Kanton St. Gallen


Klarer Schwerpunkt der Verteidigungsanstrengungen ist das Festungsgebiet Sargans. Mehrere grosse Artilleriewerke sowie Dutzende von Infanteriewerken und –bunker haben dieses Gebiet geprägt. Entstanden ist die sogenannte Festung Sargans nach ersten Planungen 1936 vor allem im Laufe des Zweiten Weltkrieges, wobei zum Beispiel die Sperre Luzisteig natürlich aus früheren Zeiten erstellt wurde. Die Modernisierung erfogte wie in den anderen Festungen Gotthard und St. Maurice bis zur Ausserdienststellung der grossen AW sowie der meisten der Infanteriekampf-Anlagen und eines grossen Teils der kleineren Führungsanlagen (KP).

Ursprünglich waren auch hier nach der Mobilmachung mobile Batterien und Verbände stationiert, da die Befestigungen grossenteils noch nicht bereit waren. Die Truppen mussten sich auch bewusst sein, dass im Kriegsfall die Region abgeschnitten worden wäre (auch vom Nachschub).

1945 waren im Raum Sargans gemäss Schlussbericht des Geniechefs folgende Waffen fest eingebaut (ohne Anlagen mit mobilen Waffen):
* 22 Bunkerkanonen 7,5 cm
* 10 Panzerturmkanonen 10,5 cm
* 4 Panzerkanonen 10,5 cm
* 4 Kasemattkanonen 15 cm
* 14 Bunkerkanonen 4,7 cm
* 8 Bunker-Pak 4,7 cm
* 7 Panzerabwehrkanonen 24 mm
* 13 Panzerabwehrkanonen 20 mm
* 161 Maschinengewehre
* 148 Leichte Maschinengewehre

Aktuell dürften es noch eine Batterie 15,5 cm Bison sowie mehrere 12 cm Festungsminenwerfer sein.

Nicht zu vergessen ist aber auch das Verteidigungsdispositiv der Linthebene
zwischen Walen- und Zürichsee mit den Überflutungssystemen, die noch im Kalten Krieg operativ waren.