Festung Oberland

Wehrhafte Schweiz - Bunker und Festungen

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Balsthal SO


Die ehemalige Militärsperre in der Klus bei Balsthal mit ihren Bunkeranlagen soll bald der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden: Vor einigen Jahren hat die Offiziersgesellschaft Balsthal Thal und Gäu (OGB) bzw. deren Vorstand die Initiative ergriffen, in Absprache mit dem Verein Festungswerke Solothurner Jura (VFSJ) das Dispositiv äussere Klus für die Öffentlichkeit begehbar zu machen.

2008 hat die «Berner Zeitung» informiert, dass die Stecksperren in der Klus verschwinden sollen. «Die Panzerbarrikade mit der militärischen Bezeichnung 1947/01, auf der Hauptstrasse im Städtchen Klus, wird aufgehoben. Tausende von Fahrzeugen rumpeln täglich darüber und erzeugen für die Anwohner unangenehmen Lärm. Im Rahmen der flankierenden Massnahmen zur Verkehrsentlastung in der Klus saniert sie das kantonale Tiefbauamt, indem die in der Strasse eingelassenen Gussdeckel verschweisst werden. Später, wenn in der Gemeinde Reparaturen an den Kanalisations- und Wasserleitungen anstehen, werden die Deckel ganz entfernt und es kommt ein neuer Deckbelag drauf.

Die in der Strasse eingelassenen Panzerbarrikaden sind nicht die ersten, die in der Klus verschwinden. Letztes Jahr wurde beim Glasergässli ebenfalls eine solche entfernt. Alle sind Teil einer Befestigungsanlage, die von der Äusseren Klus über den Passwang bis nach Laufen reicht und insgesamt 15 solche Barrikaden umfasst. Dazu kommen Bunker, Kavernen und Unterstände. Erbaut wurden die Anlagen in den Jahren 1939/41, als man einen deutschen Angriff gegen die Schweiz befürchtete, letztmals wurde 1975 an «1947/01» gearbeitet. Im Ernstfall hätte man die Öffnungen mit Eisenelementen bewehrt, die 1,5 Meter aus dem Boden ragen.»

Armasuisse-Mediensprecher Kaj-Gunnar Sievert erklärt, dass «überflüssige Panzersperren auf stark befahrenen Strassen auch aus Sicherheitsgründen rückgebaut oder abgebrochen werden können». Weil Gefahr besteht, dass sich die Abdeckungen lösen.

Aktueller Stand: Nicht bekannt.

Ursprünglich (1942) bestand die Bewaffnung der Sperre aus zwei 8,4 cm Kanonen und einer 7,5 cm Kanone in der Chlus südlich Balsthal.

Bekannte Objekte
  • A3672 Infanteriebunker Balsthal - 620'025/238'616
  • A3673 Infanteriewerk Balsthal - 619'776/238'676