Festung Oberland

Wehrhafte Schweiz - Bunker und Festungen

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A8630 Artilleriewerk Fuchsegg


Die Befestigung des Furkapasses wurde bereits in der Zwischenkriegszeit studiert, die konkrete Planung erfolgte jedoch erst ab Oktober 1940. Die gestellte Aufgabe für das Artilleriewerk Fuschegg (679’953/160’360) hiess, die toten Räume vor dem Art Wk Grimsel zu decken, aber auch in den Raum San Giacomo zu schiessen. Seine 10,5 cm-Panzerturmkanonen konnten auch die Zufahrt zum Grimselpass beschiessen. Die Festung liegt auf einer Höhe von rund 1990 m. ü. M. direkt an der Passstrasse zum Furkapass.

Der Kredit von 7,3 Millionen Franken wurde am 7. Dezember 1940 bewilligt. Die Anfangsplanung umfasst 285 Mann sowie drei Panzertürme, später kam ein vierter Panzerturm dazu. Natürlich wurden Nahverteidigungsanlagen mit eingeplant. Der definitive Standort Fuchsegg wurde im Juli 1941 festgelegt.

Mit dem Bau der Festung Fuchsegg wurde am 1. September 1941 begonnen. Das Bauprogramm sah vor, zuerst die Panzertürme und Munitionslager zu erstellen, dann die Nahverteidigung sowie die Hindernisse und erst am Schluss die Unterkünfte und technischen Installationen (inkl. Bäckerei). Bis Ende 1943 sollte das Artilleriewerk fertiggestellt sein. Am 10. Februar 1943 erfolgte der Einbau der ersten zwei 10,5 cm Panzertürme (noch ohne die unterirdischen Stollen für den Munitionsnachschub) , das zweite Paar Panzertürme wurde am 8. Juli 1943 eingebaut. Definitiv einsatzbereit war die Festung im Herbst 1945.

Zwölf 20 mm-Flabgeschütze wurden zur Luftabwehr und aus Angst vor Luftlandungen aufgebaut, das ergab zusätzlich 120 Mann in der Anlage. Die Kosten für die Bauarbeiten beliefen sich total auf 15,4 Millionen Schweizer Franken. Auf den 1. Januar 1995 wurde die Anlage deklassifiziert. Der Betrieb dieses Artilleriewerkes wurde durch die Fest Art Kp 15/7 respektive die Fest Art Kp II/7 sichergestellt (Fest Abt 7 Gotthard West der Fest Br 23).

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