Festung Oberland

Wehrhafte Schweiz - Bunker und Festungen

Sidebar
Menu

24 mm Pz B-K 38 (Tankbüchse)


Die Beschaffung einer Infanteriewaffe mit Kaliber 20 oder 24 mm für Füsilier- und Schützenkompanien zur Bekämpfung von gepanzerten Zielen war bereits vor der Mobilmachung im September 1939 in Aussicht genommen worden. Im November führte die kriegstechnische Abteilung eine 24 mm Tankbüchse vor, die auf der Waffe des Panzer 39 basierte. Ausser bei der Infanterie im mobilen Einsatz wurde der Typ II als Befestigungskanone (B-K) eingesetzt.

Unterscheidungen dieser 24 mm-Geschütze
  • Typ I: Ursprüngliche Panzerabwehrkanone, offener Verschluss, Magazin senkrecht oben. Einsatz ab Pivotlafette des Mg 11 (-8 Grad), Schartenlafette Mg 11 mit Panoramatafel (mit Anpassungen), Mg-Dreibeinlafette (aber nicht 24 mm Fahrlafette). Das Schartenfernrohr des Mg 11 wurde eingesetzt. Der Abstützsupport für die Pivotlafette war direkt an der Waffe angenietet.
  • Typ II: Mit offenem Verschluss und kleiner Mündungsbremse sowie waagrechtem Magazin rechts. Einsatz ab Pivotlafette der 4,7 cm Ik (mit Zwischenlafette) oder Schartenlafette Mg 11 in Befestigungen, Mg-Dreibein und Tb-Fahrlafette. Zudem wurde eine einfacher Pivotsupport in T-Form entwickelt, mit dem die Tb direkt an der Stirnwand der Scharte befestigt werden konnte.
  • Typ III: Mit geschlossenem Verschluss, grösserer Mündungsbremse als Typen I/II, Einsatz nur ab Fahrlafette.

Für den Transport der Munition in gefüllten Magazinen wurde ein spezieller Munitionswagen verwendet, in dem auch das Geschütz-Zubehör untergebracht war. Der Transport der Tankbüchsen konnte sowohl im Handzug als auch angehängt an Fahrräder, Motorräder oder Motorfahrzeuge erfolgen.

Die Waffe kam auch auf Motorbooten zum Einsatz.

Abgeliefert wurden total vom Typ I 88 Exemplare, vom Typ II 212 und vom Typ III 3581. In Befestigungen waren wenige Exemplare bis in die 1970-er Jahre zugeteilt.

Diese Infos beruhen auf der umfangreichen Arbeit von Henri Habegger im Info-Bulletin des Vereins Schweizer Armeemuseums (Herbst 2014).
TECHNISCHE DATEN TYP II
Hersteller:
Kaliber:
Funktionsweise:
Verschluss:
Feuerart:
Kadenz/min:
Reichweite (m):
Munition:
Gewicht (kg):
Länge total (mm):
Länge Lauf (mm):
Anzahl Züge:
Patronenzufuhr:
Visier:
Kühlung:
V0 (m/s):
Mannschaft:
Waffenfabrik Bern
24 mm
-
-
-
30
-
Panzergranate, Stahlgranate, Übungs-Stahlgranate
-
-
1515
-
Magazin
-
Luftkühlung
-
2 Mann - Schütze, Lader
Je nach Typ wurden unterschiedliche Lafettierungen eingesetzt.
Stacks Image 1944
Tankbüchse 41, Typ II auf der 4,7 cm Ik, Scharten-Pivotlafette mit Schlitten, hier im Werk Dailly, mit aufgesetztem Schartenfernrohr des Mg 11. Das von rechts zugeführte Magazin für Waffen des Typs II ist deutlich zu erkennen. Hier ist die Waffe Nr 720 mit der Gehäusebezeichnung aus der 2. Serie des Typs II abgebildet.
Stacks Image 8172
Mobile Tankbüchse
Stacks Image 8177
Mobile Tankbüchse