Festung Oberland

Wehrhafte Schweiz - Bunker und Festungen

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A9000 Artilleriewerk Naters


Die Aufgabe des Artilleriewerkes Naters (Bau ab 1939) war in erster Linie die Beherrschung des Kessels von Brig inklusive des Nordportals des Simplontunnels.

Dies wurde mit vier 7,5 cm Kanonen sichergestellt. In einem zweiten Schritt (1941-43) wurden zwei 10,5 cm Bunkerkanonen in einem neuen Festungsteil montiert, um auch die Simplon-Passstrasse unter Feuer nehmen zu können. Man stelle sich das vor: zwei Artilleriekanonen - neben den Sperren - für eine so wichtige Verbindungsachse! Die Aussenverteidigung wurde mit je einem Flankierungsbunker Ost (Mg) und West (9 cm Pak und Mg) sichergestellt, die Zufahrt war mit einer Barrikade versehen. Zudem war Flabschutz mit 20mm-Kanonen vorhanden.

In einem weiteren Anlagenteil war eine Auswertezentrale für die Fliegerabwehr untergebracht und im Ostteil einer von vermutlich fünf Gold- und Wertsachentresoren der Nationalbank. Es handelte sich dabei um einen Raum von 5x6 Metern Grösse.

Rund 200 Mann konnten in der Festung Naters untergebracht werden. Zuerst die Fest Art Kp 26 (Geb Br 11), dann die Fest Abt 26 (Gz Br 11).

Heute gehört die Anlage der Gemeinde und wird vom Verein der Freunde der Festung betrieben. Zwei Munitionsmagazin sind mit den Ausstellungsstücken des Gardemuseum ausgerüstet, zudem sind Wein- und Käseproduzenten eingemietet. Aktuell (2011) wird ein Kulturraum gebaut.

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