärkten 9. Division (Oberwallis und Gotthard) führte. Rechts in der 8. Division sperrte die Gruppe Brienzergrat mit dem rechten Flügel auf der Grönfluh die Zugänge aus dem Entlebuch und aus dem Gebiet von Schangnau gegen den Raum Giswil-Lungern.

Diese 8. Division wurde ebenfalls in mehrere Kampfgruppen unterteilt. Für den späteren Reduitraum Berner Oberland massgebend sind die Kampfgruppen Interlaken, Brienzergrat und Brünig.

Die Kampfgruppe Interlaken
Die Kampfgruppe Interlaken war im Kern das Territorial-Regiment 80 mit den Batallionen 150 und 151. In diesem Abschnitt der späteren Reduitbrigade 21 wurden jedoch auch kleinere Werke erstellt, so zum Beispiel die fünf Bödeliwerke Kammfluh (Unterseen), Lütscheren (Interlaken), Goldswil, Aenderberg (Bönigen) und Wilderswil. Diesem Gebiet kam insofern grosse Bedeutung zu, da Interlaken während langer Zeit das Hauptquartier der Armee mit General Henri Guisan beherbergte.

Die Kampfgruppe Brienzergrat
Die Kampfgruppe Brienzersee umfasste das verstärkte Gebirgs-Infanterieregiment 37. Dieses bestand aus den Batallionen 48, S6, S11, Ter 171 und Ter 152 sowie drei Abteilungen mit 7 Batterien. Der Kriegskommandposten befand sich in Lungern. Das Geb Inf Rgt 37 sperrte die Zugänge aus dem Entlebuch und dem Gebiet von Schangnau gegen den Raum von Giswil-Lungern und sperrte die Übergänge zwischen dem Arnifirst und dem Augstmatthorn über die Hohe Gummen, den Arnihacken, den Brienzergrat und den Riederngrat. Anschliessend an die Gruppe Brienzergrat bildet das Gros der 8. Division die Kampfgruppe Vierwaldstättersee eine Abwehrfront (Kriegs-KP in Sarnen). Die Division bestand aus 9 Batallionen und 17 Batterien. Das Geb Füs Bat 45 war dem 3. Armeekorps direkt unterstellt und bildete die Gruppe Giswil. Das Bat musste sich für einen Einsatz sowohl bei der Gruppe Vierwaldstättersee als auch bei der Gruppe Brienzergrat bereithalten.

Die erste Kommandoordnung trat mit dem 26. Juli 1940 in Kraft. Die Truppen der Gruppe Brienzergrat waren für die Ausbildung und die Dienste hinter der Front dem Kommando der 8. Division unterstellt. Der Kommandant der Gruppe Brienzergrat ordnete nur den taktischen Einsatz seiner Truppen in der Verteidigungsstellung an. Ebenso verblieb das als Korpsreserve ausgeschiedene Geb Füs Bat 45 (Gruppe Giswil) vorläufig dem Kommando der 8. Division unterstellt.

Die Kampfgruppe Brünig
Das Territorialregiment 83 bildete die Kampfgruppe Brünig. Diese war ebenfalls direkt dem 3. Armeekorps unterstellt. Die Aufgabe:
  • hält die Brünig-Passhöhe und den Strassenknotenpunkt Innertkirchen
  • sperrt den Sustenpass
  • sperrt die Strasse längs dem Reichenbach

Die Reduitbrigade 21


Nach den grossen Anstrengungen im Zweiten Weltkrieg im Befestigungswesen wurden in den Folgejahren Teilsysteme wie zum Beispiel Panzer- und Infanteriehindernisse, Feldbefestigungen und Truppenbauten liquidiert und das Gelände an die rechtmässigen Besitzer zurückgegeben. Parallel dazu erfolgte jedoch unter dem Aspekt des Kalten Krieges der Weiterausbau und die entsprechende Kampfwertsteigerung in den verbleibenden permanenten Anlagen. Die 4,7 cm Infanteriekanonen wurden zum Beispiel durch 9 cm Panzerabwehrkanonen 50 ersetzt, das Mg 11 durch das Mg 51.

