Festung Oberland

Wehrhafte Schweiz - Bunker und Festungen

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Bundesratsbunker neu


Mindestens zwei Anlagen wurden nach dem Aktivdienst für den Bundesrat resp. die Landesregierung im Berner Oberland erstellt. Die ältere im östlichen Oberland ist mittlerweile umgenutzt als Truppenlager und Lager, die aktuelle steht unter Geheimhaltung, auch wenn während Jahren der Standort in Medien publiziert wurde – was heute für einige Bundesangestellte wieder ein Problem darstellt (zumindest in der Schweiz).

Die letztere Anlage wurde iEnde der 1990-er Jahre fertiggestellt. Der Planungsauftrag dazu wurde 1986 erteilt, die offiziellen Kosten beliefen sich auf 268 Millionen Franken. Die Details der Anlage sind selbstverständlich klassifiziert, bekannt sind jedoch aus diversen Medienberichten und der Baubotschaft, dass es sich um zwei grosse Kavernen mit der entsprechenden Führungs- und Kommunikationsinfrastruktur handelt.

Weitere Infos - vor allem Medienberichte, aber auch Protokolle der Verhandlungen der eidgenössischen Räte - sind im Internet auffindbar und verraten zum Teil sogar Standorte von K-Anlagen. Ein Beispiel für die offene Informationen ist die offizielle VBS-Internetseite, auf der die Aufgaben, Dienstleistungen und WK-Standorte der Hauptquartier-Bataillone, die der Führungsunterstützungsbrigade 41 unterstellt sind, ersichtlich sind (soviel zum Massstab der Geheimhaltung innerhalb des VBS).

Ach ja, als erster hat übrigens ein deutscher TV-Sender den «geheimen» Standort der umstrittenen Anlage im Berner Oberland verraten. Und dann waren es 2008 schon wieder die Deutschen, die für Aufsehen sorgten: Sie publizierten die Koordinaten. Der Bund hatte offenbar keine Möglichkeit, das zu verhindern oder anderweitig zu reagieren, anders wäre das wohl bei der Publikation in Schweizer Medien gewesen. In der heutigen globalen Epoche findet aber jeder raus, was er wissen will.

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Eingang zu einem ehemaligen Bundesratsbunker