Festungskarten


DOWNLOAD Verordnung 1945
Mit dem Ausbau der schweizerischen Befestigungen musste die Armee wegen der drohenden Spionage viele Gebiete zu Festungsgebieten erklären. Mit der Zeit wurden spezielle Festungskarten entwickelt. Dort durften zivile Vermessungen nur mit spezieller Bewilligung durchgeführt werden (Beispiel: Verordnung über die Vermessung in den Festungsgebieten vom 28. August 1945).

Eine Übersicht über die Entstehung der Festungskarten (und der Schiesskarten) ist als Artikel in der Publikation Cartographica Helvetica 29/2004 gedruckt worden. Herausgegeben worden ist das Heft von der Arbeitsgemeinschaft für Kartengeschichte: Der Beitrag von Martin Rickenbacher: «Festungskarten – Karten für die schweizerische Landesverteidigung» widmet sich kartographischen Aktivitäten der Eidgenossenschaft. Die bis vor kurzem geheimen Spezialkarten der Festungswerke werden erstmals als direkter kartographischer Ausdruck der schweizerischen Verteidigungshaltung gewürdigt. Ihre Entwicklung setzte gegen Ende des 19. Jahrhunderts ein und erreichte im Zweiten Weltkrieg ihren Höhepunkt. Bei dieser kartographischen Spezialität wurden wesentliche technische Neuerungen wie z.B. die terrestrische Photogrammetrie erprobt und nutzbringend eingesetzt. Dank dieser Anstrengungen verfügte die schweizerische Armee für die Verteidigung im Alpenraum und mehrerer an der Landesgrenze gelegener Artilleriewerke über bestes Kartenmaterial. Dieses konnte zugleich als Grundlage für die Entwicklung militärthematischer Karten für die Artillerie wie z.B. Schiess- und Wirkungskarten verwendet werden. 

Erhältlich ist die Publikationen für 23 Franken (inkl. Porto) bei Hans-Uli Feldmann (hans-uli.feldmann@bluewin.ch)  


In verschiedenen Bundesratsbeschlüssen von 1913 bis 1939 wurden Gebiete zu Festungsgebieten erklärt. © Cartographica Helvetica/Martin Lutz