Es wurde ersichtlich, dass die Befestigungsanlagen innerhalb des Reduit von speziellen Truppen gehalten werden mussten, der temporäre Einsatz resp. Rückzug von Armeeteilen war nicht die ideale Lösung — schon allein aus zeitlichen Überlegungen. Am 2. September 1946 wird einer Idee mit einer Neugliederung teilweise Folge gegeben. Jedes Armeekorps erhielt in der Folge eine Brigade zugeteilt: Das 1. AK die Reduitbrigade 21 (Berner Oberland), das 2. AK die Reduitbrigade 22 (Innerschweiz), das Gebirgsarmeekorps 3 die Festungsbrigade 23 (Gotthard) und das 4. AK die Festungsbrigade 24. Aus Geheimhaltungsgründen erschienen diese Einheiten noch einige Zeit nicht in den offiziellen Organigrammen.

Die Hauptaufgaben der neuen Reduitbrigade 21 entsprachen damals in etwa den Aufgaben der vorher im Brigaderaum eingesetzten Divisionen:
  • Achse Thun-Merligen-Interlaken im Raum Gunten
  • Achse Thun-Spiez-Interlaken, Kandertal und Simmental im Raum Kandermündung Einigen bis Burgfluh Wimmis.
  • Achse Jaunpass in der Gegend von La Tsintre.
  • Achse Montbovon-Château-d’Oex bei La Tine.
  • Zusätzlich wurde für die Bewachung der Lötschbergbahn ein Truppenkörper (Bat oder Rgt) vorgesehen, der direkt dem Reduitkommandanten unterstellt werden sollte.

Kalter Krieg


Nach dem 2. Weltkrieg wurden verschiedene Artilleriewerke erst fertiggestellt. Sie erfuhren im Laufe der Jahre Verbesserungen, Schutzerhöhungen und Modernisierungen der Bewaffnung und Ausrüstung. Die 12 cm Festungsminenwerfer stellten eine gewichtige Ergänzung und Steigerung dar, dafür verschwanden die 7,5 cm Kanonen. In den Sperren wurden die ungenügenden 4,7 cm Kanonen durch die leistungsfähigeren 9 cm Pak 50 ersetzt, die Mg 11 durch Mg 51. Zusätzlich wurden moderne Unterstände und geschützte Kommandoposten erbaut. Die Reduit- und Festungsbrigaden - im Oberland die Reduitbrigade 21, die Reduitbrigade 22 und die Festungsbrigade 23 - wurden gebildet, sie übernahmen die Aufgaben, die im Krieg durch die zurückgezogenen Feldtruppen erfüllt wurden.

Armee 95 und AXXI (ab 1990)


Im Oberland sind die als Truppengattung aufgehobenen Festungstruppen nicht mehr präsent. Einige Führungsanlagen werden durch HQ-Truppen weiter betrieben, jedoch ist bezüglich Artillerie (nur noch 15,5 cm Bison und 12 cm Fest Mw) und Sperrwerken das meiste ausgemustert. Auch die Sprengobjekte werden über kurz oder lang ausser Dienst gestellt.

Die Artillerie der Reduitbrigade 21


Die Artillerie inkl. Festungsartillerie konzentriert sich auf drei Schwerpunkte:
  • Die Bödeliwerke
  • Links und rechts des Thunersees inkl. Zugang ins Simmental
  • Jaunpass-Achse

Artillerie-Beobachtungsposten Dezember 1943
Ende 1943 wurde eine Übersicht erstellt, welchen stand die Artillerie-Beobachtungsposten an der Reduitgrenze der 2. Division (später Grenze des R Br 21) hatten.
  • 9153 Gantrisch (600900/172650) - Feld Art Bttr 17+ Feld Art Bttr 18 - Stand: nichts
  • 9101 Bürglen (599527/172463) - Fels Art Abt 4+ Feld Art Bttr 16 - Stand: Aushub in Arbeit
  • 9152 Mähre (595259/169300) - Feld Art Abt 5+ Feld Art Bttr 8/9+ Schw Mot Kan Bttr 202 - Stand: fertig (Baracke)
  • Bäderhorn (591199/162100) - Feld Art Abt 6+Fedl Art Bttr 10/11/12+ Schw Mot Kan Abt 2+ Schw Mot Kan Bttr 202 - Stand: nichts
  • 9150 Neuschels (588507/154097) - Schw Mit Kan Bttr 103 - Stand: fertig (Baracke)
  • 9151 Spitzfluh (588085/166120) - Schw Mit Kan Bttr 104 - Stand: Kredit nicht vorhanden
  • 9155 Falkenfluh (595144/167224) - Feld Art Bttr 9 - Stand: in Planung
  • Kaiseregg (590843/166819) - Schw Mot Kan Abt 2+ Schw Mot Kan Bttr 103 - Stand: nichts
  • 9154 Hohmad (596297/168007) - Feld Art Bttr 7 - Stand: in Arbeit
  • 9157 Ober Lohen (604698/169670) - Feld Art Abt 4+ Feld Art Bttr 16 - Stand: nichts
  • 9158 Wildenstein (605329/170048) - Feld Art Bttr 17/18 - Stand: nichts
  • 9156 Schwiedenegg (601700/170600) - Feld Art Abt 4+Feld Art Bttr 16/17/18 - Stand: nichts
  • Grünholzweid (596500/166750) - Feld Art Abt 5+ Feld Art Bttr 7/8/9 - Stand: nichts

