Festung Oberland

Wehrhafte Schweiz - Bunker und Festungen

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Militärische Seilbahnen


Diverse Festungsanlagen – auch im Berner Oberland – waren neben den direkten Zugängen durch Seilbahnen erschlossen. Als Beispiele sind die bekannten Standseilbahnen in die Artilleriewerke Grimsel, Burg oder in das Artilleriewerk Legi zu erwähnen. Doch auch kleinere Anlagen wie das ausgebaute Schafloch wurden durch Seilbahnen erschlossen. Teilweise sind auch in den Festungswerken selber Bahnen vorhanden, so die Verwundeten-Transportbahn zwischen dem Werk Waldbrand und dem darüber liegenden Artilleriewerk Legi.

Zu Beginn der Mobilmachung verfügte die Armee über acht Militärseilbahnen Typ SU (Schwere Umlaufbahn). Ferner waren als Instruktionsmaterial 2 bis 3 Einheiten diverser Konstruktionen vorhanden. Rasch wurden ohne zentrale Planung im Handel erhältliches material dazu gekauft, bis im Sommer 1940 der Seilbahndienst der Armee geschaffen wurde – vor allem im Hinblick auf die Realisierung der Zentralraumstellung. Bis 1943 wurden folgende Bahnen beschafft:
  • 5 Einheiten Typ LU (Leichte Umlaufbahn)
  • 13 Einheiten SP (Schwere Pendelbahn)
  • 25 Einheiten LP (Leichte Pendelbahn)
  • 15 Einheiten OP (Operations-Pendelbahn).

Mit den vorhandenen 8 SU verfügte die Armee über 114 eigene Seilbahnen und 14 Motorschlittenwinden. Dazu kamen noch die militärisch verwendeten Zivilbahnen, insgesamt über 130 Anlagen, die von einer Patrouille kontrolliert wurden. An armeeeigenen Seilbahnen waren 102 Einheiten montiert, 12 Bahnen des Typs OP waren dezentralisiert bei den Heereseinheiten zuhanden der Seilbahnkompanie 1 eingelagert. Für die Beschaffung, Montage und die Bauarbeiten wurden bis Kriegsende rund 12 Millionen Franken ausgegeben.

Für den Betrieb wurden 59 Seilbahn-Detachemente (HD) mit 2030 Mann aufgestellt. 1941 wurde die Seilbahnkompanie 1 mit 90 respektive später 130 Mann gebildet. Die Ausbildung erfolgte im April 1942 in Grindelwald, April 1943 in Sachseln und im August 1943 auf dem Jungfraujoch.

Die Seilbahnen


  • MSB093 - Festung Sargans/Fest Br 13: Chimmispitz (Erschliessung Beobachter)
  • MSB094 - Festung Sargans/Fest Br 13: Grünhag-Palfries (Nachschub Seeztal-Alp Vorher Palmries)
  • MSB095 - Festung Sargans/Fest Br 13: Stegenobel (Erschliessung Girenspitz)
  • MSB096 - Festung Sargans/Fest Br 13: Valens-Furggels (Versorgung Artilleriewerk Furunkels und Truppen)
  • MSB097 - Festung Sargans/Fest Br 13: Tschingel (Transportbahn zum Artilleriewerk)
  • MSB098 - Festung Sargans/Fest Br 13: Guggstein (Erschließung Beobachter/KP Flidachöpf)
  • MSB099 - Festung Sargans/Fest Br 13: Lüsis-Nideri (Versorgung Grenze Füsilier Kompanie IV/283)
  • MSB100 - Festung Sargans/Fest Br 13: Risetenpass (Nachschubachse Weisstannental-Chrauchtal)
  • MSB105 - Festung Sargans/Fest Br 13: Malans-Älpli (Versorgung Maienfelder Alpen)
  • MSB106 - Festung Sargans/Fest Br 13: Fläscherberg (Fläsch-Fläscherberg)
  • MSB107 - Festung Sargans/Fest Br 13: Ragnatsch (Ragnatsch-Tschuggene Säss)
  • MSB111 - Festung Sargans/Fest Br 13: Pany-Chrüz (Versorgung im Raum Pany-St. Antönien)
  • MSB114 - Festung Sargans/Fest Br 13: Pany (1945 bereits abgebrochen)
  • ZXXX - R Br 21: Wimmis (Standseilbahn ins Art Wk Burg, heute abgebrochen)
  • Z311 - Fest Br 23: Grimmest (Standseilbahn ins Art Wk Grimsel, heute abgebrochen)


Seilbahn-01

Seilbahn-03

Seilbahn-04