Festung Oberland

Wehrhafte Schweiz - Bunker und Festungen

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KP Landesregierung


Insgesamt 18 Kantone hatten in den letzten Jahrzehnten eigene geheime Führungsanlagen erstellt, die im Notfall zivil und militärisch genutzt worden wären. Bereits im Zweiten Weltkrieg wurde für den Bundesrat eine Führungsanlage, der sogenannte Brindlistollen A8760, erstellt. Weitere Projekte und ausgeführte unterirdische Bauten folgten und sind zum Teil noch heute in Betrieb - wenn auch für andere Zwecke wie als Truppenunterkunft. Inwieweit diese Anlagen als zivil bezeichnet werden können, ist fraglich, wurden doch zum Beispiel die Abteilung Presse und Funkspruch (eine Militäreinheit) ebenfalls in der Nähe der Regierung angesiedelt.

Bekannte Objekte
  • K3 Harnischhut
  • K8/A8760 Brindlistollen
  • Bundesratsbunker (mehrere neue K-Anlagen, teilweise noch mit anderem Zweck in Verwendung oder aktiv. Im Internet sind diese sicher zu finden, wer unbedingt will).

In den zivil-militärischen Führungsanlagen fand jeweils auch die Abteilung Presse und Funkspruch (APF) Unterschlupf. Das ist die Abteilung, die in Kriegszeiten die Bevölkerung informieren sollte und so die Rolle von regulären Zeitungen, Radio und TV übernahm. In erster Linie ging es darum, die Informationen der Landesregierung zu verbreiten. Dazu wurden u.a. Reduitsender (z.B. an der Lenk, heute abgebrochen respektive ein Käselager) gebaut, aber auch in geschützten Räumen Druckereien aufgestellt. Die APF wurde mittlerweile aufgelöst.