Artilleriewerke Dezember 1943
Dieselbe Aufstellung wurde von der 2. Division auch für die Artilleriewerke in ihrem Bereich entlang der Gantrischkette gemacht.
  • 3226 Krümmelwege (606588/172723) - 1x 7,5 cm Kan - Feld Art Bttr 18 - Aushub im Gang.
  • 9101 Bürglen (599520/172450) - 2 x7,5 cm Kan, 4 Lafetten - Feld Art Bttr 16 - Aushub im Gang. Vier Lafetten bereit zur Lieferung durch die Waffenfabrik Bern
  • 9110 Widdersgrind (597260/169969) - 2x 7,5 cm Kan - Feld Art Bttr 8 - Aushub im Gang
  • 9114 Mähre Nordost (links 595743/169569, rechts 595760/169571) - 2x 7,5 cm Kan - Feld Art Bttr 9 - Installationen vor Ort
  • 9122 Weissefluh (rechts 594038/168040, links 594035/168046) - 2x 7,5 cm Kan - Feld Art Bttr 9 - Arbeiten der Zivilunternehmen abgeschlossen, die Parallelogramm-Lafetten sind montiert, die Arbeiten an Ventilation und Verteidigung sind im Gang
  • 9167/9168/9169 Oberstockensee (605705/170941) - 3x 7,5 cm Kan - Feld Art Bttr 18 - Stand: Projekt fertig, Submission gemacht, Entscheid zur Ausführung fehlt von höherer Stelle fehlt
  • 9174/9175 Wankfluh (599800/170100) - 2x 7,5 cm Kan - Feld Art Bttr 16 - Stand: nichts
  • 3203/3206 Jaunpass - 4x 10,5 cm Kan 35 - Schw Bttr 103 - Stand: fertig, die vier Geschütze sind im Zeughaus Erlenbach
  • 3207/3210 Jaunpass - 4x 10,5 cm Kan 35 - Schw Bttr 104 - Stand: fertig, die vier Geschütze sind im Zeughaus Erlenbach

Es ist derzeit nicht klar, welche der Objekte nach dem Aktivdienst überhaupt noch in die Planungen der R Br 21 aufgenommen worden sind (und eventuell sogar A-Nummern erhalten haben).

Die Einheiten (bei der Auflösung 1994)
  • Werk-Kompanien 9 (Thunersee rechtes Ufer), 10 (Thunersee linkes Ufer), 11 (Jaunpass) und 12 (Pays d’Enhaut)
  • Fest Rgt 21 (KP Heinrich)
  • Fest Abt 8 Jaun (Kp I/8, II/8, III/8 und IV/8)
  • Fest Abt 14 (Kp I/14, II/14 und III/14)
  • Fest Abt 15 Thunersee linkes Ufer (I/15, II/15 und III/15)
  • Fest Abt 24 (ab 1978, Fest Inf Kp I/24, Fest Art Kp II/24, Fest Art Kp III/24 und Fest D Kp IV/24).

Ordre de bataille


Zu verschiedenen Zeiten waren natürlich die eingesetzten respektive unterstellten Einheiten im Raum der R Br 21 unterschiedlich. Aufschluss geben die jeweiligen Ordre de Bataille, die hier nach Verfügbarkeit abgebildet sind.

RBr21-TO51
Ordre de bataille TO51

RBr21-TO62
Ordre de bataille TO62

RBr21-TO64
Ordre de bataille TO64

RBr21-TO71
Ordre de bataille TO71

RBr21-TO78
Ordre de bataille TO78

RBr21-TO92
Ordre de bataille TO92