Kanton Wallis


Unterwallis
Im Unterwallis war die Gegend um Martigny mit den Achsen durchs Rhonetal und den Grossen St. Bernhard stark befestigt. Die Region gehört zur Festung St. Maurice. Während des Zweiten Weltkrieges wurden dort Kommandoposten, drei starke Artilleriewerke (Champex A46, Commeire A27 und Follatères) erstellt. Die beiden ersten Werke sind beiderseits von Orsières angesiedelt, das dritte als Gegenwerk beim Knie der Rhone ob Martigny.

22 ständig bewaffnete Infanteriewerke sperrten gestaffelt in Sperren die Durchgangslinien, 26 nicht ständig ausgerüstet Werke ergänzten diese Sperren in verschiedenen Höhenstellungen. Zwei Artilleriebeobachtungs- und Führungsanlagen dienten der Festungsartillerie sowie der mobilen Artillerie. Speziell waren gedeckte Stellungen für 8,1 cm Minenwerfer (unter Stahlkuppeln), die einzigartig waren. Insgesamt waren von der italienisch-schweizerischen Grenze des Grossen St. Bernhards bis zur 18 Kilometer zurückliegenden starken Sperre von Orsières 57 Infanteriewerke vorhanden. Begonnen wurden die Bauten im Jahr 1939.

In neuerer Zeit wurden die Artilleriewerke durch 12 cm Festungs-Minenwerfer ersetzt. Ergänzt wurde das Netz der Kampfinfrastruktur im Unterwallis durch Gebirgsunterkünfte, atomsichere Unterstände (ASU), in der Region dezentral verteilte Material- und Munitionslager sowie ein festes Übermittlungsnetz.

Mittelwallis

Oberwallis
Das Oberwallis gehört taktisch zum Gotthardraum, was sich auch in der Ausrichtung der Werke zeigt. Verantwortlich war u.a. die Simplonbrigade Geb Br 11.