Übungsbunker


An verschiedenen Orten in der Schweiz wurden speziell für die Festungstruppen Übungsanlagen erstellt. Das einerseits deshalb, um eine effiziente Ausbildung machen zu können und andererseits, weil es immer schwieriger wurde, in bebautem Gebiet schiessen zu können. 

Bekannt sind neben der Übungsanlage für den Werkschutz in Balmholz BE
* der Übungsbunker A2099 (605’380/206’540) für je 1x Lmg/Beobachter, Mg, 24 mm PzBk, 4,7cm BK/9 cm Ständerlafette, 4,7 cm BK/9 cm PakPivotlafette auf dem Waffenplatz Sand BE
* der Übungsbunker A4550 Geren AG (644’300/251’200) 1x4,7 cm BK, 1xMg
* zwei 7,5 cm Übungsbunker in Savatan
* der Übungsbunker mit zwei 10,5 cm-Haubitzen in Magletsch
* der Übungsbunker mit zwei 10,5 cm-Kanonen in Dailly-Savatan
* der Übungsbunker mit zwei 10,5cm-Geschütze in Planaux
* der Übungsbunker mit zwei 15 cm-Bunkerkanonen 42/46 in Dailly-Savatan
* der Übungsbunker mit Staghound-Panzerturm iin Vérolliey
* der Übungsbunker A5750 in Frauenfeld (710’425/270’875) mit 1x 4,7 cm BK, 2xMg
* der Übungsbunker A6417 Z’Berg (748’120/213’510) mit 2x10,5 cm Haubitzen 42/46 in Mels
* der Übungsbunker A6500 in Walenstadt (743’150/219’570) 1x4,7 cm BPak, 1x 24mm PzBk
* der Übungsbunker A8055 Val Trodo (712’650/110’800) mit 1x 4,7 cm BK, 1x 24mm PzBK, 1x Mg, 1x Lmg
* der Übungsbunker B52-55 Vérolliez VS (566’530/116’715) mit je 1x 7,5 cm FK, 4,7 cm BK, 4,7 cm Ik, 24mm PzBK, Mg, Lmg
* Für die 9 cm-Pak-Besatzungen wurden zudem einige mobile Bunker angeschafft. Auf einachsigen Anhängern wurden Bunker nachgeahmt, die Bewaffnung umfasste 9 cm Pak auf Pivotlafette (nicht bestätigt ist ein mobiler Bunker mit Ständerlafette). Damit konnte unabhängig vom eigentlichen Standort der richtigen Bunker auf Schiessplätzen ausgebildet werden. Ein solcher Anhänger ist im Fundus des Militär- und Festungsmuseums Reuenthal vorhanden.
* Offenbar wurde in den 1960-er Jahren auch von der Ladebrücke von Lastwagen behelfsmässig «aus Bunker» geschossen.
* der 10,5 cm-Centibunker in Diemtigen mit der Simulator-Übungsanlage Därstetten
Quelle: Privatarchive, Bundesarchiv

A2099 Infanteriebunker Sand BE
Einmalig ist die Ausstattung der Schartenfront des Bunkers A2099 (Koordinaten 605’380/206’540) (v.l.) Lmg/Beobachter/Hg-Auswurf - 24 mm PzBk 38 - Mg - Lmg/Beob - 4,7 cm Ik/9 cm Pak Ständerlafette - 4,7 cm Ik/9 cm Pak Pivotlafette.

Schartenfront


Schartenfront


Rückseite/Zugang


Mg-Scharte


Lmg/Beobachter (links) und 9 cm Pak Ständerlafette


9 cm Pak (links Ständerlafette, rechts Pivotlafette)


24mm Panzerabwehr-Bunkerkanone 38

7,5 cm Übungsbunker in Savatan inf

Vorn 8,1 cm Festungsminenwerfer, hinten die beiden 7,5 cm-Übungsbunker erkennbar. ©APSF

10,5 cm Haubitzen. Artilleriebunker Magletsch














10,5 cm-Kanonen. Artilleriebunker Savatan inf
Dieser Bunker ist ausgeräumt und wird für Übungen benutzt.

© APSF

Savatan inf - im Hintergrund die Bunkermauer © APSF

10,5 cm-Kanonen. Artilleriebunker Planaux

© APSF

© APSF

10,5 cm Haubitzen. Artilleriebunker A6417 Z’Berg
Dieser Artillerie-Übungsbunker nahe Meilen (Mels) für 2x10,5 cm Haubitzen 42/46 wurde anfangs der 1980-er Jahre gebaut. Der nahe gelegene Stall wurde vermutlich als Theorie- und Esslokal benutzt.








15 cm Bunkerkanonen. Artilleriebunker Dailly-Savatan
Dieser Bunker gilt als historisch erhaltenswert und bleibt bestehen.

© APSF

Staghound-Mg-Turm
Dieser Exot - ein Turm eines Staghoung-Radpanzers mit einem Mg - wurde auf dem Waffenplatz Vérolliey erstellt.

© APSF


© APSF

Übungsbunker Waffenplatz Waffenplatz Vérolliey (abgebrochen)

© TSR

Mobile Übungsbunker
Mit dem mobilen Übungsbunker, einem System mit eingebautem Mg51/80 respektive 9 cm Pak 50/57, lassen sich Übungsschiessen unter Infanteriebunker-Bedingungen durchführen. Abgeleitet vom Prinzip des BaustellenWagens hat ein FWK-Offizier dieses Konzept entwickelt:

* Mob U-Bkr 7,5 mm Fest Mg: Länge 5,8m - Breite 2,3m - Höhe 3,1m - Gewicht 4770kg - max. Geschwindigkeit 80km/h - Zugfahrzeug 5t
* Mob U-Bkr 9 cm Fest Pak: Länge 6,1m - Breite 2,3m, Höhe 3,1m - Gewicht 6300kg - Max Geschwindigkeit 80km/h - Zugfahrzeug 7t

Dies Systeme sind neben der komplette Bewaffnung ausgerüstet mit Kollektiv-Maskenschutz, Eigenstromversorgung, Feuerleit-Wechselsprechanlage, Arbeitstisch usw. Der Ausbaustandard, die Platzverhältnisse uns die Anordnung der Einrichtungen entsprechen dem Gros der Kampfstände in Festungswerken. Beschafft wurden in einer ersten Serie je 10 Übungsbunker, ob weitere wie geplant beschafft worden sind, ist nicht klar. Zur Entlastung des Festungswachtkorps und zur optimalen Ausnutzung der gegebenen Mobilität wird die Truppe im Auf- uns Abbau der Systeme ausgebildet. Ab Eintreffen auf Platz kann mit der Bunkerwaffe innerhalb kurzer Zeit geschossen sein. Vor dem Einsatz werden in allen Festungskreisen geeignete Schiessplätze rekognosziert und eingerichtet. Ziel ist es, der Truppe zweckmässige Übungsplätze bezüglich Zufahrt, Platzierung und Schiessmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Mit dem U-Bkr kann eine Lücke im Bereich der praxisnahen Schiessausbildung geschlossen werden.

Leider sind derzeit nur qualitativ schlechte Fotokopien der K+W-Bilder vorhanden © Stiftung HAM










10,5 cm-Centibunker in Diemtigen mit der Simulator-Übungsanlage

Simulator