Festung Oberland

Wehrhafte Schweiz - Bunker und Festungen

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A1970-73 Artilleriebatterie Mülenen


Unmittelbar hinter der Sperrstelle Mülenen waren betonierte Stellungen (Splitterschutz) für eine mobile 10,5 cm Batterie (drei 10,5 cm Kan 35 plus Leitgeschütz) gebaut worden, die als weitreichende Artillerieunterstützung zum Einsatz kommen sollte.

Deckname der Stellung war «Mühle», eingesetzt war die Batterie 105 der Schweren Motorkanonen Abteilung 3 der Divisions Gruppe III. Dazu gehörte eine Unterstandkaverne (A1974) und das vor der Sperre liegende und mit einer Scheune getarnte verbunkerte Richtgeschütz (heute privat genutzt und umgebaut). Die drei leichten Splitterschutzschilde für die Kanonen liegen unmittelbar am Waldrand, die Geschütze sind von hinten durch Holztore einfahrbar. Ab 1947 wurde die Stellung nicht mehr benutzt.

Der zur Batterie gehörende Beobachtungsposten war am Niesenhang (Huttenweid, östlich Pt1156) vorgesehen, 1940 ursprünglich als Kaverne. Davon ist jedoch nach 1940 nichts mehr in den Unterlagen zu finden, wahrscheinlich wurde nur feldmässig gebaut (wenn überhaupt).

Bekannte Objekte
  • A1970 Splitterschutzschild Artillerie - 619'647/165'250
  • A1971 Splitterschutzschild Artillerie - 619'691/165'254
  • A1972 Splitterschutzschild Artillerie - 619'720/165'254
  • A1973 Artilleriebunker - 619'430/165'488 (Arbeitsgeschütz)
  • A1974 Munitionsunterstand/Kaverne - 619'700/165'235
  • Beobachtungsposten der Batterie (ev. nicht oder nur feldmässig realisiert) - 617'250/167'050

Das Kreditbegehren für die Artilleriestellung «Mühle» wurde von der 3. Division 1941 genehmigt, im Mai 1942 wurde entschieden, dass eine Kaverne nötig sei für Mannschaft und Munition. Das Übernahmeprotokoll für die Stellung datiert vom 11. Dezember 1942.

Die drei Splitterschutzschilde sind zum Abbruch vorgesehen (Stand 2015). Weitere Infos siehe auch Sperre Mülenen.