Festung Oberland

Wehrhafte Schweiz - Bunker und Festungen

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San Giacomo


1929 stellte Italien eine Fahrstrasse fertig, mit welcher der Passo di San Giacomo von Domodossola aus erreicht werden konnte. Von hier aus wäre es einem Angreifer möglich gewesen, ins Bedrettotal hinunter zu steigen und die Befestigungen von Airolo in der Flanke anzugreifen. Der Geniechef der Gotthardbesatzung legte im Dezember 1931 ein Projekt für die Befestigung des San Giacomo vor, in welchem er den Bau eines Blockhauses, einer Luftseilbahn und einer Halbbatterie vorschlug. Weitere Projekte folgten.

Beginn der Bauarbeiten 1937 die während des gesamten Aktivdienstes andauerten und auch All’Acqua im Talboden miteinbezogen. Die Stellung besteht neben verschiedenen kleineren Werken aus dem Blockhaus auf der Ebene unterhalb der Passhöhe, den Maschinengewehrstellungen auf dem Grandinagia-Grat und zwei Militärseilbahnen.

Diese Sperrstelle umfasst rund 30 Einzelobjekte, darunter ein zentrales Infanterie-Felsenwerk und das Artilleriewerk Grandinagia mit zwei 7,5 cm Kanonen. Aufgabe war der Feuerschutz für den San Giacomo-Pass. Erste Planungen dieser Sperre gehen aufs Jahr 1885 zurück, gebaut werde aber erst 1935. Wichtigste Befestigungen entstanden während der Kriegszeit, kleinere Modifikationen erfolgten nach dem Aktivdienst. Das Infanteriewerk San Giacomo ist eine kleine einfach Kaserne mit verstärkten Mauern. Sie wurde später Schritt für Schritt um einen Felswerk-Teil mit drei MG-Stellungen erweitert und hat nicht nur die Bergstation, sondern auch eine kleine Kapelle. Das ganze Dispositiv gehört zur Gotthard-Festung.

Bekannte Objekte
  • Militärseilbahn San Giacomo (Tal-, Mittel-, Bergstation)
  • Artilleriewerk Grandinagia (heute ausgeräumt)
  • Infanteriewerk San Giacomo